Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Leadership and Human Resources - Miscellaneous

Bilder der Zeit - Öffentlichkeitsarbeit und Marketing als Instrumente der Wirklichkeitsbildung

Title: Bilder der Zeit - Öffentlichkeitsarbeit und Marketing als Instrumente der Wirklichkeitsbildung

Term Paper , 2006 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Magdalena Orlik (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

„Bilder der Zeit: Öffentlichkeitsarbeit und Marketing als Instrumente der Wirklichkeitsbildung“, so lautet das Thema dieser Hausarbeit. Betrachtet man die einzelnen Worte dieser Überschrift separat, so entdeckt man, dass der Titel ein Gefüge ist in dem verschiedene Bereiche zusammenspielen, viele verschiedene Farbtupfer also, die zusammen ein farbenfrohes Bild ergeben. Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Kunst und Psychologie, sind die Komponenten, die ich für diese Hausarbeit herangezogen habe. Den Begriffen Bilder der Zeit und Wirklichkeitsbildung, habe ich besondere Aufmerksamkeit beigemessen.
Im Bezug auf die Bilder ist es für mich wichtig die Kunst heranzuziehen, das Trompe l’oeil des griechischen Malers Zeuxis, zeigt meines Erachtens sehr gut das Spiel zwischen der Illusion der Bilder und der Realität selber. Dennoch möchte ich, abgesehen von diesem Beispiel, vor allem Bilder beschreiben die nicht statisch festgehalten werden auf einer Leinwand oder einem Werbespot im Fernsehen etwa, sondern Bilder, die aus der Interaktion von unseren Sinnen in unserem Kopf entstehen, denn das was mit den Augen gesehen wird gepaart mit Emotionen ergibt im Endeffekt ein ganz anderes Bild eines Objekts, als wenn dieses, ganz kühl und nüchtern mit dem Auge betrachtet wird. Anhand von persönlichen Erlebnissen in der Autostadt, möchte ich zwei solche Bilder sowie ihre Wirkung beschreiben. Abgesehen von der Kunst ist das Heranziehen der Psychologie hierbei unerlässlich. Die Frage, wie schaffen es künstlich hergestellte Bilder Wirklichkeit überzeugend darzustellen und mit welchen Instrumenten arbeiten sie, soll den Schwerpunkt meiner Hausarbeit bilden.
Es wirft sich nun die Frage nach der Motivation der Unternehmen auf, bestimmte Bilder, sei es mittels Werbeplakate, Werbespots oder eines Events, zu kreieren.
Was dahinter steckt ist schlichtweg das Ringen um die Konsumenten, denn „alle Unternehmen leben von ihren Kunden und durch ihre Kunden!...Kunden sind der Erfolgs- oder Misserfolgsfaktor der Unternehmen.“ Unsere heutige Gesellschaft ist eine Erlebnisgesellschaft, ständig auf der Suche nach dem Glück und dem Erlebnis und genau dort liegt der Ansatzpunkt der Unternehmen. Diese Tatsache bietet ihnen eine gute Möglichkeit die Konsumenten an sich zu binden - frei nach dem Motto: Wir haben das, wonach ihr sucht! Kommt zu uns!

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Erlebnisgesellschaft: Suche nach dem Glück

3. Künstlerisch – Künstlich – Apropos Bilder der Zeit

4. Erstes Bild: Das KundenCenter – fertig zum Abflug

5. Zweites Bild: Gemeinsames Abendessen im Stadtcafé –

„Das Glück liegt auf der Zunge“

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Marketinginstrumente künstliche Erlebniswelten schaffen, um Konsumenten emotional an sich zu binden und ihre subjektive Wahrnehmung der Wirklichkeit zu beeinflussen.

  • Analyse des gesellschaftlichen Wertewandels hin zur Erlebnisgesellschaft.
  • Untersuchung der psychologischen Mechanismen hinter dem Spannungsaufbau bei Konsumenten.
  • Darstellung der Bedeutung von Architektur und Interieur bei der Inszenierung von Markenwelten.
  • Erforschung der emotionalen Kundenbindung durch positive Erlebnisketten.
  • Darstellung von Instrumenten zur Wirklichkeitsbildung am Beispiel der Autostadt Wolfsburg.

Auszug aus dem Buch

4. Erstes Bild: Das KundenCenter – fertig zum Abflug

Ich sitze in dem KundenCenter der Autostadt beobachte die Menschen, schaue mir genau Architektur und Interieur des Gebäudes an. Dabei habe ich stets die Aufgabe von unserem Seminar vor Augen, die Autostadt zu erforschen und zu schauen was auffällt und was mit Absicht inszeniert sein könnte. Dann merke ich, dass ich mich hier vielmehr wie auf einem Flughafen fühle.

