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Internationalisierung des deutschen Festnetz- und Mobilfunksektors: Tendenzen und technologisch-ökonomische Dynamik

Title: Internationalisierung des deutschen Festnetz- und Mobilfunksektors: Tendenzen und technologisch-ökonomische Dynamik

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 21 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Diplom-Ökonom Marco Balke (Author)

Economics - International Economic Relations
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In der modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft gilt der Informations- und Telekommunikationssektor als das für den Umbruch in die Informationsgesellschaft notwendige Nervensystem. Die Internationalisierung dieses Sektors ist eingebettet in eine Reihe von Globalisierungstendenzen, wie der laufende Prozess der zunehmenden Konvergenz, die weltweit stattfindende Liberalisierung der bisher meist in staatlicher Hand befindlichen Telekommunikationsmärkte und die zunehmende Ausbreitung des Internets. „Die Telekommunikationsmärkte der Zukunft werden von grundlegenden Strukturveränderungen geprägt sein. An die Stelle des Verkäufermarktes tritt in den nächsten Jahren ein durch das Verhalten der Käufer geprägter Markt, bei dem weniger die technologische Umsetzung als vielmehr das Ausschöpfen der Anwendungs- und Kundenpotenziale im Vordergrund stehen. Neben den Preis- und Infrastrukturwettbewerb wird verstärkt der Wettbewerb der Anbieter mit Dienstleistungen und Servicepaketen treten.“ (Entwicklungstrends im Telekommunikationssektor bis 2010, April 2001)

Die Nachfrage von Unternehmen nach innovativen Telekommunikations-Dienstleistungen (TK-Dienstleistungen) wird in den nächsten Jahren stark zunehmen. Das Wissen um die strategische Bedeutung der Telekommunikation für Wachstum und Beschäftigung wird in der nahen Zukunft zu regen Investitionsaktivitäten in die Kommunikationsinfrastruktur führen. Die wachsende Bedeutung neuer TK-Dienste für die Organisation des Alltags und der deutliche Zusatznutzen lassen die Zahlungsbereitschaft für neue TK-Dienste auch in Zukunft weiter ansteigen. Insgesamt werden die Häufigkeit, die Intensität und die Reichweite der Nutzung und damit das Kommunikationsvolumen deutlich zunehmen und zu einer stark steigenden Nachfrage nach breitbandigen Übertragungskapazitäten führen.

Diese Hausarbeit geht der Frage nach, inwieweit die Konvergenztheorie auf den Informations- und Telekommunikationssektor anwendbar ist und welche Auswirkungen das auf die bisherigen Marktstrukturen hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einführung und Fragestellung

1.2 Gang der Untersuchung

1.3 Definition der Konvergenz

2. Entwicklung des Festnetzsektors

2.1 Technische Entwicklung

2.2 Politische Entwicklung

3. Entwicklung des Mobilfunksektors

3.1 Von den anfänglichen Entwicklungen bis zum Ende des analogen Netzes

3.2 Die Digitalisierung des Mobilfunks

4. Entwicklungstendenzen hinsichtlich der Konvergenz

4.1 Einführung

4.2 Die Bedeutung der Konvergenz im IKT-Sektor

4.3 Die maßgeblichen Treiber für die Konvergenztendenzen

4.4 Auswirkungen der Konvergenz auf den Festnetz- und Mobilfunksektor

5. Zusammenfassender Ausblick und Fazit

Konvergenz in der Infrastruktur:

Festnetzanbieter geraten zunehmend in Bedrängnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der Konvergenztheorie auf den deutschen Informations- und Telekommunikationssektor und analysiert deren Auswirkungen auf bestehende Marktstrukturen, um die Hypothese einer zunehmenden Konvergenz in diesem Bereich zu überprüfen.

  • Prozess der technologischen Konvergenz zwischen Festnetz und Mobilfunk
  • Historische Entwicklung der Telekommunikationsinfrastruktur in Deutschland
  • Einfluss politischer Rahmenbedingungen und Marktliberalisierung
  • Auswirkungen der Digitalisierung und Breitbandtechnologien auf Dienste
  • Veränderung der Wettbewerbslandschaft durch neue Akteure und VoIP

Auszug aus dem Buch

3.1 Von den anfänglichen Entwicklungen bis zum Ende des analogen Netzes

Die ersten Versuche mit Funktelefongesprächen aus fahrenden Zügen unternahm die Deutsche Reichsbahn bereits im Jahre 1918 im Raum Berlin. Im Jahr 1926 wurde dann auf der Strecke Berlin-Hamburg den Fahrgästen der ersten Klasse ein Funktelefondienst angeboten. Die Antennen im Zug bestanden aus auf den Wagendächern längs gespannten Drähten, als ortsfeste Sende- und Empfangsantennen dienten die entlang der Eisenbahnstrecke verlaufenden Telegrafenleitungen.

In den 30er- und 40er Jahren wurden dann verschiedene Versuche im Mittelwellen- und Kurzwellenbereich durchgeführt.

Das weltweit erste Mobilfunknetz gab es in den USA im Jahre 1946.

Nach der Entwicklung der UKW-Technik in Deutschland nach dem Krieg wurden dann Anfang der 50er-Jahre in verschiedenen Regionen Deutschlands lokale Netze aufgebaut, wie der Hafen- oder Rhein-Funk oder der Stadtfunk-Dienst.

