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Die Viersektorenstadt Berlin als Experimentierfeld der parteipolitischen Neuordnung Deutschlands 1945/46

Title: Die Viersektorenstadt Berlin als Experimentierfeld der parteipolitischen Neuordnung Deutschlands 1945/46

Term Paper , 2006 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Agnes Niesporek (Author)

Politics - History of Political Systems
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Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema der parteipolitischen Neuordnung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg und zieht Berlin, als Viersektorenstadt und Spiegelbild des zonal-geteilten Deutschlands, in den Mittelpunkt. Anhand der Christlich-Demokratischen-Union, die erst 1945 ihre Gründung erfuhr, werden die Bestrebungen der Berliner Politiker, von Berlin aus in gesamtdeutscher Hinsicht zu agieren, herausgearbeitet. Berlin wird folglich als „Experimentierfeld“ der politischen Situation Deutschlands verstanden. Ihm wird eine bedeutende Rolle im Ost-West-Konflikt zugestanden. Die Leitfrage lautet, ob und inwieweit die spezifische Form des parteipolitischen Neuanfangs in Berlin innovativ und zukunftsweisend in gesamtdeutscher Perspektive konzipiert gewesen ist und in solchem Sinne realisiert werden konnte oder nicht. Dabei beschränkt sich die Hausarbeit auf die Analyse der ersten beiden Nachkriegsjahre, es wird jedoch zum Schluss ein Ausblick auf das Jahr 1947 gegeben. Zur Beantwortung der Frage bedient sich die Autorin hermeneutischer Methoden, die sie ausschließlich an ausgewählter Sekundärliteratur anwendet. Dabei handelt es sich ausschließlich um schriftlich vorliegende Texte in Form von wissenschaftlicher Literatur. Das zu behandelte Thema unterliegt einer historisch-analytischen Untersuchung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der Wiederaufbau der Hauptstadt

1. Besatzungssituation Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg

2. Die Vormachtstellung der Sowjetischen Besatzungsmacht in Berlin

3. Die Entstehung des Berliner Parteiensystems und der Einheitsfront

III. Der Aufbau der christlich-demokratischen Partei unter Hermes

1. Gründung der CDUD

2. Die Zusammenarbeit der CDU im Einheitsblock

3. Der Kampf um die Gesamtpartei I

4. Die „Bodenreform“ und ihre Folgen

IV. Die Entwicklung der Partei unter Kaiser

1. Das neue Parteiprofil

2. Der Kampf um die Gesamtpartei II

3. Berliner Oktoberwahlen 1946

V. „Experimentierfeld“ Berlin

VI. Ausblick: Das Jahr 1947

VII. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die parteipolitische Neuordnung Deutschlands nach 1945 am Beispiel Berlins als Viersektorenstadt. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und inwieweit der parteipolitische Neuanfang in Berlin innovativ und zukunftsweisend für die gesamtdeutsche Entwicklung konzipiert war und unter den Bedingungen des wachsenden Ost-West-Konflikts realisiert werden konnte.

  • Die Sonderstellung Berlins als „Experimentierfeld“ der Besatzungspolitik.
  • Die Etablierung des Berliner Parteiensystems unter dem Druck der Sowjetischen Militäradministration.
  • Der innerparteiliche Kampf um das Profil der CDU unter den Vorsitzenden Hermes und Kaiser.
  • Die Auswirkungen der Berliner Kommunalwahlen von 1946 auf die Stadtpolitik.
  • Die Rolle der Berliner Politik im Kontext der zunehmenden Spaltung Deutschlands.

Auszug aus dem Buch

V. „Experimentierfeld“ Berlin

Berlin als ehemalige Reichshauptstadt hatte zunächst gute Voraussetzungen, angesichts des Sonderstatus einer Viersektorenstadt, zonenübergreifend in gesamtdeutscher Hinsicht zu wirken. An wesentlicher Stelle stand für die Siegermächte die Aufgabe des Wiederaufbaus und der kollektiven Neuordnung Deutschlands. Durch die Errichtung des Alliierten Kontrollrats in Berlin wuchs die Hoffnung auf eine gemeinsame Kooperation und auf eine Verfestigung der „Eintracht der Siegermächte“ trotz unüberwindlicher Ost-West-Widersprüche.

Der strategische Zug der Sowjetunion, noch vor dem Einmarsch der Westmächte den kommunistischen Einfluss durch die Etablierung von Verwaltungsstrukturen und eines Vierparteiensystems mit blockdemokratischen Formen geltend zu machen, erschwerte eine neutrale Zusammenarbeit. Zwar gelangen der CDU die Neugründung und der Aufbau ihrer Partei in der überwiegend protestantischen SBZ erstaunlich gut. Dennoch ist am Beispiel der Berliner CDU deutlich geworden ist, dass sich die nichtmarxistischen Parteien allseits in einer konfliktträchtigen Lage befanden. Einerseits war ihr politisches Wirken durch die Bindung an die Einheitsfront massiv eingeschränkt und wollte man Forderungen oder Entscheidungen der Kommunisten nicht akzeptieren, befand man sich in einer gefährlichen Oppositionshaltung, die bis zur Absetzung der Parteiführung reichen konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, Berlin als Spiegelbild der deutschen Nachkriegssituation zu analysieren und die Rolle der CDU im parteipolitischen Neuanfang zu untersuchen.