Es scheint mir, als ob Urlaubsflair herrscht - die meisten Menschen hier, scheinen locker und vergnügt zu sein nur das diese Leute eben nicht ihrem Urlaubsziel entgegenträumen, sondern gespannt warten auf ihr Gefährt, manchem Gesichtsausdruck nach zu urteilen könnte man sogar Gefährten sagen. Dazu scheint auch noch die Sonne, was das Bild perfekt abrundet. Die Glaswände erlauben es aus die Landebahn – die beiden AutoTürme – zu schauen, dort wo das Privatflugzeug bereit steht. An den Schaltern A, B, C, D werden den Fluggästen ihre Tickets – Schlüssel - überreicht und sie werden von dort aus aufgerufen, wenn ihr ganz persönlicher Flug startet. Man kann auch auf den Screens mitverfolgen, wann es denn endlich soweit ist. Mir scheint es so, als ob dieses Urlaubsflair unterbewusste Reiselust, die Sehnsucht nach fernen Ländern bei den zukünftigen Autobesitzern hervorruft. Ich denke, dass den meisten Kunden gar nicht bewusst ist, dass sie mitten in einem künstlich inszenierten Bild stehen, dass ihnen seine Wirklichkeit präsentiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der Wirklichkeitsbildung durch Marketing und führt die methodische Herangehensweise unter Einbeziehung von Wirtschaft, Psychologie und Kunst ein.

2. Die Erlebnisgesellschaft: Suche nach dem Glück: Dieses Kapitel erläutert den gesellschaftlichen Wertewandel und erklärt, warum moderne Unternehmen auf die Suche der Konsumenten nach Erlebnissen angewiesen sind.

3. Künstlerisch – Künstlich – Apropos Bilder der Zeit: Es wird untersucht, wie Marken durch künstlich geschaffene Abbilder eine für den Konsumenten „objektive“ Wirklichkeit suggerieren und durch Emotionen verführen.

4. Erstes Bild: Das KundenCenter – fertig zum Abflug: Am Beispiel der Autostadt wird analysiert, wie durch Vergleiche mit einer Flughafenatmosphäre und bewussten Spannungsaufbau ein emotionales Kundenerlebnis erzeugt wird.

5. Zweites Bild: Gemeinsames Abendessen im Stadtcafé – „Das Glück liegt auf der Zunge“: Der Autor zeigt auf, wie Gastronomie und individuelle Serviceleistungen eingesetzt werden, um Wohlbefinden zu evozieren und langfristige Kundenbindung durch Reziprozität zu festigen.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass erfolgreiche Unternehmen heute Meister in der Inszenierung farbenfroher, emotionaler Realitäten sein müssen, um im Wettbewerb zu bestehen.

Schlüsselwörter

Wirklichkeitsbildung, Erlebnisgesellschaft, Marketing, Kundenbindung, Autostadt, Inszenierung, Konsumentenverhalten, Emotionen, Wertewandel, Markenerlebnis, Psychologie, Erlebniswelten, Reziprozität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen Marketing und Öffentlichkeitsarbeit nutzen, um durch die Inszenierung künstlicher Bilder die Wirklichkeitswahrnehmung von Konsumenten aktiv zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Erlebnisökonomie, die psychologischen Grundlagen von Kundenbindung, die gesellschaftliche Bedeutung von Erlebnissen sowie die künstlerische Inszenierung von Konsumräumen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzudecken, mit welchen Instrumenten Unternehmen in der Autostadt Wolfsburg „künstliche Wirklichkeiten“ erzeugen, um das Verhalten und die Emotionen der Kunden positiv zu beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Herangehensweise, indem sie Erkenntnisse aus der Wirtschaftswissenschaft, der Soziologie, der Psychologie und der Kunstgeschichte kombiniert, um die inszenierten Bildwelten zu beschreiben.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zwei konkrete Fallbeispiele aus der Autostadt – die Fahrzeugabholung im Kundencenter und ein gemeinsames Abendessen im Stadtcafé – detailliert analysiert und auf ihre marketingpsychologische Wirkung hin untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erlebnisgesellschaft, Wirklichkeitsbildung, Markenerlebnis, emotionale Bindung und Inszenierung charakterisiert.

Warum wird die Autostadt Wolfsburg als Fallbeispiel gewählt?

Die Autostadt dient als ideales Beispiel für eine inszenierte Erlebniswelt, in der durch Architektur, gezielte Serviceprozesse und emotionale Dramaturgie eine starke Verbindung zwischen Marke und Kunde geschaffen wird.

Welche Rolle spielt die „Reziprozitätsnorm“ in diesem Kontext?

Der Autor erläutert, dass Kunden, die durch exzellenten Service oder kleine Geschenke (wie exklusive Bewirtung) Zeit und Aufmerksamkeit erhalten, sich psychologisch verpflichtet fühlen, dies durch positive Mund-zu-Mund-Werbung oder Markentreue zu erwidern.

Wie unterscheidet sich das „Bild“ im Kundencenter von dem im Stadtcafé?

Während im Kundencenter das Bild eines „Urlaubsflairs“ und Spannung durch Wartezeiten dominiert, zielt das Abendessen im Stadtcafé auf Entspannung, Genuss und individuelle Wertschätzung ab, um den Kunden emotional zu festigen.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Bilder der Zeit - Öffentlichkeitsarbeit und Marketing als Instrumente der Wirklichkeitsbildung
College
University of Wuppertal  (Lehrstuhl für Wirtschaftswissenschaft mit sozialwissenschaftlicher Ausrichtung, Organisationsentwicklung)
Course
Projekt: "Produziert die Ökonomie ein neues Selbst?"
Grade
1,7
Author
Magdalena Orlik (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V64254
ISBN (eBook)
9783638571234
ISBN (Book)
9783656778363
Language
German
Tags
Bilder Zeit Marketing Instrumente Wirklichkeitsbildung Projekt Produziert Selbst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magdalena Orlik (Author), 2006, Bilder der Zeit - Öffentlichkeitsarbeit und Marketing als Instrumente der Wirklichkeitsbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64254
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint