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Ein Vergleich der Staatskonzepte Kants und Hegels

Title: Ein Vergleich der Staatskonzepte Kants und Hegels

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 29 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Susanne Elstner, geb. Spindler (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Ein Studium der Philosophie kann auch heute nicht umhin, ein Studium der Philosophie Kants und des Deutschen Idealismus zu sein. Vor allem im Bereich der Praktischen und besonders der politischen Philosophie dürfen solcherlei Klassiker nicht übergangen werden. Dass der Deutsche Idealismus seine Wurzeln in der Philosophie Kants hat, ist auch vielen bekannt. Da aber annähernd alle Texte aus diesem Bereich inhaltlich und teilweise sogar grammatisch sehr anspruchsvoll sind, werden sie meist mit solchen anderer philosophischer Schulen verglichen, selten aber miteinander. Diese Arbeit will daher den Versuch wagen, Kant und Hegel bezüglich ihrer Staatskonzepte miteinander zu vergleichen. Da diese Formulierung aber für den Rahmen einer Hauptseminararbeit zu weitläufig ist, schränke ich die Betrachtung der Staatskonzepte weiter auf die Grundprinzipien ein bzw. vergleiche beide besonders im Hinblick auf ihr Menschenbild und ihre Haltung zum Krieg. Dem soll als Verständnisgrundlage aber zunächst ein Exkurs zur politischen Philosophie vorangehen. Auf dieser Grundlage und unter den genannten Untersuchungsschschwerpunkten soll also ein weiteres Mal eine Antwort auf die oft gestellte Frage, wie viel Kant in der Hegelschen Philosophie steckt, gegeben werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Politische Philosophie – ein historischer Exkurs

2. Der Kantsche Staat

3. Der Hegelsche Staat

4. Ein Vergleich

4.1. Das Menschenbild

4.2. Der Krieg

5. Abschließende Gedanken

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht und vergleicht die Staatskonzepte von Immanuel Kant und G.W.F. Hegel. Das primäre Ziel besteht darin, die theoretischen Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in ihren jeweiligen Vorstellungen von Staat, Freiheit und dem Verhältnis zwischen Individuum und Gemeinschaft herauszuarbeiten, wobei insbesondere das Menschenbild und die Haltung zum Krieg als zentrale Analyseaspekte dienen.

  • Grundlagen der politischen Philosophie im historischen Kontext
  • Analyse der Kantschen Staatskonzeption basierend auf der Moralphilosophie
  • Untersuchung des Hegelschen Staatsverständnisses als dialektische Synthese
  • Vergleich der Menschenbilder (Antagonismus vs. spekulativer Geist)
  • Gegenüberstellung der Friedenskonzepte und der Rolle des Krieges

Auszug aus dem Buch

4.2. Der Krieg

So aufgeschlossen Kant der französischen Revolution gegenüberstand, lehnte er jedoch ein Recht auf Revolution ab. Daher schreibt er „Es soll kein Krieg sein [...] denn das ist nicht die Art, wie jedermann sein Recht suchen soll. (KANT Die Metaphysik der Sitten 2000:27147). Recht und Gerechtigkeit sind allgemeingültige Forderungen der Vernunft und schließen den Krieg aus. Sie fordern also Frieden. Nur, wie ist dieser herzustellen? Bliebe man auf der Gedankenebene des Staates, würden die Forderung dann erfüllt sein, wenn die ganze Menschheit nach der Idee eines ursprünglichen Vertrages sich einem gemeinsamen Gesetze unterwürfe. Dadurch entstünde ein alle Völker der Erde umfassender Völkerstaat, eine Weltrepublik (Vgl. SODEUR 1893:13). Da es aber unmöglich wäre, ein so ungeheures Staatswesen zu regieren, entwickelte Kant ein Friedenskonzept, das über das Staatskonzept hinausreicht.

