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Reformpädagogik des 20. Jahrhunderts

Title: Reformpädagogik des 20. Jahrhunderts

Term Paper , 2003 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stephanie Schmitz (Author), Beate Kleinschmidt (Author)

Pedagogy - Reform Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Im ersten Teil der Arbeit soll die Entwicklung der Erziehung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland unter der besondern Berücksichtigung der Reformpädagogik dargestellt werden. Dieser Zeitraum soll in drei Bereiche eingeteilt werden, dem Beginn des 20. Jahrhunderts, dem Nationalsozialismus und der unmittelbaren Zeit nach 1945. Dabei soll die Rolle der Reformpädagogik in ihrem jeweiligen historischen Kontext herausgestellt werden. Abschließend sollen in einer Schlussbemerkung eine Bewertung der reformpädagogischen Bewegung und ihrer Auswirkung auf die Erziehungswirklichkeit vorgenommen werden. Der zweite Teil der Arbeit soll einen Einblick in Reformschulen bieten und aufzeigen, ob und inwiefern sie als Alternativen zur Regelschule angesehen werden können. Dabei soll zunächst auf die Grundsätze der Reformpädagogik im Allgemeinen eingegangen werden. In den beiden folgenden Punkten, die die Montessori- und Waldorfschulen betreffen, sollen jeweils die Leitgedanken und Lehrmethoden, die sich von denen der Regelschule unterscheiden, aufgezeigt werden. Schließlich soll zu einem abschließenden Vergleich zwischen den verschiedenen Schulformen gekommen werden und einem Fazit, ob es die richtige Schulform gibt. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Beginn des 20. Jahrhunderts

2.1 Allgemeine Tendenzen

2.2 Die pädagogische Bewegung

2.2.1 Die Jugendbewegung

2.2.2 Die Kunsterziehungsbewegung

2.2.3 Die Arbeitsschulbewegung

2.3 Die Erziehungswissenschaft

2.3.1 Die geisteswissenschaftliche Pädagogik

2.3.2 Empirismus und die kritisch-rationale Theorie

2.3.3 kritische Theorie

3 1933-1945/ der Nationalsozialismus

3.1 Führerprinzip und Ideologie

3.2 Erziehung unter der NS-Herrschaft

3.2.1 Schule und Bildung

3.2.2 Außerschulische Organisationen

4 Die Zeit nach 1945

5 Grundsätze der aktuellen Reformpädagogik

6 Montessori-Pädagogik

6.1 Wer war Maria Montessori?

6.2 Grundsätze & Lehrmethoden

6.2.1 Prinzipien

6.2.2 Sensible Phasen

6.2.3 Polarisation der Aufmerksamkeit

6.2.4 Absorbierender Geist

6.2.5 Normalisation

6.2.6 Vorbereitete Umgebung

6.2.7 Das Entwicklungsmaterial

7 Waldorfschulen

7.1 Wer war Rudolf Steiner?

7.2 Leitgedanken & Lehrmethoden

7.2.1 Verwaltung

7.2.2 Unterricht

7.2.2.1 Epochenunterricht

7.2.2.2 Fachunterricht

7.2.2.3 Praktischer Unterricht

7.2.2.4 Zusammenfassung der Unterrichtsarten

7.2.3 Anthroposophie

7.2.4 Entwicklungspsychologische Grundlagen

7.2.5 Die Temperamentenlehre

7.2.6 Kritik an der Waldorfschule

8 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Erziehung in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung der Reformpädagogik. Ziel ist es, die Rolle der Reformbewegung in ihrem historischen Kontext zu beleuchten, ihre Auswirkungen zu bewerten und am Beispiel von Montessori- und Waldorfschulen zu analysieren, inwiefern diese pädagogischen Konzepte als Alternativen zur Regelschule fungieren können.

  • Reformpädagogik im historischen Kontext des 20. Jahrhunderts
  • Einfluss des Nationalsozialismus auf das Erziehungswesen
  • Grundsätze und Individualität in der aktuellen Reformpädagogik
  • Montessori-Pädagogik: Konzepte, Methoden und Materialien
  • Waldorfpädagogik: Anthroposophische Grundlagen und Unterrichtspraxis

Auszug aus dem Buch

6.2.3 Polarisation der Aufmerksamkeit

Maria Montessori beobachtete bei den ihr anvertrauten Kindern, dass sie in der Lage sind, sich für längere Zeit uneingeschränkt auf einen bestimmten Gegenstand zu konzentrieren. Sie sind dabei vollkommen in ihre Beschäftigung versunken und lassen sich durch nichts, was in ihrer Umwelt geschieht, ablenken.

Montessori animierte zum Beispiel einmal, als sie ein Kind in seine Tätigkeit versunken beobachtete, alle anderen Kinder zum Singen, auch setzte sie das Kind auf seinem Stuhl an einen anderen Platz, doch es ließ sich in seiner Übung nicht unterbrechen. Bereits Kleinkinder besitzen diese Fähigkeit. Diesen Zustand vollkommener Konzentration bezeichnet Montessori als Polarisation der Aufmerksamkeit. Das Kind wird dabei durch einen inneren Impuls zu einer Aktivität angetrieben. Der innere Drang des Kindes muss durch die Aktivität befriedigt werden.

