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Kaufmännisches Rechnungswesen in der öffentlichen Verwaltung - Darstellung des Reformprozesses und Diskussion ausgewählter Problembereiche

Title: Kaufmännisches Rechnungswesen in der öffentlichen Verwaltung - Darstellung des Reformprozesses und Diskussion ausgewählter Problembereiche

Diploma Thesis , 2005 , 71 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Diplom-Kaufmann Tobias Brechtel (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details


[...]

Aus dieser Entwicklung ergibt sich die Themenstellung der vorliegenden
Diplomarbeit: Die Darstellung des Reformprozesses des kommunalen
Haushalts- und Rechnungswesens und dessen kritische Würdigung durch
die Diskussion ausgewählter Problembereiche.
Kapitel 2 beschreibt den Prozess der Integration des kaufmännischen
Rechnungswesens in das der öffentlichen Verwaltung mit dem Ziel, das
Informationssystem Rechnungswesen zu verbessern. Hierfür wird das System
der derzeit praktizierten Verwaltungskameralistik vorgestellt und
grundlegend mit der Doppik – sowohl buchführungstechnisch als auch in
der Aussagekraft der beiden Rechnungssysteme – verglichen. Das Kapitel
schließt mit einer Darstellung des neuen Drei-Komponenten-Systems.
Bei der Erneuerung des traditionellen Haushalts- und Rechnungswesens
wird es zur Aufstellung einer kommunalen Bilanz erstmals nötig sein, das
gesamte Verwaltungsvermögen zu bewerten. Kapitel 3.1 diskutiert ausgewählte
Bewertungsregeln und zentrale kaufmännische Bewertungsprinzipien
im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit für die Bewertung des kommunalen
Vermögens. Anschließend stellt Kapitel 3.2 unter Beachtung der Besonderheiten
der erstmaligen Bilanzierung den Bewertungsprozess in der kommunalen
Doppik Rheinland-Pfalz in seinen Grundzügen vor.
Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Frage, welche Bedeutung dem kaufmännischen
Rechnungswesen im Zuge der Zielsetzung einer outputorientierten Steuerung der öffentlichen Verwaltung beigemessen wird. Die Untersuchung
konzentriert sich dabei auf den Teilaspekt einer produktorientierten
Budgetierung und identifiziert einzelne Problembereiche im Zuge der
konkreten Umsetzung. Es wird diskutiert, inwiefern mit der Einführung von
Produktbudgets die Notwendigkeit zur Führung einer Kosten- und Leistungsrechnung
entsteht und wie der Aufbau einer Kosten- und Leistungsrechnung
für die Kommunalverwaltung konzeptionell ausgestaltet sein
könnte. Damit wird das Thema des Rechnungsstils in den übergeordneten
Kontext des Reformprozesses eingebettet und gewinnt an strategischer Relevanz.
Denn der Wechsel der Rechnungslegung ist ein Teilaspekt bei der
Umsetzung des „Neuen Steuerungsmodells“ (NSM) zur Modernisierung
der öffentlichen Verwaltung.
Kapitel 5 fasst die Erkenntnisse der Arbeit zusammen.
Im Laufe dieser Arbeit wird auf gesetzliche Regelungen des kommunalen
Haushaltsrechts eingegangen. Die Ausführungen beziehen sich auf die
geltende Gesetzeslage in Rheinland-Pfalz, sofern nichts anderes gesagt
wird. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Abgrenzung des Themas und Gang der Arbeit

