Ziel der Arbeit ist, die Zahlungsbereitschaften für Hersteller- und Handelsmarken innerhalb drei unterschiedlicher Betriebsformate zu erheben und daraufhin zu überprüfen, ob ein überzufälliger Zusammenhang zwischen Zahlungsbereitschaft und den unterschiedlichen Ausprägungen der Betriebsformate besteht. Die unterschiedlichen Betriebsformate umfassen ein SB-Warenhaus, einen Supermarkt und einen Discounter. Für Einzelhandelsunternehmen könnte dies von großer Bedeutung sein, da hier eventuell Preisspannen bestehen, die noch ausgeschöpft werden können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Das Projekt
2.1 Einführung
2.2 Ziel und Relevanz
2.2.1 Erwartungen über Konsumentenverhalten
2.2.2 Hypothesen
2.3 Praktische Umsetzung
2.3.1 Durchführung
2.3.2 Zeitplanung
2.3.3 Design des Fragebogens
3 Regressionsanalyse
3.1 Modellformulierung
3.1.1 Daten
3.1.2 Variablendefinition
3.2 Schätzung der Regressionsfunktionen
3.3 Prüfung der Regressionsfunktion
3.3.1 Bestimmtheitsmaß
3.3.2 F-Test
3.3.3 Standardfehler
3.4 Prüfung der Regressionskoeffizienten
3.4.1 T-Test
3.5 Kritische Würdigung
4 Ergebnisanalyse
4.1 Analyse mit sämtlichen Regressoren
4.1.1 Daten-Set 1
4.1.2 Daten-Set 2
4.2 Analyse nur mit Betriebsformat- und Image-Regressoren
4.2.1 Daten-Set 1
4.2.2 Daten-Set 2
4.2.3 Daten-Set Minimal
4.2.4 Daten-Set Toom
4.2.5 Daten-Set Penny
4.3 Vergleich der Zahlungsbereitschaften auf Betriebsformatebene
4.3.1 Allgemeine Zahlungsbereitschaften
4.3.2 Zahlungsbereitschaften für Herstellermarken
4.3.3 Zahlungsbereitschaften für Handelsmarken
4.4 T-Test bei unabhängigen Stichproben
4.4.1 Allgemeine Zahlungsbereitschaft
4.4.2 Zahlungsbereitschaft für Herstellermarken
4.4.3 Zahlungsbereitschaft für Handelsmarken
4.5 Varianzanalyse – Einfaktorielle ANOVA
4.5.1 Überprüfung der allgemeinen Zahlungsbereitschaft
4.5.2 Überprüfung der Zahlungsbereitschaft für Herstellermarken
4.5.3 Überprüfung der Zahlungsbereitschaft für Handelsmarken
4.6 Zwischenfazit
4.7 Statistiken
4.8 Bestätigung der Hypothesen
4.9 Implikation für den Handel (Management-Empfehlungen)
5 Zusammenfassung, Ausblick und Würdigung
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Seminararbeit ist es, die Zahlungsbereitschaften (ZB) für Hersteller- und Handelsmarken innerhalb dreier unterschiedlicher Betriebsformate (SB-Warenhaus, Supermarkt, Discounter) im deutschen Lebensmitteleinzelhandel zu erheben und auf signifikante Zusammenhänge hin zu überprüfen.
- Analyse des Einflusses des Betriebsformats auf die Zahlungsbereitschaft.
- Differenzierung zwischen Herstellermarken und Handelsmarken im Konsumentenverhalten.
- Einsatz einer multivariaten Regressionsanalyse zur Auswertung der erhobenen Präferenzdaten.
- Durchführung von T-Tests und einfaktorieller Varianzanalyse zur statistischen Absicherung.
- Ableitung von Implikationen und Management-Empfehlungen für den Lebensmitteleinzelhandel.
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
Die Entwicklung der Vielfalt von Betriebsformen stellt eine Konsequenz des Strukturwandels der Einzelhandelsunternehmen auf betrieblicher Ebene dar und kann als Formatwandel bezeichnet werden. Als wichtiger Baustein des Formatwandels wird seit den 50er Jahren der Wechsel vom Bedienungsladen mit Theke hin zum Selbstbedienungsgeschäft angesehen1. Innerhalb der Betriebsformate2 zeigt sich, dass in immer größerem Maße Handelsmarken etabliert3 werden, die zunehmend bestehende Herstellermarken verdrängen könnten.
Die unterschiedlichen Betriebsformate im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland zeigen signifikante Preisunterschiede in Bezug auf Herstellermarken. In Hinblick auf Handelsmarken konnte kein signifikanter Preisunterschied festgestellt werden.4 Da in dieser Studie lediglich die Preisgestaltung, d.h. die gesetzten Preise seitens der Einzelhandelsunternehmen untersucht wurden, ist eine Studie der Zahlungsbereitschaften der Konsumenten im Kontext des jeweiligen Betriebstyps erforderlich. In diesem Zusammenhang wird nach dem maximalen Preis gefragt, den ein Konsument für ein bestimmtes Produkt zu zahlen bereit ist.5
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung, das Ziel der Arbeit und den strukturellen Aufbau der Untersuchung.
2 Das Projekt: Erläutert die praktische Durchführung der empirischen Studie, inklusive der Auswahl der Betriebsformate, Produktkategorien und des Designs des Fragebogens.
3 Regressionsanalyse: Legt die theoretischen und methodischen Grundlagen für die Anwendung des multivariaten Verfahrens sowie die Variablen- und Gütekriterien fest.
4 Ergebnisanalyse: Präsentiert die empirischen Resultate anhand verschiedener Datensätze, vergleicht Zahlungsbereitschaften und überprüft die aufgestellten Hypothesen statistisch.
5 Zusammenfassung, Ausblick und Würdigung: Führt die zentralen Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert die methodischen Ansätze sowie deren Bedeutung für das Handelsmanagement.
Schlüsselwörter
Zahlungsbereitschaft, Betriebsformat, Einzelhandel, Regressionsanalyse, Handelsmarke, Herstellermarke, Preisgestaltung, Konsumentenverhalten, Fast Moving Consumer Goods, Punkt der Anschaffung, Varianzanalyse, Preissensibilität, Marketingmanagement, Kundensegmentierung, Datensatzanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss das Betriebsformat (Supermarkt, SB-Warenhaus, Discounter) auf die Zahlungsbereitschaft von Konsumenten für Hersteller- und Handelsmarken im deutschen Lebensmitteleinzelhandel hat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Preisgestaltung im Einzelhandel, das Konsumentenverhalten bei verschiedenen Markenarten sowie die empirische Bestimmung von Zahlungsbereitschaften mittels Preisbefragungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist zu überprüfen, ob ein statistisch überzufälliger Zusammenhang zwischen der Zahlungsbereitschaft und den unterschiedlichen Ausprägungen der Betriebsformate besteht, um Potenziale für Preisstrategien im Handel aufzudecken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autoren nutzen eine direkte Preisbefragung mittels Fragebogen zur Datengewinnung und führen zur Auswertung ein multiples Verfahren, die lineare multivariate Regressionsanalyse, sowie T-Tests und eine einfaktorielle Varianzanalyse (ANOVA) durch.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Modellformulierung, der detaillierten Regressionsanalyse verschiedener Datensätze, dem Vergleich von Mittelwerten auf Betriebsformatebene sowie der statistischen Prüfung der aufgestellten Hypothesen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Zahlungsbereitschaft, Regressionsanalyse, Betriebsformat, Handelsmarken und Preisstrategien charakterisieren.
Welches Betriebsformat weist laut der Analyse die höchste Zahlungsbereitschaft auf?
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Zahlungsbereitschaft für Produkte im Supermarkt-Segment (hier: Minimal) am höchsten ausgeprägt ist, während Discounter (Penny) die niedrigsten Werte verzeichnen.
Welche Schlussfolgerung ziehen die Autoren für das Management?
Die Autoren empfehlen dem Handel, durch eine gezieltere Preisdiskriminierung zwischen den verschiedenen Betriebsformaten die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten besser abzuschöpfen, insbesondere durch Margen-Optimierung bei Handelsmarken.
Wurden alle Hypothesen bestätigt?
Nein, die Hypothese, dass die höchste Zahlungsbereitschaft für Herstellermarken im Supermarkt-Segment festzustellen sei, konnte nicht durch die statistischen Tests bestätigt werden.
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- Joseph Cho (Author), Chris Berneiser (Author), Daniela Seidel (Author), 2006, Einfluss des Betriebsformats auf die Zahlungsbereitschaften für Hersteller- und Handelsmarken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64255