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Das Inselmotiv in der Kinder- und Jugendliteratur

Titre: Das Inselmotiv in der Kinder- und Jugendliteratur

Dossier / Travail de Séminaire , 2005 , 22 Pages , Note: "keine"

Autor:in: Ann-Kathrin Christiansen (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Pédagogie, Linguistique
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Das Inselmotiv ist in der Literatur schon seit der Antike etabliert. Wenn sich die Menschen der heutigen Zeit nach einer Insel sehnen, dann weil sie sich auf ihr Erholung von der stressigen Außenwelt erhoffen. Mit einer Insel wird Übersichtlichkeit, Abgeschlossenheit und Unzugänglichkeit verbunden. Sie steht oft in Verbindung mit menschlichen Erfahrungen und Bedürfnissen, wie z.B. „Heimat und Fremde, Schutz und Ausgeliefertsein, Geborgenheit und Verlassensein, Freiheit und Gefangenschaft, Neugier und Selbstgenügsamkeit“.
Die Insel als Paradies findet in der Literatur, ebenso wie die Insel als Gefängnis, seine Beachtung. Das bekannteste Inselgefängnis ist Alcatraz. Es inspiriert viele Autoren. Die Eigenschaften, die die Insel als Paradies erscheinen lassen, können aus ihr ebenfalls ein Gefängnis machen. Durch die Abgeschlossenheit und Unzugänglichkeit ist es für den Menschen schwer die Insel wieder zu verlassen.
Die Inseln, die in der Literatur aufgegriffen werden, können real-existierende Inseln sein. Andere Möglichkeiten sind fiktive Inseln, die keine geografischen Angaben haben oder Inseln, die nur im Traum existieren. Bei den realen Inseln wird Tahiti als „Schauplatz“ oft gewählt. Die Darstellungen reichen vom verloren geglaubten Paradies bis zur kolonisierten Insel. Zu den berühmtesten, geografisch nicht fixierten Inseln zählen Platons „Atlantis“, Lukians „Insel der Seligen“, Morus „Utopia“ und Defoes „Robinson Crusoe“.
Die Trauminseln sind in der Literatur mit der Zeit häufiger geworden. Autoren weichen auf Phantasieinseln aus, weil die Insel wirklich von der Außenwelt abgeschlossen sein muss. Mit dem Beginn des 20. Jahrhundert waren nämlich die meisten realen Inseln erforscht und viel leichter zu erreichen, weil die Seefahrt fortschrittlicher geworden war.

Für mich stellt sich die Frage, welche Inselmotive es in der Kinder- und Jugendliteratur gibt und welche Bedeutung die Insel für die Handlung hat. Ist sie nur ein Schauplatz oder ist sie mit der Handlung eng verknüpft? Wieso hat sich der Autor für eine Insel entschieden?

Ich habe mich auf sechs Inselmotive der Kinder- und Jugendliteratur festgelegt.
Die Motive lauten:

1. Die Insel als Zuhause
2. Die Insel als Gefängnis und Ort der Bewährung
3. Die Insel als fremde Welt
4. Die Insel als Zufluchts- und Rückzugsraum
5. Die Insel als utopisches Gesellschaftsmodell
6. Die Insel als Schauplatz eines Abenteuers

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Insel als Zuhause

2.1 Michael Endes „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“

2.1.1 Lummerland

3. Die Insel als Gefängnis und Ort der Bewährung

3.1 Daniel Defoes „Robinson Crusoe“

3.1.1 Robinsoninsel

4. Die Insel als fremde Welt

4.1 Jonathan Swifts „Gullivers Reisen”

4.1.1 Die Inseln Liliput und Brobdingnag

4.1.2 Liliput

4.1.3 Brobdingnag

5. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das literarische Inselmotiv in der Kinder- und Jugendliteratur mit dem Fokus auf dessen unterschiedliche Funktionen und Bedeutungen für die Handlung sowie die Entwicklung der Protagonisten.

  • Analyse des Inselmotivs als Zuhause anhand von Michael Endes „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“.
  • Untersuchung der Insel als Gefängnis und Ort der Bewährung im Kontext von Daniel Defoes „Robinson Crusoe“.
  • Betrachtung der Insel als fremde Welt zur Konfrontation mit anderen Kulturen in Jonathan Swifts „Gullivers Reisen“.
  • Reflektion über die Bedeutung subjektiver Wahrnehmung und der Abgeschlossenheit für die Charakterisierung des Inselraums.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Das Inselmotiv ist in der Literatur schon seit der Antike etabliert. Wenn sich die Menschen der heutigen Zeit nach einer Insel sehnen, dann weil sie sich auf ihr Erholung von der stressigen Außenwelt erhoffen. Mit einer Insel wird Übersichtlichkeit, Abgeschlossenheit und Unzugänglichkeit verbunden. Sie steht oft in Verbindung mit menschlichen Erfahrungen und Bedürfnissen, wie z.B. „Heimat und Fremde, Schutz und Ausgeliefertsein, Geborgenheit und Verlassensein, Freiheit und Gefangenschaft, Neugier und Selbstgenügsamkeit“.1 Die Insel als Paradies findet in der Literatur, ebenso wie die Insel als Gefängnis, seine Beachtung. Das bekannteste Inselgefängnis ist Alcatraz. Es inspiriert viele Autoren. Die Eigenschaften, die die Insel als Paradies erscheinen lassen, können aus ihr ebenfalls ein Gefängnis machen. Durch die Abgeschlossenheit und Unzugänglichkeit ist es für den Menschen schwer die Insel wieder zu verlassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Inselmotiv als literarisches Phänomen ein, beleuchtet seine psychologische Bedeutung und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie die Auswahl der untersuchten Werke.

