Die negative Verstärkung ist einer der Grundbegriffe des instrumentellen Lernens. Unter instrumentellen Verhalten versteht man ein Verhalten, welches Instrument oder Mittel ist, um eine bestimmte Konsequenz zu erwirken. Diese eingetretene Konsequenz entscheidet über nachfolgendes Verhalten. Dieser Zusammenhang zwischen dem Verhalten und der Konsequenz wird als Kontingenz bezeichnet.
Man unterscheidet vier Arten des instrumentellen Lernens: positive Verstärkung, negative Verstärkung, Bestrafung und Löschung, wobei man mit positiver und negativer Verstärkung den Aufbau und mittels Bestrafung und Löschung den Abbau eines Verhaltens erwirken kann.
Außerdem grenzt man mehrere Arten von Konsequenzen voneinander ab: positive Verstärkung, negative Verstärkung, positive Bestrafung sowie negative Bestrafung.
Die Begriffe “positiv“ und “negativ“ meinen jeweils die Darbietung oder Auftreten bzw. Entzug oder Verschwinden einer Konsequenz. Damit soll keine Wertung vorgenommen werden
In meinen Ausführungen möchte ich näher auf die negative Verstärkung eingehen.
Aus dem Inhalt:
-Begriffsbestimmung
-Formen negativer Verstärkung
-Zwang
-Angst, Aggression, Ingratiation
-Angst- und Vermeidungsverhalten
-Gelernte Hilflosigkeit
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffsbestimmung
- Terminologisches Problem
- Formen negativer Verstärkung
- Fluchtlernen (Flucht- und Abschaltverhalten)
- Vermeidungslernen (Ausweich- und Vorbeugungsverhalten)
- Zwang
- Angst, Aggression, Ingratiation
- Angst- und Vermeidungsverhalten
- Gelernte Hilflosigkeit
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit dem Konzept der negativen Verstärkung im Kontext des instrumentellen Lernens. Sie zielt darauf ab, die Wirkungsweise dieses Lernprinzips anhand von Beispielen aus dem Alltag und der Schule zu erläutern. Die Arbeit befasst sich dabei mit der Definition der negativen Verstärkung, ihrer Abgrenzung von Bestrafung und verschiedenen Formen der negativen Verstärkung wie Flucht- und Vermeidungslernen.
- Begriffsbestimmung der negativen Verstärkung
- Abgrenzung von Bestrafung
- Formen der negativen Verstärkung (Flucht- und Vermeidungslernen)
- Angst- und Vermeidungsverhalten
- Gelernte Hilflosigkeit
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Begriff der negativen Verstärkung im Rahmen des instrumentellen Lernens vor und erläutert die zentralen Elemente des Konzepts. Das Kapitel "Begriffsbestimmung" definiert negative Verstärkung, grenzt sie von Bestrafung ab und beleuchtet das terminologische Problem, das durch umgangssprachliche Begriffsverwendungen entsteht.
Der Abschnitt "Formen der negativen Verstärkung" stellt die verschiedenen Arten der negativen Verstärkung vor, wobei insbesondere Fluchtlernen (Flucht- und Abschaltverhalten) und Vermeidungslernen (Ausweich- und Vorbeugungsverhalten) näher beleuchtet werden.
Schlüsselwörter
Negative Verstärkung, instrumentelles Lernen, Fluchtlernen, Vermeidungslernen, Bestrafung, Angst, Aggression, Ingratiation, Gelernte Hilflosigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Was ist negative Verstärkung im instrumentellen Lernen?
Negative Verstärkung ist ein Prinzip des instrumentellen Lernens, bei dem die Wahrscheinlichkeit eines Verhaltens erhöht wird, indem eine unangenehme Konsequenz entfernt oder vermieden wird.
Wie unterscheidet sich negative Verstärkung von Bestrafung?
Während negative Verstärkung dazu dient, ein Verhalten aufzubauen (durch Entfernen eines Reizes), zielt Bestrafung darauf ab, ein Verhalten abzubauen (durch Darbietung eines unangenehmen Reizes oder Entzug eines angenehmen Reizes).
Was versteht man unter Fluchtlernen?
Fluchtlernen ist eine Form der negativen Verstärkung, bei der ein Organismus lernt, eine bereits eingetretene unangenehme Situation durch ein bestimmtes Verhalten zu beenden.
Was ist der Unterschied zwischen Flucht- und Vermeidungslernen?
Beim Fluchtlernen wird ein bestehender Reiz beendet, während beim Vermeidungslernen durch Vorbeugungsverhalten verhindert wird, dass der unangenehme Reiz überhaupt eintritt.
Was bedeutet der Begriff Kontingenz in diesem Zusammenhang?
Kontingenz bezeichnet die unmittelbare Beziehung zwischen einem gezeigten Verhalten und der darauf folgenden Konsequenz.
Was ist gelernte Hilflosigkeit?
Gelernte Hilflosigkeit beschreibt den Zustand, in dem ein Individuum aufgrund früherer Erfahrungen der Unkontrollierbarkeit glaubt, unangenehme Ereignisse nicht mehr beeinflussen zu können, auch wenn dies objektiv möglich wäre.
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- Katrin Niemann (Author), 2000, Negative Verstärkung im instrumentellen Lernen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6435