II. Der Wiederaufbau der Hauptstadt: Das Kapitel beschreibt die Besatzungssituation in Berlin sowie den Aufbau der Verwaltungsstrukturen durch die sowjetische Besatzungsmacht und die Einführung eines Parteiensystems unter dem Druck der Einheitsfront.

III. Der Aufbau der christlich-demokratischen Partei unter Hermes: Hier wird die Gründung der CDU sowie deren schwierige Zusammenarbeit im Einheitsblock und der frühe Kampf um eine gesamtdeutsche Ausrichtung unter Andreas Hermes thematisiert.

IV. Die Entwicklung der Partei unter Kaiser: Dieses Kapitel behandelt den politischen Kurswechsel unter Jakob Kaiser, das „Brückenkonzept“ der CDU sowie die Konflikte mit den westdeutschen Landesverbänden und die Berliner Oktoberwahlen 1946.

V. „Experimentierfeld“ Berlin: Dieses Kapitel fasst Berlin als gescheitertes Experimentierfeld für eine gesamtdeutsche politische Zusammenarbeit zusammen und verdeutlicht die Unvereinbarkeit der politischen Systeme.

VI. Ausblick: Das Jahr 1947: Der Ausblick zeigt das endgültige Scheitern der Bemühungen um einen deutschen Zusammenhalt und das Auseinanderbrechen des Bündnisses der Siegermächte auf.

VII. Fazit: Das Fazit resümiert, dass der parteipolitische Neuanfang in Berlin aufgrund der unüberbrückbaren Systemunterschiede und des wachsenden Ost-West-Konflikts scheitern musste.

Schlüsselwörter

Berlin, Viersektorenstadt, Nachkriegszeit, CDU, SBZ, SMAD, Einheitsfront, parteipolitische Neuordnung, Besatzungsmacht, Kommunalwahlen 1946, Ost-West-Konflikt, Andreas Hermes, Jakob Kaiser, Besatzungspolitik, Parteiensystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die parteipolitische Neuordnung Deutschlands in den Jahren 1945 und 1946, wobei Berlin als zentrales „Experimentierfeld“ und Spiegelbild der deutschen Zonen-Teilung analysiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Besatzungssituation, der Aufbau der CDU unter den Vorsitzenden Hermes und Kaiser sowie die Auswirkungen der sowjetischen Einflussnahme und der Blockpolitik auf den demokratischen Neuanfang.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin geht der Frage nach, ob der parteipolitische Neuanfang in Berlin innovativ und zukunftsweisend konzipiert war und ob dieser unter den damaligen Bedingungen tatsächlich zur gesamtdeutschen politischen Gestaltung beitragen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt hermeneutische Methoden in Form einer historisch-analytischen Untersuchung, basierend auf ausgewählter wissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert den Aufbau der Parteien in Berlin, die spezifischen Entwicklungen innerhalb der CDU, den Konflikt um die „Bodenreform“ sowie die Rolle der Oktoberwahlen 1946.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Berlin, Viersektorenstadt, CDU, Besatzungspolitik, SMAD, Einheitsfront, parteipolitische Neuordnung und Ost-West-Konflikt.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der CDU unter Jakob Kaiser?

Kaiser wird als jemand beschrieben, der versuchte, mit dem Konzept des „Christlichen Sozialismus“ und einer „Brückenfunktion“ zwischen Ost und West einen Kompromiss zu finden, der jedoch am Widerstand der westdeutschen CDU und der harten Realität des Ost-West-Konflikts scheiterte.

Warum wird Berlin als „Experimentierfeld“ bezeichnet?

Berlin war aufgrund seines Sonderstatus als Viersektorenstadt und Regierungssitz ein Ort, an dem die Siegermächte versuchten, ihre diametralen Interessen und politischen Systeme in einer gemeinsamen Verwaltung zu vereinen, was jedoch langfristig zum Scheitern und zur Spaltung führte.

Welche Konsequenzen hatten die Berliner Oktoberwahlen 1946?

Obwohl die SPD die Wahlen gewann, führte das Ergebnis zu erbitterten Machtkämpfen mit den Kommunisten, die den Sieg der SPD nicht akzeptieren wollten, was in einer Blockade der Stadtverwaltung endete.

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Details

Title
Die Viersektorenstadt Berlin als Experimentierfeld der parteipolitischen Neuordnung Deutschlands 1945/46
College
University of Hagen
Grade
1,0
Author
Agnes Niesporek (Author)
Publication Year
2006
Pages
17
Catalog Number
V64614
ISBN (eBook)
9783638573825
ISBN (Book)
9783656809647
Language
German
Tags
Viersektorenstadt Berlin Experimentierfeld Neuordnung Deutschlands
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Agnes Niesporek (Author), 2006, Die Viersektorenstadt Berlin als Experimentierfeld der parteipolitischen Neuordnung Deutschlands 1945/46, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64614
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