Die Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Plattentektonik. Im speziellen wird ein Überblick über die Lageveränderung und die Entstehung von Kontinenten und Ozeanen geschaffen. Zunächst soll ein Blick auf die Entwicklung der Theorie der Plattentektonik geworfen werden. Im folgenden werden grundlegende Elemente der Tektonik aufgezeigt und themenbezogen bearbeitet.
Die Theorie der Plattentektonik ist noch sehr jung, nicht einmal ein Jahrhundert alt. Die Passform der Küstenlinien von Afrika und Südamerika wurde erstmals im 17. Jahrhundert festgestellt, doch bis in das 19. Jahrhundert wurde sie mit biblischen Vorstellungen verknüpft (TARLING & MAURITSCH 1985). Erst 1912 führte Alfred Wegener den Begriff der „Kontinentalverschiebung“ ein und lieferte 1915 in dem Buch „Die Entstehung der Kontinente und Ozeane“ viele Beweise für das Auseinanderbrechen und Driften der Kontinente. Dabei ging er von einem alle heutigen Kontinente umfassenden Großkontinent Pangaea aus und löste damit heftige Diskussionen bei allen Geowissenschaftlern aus (PRESS & SIEVER 1993), da zuvor nur fixistische Modelle zur Erdentwicklung existierten. Der britische Geologe Arthur Holmes machte 1928 Konvektionsströme im Mantel für das Driften der Kontinente verantwortlich, was der grundlegende Gedanke für den Antriebsmechanismus war.
Dennoch wurde die Plattentektonik erst in den 60er Jahren allgemein anerkannt, da erst „ die Erforschung der Ozeane, ein neues weltweites Netz von Seismographen, Magnetstratigraphie und schließlich Bohrungen aus der Tiefsee“ Beweise liefern, „die die Mehrheit der internationalen Wissenschaftlergemeinschaft überzeugen konnte“ (PRESS & SIEVER 1993:452). Das Modell der Plattentektonik konnte mit einem Male alle grundlegenden geologischen und geophysikalischen Phänomene erklären. „Sie ist die erste globale Theorie, die die verschiedenen geodynamischen Erscheinungen (Erdbebenzonen, Gebirgs- und Grabenbildung etc.), Magnetismus, Metamorphose, Lagerstättenbildung und Anordnung der Ablagerungsräume von Sedimentgesteinen auf elegante Weise einschließt“ (FRISCH & LOESCHKE 1993:2). Einen Überblick zu diesem Thema bieten u.a. MOORES & TWISS (1995) sowie KEAREY & VINE (1996).
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen der Plattentektonik
2.1 Seismik – Erdbebenwellen
2.2 Der Schalenbau der Erde
3 Entstehung und Lageveränderung von Kontinenten und Ozeanen
3.1 Bewegung der Lithosphärenplatten
3.2 Divergierende Plattengrenzen
3.2.1 Kontinentale Grabenbrüche
3.2.2 Passive Kontinentränder
3.2.3 Mittelozeanische Rücken
3.3 Konvergierende Plattengrenzen
3.3.1. Tiefseerinnen und Subduktionszonen
3.3.2 Inselbögen und Aktive Kontinentränder
3.4 Transformstörungen
4 Schluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die geowissenschaftliche Theorie der Plattentektonik zu geben und die Mechanismen zu erläutern, die für die Entstehung sowie die stetige Lageveränderung der Kontinente und Ozeane auf der Erde verantwortlich sind.
- Historische Entwicklung der Theorie der Plattentektonik
- Physikalische Grundlagen des Schalenbaus der Erde
- Prozesse an divergierenden und konvergierenden Plattengrenzen
- Bedeutung von Transformstörungen für die Plattendynamik
- Kritische Diskussion aktueller wissenschaftlicher Erklärungsmodelle
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Die Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Plattentektonik. Im speziellen wird ein Überblick über die Lageveränderung und die Entstehung von Kontinenten und Ozeanen geschaffen. Zunächst soll ein Blick auf die Entwicklung der Theorie der Plattentektonik geworfen werden. Im folgenden werden grundlegende Elemente der Tektonik aufgezeigt und themenbezogen bearbeitet.
