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Der Goodwill im Konzernabschluss nach IAS/IFRS

Title: Der Goodwill im Konzernabschluss nach IAS/IFRS

Diploma Thesis , 2005 , 64 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Julia Christine Schreiber (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Ein Konzernabschluss hat die Aufgabe, den umfangreichen Informationsbedürfnissen eines international vielschichtigen Adressatenkreises gerecht zu werden. Um eine europaweite Vergleichbarkeit von Konzernabschlüssen zu ermöglichen, ist ein einheitliches international anerkanntes Regelwerk, in Bezug auf die Konzernrechnungslegung, erforderlich. Hierfür hat das Europäische Parlament eine EU-Verordnung erlassen, welche vorsieht, dass kapital-marktorientierte Unternehmen in der Europäischen Union für ab dem 01.01.2005 beginnende Berichtsjahre ihren Konzernabschluss nach den Regelungen der IAS/IFRS aufstellen müssen. Nichtkapitalmarktorientierten Konzernmüttern wurden hierfür Wahlrechte eingeräumt. Auch gibt es Ausnahmen, die eine Übergangsregelung bis zum 01.01.2007 vorsehen.
Diese EU-Verordnung hat unmittelbare Rechtswirkung auf die börsennotierten Unternehmen der einzelnen Mitgliedsstaaten. Europaweit werden ab dem 01.01.2005 etwa 7.000 Konzernmütter, in Deutschland nahezu 750, unmittelbar von dieser Rechnungslegungspflicht erfasst. Bei näherer Betrachtung lässt es sich auch nicht von der Hand weisen, dass eine Konsolidierung nach IAS/IFRS auch für Konzerne ohne Kapitalmarktbezug erhebliche Vorteile bringt. Dies ist vor allem im Hinblick auf die sich ändernden Rahmenbedingungen für die Unternehmensfinanzierung, z. B. in Bezug auf die Internationalisierung oder Basel II, zu sehen. Es wird erwartet, dass eine Umstellung auf IAS/IFRS auch im „gehobenen Mittelstand“ mittelfristig erfolgen wird.6
Die Unternehmensleitung eines Konzerns ist nicht nur am wirtschaftlichen Erfolg von Zusammenschlüssen interessiert, sondern auch an deren bilanzieller Abbildung, welcher eine große Bedeutung beigemessen wird. Eine entscheidende Rolle nimmt hierbei der Goodwill ein, der bei Unternehmenserwerben immer dann entsteht, wenn der Erwerber für das Akquisitionsobjekt einen, über dessen Unternehmenswert hinausgehenden Kaufpreis zahlt. Die bilanzielle Behandlung dieser Position hat enorme Konsequenzen für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Erwerbers und ist daher oftmals Gegenstand bilanzpolitischer Überlegungen. Durch die Einführung des IFRS 3 zu Unternehmenszusammenschlüssen hat sich die Problematik des Goodwills noch weiter verschärft. Mit IFRS 3 sind wesentliche Änderungen in Bezug auf die Ermittlung, Bilanzierung und auch Folgebewertung des Goodwills vorgenommen worden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise

2 Der Goodwill im Sinne der IFRS

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Entstehung und Ursachen

2.3 Grundsätze der bilanziellen Behandlung

3 Zugangsbewertung des Goodwill

3.1 Grundsätzliches

3.2 Arten von Unternehmenszusammenschlüssen

3.3 Anwendung der Erwerbsmethode

3.3.1 Konzeption der Purchase Method

3.3.2 Identifikation des Erwerbers

3.3.3 Zeitpunkt des Erwerbs

3.3.4 Anschaffungskosten des Erwerbers

3.3.5 Kaufpreisallokation

3.3.5.1 Grundkonzeption

3.3.5.2 Immaterielle Vermögenswerte

3.3.5.3 Goodwill des Erworbenen

3.3.5.4 Held for Sale Assets

3.3.5.5 Restrukturierungsrückstellungen

3.3.5.6 Eventualverbindlichkeiten

3.3.5.7 Latente Steuerabgrenzungen

3.3.5.8 Vorläufige Erstkonsolidierung

3.3.6 Spezielle Regelungen für den sukzessiven Anteilserwerb

3.4 Kritische Würdigung

3.5 Sonderfall des negativen Goodwill

4 Folgebewertung des Goodwill

4.1 Grundsätzliches

4.2 Impairment Test

4.2.1 Cash Generating Units

4.2.1.1 Definition

4.2.1.2 Aufteilung des Goodwill auf CGU

4.2.1.3 Umstrukturierung von CGU

4.2.2 Zeitpunkt für einen IT

4.2.3 Indikatoren für einen IT

4.2.4 Durchführung des IT

4.2.4.1 Grundkonzeption

4.2.4.2 Buchwertabgrenzung

4.2.4.3 Bestimmung des erzielbaren Betrages

4.2.4.4 Gegenüberstellung Buchwert/erzielbarer Betrag

4.2.4.5 Besonderheiten bei vorhandenen Minderheitsanteilen

4.2.5 Wertanpassung

4.3 Behandlung eines Alt-Goodwill

4.4 Kritische Würdigung

5 Angabepflichten

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Thematik der Goodwill-Bilanzierung in Konzernabschlüssen nach den internationalen Rechnungslegungsstandards IAS/IFRS. Ziel ist es, die zentralen regulatorischen Anforderungen an die Ermittlung, Bilanzierung und Folgebewertung eines Geschäfts- oder Firmenwerts (Goodwill) unter Berücksichtigung der aktuellen IFRS-Standards transparent darzustellen und kritisch zu bewerten.