Dieses Konzept enthält drei Kernelemente. Zum einen fußt es auf der sittlichen Pflicht zum Frieden, die jedem Menschen als Vernunftwesen innewohnt. Wegen seiner Doppelnatur bedarf ihre Einhaltung und Durchsetzung aber einer Kontrolle von außen, sodass zweitens institutionelle Maßnahmen zur Friedenssicherung von Seiten des Staates ergriffen werden müssen. Dazu bedarf es der republikanischen Verfassungsform und der Freiheit der öffentlichen Meinungsäußerung. Letztere wirkt sich disziplinierend auf die Politik aus. Erst wenn alle historischen und politischen Voraussetzungen des Friedens erreicht sind, kann es drittens zur Gründung eines föderativen Friedensbundes zwischen allen Staaten kommen.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Hier wird der Untersuchungsgegenstand umrissen, der Vergleich der Staatskonzepte Kants und Hegels anhand der Schwerpunkte Menschenbild und Krieg anzugehen.

1. Politische Philosophie – ein historischer Exkurs: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entwicklung des politischen Denkens von Platon über Aristoteles bis hin zu Hobbes und Rousseau als Grundlage.

2. Der Kantsche Staat: Der Fokus liegt auf Kants Moralphilosophie und der Anwendung des kategorischen Imperativs als Basis für seine Rechts- und Staatslehre.

3. Der Hegelsche Staat: Hegel wird als Vertreter der Institutionenethik vorgestellt, wobei der Staat als Synthese von Familie und bürgerlicher Gesellschaft im Rahmen der Entwicklung des Geistes betrachtet wird.

4. Ein Vergleich: Die beiden zentralen Aspekte des Menschenbildes und der Auffassung vom Krieg werden systematisch gegenübergestellt und kritisch analysiert.

5. Abschließende Gedanken: Das Fazit fasst die Ähnlichkeiten und die grundlegenden Differenzen zusammen, etwa die apriorische Konstruktion bei Kant versus die historische Interpretation bei Hegel.

Schlüsselwörter

Politische Philosophie, Staatskonzept, Immanuel Kant, G.W.F. Hegel, Freiheit, Rechtslehre, kategorischer Imperativ, Dialektik, Weltgeist, ewiger Frieden, Krieg, Menschenbild, Souveränität, Gesellschaftsvertrag, Idealer Staat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die unterschiedlichen politischen Theorien von Kant und Hegel, um zu verstehen, wie beide Philosophen den Staat und die Rolle des Individuums konzipieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Rechtslehre, das Verständnis von Freiheit, die Bedeutung des Menschenbildes und die Rolle von Krieg und Frieden in der Staatstheorie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Berührungspunkte und Unterschiede zwischen Kant und Hegel aufzuzeigen und zu klären, warum ihre Konzepte trotz unterschiedlicher methodischer Ansätze ähnliche Zielvorstellungen verfolgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein systematischer Vergleich angewandt, der die Theorien ausgehend von ihren philosophischen Grundannahmen analysiert und in den historischen Kontext einordnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Einzeltheorien von Kant und Hegel, gefolgt von einem dezidierten Vergleich anhand der Aspekte Menschenbild und der Haltung zum Krieg.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem der kategorische Imperativ, das Reich der Zwecke, der objektive Geist, die List der Vernunft und der ewige Frieden.

Wie unterscheidet sich Kants Staatsbegründung von der Hegels?

Während Kant den Staat primär durch einen fiktiven Gesellschaftsvertrag auf Basis der Vernunft apriorisch konstruiert, betrachtet Hegel den Staat als notwendige, historisch gewachsene Wirklichkeit der sittlichen Idee.

Welche Rolle spielt der Krieg in der Philosophie Hegels laut dieser Arbeit?

Im Gegensatz zu Kant sieht Hegel im Krieg eine Möglichkeit, die sittliche Gesundheit der Völker zu bewahren und die Identität des Staates zu stärken, wobei er dies eher als dialektisches Mittel im Entwicklungsprozess des Weltgeistes versteht.

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Details

Title
Ein Vergleich der Staatskonzepte Kants und Hegels
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Philosophie)
Course
Hauptseminar: "Freiheit und Geschichte"
Grade
2,3
Author
Susanne Elstner, geb. Spindler (Author)
Publication Year
2006
Pages
29
Catalog Number
V64650
ISBN (eBook)
9783638574051
ISBN (Book)
9783638670180
Language
German
Tags
Vergleich Staatskonzepte Kants Hegels Hauptseminar Freiheit Geschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Elstner, geb. Spindler (Author), 2006, Ein Vergleich der Staatskonzepte Kants und Hegels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64650
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