Die Theorie der Plattentektonik ist noch sehr jung, nicht einmal ein Jahrhundert alt. Die Passform der Küstenlinien von Afrika und Südamerika wurde erstmals im 17. Jahrhundert festgestellt, doch bis in das 19. Jahrhundert wurde sie mit biblischen Vorstellungen verknüpft (TARLING & MAURITSCH 1985). Erst 1912 führte Alfred Wegener den Begriff der „Kontinentalverschiebung“ ein und lieferte 1915 in dem Buch „Die Entstehung der Kontinente und Ozeane“ viele Beweise für das Auseinanderbrechen und Driften der Kontinente. Dabei ging er von einem alle heutigen Kontinente umfassenden Großkontinent Pangaea aus und löste damit heftige Diskussionen bei allen Geowissenschaftlern aus (PRESS & SIEVER 1993), da zuvor nur fixistische Modelle zur Erdentwicklung existierten. Der britische Geologe Arthur Holmes machte 1928 Konvektionsströme im Mantel für das Driften der Kontinente verantwortlich, was der grundlegende Gedanke für den Antriebsmechanismus war.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Plattentektonik ein und skizziert die wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung von den ersten Beobachtungen bis zur Etablierung der Theorie in den 1960er Jahren.
2 Grundlagen der Plattentektonik: Hier werden die seismischen Methoden zur Erforschung des Erdinneren sowie der schalenförmige Aufbau der Erde einschließlich der Lithosphäre und Asthenosphäre erläutert.
3 Entstehung und Lageveränderung von Kontinenten und Ozeanen: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Arten von Plattengrenzen, einschließlich divergierender und konvergierender Zonen sowie Transformstörungen.
4 Schluss: Das Kapitel fasst die plattentektonischen Prozesse als evolutionären Vorgang zusammen und diskutiert abschließend ungelöste Probleme und Kritikpunkte an der Theorie.
Schlüsselwörter
Plattentektonik, Kontinentalverschiebung, Lithosphäre, Asthenosphäre, Erdbeben, Mittelozeanische Rücken, Subduktionszone, Schalenbau der Erde, Konvektionsströme, Krustenverdünnung, Transformstörung, Geodynamik, Sedimentation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die Theorie der Plattentektonik und erklärt die geologischen Prozesse, die für die Entstehung und räumliche Veränderung von Kontinenten und Ozeanbecken verantwortlich sind.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Felder umfassen den Schalenbau der Erde, die Dynamik der Erdkruste, die Mechanismen von Plattengrenzen sowie die historische Entwicklung der Theorie der Kontinentalverschiebung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über die plattentektonischen Grundlagen zu vermitteln und die verschiedenen geologischen Erscheinungsformen an den Rändern der Lithosphärenplatten verständlich darzulegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung genutzt?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse geowissenschaftlicher Standardwerke, um geophysikalische Phänomene und tektonische Modelle aufzuzeigen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von divergierenden Plattengrenzen (z.B. Grabenbrüche, Ozeanrücken), konvergierenden Systemen (Subduktionszonen, Inselbögen) und Transformstörungen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Lithosphäre, Asthenosphäre, Konvektionsströme, Subduktion, mittelozeanische Rücken und Plattengrenzen.
Welche Bedeutung haben "Hot Spots" für die Plattentektonik?
"Hot Spots" sind ortsfeste Quellen aufsteigender Konvektionsströme aus dem Mantel, die zur Entstehung von Vulkanketten führen können und somit Aufschluss über die Bewegungsrichtung von Platten geben.
Warum gibt es nach Ansicht des Autors noch offene Fragen zur Theorie?
Kritikpunkte wie die exakten Antriebsmechanismen der Konvektionszellen oder die Schwierigkeit, heutige Modelle auf weit zurückliegende Erdzeitalter zu übertragen, deuten darauf hin, dass die Theorie in Details noch weiter erforscht werden muss.
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- Daniel Mirgorodsky (Author), 2001, Plattentektonik - Enstehung und Lageveränderung von Kontinenten und Ozeanen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64475