2 Von der Kameralistik zur kommunalen Doppik

2.1 Das kaufmännische Rechnungswesen

2.2 Das kommunale Haushalts- und Rechnungswesen

2.2.1 Grundlagen des kommunalen Rechnungswesens

2.2.2 Die Verwaltungskameralistik

2.2.3 Kameralistik und Doppik – ein Vergleich der Buchungsstile

2.3 Die Weiterentwicklung des kommunalen Rechnungswesens

2.3.1 Zur Notwendigkeit einer Reform des kommunalen Rechnungswesens

2.3.2 Das Drei-Komponenten-System

3 Bewertung des Vermögens und der Schulden in der kommunalen Bilanz

3.1 Bewertungsregeln und zentrale Wertkategorien

3.1.1 Allgemeine Bewertungsregeln

3.1.2 Das Vorsichtsprinzip

3.1.2.1 Das kaufmännische Vorsichtsprinzip

3.1.2.2 Das Vorsichtsprinzip in der kommunalen Rechnungslegung

3.1.3 Anschaffungswertprinzip versus Wiederbeschaffungswertprinzip

3.2 Die Bewertung in der Eröffnungsbilanz der kommunalen Doppik Rheinland-Pfalz

3.2.1 Allgemeines Bewertungsschema für die Eröffnungsbilanz

3.2.2 Bewertung ausgewählter Bilanzposten

3.2.2.1 Sachanlagen, insbesondere Grundstücke und Gebäude

3.2.2.2 Forderungen und Verbindlichkeiten

3.2.2.3 Pensionsrückstellungen

4 Outputorientierte Haushaltssteuerung durch produktorientierte Budgetierung

4.1 Vorbemerkung

4.2 Begriffsabgrenzungen

4.2.1 Output, Produkt und Leistung

4.2.2 Produktplan und Produktrahmenplan

4.3 Funktionen des Produktrahmenplans

4.4 Folgerungen aus Sicht des Rechnungswesens

4.4.1 Die neu gestaltete Haushaltsgliederung als Grundlage für die Produktbudgetierung

4.4.2 Das Produktbudget – Definition und Stellung im neuen Rechnungswesen

4.5 Bedeutung und Aufbau einer Kosten- und Leistungsrechnung in der öffentlichen Verwaltung

4.5.1 Notwendigkeit einer Kosten- und Leistungsrechnung und Einordnung in das Neue Steuerungsmodell

4.5.2 Rechtliche Grundlagen für eine kommunale KLR

4.5.3 Bestandteile einer kommunalen Kosten- und Leistungsrechnung

4.5.3.1 Kostenartenrechnung

4.5.3.2 Diskussion möglicher Kostenbegriffe

4.5.3.3 Kostenstellenrechnung

4.5.3.4 Kostenträgerrechnung

4.6 Probleme beim Einsatz einer Leistungsrechnung in der öffentlichen Verwaltung

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht den laufenden Reformprozess des kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens, insbesondere den Übergang von einer zahlungsorientierten Kameralistik zu einer ressourcenorientierten Doppik. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie die Reform zur Modernisierung der Kommunalverwaltungen beiträgt, welche Rolle dabei das kaufmännische Rechnungswesen spielt und welche methodischen Herausforderungen bei der Umsetzung auftreten.

  • Transformation des Haushaltswesens von der Kameralistik zur Doppik
  • Methoden zur Bewertung von kommunalem Vermögen und Schulden
  • Einführung einer produktorientierten Budgetierung und outputorientierten Steuerung
  • Konzeption und Aufbau einer kommunalen Kosten- und Leistungsrechnung
  • Herausforderungen des Kostenmanagements im öffentlichen Sektor

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Kameralistik und Doppik – ein Vergleich der Buchungsstile

In erster Linie unterscheiden sich Doppik und Verwaltungskameralistik im Aufbau des Kontos, in der Buchungssystematik sowie in den abgebildeten Rechnungsinhalten. Beide kennen die Einteilung in Zeit- und Sachbuch, wobei in der Doppik im Gegensatz zur Kameralistik auch erfolgs- und vermögenswirksame Buchungen getätigt werden. Die Kameralistik hingegen kennt nur zahlungswirksame Buchungen. Die Gliederung der Konten unterscheidet sich. Zudem sind die Konten in der doppelten Buchführung so miteinander verbunden, dass am Jahresende die im HGB geforderte GuV sowie die Bilanz relativ einfach zu erstellen sind. Dafür lässt sich in der kaufmännischen Rechnungslegung die Liquiditätsentwicklung nur durch eine separat geführte Kapitalflussrechnung nachvollziehen. Die Doppik kennt die Trennung in Planung, Anordnung und Ausführung nicht, es fehlt eine obligatorische Planungskomponente.

In der Doppik werden Buchungen nach dem Verursachungsprinzip im Zeitpunkt der Entstehung vorgenommen. In der Kameralistik ist eine Folge des Fälligkeitsprinzips, dass Forderungen und Verbindlichkeiten nur in Höhe der noch ausstehenden Zahlungen ausgewiesen werden. Gleichwohl ist eine Sollstellung bereits entstandener, aber noch nicht zur Zahlung fällig gewordener Forderungen und Verbindlichkeiten theoretisch möglich. Dazu müsste im Zeitpunkt der Entstehung eine solche Forderung (Verbindlichkeit), z.B. durch Verkauf (Kauf) eines Vermögensgegenstandes auf Ziel, einfach im Einnahme-Soll (Ausgabe-Soll) gebucht werden.