Das erste richtige Mobilfunknetz in Deutschland war das 1958 von der Bundespost eingeführte A-Netz. Es war ein analoges Netz, das rein handvermittelt arbeitete. Die Gesprächsverbindung wurde vom "Fräulein vom Amt" handvermittelt und musste abgebrochen werden, sobald man den Funkbereich einer Landfunkstelle verlassen hatte. Im benachbarten Funkbereich kannte das Gespräch dann wieder aufgenommen werden. Auslandsgespräche waren noch nicht möglich. Das A-Netz arbeitete im 150 MHz Frequenzbereich. Durch die Kosten des Mobilfunks blieb das Telefonieren unterwegs ein Privileg der Wohlbetuchten und derer, die es beruflich nutzten, wie z.B. Politiker, Unternehmer und Angehörige bestimmter Berufsgruppen. Trotzdem war das A-Netz seinerzeit das größte flächendeckende Mobilfunknetz der Welt. Die Hardware war noch sehr klobig, sie basierte auf Röhrentechnik - es wurde noch der halbe Kofferraum benötigt. Die Kosten für ein Gerät lagen bei 8.000.- bis 15.000.- Mark. Der monatliche Grundpreis betrug anfangs 66.- DM später 270.- DM. Hinzu kamen zusätzliche Gebühren für die Funkverkehrsbereiche. Die höchste Teilnehmerzahl lag knapp über 10.000. 1977 wurde der Betrieb endgültig eingestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage hinsichtlich der Konvergenz im Informations- und Telekommunikationssektor und Definition des theoretischen Rahmens.

2. Entwicklung des Festnetzsektors: Analyse der technischen Meilensteine und der politischen Postreformen in Deutschland.

3. Entwicklung des Mobilfunksektors: Detaillierte Betrachtung der Evolution vom analogen A-Netz bis hin zur Digitalisierung mittels GSM und UMTS.

4. Entwicklungstendenzen hinsichtlich der Konvergenz: Untersuchung der verschiedenen Konvergenzebenen sowie der treibenden Faktoren für das Verschwimmen von Branchengrenzen.

5. Zusammenfassender Ausblick und Fazit: Einschätzung der zukünftigen Auswirkungen von Triple-Play-Angeboten und Internettelefonie sowie Bestätigung der einleitenden Hypothese.

Schlüsselwörter

Konvergenz, Telekommunikation, Festnetz, Mobilfunk, Informationsgesellschaft, Digitalisierung, Breitband, Infrastruktur, Regulierung, VoIP, UMTS, GSM, Marktstruktur, IKT, Triple Play

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die zunehmende Konvergenz im deutschen Informations- und Telekommunikationssektor sowie deren Auswirkungen auf die Marktstrukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die historische Entwicklung von Festnetz- und Mobilfunknetzen, die politische Marktliberalisierung und die technologische Konvergenz durch Breitband und VoIP.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwieweit die Konvergenztheorie auf die TK-Branche anwendbar ist, und die Überprüfung der Hypothese, dass eine Tendenz zur Konvergenz existiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich primär um eine empirisch orientierte Arbeit, die vergangene und zukünftige Entwicklungen beschreibt und analysiert, um die Konvergenztheorie praktisch zu untermauern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Netzstrukturen (Kapitel 2 und 3) sowie eine Untersuchung der Konvergenztendenzen bei Diensten und Endgeräten (Kapitel 4).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Konvergenz, Telekommunikation, Festnetz, Mobilfunk, Digitalisierung und Regulierung sind die zentralen Begriffe.

Was unterscheidet das C-Netz von seinen Vorgängern?

Das C-Netz nutzte erstmals zellulare Strukturen, ein Home Location Register für den automatischen Handover und ermöglichte die Trennung von Telefonnummer und Gerät mittels einer Chipkarte.

Welche Bedeutung hat VoIP für den Markt?

VoIP gilt als disruptive Technologie, die konventionelle Geschäftsmodelle langfristig untergräbt und den Druck auf klassische Telefongesellschaften erhöht.

Warum ist das Konzept "Triple Play" in Deutschland schwer umsetzbar?

Trotz der technischen Möglichkeiten erfordert es von den Anbietern den Aufbau neuer Kompetenzen, Partnerschaften mit Inhalteanbietern und die Überzeugung der Konsumenten vom Mehrwert kostenpflichtiger Dienste.

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Details

Title
Internationalisierung des deutschen Festnetz- und Mobilfunksektors: Tendenzen und technologisch-ökonomische Dynamik
College
University of Wuppertal  (Lehrstuhl Professor Dr. Welfens)
Course
Projekt: Digital World Economy: ICT, Telecommunications Dynamics and Regulation
Grade
2,3
Author
Diplom-Ökonom Marco Balke (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V64284
ISBN (eBook)
9783638571524
ISBN (Book)
9783638773737
Language
German
Tags
Internationalisierung Festnetz- Mobilfunksektors Tendenzen Dynamik Projekt Digital World Economy Telecommunications Dynamics Regulation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Ökonom Marco Balke (Author), 2006, Internationalisierung des deutschen Festnetz- und Mobilfunksektors: Tendenzen und technologisch-ökonomische Dynamik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64284
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