  • Regulatorische Grundlagen des Goodwills nach IFRS.
  • Methodik der Zugangsbewertung und Kaufpreisallokation (Purchase Method).
  • Verfahren der Folgebewertung mittels Impairment-Only-Approach.
  • Spezialaspekte wie der Umgang mit negativen Goodwills und Minderheitsanteilen.
  • Kritische Analyse der bilanziellen Gestaltungsspielräume und der Anwendung in der Praxis.

Auszug aus dem Buch

2.1 Begriffsbestimmung

Der Goodwill, wie er im internationalen Sprachgebrauch genannt wird, entspricht dem deutschen Firmenwert resp. Geschäfts- oder Firmenwert (GFW). Er umfasst grundsätzlich alle nicht materiellen Werte eines Unternehmens, wie bspw. die Güter der Organisation, die Vertriebskanäle, den Kundenstamm oder die Qualität des Managements und der Mitarbeiter.14 Das IASB definiert den Goodwill als einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen aus Vermögenswerten, die nicht einzeln identifizierbar und damit nicht separat angesetzt werden können.15

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Erläutert die Notwendigkeit internationaler Rechnungslegungsstandards und definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit bezüglich der Goodwill-Bilanzierung.

2 Der Goodwill im Sinne der IFRS: Behandelt die Begriffsbestimmung, die Entstehungsursachen des Goodwills sowie die grundlegenden Kriterien für seine bilanzielle Aktivierung nach IFRS.

3 Zugangsbewertung des Goodwill: Fokussiert auf die Anwendung der Erwerbsmethode (Purchase Method) inklusive Identifikation des Erwerbers, Kaufpreisallokation und der Behandlung von Sonderfällen wie negativem Goodwill.

4 Folgebewertung des Goodwill: Untersucht das Impairment-Test-Verfahren (Impairment Only Approach), die Definition von Cash Generating Units und die Anforderungen an Wertanpassungen.

5 Angabepflichten: Beschreibt die umfangreichen Anforderungen an die Berichterstattung und Anhangangaben bei Unternehmenszusammenschlüssen.

6 Schlussbetrachtung: Führt eine kritische Würdigung der internationalen Goodwill-Bilanzierung durch und fasst die Herausforderungen für die Praxis zusammen.

Schlüsselwörter

Goodwill, IFRS, Konzernabschluss, Kaufpreisallokation, Impairment Test, Cash Generating Unit, Erwerbsmethode, Firmenwert, Nutzungsdauer, Fair Value, Bilanzierung, Minderheitsanteile, IAS 38, IFRS 3, Unternehmenszusammenschluss.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der bilanziellen Behandlung des Goodwills (Geschäfts- oder Firmenwert) in Konzernabschlüssen unter Anwendung der aktuellen IAS/IFRS-Regelungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Erstbewertung (Zugangsbewertung) beim Unternehmenserwerb sowie die jährliche Folgebewertung mittels Impairment-Tests nach IFRS 3 und IAS 36.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die komplexen Vorschriften zur Goodwill-Bilanzierung verständlich zu erläutern, damit Leser die Behandlung dieser Position im Konzernabschluss nachvollziehen und einschätzen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Analyse und Aufbereitung der internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS) unter Einbeziehung relevanter Fachliteratur und Bilanzierungsvorschriften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Zugangsbewertung, die Anwendung der Erwerbsmethode, die Folgebewertung mittels Impairment-Test sowie die entsprechenden Angabepflichten im Anhang.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Goodwill, IFRS 3, IAS 36, Kaufpreisallokation, Impairment Test, Cash Generating Units (CGU) und Fair Value.

Was ist unter der "Kaufpreisallokation" zu verstehen?

Sie ist der Prozess der Zuordnung der Anschaffungskosten beim Unternehmenserwerb auf die identifizierten Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens zum Fair Value.

Warum ist der "Impairment Only Approach" so umstritten?

Kritiker bemängeln den hohen Ermessensspielraum bei der Identifikation von Cash Generating Units und die Subjektivität bei der Durchführung der Wertminderungstests, was zu prozyklischen Effekten im Ergebnis führen kann.

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Details

Title
Der Goodwill im Konzernabschluss nach IAS/IFRS
College
Karlsruhe University of Cooperative Education  (Fachbereich Steuern und Prüfungswesen)
Grade
1,5
Author
Julia Christine Schreiber (Author)
Publication Year
2005
Pages
64
Catalog Number
V64542
ISBN (eBook)
9783638573290
ISBN (Book)
9783656810247
Language
German
Tags
Goodwill Konzernabschluss IAS/IFRS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Christine Schreiber (Author), 2005, Der Goodwill im Konzernabschluss nach IAS/IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64542
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