Ein weiterer gravierender Unterschied liegt in dem Rechnungszweck.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Abgrenzung des Themas und Gang der Arbeit: Einführung in den Reformprozess der Kommunalverwaltung und Erläuterung des Aufbaus der Diplomarbeit.

2 Von der Kameralistik zur kommunalen Doppik: Gegenüberstellung der historischen kameralistischen Buchführung mit der neuen doppelten Buchführung und Darstellung des Drei-Komponenten-Systems.

3 Bewertung des Vermögens und der Schulden in der kommunalen Bilanz: Diskussion der Anwendung kaufmännischer Bewertungsprinzipien auf kommunale Vermögensgegenstände und Erläuterung des Vorgehens bei der Eröffnungsbilanz.

4 Outputorientierte Haushaltssteuerung durch produktorientierte Budgetierung: Analyse der Einführung von Produktbudgets sowie Aufbau und Zweck einer internen Kosten- und Leistungsrechnung innerhalb der öffentlichen Verwaltung.

5 Zusammenfassung: Abschließendes Resümee über die Notwendigkeit und den Nutzen der Reformschritte für die Effizienz der kommunalen Verwaltung.

Schlüsselwörter

Kameralistik, Doppik, Kommunalverwaltung, Haushaltsrecht, Reformprozess, Rechnungswesen, Drei-Komponenten-System, Bilanzierung, Bewertung, Produktbudgetierung, Kosten- und Leistungsrechnung, Outputsteuerung, Neues Steuerungsmodell, Ressourcenverbrauch, kommunales Vermögen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Modernisierung des kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens, speziell der Umstellung von kameralistischen Systemen auf die doppelte Buchführung in Kommunalverwaltungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Reform des Gemeindehaushaltsrechts, die Bewertungslogik in kommunalen Bilanzen sowie die Einführung einer produktorientierten Haushaltssteuerung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Darstellung und kritische Würdigung des Reformprozesses des kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens unter Diskussion ausgewählter Problembereiche.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse der bestehenden Gesetzeslage, theoretischer Konzepte des Neuen Steuerungsmodells und vergleichende Analysen der Buchführungssysteme.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Unterschiede zwischen Kameralistik und Doppik, beleuchtet Bewertungsfragen bei der Eröffnungsbilanz und erarbeitet Anforderungen an eine Kosten- und Leistungsrechnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kameralistik, Doppik, kommunales Haushaltsrecht, Produktbudgetierung, Ressourcenverbrauchskonzept und Kosten- und Leistungsrechnung.

Welche Rolle spielen Gebäude bei der Eröffnungsbilanz?

Gebäude werden bei fehlenden Anschaffungsdaten oft über das Sachwertverfahren bewertet, wobei fiktive Anschaffungswerte durch Indizierung von Normalherstellungskosten ermittelt werden.

Warum ist das Vorsichtsprinzip im öffentlichen Sektor umstritten?

Das Prinzip wird hinterfragt, weil die Informationsbedürfnisse der Kommunalverwaltung eine möglichst objektive Darstellung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erfordern, statt einseitiger vorsichtiger Bewertung.

Welchen Einfluss hat die Kosten- und Leistungsrechnung auf die Budgetierung?

Sie liefert die notwendigen Daten, um Ressourcenverbrauch in Relation zu erbrachten Leistungen zu setzen und somit eine Verbindung zwischen Input- und Outputsteuerung herzustellen.

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Details

Title
Kaufmännisches Rechnungswesen in der öffentlichen Verwaltung - Darstellung des Reformprozesses und Diskussion ausgewählter Problembereiche
College
University of Hagen
Grade
2,3
Author
Diplom-Kaufmann Tobias Brechtel (Author)
Publication Year
2005
Pages
71
Catalog Number
V64552
ISBN (eBook)
9783638573375
ISBN (Book)
9783640864416
Language
German
Tags
Kaufmännisches Rechnungswesen Verwaltung Darstellung Reformprozesses Diskussion Problembereiche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Kaufmann Tobias Brechtel (Author), 2005, Kaufmännisches Rechnungswesen in der öffentlichen Verwaltung - Darstellung des Reformprozesses und Diskussion ausgewählter Problembereiche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64552
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