2. Die Insel als Zuhause: Dieses Kapitel beschreibt die Insel als geschützten, überschaubaren Ort, der Geborgenheit vermittelt, und illustriert dies am Beispiel der Insel Lummerland aus Michael Endes Werk.

3. Die Insel als Gefängnis und Ort der Bewährung: Hier wird die Insel als erzwungener Aufenthaltsort thematisiert, der den Menschen zur Selbstreflexion und Bewährung zwingt, analysiert am Beispiel von Daniel Defoes „Robinson Crusoe“.

4. Die Insel als fremde Welt: Dieses Kapitel betrachtet die Insel als Schauplatz der Begegnung mit dem Fremden und dem Andersartigen, aufgezeigt durch die Abenteuer von Jonathan Swifts Lemuel Gulliver in Liliput und Brobdingnag.

5. Schlussteil: Der Schlussteil synthetisiert die Erkenntnisse über die Zweipoligkeit des Inselmotivs und betont die Bedeutung der subjektiven Wahrnehmung bei der Gestaltung insularer literarischer Räume.

Schlüsselwörter

Inselmotiv, Kinderliteratur, Jugendliteratur, Robinsonade, Abgeschlossenheit, Unzugänglichkeit, Literaturanalyse, Insel als Zuhause, Insel als Gefängnis, fremde Welt, Bewährungsprobe, Raumkonzeption, Literaturtheorie, Michael Ende, Daniel Defoe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie das Motiv der Insel in verschiedenen Werken der Kinder- und Jugendliteratur genutzt wird, um unterschiedliche atmosphärische und inhaltliche Räume zu schaffen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Insel als Zuhause, als Gefängnis zur Bewährung sowie als Schauplatz zur Begegnung mit fremden Welten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, die funktionale Bedeutung der Insel für die Handlung zu ergründen und aufzuzeigen, ob die Insel lediglich Kulisse ist oder eine tragende Rolle für die Entwicklung der Protagonisten spielt.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die auf der inhaltlichen Untersuchung ausgewählter Primärquellen sowie deren Einordnung in den literarischen Kontext basiert.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden exemplarisch die Werke „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, „Robinson Crusoe“ sowie „Gullivers Reisen“ hinsichtlich ihrer spezifischen Inseldarstellungen detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben dem Inselmotiv selbst Konzepte wie die Robinsonade, Abgeschlossenheit, Unzugänglichkeit sowie die literarische Raumgestaltung.

Warum spielt die Größe Lummerlands eine so wichtige Rolle?

Die Winzigkeit Lummerlands ist zentral, da sie die Überschaubarkeit des Lebens dort betont und gleichzeitig den Konflikt der Platznot auslöst, der den Protagonisten zur Reise zwingt.

Wie unterscheidet sich die Wahrnehmung Robinsons von seiner Insel im Zeitverlauf?

Robinson erlebt eine Entwicklung von anfänglicher Verzweiflung und Einsamkeit hin zu einer tiefen Dankbarkeit gegenüber Gott und einer Akzeptanz seiner Situation als notwendige Bewährungsprobe.

Welche Bedeutung hat das Land der Riesen für Gulliver?

Brobdingnag kehrt die Machtverhältnisse um; der Mensch Gulliver wird hier zum bloßen Spielzeug, was die Relativität europäischer Institutionen und gesellschaftlicher Normen verdeutlicht.

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Résumé des informations

Titre
Das Inselmotiv in der Kinder- und Jugendliteratur
Université
University of Flensburg  (Germanistik)
Cours
Inselwelten
Note
"keine"
Auteur
Ann-Kathrin Christiansen (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
22
N° de catalogue
V64307
ISBN (ebook)
9783638571609
ISBN (Livre)
9783638688710
Langue
allemand
mots-clé
Inselmotiv Kinder- Jugendliteratur Inselwelten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ann-Kathrin Christiansen (Auteur), 2005, Das Inselmotiv in der Kinder- und Jugendliteratur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64307
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Extrait de  22  pages
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