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Salutogenese und Humor. Das Gesundheitskonzept von Aron Antonovsky. Ein salutogenetischer Ansatz in der Pflege?

Title: Salutogenese und Humor. Das Gesundheitskonzept von Aron Antonovsky. Ein salutogenetischer Ansatz in der Pflege?

Term Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Thomas Schümann (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Was halten Sie davon, einen neuen Blickwinkel kennen zu lernen?
Wir alle wissen, dass es insbesondere außerhalb des westlichen Lebensstandards Millionen Menschen gibt, die in sozialen, ökonomischen und hygienischen Verhältnissen leben müssen, die für uns teilweise unvorstellbar sind. Das dies Krankheiten auslöst, brauche ich Ihnen nicht zu erläutern. Genauso wahr ist aber auch, dass es dort Menschen gibt die nicht krank sind sondern gesund und aktiv, obwohl sie unter genau denselben Bedingungen leben. Der amerikanische Medizinsoziologe Aron Antonowski hat sich daraufhin die Frage gestellt "Was erhält Menschen gesund?". Als Gegenstück zum medizinischen Ansatz "Was macht Menschen krank?", der als pathogenetisch bezeichnet wird, nennt er seinen Ansatz salutogenetisch. Er ermittelt verschiedene Faktoren, die dabei eine Rolle spielen und mich hat speziell die Frage beschäftigt, inwiefern der Humor Anteil daran haben könnte, dass Menschen gesund bleiben oder wieder schneller gesund werden.

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Inhaltsverzeichnis

1 Annäherung an das Thema

2 Der Autor Aaron Antonovsky

3 Ungewohntes Denken: Pathogenese versus Salutogenese

4 Das Gesundheits-Krankheitskontinuum

5 Stressoren und Widerstandsressourcen

6 Das Kohärenzgefühl

6.1 Die drei Teilkomponenten

6.2 Ausbildung des Kohärenzgefühls

7 Die Bedeutung für die Gesundheitswissenschaft

8 Humor - eine ernste Sache

9 Humor und Salutogenese

10 Humor und Pflege

11 Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das salutogenetische Modell von Aaron Antonovsky mit dem Ziel zu klären, ob Humor in der pflegerischen Praxis als salutogenetischer Ansatz betrachtet werden kann, der zur Stärkung der psychischen und physischen Gesundheit beiträgt.

  • Grundlagen und zentrale Konzepte des salutogenetischen Modells nach Antonovsky
  • Gegenüberstellung von Pathogenese und Salutogenese
  • Analyse des Kohärenzgefühls und seiner drei Teilkomponenten
  • Theoretische Verknüpfung von Humor als Coping-Strategie in der Pflege
  • Diskussion der praktischen Anwendung von Humor zur Stressbewältigung

Auszug aus dem Buch

10 Humor und Pflege

Humor und Pflege, zwei Kontrapunkte die sich gegenseitig ausschließen? Assoziationen zum Bezugsfeld Pflege sind unter anderem Stress, Krankheit, Schmerzen, Siechtum, Leiden, Exkremente, Blut und Angst. So scheint es nicht verwunderlich, dass Humor in einer solchen Umgebung nicht vermutet wird und auf den ersten Blick deplaziert erscheint. Pflege lässt sich aber auch mit Freude, Hilfe, Dankbarkeit, Linderung, Erfolg und Bestätigung assoziieren. Ein Bereich in dem Humor seinen Platz haben kann.

Die positiven Aspekte der besseren Handhabbarkeit durch Humor gelten in der pflegerischen Beziehung nicht nur für die Patienten sondern auch für die Pflegenden selbst, um mit den besonderen Herausforderungen ihres Berufsbildes umzugehen.

So ist zu vermuten, dass Humor Bestandteil der pflegerischen-, als auch der interkollegialen Beziehungen ist, er als solcher aber nicht thematisiert wird, um Missverständnissen vorzubeugen.

Je nach spezifischer Situation kann Humor dazu genutzt werden, einen ersten Kontakt herzustellen und eine „verkrampfte“ Situation zu entspannen. Anne Siglinde Siegel führt dazu aus: ,,So gesehen kann Humor auch als eine Art >Eisbrecher< verstanden werden, der dazu verhilft, mit den Patienten und ihren Angehörigen eine Beziehung aufzubauen.“ (Siegel 2005, 38).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Annäherung an das Thema: Einleitung in die Problematik der Stressbewältigung unter Einbeziehung des transaktionalen Stressmodells von Lazarus und Einführung in Antonovskys Modell.

2 Der Autor Aaron Antonovsky: Biografischer Abriss über den Entwickler des Salutogenese-Modells und Darstellung seiner wissenschaftlichen Inspiration.

3 Ungewohntes Denken: Pathogenese versus Salutogenese: Abgrenzung des salutogenetischen Paradigmas, das Gesundheit als aktiven Prozess und Heterostase als Normalzustand betrachtet.

