Zur Rolle des Produktionsfaktors Arbeit in einer modernen Volkswirtschaft


Hausarbeit, 2006
18 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Produktionsfaktors Arbeit
2.1 Definition des Produktionsfaktors Arbeit
2.2 Arbeitsteilung
2.3 Arten der Arbeit

3 Der Produktionsprozess im Zusammenhang mit dem Produktionsfaktor Arbeit

4 Der Lohn als Faktorentgelt des Produktionsfaktors Arbeit
4.1 Die Nachfrage nach Arbeit
4.2 Das Angebot an Arbeit.
4.3 Bildung des Lohns aus Angebot und Nachfrage

5 Warum gibt es Arbeitslosigkeit?

6 Aktive Arbeitsmarktpolitik im Zusammenhang mit dem Produktionsfaktor Arbeit

7 Fazit

8 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Jeder Staat ist dazu verpflichtet effektiv zu Wirtschaften. Die Notwendigkeit des effektiven Wirtschaftens entsteht aus dem Konflikt zwischen der Knappheit der Güter und der Tendenz zu unbegrenzten Bedürfnissen. Aus dieser Notwendigkeit heraus sind die Wirtschaftswissenschaften entstanden. Die Volkswirtschaftslehre ist ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften, welche die gesamtwirtschaftlichen Geschehnisse eines Staates untersucht. Sie gliedert sich klassisch in drei Teilgebiete:

- Mikroökonomie (untersucht das Verhalten einzelner Wirtschaftssubjekte)
- Makroökonomie (untersucht das Verhalten der Gesamtheit der Wirtschaftssubjekte, aufbauend auf den Aussagen der Mikroökonomie)
- Wirtschaftspolitik (angewandte Mikro- und Makroökonomie, z.B. Finanzpolitik).[1]

Wirtschaftlich Handelnde, d.h. Haushalte, Unternehmen und der Staat (öffentliche Haushalte) werden als Wirtschaftssubjekte bezeichnet. Güter werden als Wirtschaftsobjekte bezeichnet.

Die Zusammenhänge der Volkswirtschaft sind in zwei umfassenden Denkmodellen erklärt, dem Wirtschaftskreislauf und dem Markt. In diesen Modellen erkennt man das Zusammenwirken der Wirtschaftssubjekte einer Volkswirtschaft.

Eine wichtige Rolle in der Volkswirtschaft spielen die Produktionsfaktoren Arbeit, Boden, Kapital und technologischer Fortschritt. Produktionsfaktoren sind elementare Güter, welche die Fähigkeit besitzen einen Mehrwert zu schaffen. Sie werden für die Produktion miteinander kombiniert. Diese volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren werden für den Produktionsprozess benötigt. Produktion bedeutet im Sinne der Volkswirtschaft die durch Menschen gestaltete Hervorbringung von Mitteln zur Bedarfsdeckung.[2] Produktion ist die Herstellung von Sachgütern und Dienstleistungen mit Hilfe der Produktionsfaktor. Diese Güter und Dienstleistungen werden dann auf den jeweiligen Märkten kostendeckend und im Idealfall gewinnbringend abgesetzt. Aus Sicht von Unternehmen gehören die Produktionsfaktoren zu den Input-Größen, für welche sie Faktorentgelte zahlen (Lohn, Zins, Rente).

In dieser Arbeit wird der Produktionsfaktor Arbeit in der Rolle einer modernen Volkswirtschaft untersucht. Dafür wird zunächst eine Analyse der Definition des Produktionsfaktors Arbeit durchgeführt. Im Anschluß werden verschiedene Gebiete des Produktionsfaktors Arbeit untersucht und näher erläutert. Aktuelle Fragen finden Beantwortung, welche zum Fazit dieser Arbeit führen.

2 Produktionsfaktors Arbeit

Im folgenden Abschnitt wird die Definition des Produktionsfaktors Arbeit untersucht und es werden die Arbeit betreffende wichtige Unterteilungen erläutert. Insbesondere werden die Arten der Arbeit und die Arbeitsteilung untersucht.

2.1 Definition des Produktionsfaktors Arbeit

Scholz/Heinen/Hagemann definieren den Produktionsfaktor Arbeit als:

Der Produktionsfaktor Arbeit umfasst alle wirtschaftlichen Leistungen von Menschen.“[3]

Der Produktionsfaktor Arbeit stellt menschliche Leistung bzw. Arbeitskraft dar. Arbeitskräfte haben Erfahrungen, Fertigkeiten und Qualifikationen in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich. Je mehr Leistung von einem Menschen erbracht wird, desto höher steigt das volkswirtschaftliche Gesamtergebnis. Der Produktionsfaktor Arbeit führt zu den Faktorentgelten Lohn und Rente.