Das geschieht nicht durch flüchtiges Hinsehen oder oberflächliche Beschäftigung mit dem Gegenstand, sondern die Übung wird dreißig-, vierzig- oder hundertmal hintereinander wiederholt und das Interesse des Kindes wird immer größer. Diese Entdeckung widersprach Montessoris bisherigen Beobachtungen und dem damaligen Stand der Psychologen, denn bis dahin stimmten alle darin überein, dass die Unfähigkeit zur längeren Konzentration auf einen Gegenstand charakteristisch für ein Kleinkind ist, was dessen Erziehung erschwert. Montessori beobachtete, dass die Kinder sich durch eine solche Phase der Konzentration veränderten, sie wurden „ruhiger, fast intelligenter und mitteilsamer“ und wirkten sehr zufrieden (Montessori, 1976). Montessori glaubt ebenfalls, dass durch die Polarisation der Aufmerksamkeit eine Organisation aller ungeordneten Dinge im Bewusstsein des Kindes stattfindet. Das Kind behält die während einer solchen Phase gewonnenen Erkenntnisse im Gedächtnis.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den zeitlichen Fokus der Arbeit und skizziert das Ziel, die Rolle der Reformpädagogik sowie die Eignung von Reformschulen als Alternative zur Regelschule zu untersuchen.

2 Beginn des 20. Jahrhunderts: Dieses Kapitel beschreibt den gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Aufbruch zu Beginn des Jahrhunderts, der die Grundlage für verschiedene reformpädagogische Strömungen bildete.

3 1933-1945/ der Nationalsozialismus: Hier wird der Einfluss der NS-Ideologie auf Bildung und Erziehung analysiert, einschließlich der Gleichschaltung von Schulen und der Instrumentalisierung reformpädagogischer Elemente.

4 Die Zeit nach 1945: Das Kapitel thematisiert die schwierige Wiederaufnahme des Schulbetriebs nach dem Krieg und die unterschiedlichen Einflüsse der Besatzungsmächte auf die pädagogische Ausrichtung.

5 Grundsätze der aktuellen Reformpädagogik: Dieser Abschnitt erläutert die zentrale Orientierung der Reformpädagogik an der Individualität des Kindes und die Notwendigkeit, unterschiedliche Lernbedürfnisse zu berücksichtigen.

6 Montessori-Pädagogik: Das Kapitel bietet eine Einführung in Leben und Werk von Maria Montessori und detaillierte Erläuterungen ihrer zentralen Prinzipien und Lehrmethoden.

7 Waldorfschulen: Dieser Teil befasst sich mit der Person Rudolf Steiner, den anthroposophischen Grundlagen der Waldorfschulen sowie der spezifischen Unterrichtsorganisation und Kritik an diesem Modell.

8 Schlussfolgerung: Das Fazit bewertet die Bedeutung der Reformpädagogik historisch und vergleicht die Vor- und Nachteile der verschiedenen Schulformen für die Entwicklung des Kindes.

Schlüsselwörter

Reformpädagogik, Erziehungswissenschaft, Montessori-Pädagogik, Waldorfschulen, Maria Montessori, Rudolf Steiner, Nationalsozialismus, Individuelle Förderung, Epochenunterricht, Anthroposophie, Polarisation der Aufmerksamkeit, Vorbereitete Umgebung, Erziehungsgeschichte, Schultypen, Pädagogische Bewegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit analysiert die Entwicklung der Reformpädagogik im 20. Jahrhundert in Deutschland, ihren historischen Kontext sowie ihre Anwendung und Umsetzung in zwei bedeutenden alternativen Schulformen.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die zentralen Themen umfassen die Entstehung reformpädagogischer Bewegungen, die Rolle der Pädagogik während der Zeit des Nationalsozialismus, die Entwicklung nach 1945 sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Montessori- und der Waldorfpädagogik.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel besteht darin, die Auswirkungen der Reformpädagogik auf das Bildungswesen zu bewerten und zu untersuchen, inwieweit reformpädagogische Schulen als Alternativen zur staatlichen Regelschule betrachtet werden können.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde bei der Erstellung angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Auswertung einschlägiger pädagogischer Literatur, unter Einbeziehung historischer Kontexte sowie der Primärquellen der betrachteten Schulgründer.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil werden neben den historischen Abschnitten (Beginn des 20. Jh., Nationalsozialismus, Nachkriegszeit) die theoretischen Grundsätze, Lehrmethoden, Lernmaterialien und die Kritik an den Montessori- und Waldorfschulen intensiv beleuchtet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation am besten?

Zu den prägenden Begriffen zählen Reformpädagogik, individuelle Förderung, ganzheitliche Erziehung, anthroposophische Menschenkunde, vorbereitete Umgebung und historische Bildungsforschung.

Wie unterscheidet sich die Montessori-Pädagogik nach der Darstellung im Dokument von der Regelschule?

Ein zentraler Unterschied liegt in der „vorbereiteten Umgebung“ und der Rolle des Kindes, das durch freie Wahl der Tätigkeit und spezifisches Entwicklungsmaterial in seiner individuellen Selbstbildung unterstützt wird, anstatt durch starre Vorgaben.

Welche Kritikpunkte werden in der Arbeit gegenüber dem Waldorf-Modell angeführt?

Die Arbeit weist auf Kritik hin, die sich insbesondere auf die als weltfremd und mystisch empfundenen anthroposophischen Hintergründe, die mögliche Manipulation durch Lehrer sowie die Einschränkung der Selbstständigkeit des Kindes durch die entwicklungspsychologischen Jahrsiebte bezieht.

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Details

Title
Reformpädagogik des 20. Jahrhunderts
College
University of Cologne  (Pädagogisches Seminar)
Course
Proseminar: Methodik
Grade
1,0
Authors
Stephanie Schmitz (Author), Beate Kleinschmidt (Author)
Publication Year
2003
Pages
34
Catalog Number
V64443
ISBN (eBook)
9783638572620
ISBN (Book)
9783656774631
Language
German
Tags
Reformpädagogik Jahrhunderts Proseminar Methodik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Schmitz (Author), Beate Kleinschmidt (Author), 2003, Reformpädagogik des 20. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64443
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