4 Das Gesundheits-Krankheitskontinuum: Erläuterung der Vorstellung, dass Gesundheit und Krankheit keine absoluten Gegensätze, sondern Pole eines multidimensionalen Kontinuums sind.

5 Stressoren und Widerstandsressourcen: Definition von Stressoren als Herausforderungen und Erläuterung der Bedeutung von Widerstandsressourcen für die Bewältigung.

6 Das Kohärenzgefühl: Zentrale Betrachtung des Kohärenzgefühls (SOC) als globale Orientierung für das Vertrauen in die Überschaubarkeit und Sinnhaftigkeit des Lebens.

6.1 Die drei Teilkomponenten: Detaillierte Beschreibung von Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit als Bestandteile des SOC.

6.2 Ausbildung des Kohärenzgefühls: Darstellung der prägenden Lebenserfahrungen (Konsistenz, Einflussnahme, Belastungsbalance) für die Entwicklung des SOC.

7 Die Bedeutung für die Gesundheitswissenschaft: Würdigung der Bedeutung des Modells für Gesundheitsförderung, Prävention und eine ganzheitliche Medizin.

8 Humor - eine ernste Sache: Beleuchtung der Komplexität des Humor-Begriffs und dessen Einordnung in die individuelle Perspektive.

9 Humor und Salutogenese: Theoretische Verknüpfung von Humor mit dem salutogenetischen Modell, insbesondere hinsichtlich der Handhabbarkeit von Stress.

10 Humor und Pflege: Praxisbezogene Untersuchung, wie Humor als Werkzeug zur Beziehungsgestaltung und Entspannung im Pflegealltag dient.

11 Resümee: Kritische Zusammenfassung der Arbeit und Ausblick auf die Weiterentwicklung des salutogenetischen Modells durch Berücksichtigung humorvoller Ressourcen.

Schlüsselwörter

Salutogenese, Aaron Antonovsky, Kohärenzgefühl, SOC, Gesundheits-Krankheitskontinuum, Stressbewältigung, Coping, Pflegewissenschaft, Humor, Therapeutischer Humor, Resilienz, Widerstandsressourcen, Gesundheitsförderung, Handhabbarkeit, ganzheitliche Medizin.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Gesundheitskonzept der Salutogenese von Aaron Antonovsky und untersucht, inwieweit Humor als ein salutogenetischer Ansatz innerhalb der pflegerischen Praxis eingesetzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die salutogenetische Theorie, das Kohärenzgefühl (SOC), das Gesundheits-Krankheitskontinuum sowie die psychologische und praktische Bedeutung von Humor im pflegerischen Kontext.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu prüfen, ob Humor durch seine entkrampfende Wirkung und Förderung der Handhabbarkeit von Situationen einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsförderung in der Pflege leisten kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit ist eine theoretische Ausarbeitung, die auf der Literaturanalyse des Modells von Antonovsky basiert und dieses konzeptionell mit Fachliteratur zum Thema therapeutischer Humor verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Salutogenese-Modells (Antonovsky) und die anschließende Übertragung dieser Konzepte auf das Phänomen Humor und dessen spezifische Anwendungsmöglichkeiten im Pflegealltag.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Salutogenese, Kohärenzgefühl, Coping, Pflegebeziehung und therapeutischer Humor.

Warum spielt das Kohärenzgefühl eine zentrale Rolle für die Argumentation des Autors?

Das Kohärenzgefühl ist für den Autor der entscheidende Parameter, um die Platzierung eines Menschen auf dem Gesundheits-Krankheits-Kontinuum zu verstehen; der Humor wird dabei explizit als Mittel zur Stärkung der Komponente 'Handhabbarkeit' identifiziert.

Wie unterscheidet sich die salutogenetische Betrachtung von der klassischen Medizin?

Im Gegensatz zur pathogenetischen Sichtweise, die bei Krankheit nach Defekten sucht, fragt die Salutogenese, was Menschen gesund erhält, und betrachtet das Leben als einen Prozess, in dem Krisen und Stressoren zu bewältigen sind.

Inwiefern kann Humor nach Ansicht des Autors als 'Eisbrecher' in der Pflege dienen?

Humor wird als Instrument beschrieben, um die Anonymität zwischen Pflegekraft und Patient zu durchbrechen, eine persönlichere Ebene aufzubauen und als 'verspannt' wahrgenommene klinische Situationen zu entspannen.

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Details

Title
Salutogenese und Humor. Das Gesundheitskonzept von Aron Antonovsky. Ein salutogenetischer Ansatz in der Pflege?
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,7
Author
Thomas Schümann (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V64242
ISBN (eBook)
9783638571142
ISBN (Book)
9783638834629
Language
German
Tags
Gesundheitskonzept Antonovsky Bedeutung Salutogenese Gesundheitswissenschaft Unterthema Humor Pflege Ansatz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Schümann (Author), 2006, Salutogenese und Humor. Das Gesundheitskonzept von Aron Antonovsky. Ein salutogenetischer Ansatz in der Pflege?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64242
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