Arbeit wird als originärer (ursprünglicher) Faktor bezeichnet, da er ohne vorherigen produktiven Einsatz in den Kombinationsprozess eingehen kann. Gleiches gilt für den Faktor Boden. Dagegen ist der Produktionsfaktor Kapital derivativ (abgeleitet). Der Produktionsfaktor Arbeit ist ein Gut, mit dem andere Güter hergestellt werden können. Durch geleistete Arbeitsstunden kann der Produktionsfaktor Arbeit gemessen werden, wobei die Arbeitsintensität berücksichtigt werden muss.[4] So wird z.B. der Akkordlohn vergütet, je höher die produzierte Stückzahl, desto höher der Lohn. Zusätzlich kann Arbeit sowohl geistig als auch körperlich geleistet werden. Entscheidend für den Arbeitnehmer ist der Aspekt Einkommen für die geleistete Arbeit zu erhalten.

Wichtige Indikatoren für die Qualität des Produktionsfaktors Arbeit sind die Altersstruktur und der Bildungsstand der Arbeitnehmer, die räumliche Verteilung der Bevölkerung sowie kulturelle und zivilisatorische Einflüsse.[5]

Eine Steigerung des Lohns und eine verbesserte Einsetzbarkeit des Produktionsfaktors Arbeit, kann durch häufige Lernvorgänge seitens des Arbeitnehmers erzielt werden, oder auch durch Schulungsangebote seitens des Arbeitgebers.

2.2 Arbeitsteilung

Für die Arbeitsteilung ist der Produktionsfaktor Arbeit grundlegend in der Wirtschaft. Die Frage nach dem „wer macht was ?“ wird jeder Produktion und jedem wirtschaftlichen Handeln vorangestellt.

Es existieren folgende klassischen Formen der Arbeitsteilung:

- Ursprüngliche Arbeitsteilung (Mann & Frau)
- Gesellschaftliche Arbeitsteilung (Jäger & Sammler)
- Überbetriebliche Arbeitsteilung (Berufsspaltung)
- Betriebliche Arbeitsteilung (Aufteilung der Arbeit innerhalb eines Unternehmens).[6]

Zusätzlich zu den klassischen Formen der Arbeitsteilung existiert eine staatenübergreifende Form. Dieser Grad der Arbeitsteilung, also die Entscheidung zwischen nationaler oder internationaler Produktion, ist Merkmal einer jeden Wirtschaft. Die Arbeitsteilung kann laut Adam Smith eine produktivitätssteigernde und wohlfahrtssteigernde Wirkung haben. Die Zerlegung der Produktion in mehrere Schritte ermöglicht es mit einer bestimmten Anzahl von Arbeitern ein Vielfaches von dem zu produzieren, was ein einzelner Arbeiter hätte produzieren können. Es sollte somit jeder Staat das produzieren, wofür die besten Kompetenzen in der Arbeiterschaft vorhanden sind. Werden z.B. in Deutschland die Motoren für einen PKW entwickelt und hergestellt, können andere Bauteile, wie z.B. die Karosserie, in Japan produziert werden.

Die Theorie von Adam Smith führt zu nationalem und internationalem Wirtschaften, in welcher der Staat nur noch die Aufgabe von innerer und äußerer Sicherheit, Bereitstellung nötiger Verkehrsanlagen und Unterrichtswesen übernimmt. Geld wird nicht mehr mit Reichtum gleichgesetzt, sondern als Tauschmittel für eine arbeitsteilige Tauschwirtschaft eingesetzt.[7] Es entsteht Wirtschaftswachstum rund um den Erdball. Wirtschaftswachstum kann sowohl positiv als auch negativ sein.

[...]


[1] http://www.mikrooekonomie.de

[2] Scholz/Heinen/Hagemann S.48

[3] Scholz/Heinen/Hagemann, S.48 f.

[4] Scholz/Heinen/Hagemann, S.48 f.

[5] Blum, S.91

[6] Kyrer, S. 198

[7] Kyrer, S.198 f.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Zur Rolle des Produktionsfaktors Arbeit in einer modernen Volkswirtschaft
Hochschule
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Veranstaltung
Volkswirtschaftslehre / Mikroökonomie
Note
1,7
Autor
Jahr
2006
Seiten
18
Katalognummer
V64513
ISBN (eBook)
9783638573108
Dateigröße
503 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rolle, Produktionsfaktors, Arbeit, Volkswirtschaft, Volkswirtschaftslehre, Mikroökonomie
Arbeit zitieren
Nicole Jank (Autor), 2006, Zur Rolle des Produktionsfaktors Arbeit in einer modernen Volkswirtschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64513

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