Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Private Equity als
Anlageklasse für Pensionskassen und Lebensversicherungen.
Mit dem Begriff Privat Equity werden Beteiligungen am Eigenkapital nicht-börslich notierter Unternehmen bezeichnet. Üblicherweise befinden sich Private Equity finanzierte Unternehmen in der Hand einer kleinen Zahl von Investoren. Die Geschäftsführung dieser Unternehmen hält dabei in der Regel selbst einen gewissen Anteil am Unternehmen.
Aufgrund der Langfristigkeit der Private Equity Investitionen gehören
insbesondere Pensionskassen und Lebensversicherungsunternehmen, die selbst aufgrund der
Beschaffenheit ihres Geschäfts einen langfristigen Anlagehorizont haben, zu den wichtigsten Investoren dieser Anlageklasse.
In dieser Arbeit wird die Private Equity Industrie aus dem Blickwinkel dieser institutionellen Investoren betrachtet.
Die wichtigsten Fragestellungen, die dabei verfolgt werden, lauten:
- Welche Produkte existieren für einen institutionellen Anleger am Private Equity Markt?
- Welche Risiken sind mit dem Investieren in solche Produkte verbunden?
- Welche Renditen lassen sich dabei, auch im Vergleich zum Aktienmarkt, erwirtschaften?
- Was sind die wichtigsten Kriterien, nach denen Anlageentscheidungen getroffen werden?
Ziel ist es, diese Fragen, unterstützt durch die Ergebnisse verschiedener empirischer Studien, so weit wie eben möglich zu beantworten. Dabei ist das Hauptziel dieser Untersuchung, etwas mehr Transparenz in diese vergleichsweise doch recht junge wie auchundurchsichtige Anlageklasse hereinzubringen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Private Equity als Anlageklasse für institutionelle Investoren
- Entwicklung und Darstellung des Private Equity Marktes
- Unternehmensfinanzierungsphasen
- Zugangsmöglichkeiten zu Private Equity Anlagen
- Direktinvestition
- Fondsbeteiligung
- Dachfondsbeteiligung
- Risiko & Diversifikationsgrad nach Beteiligungsform und Finanzierungsphase
- Absolute und relative Rentabilität von Private Equity Fonds
- Kritische Betrachtung der Anwendbarkeit theoretischer Konzepte
- Neoklassische Theorien
- Neoinstitutionelle Theorien
- Prinzipal-Agenten Theorie
- Transaktionskostentheorie
- Befragung potentieller britischer Investoren
- Ablauf und Aufbau der Befragung
- Ergebnisse der Befragung
- Beschreibung der befragten Investoren
- Erfahrung mit Private Equity Investitionen
- Portfolioallokation und Anlagestrategie
- Ziele und Einflussgrößen der Investitionsstrategie
- Probleme und Risiken von Private Equity Anlagen
- Ansätze zur Optimierung des Risikoprofils
- Kriterien zur Auswahl des Intermediäres
- Renditeerwartung und Renditeerreichung
- Marktausblick
- Vergleich verschiedener Befragungsgruppen
- Private Equity Investoren vs. Nicht-Investoren
- Pensionskassen vs. Investmentberater
- Kritische Betrachtung der Studie
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Diplomarbeit analysiert die Eignung von Private Equity als Anlageklasse für Pensionskassen und Lebensversicherungen. Die Arbeit untersucht den Private Equity Markt und die verschiedenen Formen von Beteiligungen, die für institutionelle Investoren relevant sind. Sie analysiert die Risiken und Chancen dieser Anlageklasse und untersucht, inwieweit theoretische Konzepte zur Bewertung von Private Equity Anlagen sinnvoll eingesetzt werden können. Des Weiteren wird eine empirische Studie präsentiert, die die Erfahrungen und Ansichten britischer Investoren über Private Equity beleuchtet.
- Entwicklung und Charakteristika des Private Equity Marktes
- Bewertung von Private Equity Anlagen
- Risiken und Chancen von Private Equity Investitionen
- Anwendbarkeit theoretischer Konzepte auf Private Equity
- Erfahrungen und Ansichten britischer Investoren
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel führt in die Thematik ein und beschreibt die Problemstellung sowie die Zielsetzung der Arbeit. Es wird außerdem die Vorgehensweise erläutert.
- Das zweite Kapitel befasst sich mit Private Equity als Anlageklasse für institutionelle Investoren. Es werden die Entwicklung des Private Equity Marktes, die verschiedenen Unternehmensfinanzierungsphasen und die Zugangsmöglichkeiten zu Private Equity Anlagen vorgestellt. Außerdem werden die Risiken und der Diversifikationsgrad von Private Equity Anlagen sowie die absolute und relative Rentabilität von Private Equity Fonds analysiert.
- Das dritte Kapitel befasst sich kritisch mit der Anwendbarkeit theoretischer Konzepte auf Private Equity Anlagen. Es werden sowohl neoklassische Theorien als auch neoinstitutionelle Theorien, wie die Prinzipal-Agenten Theorie und die Transaktionskostentheorie, im Hinblick auf ihre Relevanz für Private Equity Investments untersucht.
- Das vierte Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer Befragung von potentiellen britischen Investoren. Es werden die Erfahrungen, die Anlagestrategien und die Einschätzungen dieser Investoren zu Private Equity Anlagen dargestellt. Außerdem werden die Risiken und Probleme sowie die Ansätze zur Optimierung des Risikoprofils von Private Equity Anlagen beleuchtet.
Schlüsselwörter
Private Equity, institutionelle Investoren, Pensionskassen, Lebensversicherungen, Unternehmensfinanzierung, Unternehmensbeteiligungen, Risiko, Rendite, Diversifikation, neoklassische Theorie, neoinstitutionelle Theorie, Prinzipal-Agenten Theorie, Transaktionskostentheorie, empirische Studie, Befragung, Portfolioallokation, Anlagestrategie, Marktausblick.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Private Equity?
Private Equity bezeichnet Beteiligungen am Eigenkapital von Unternehmen, die nicht an der Börse notiert sind. Die Investitionen sind meist langfristig angelegt und zielen auf eine Wertsteigerung des Unternehmens ab.
Warum investieren Pensionskassen in Private Equity?
Aufgrund ihres langfristigen Anlagehorizonts passen Private Equity Investitionen gut zum Profil von Pensionskassen und Lebensversicherungen, die nach höheren Renditen als am klassischen Rentenmarkt suchen.
Welche Risiken sind mit Private Equity verbunden?
Hauptrisiken sind die Illiquidität (Kapital ist lange gebunden), das Totalverlustrisiko einzelner Beteiligungen sowie die mangelnde Transparenz im Vergleich zu börsennotierten Aktien.
Was ist der Unterschied zwischen Direktinvestition und Dachfonds?
Bei einer Direktinvestition beteiligt sich der Anleger unmittelbar an einem Unternehmen. Ein Dachfonds hingegen investiert in mehrere Private Equity Fonds, was das Risiko für den Anleger breiter diversifiziert.
Wie hoch sind die Renditeerwartungen bei Private Equity?
Institutionelle Investoren erwarten in der Regel eine Überrendite (Alpha) gegenüber dem öffentlichen Aktienmarkt, um das höhere Risiko und die Illiquidität der Anlage zu kompensieren.
- Citar trabajo
- Nico Lüssmann (Autor), 2005, Private Equity als Anlageklasse für Pensionskassen und Lebensversicherungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64328