Die dramatische Entwicklung an den Aktienbörsen kurz nach der Jahrtausendwende hat zahlreichen Anleger gezeigt, wie risikoreich die Aktieninvestitionen sind. Es hat dazu geführt, dass nach der Baisse von 2000 bis 2002 für viele Privatinvestoren die Sicherheit des angelegten Kapitals zum wichtigsten Kriterium einer Investition geworden. Da die sichere Staatsanleihe und andere Rentenwertpapiere in den letzten Jahren historisch niedrige Rendite verzeichneten, wünschten sich viele in Aktien enttäuschte Anleger flexiblere Anlagemöglichkeiten, die sowohl den Erhalt des eingezahlten Kapitals garantieren als auch überdurchschnittliche Renditen für bestimmte Marktentwicklung versprechen. Auf diese Wünsche haben zahlreiche Emittenten mit einer Vielzahl von neuen Finanzprodukten reagiert, die eine Kapitalerhaltung garantieren. Diese Eigenschaften hat nur eine Investmentproduktgruppe – die so genannte Garantieprodukte und die haben sich bei den Anleger in der letzten Zeit mehr und mehr durchgesetzt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition, Struktur und Entstehungsgründe von Garantieprodukten
2.1 Die Definition und die Struktur
2.2 Entstehungsgründe für strukturierte Garantieprodukte
3. Struktur und Funktionsweise der „10% Wiener Walzer Anleihe 2002/2008“(WKN 644369)
3.1 Ausstattungsmerkmale der Anleihe
3.2. Funktionsweise und Struktur
3.3 Risiken und Chancen der Anleihe
4. Rolling Lock-in-Zertifikat (WKN: GS973A) mit Kapitalgarantie von Goldman, Sachs
4.1. Ausstattungsmerkmale des Garantiezertifikates
4.2. Funktionsweise und Struktur des Rolling Lock-in-Zertifikates
4.3 Auszahlungsprofile der Rolling-Lock-in-Strategie bei unterschiedlichen Investitionsstufen
4.4 Chancen und Risiken des Zertifikates
5. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit analysiert die Struktur und Funktionsweise moderner Garantieprodukte, um deren Bestandteile zu untersuchen sowie die Vor- und Nachteile für Privatinvestoren aufzuzeigen. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, wie diese Finanzinstrumente Sicherheit bei gleichzeitigem Partizipationspotenzial an Marktentwicklungen gewährleisten und welche spezifischen Risikofaktoren bei der Anlage zu beachten sind.
- Struktur und Funktionsweise von Garantieprodukten
- Untersuchung von Garantie- und Performance-Komponenten
- Analyse der „10% Wiener Walzer Anleihe“
- Analyse des „Rolling Lock-in-Zertifikates“
- Chancen-Risiko-Bewertung für Privatanleger
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Die dramatische Entwicklung an den Aktienbörsen kurz nach der Jahrtausendwende hat zahlreichen Anlegern gezeigt, wie risikoreich die Aktieninvestitionen sind. Es hat dazu geführt, dass nach der Baisse von 2000 bis 2002 für viele Privatinvestoren die Sicherheit des angelegten Kapitals zum wichtigsten Kriterium einer Investition geworden ist. Da die sichere Staatsanleihe und andere Rentenwertpapiere in den letzten Jahren historisch niedrige Renditen verzeichnet haben, haben sich viele, in Aktien enttäuschte Anleger, flexiblere Anlagemöglichkeiten gewünscht, die sowohl den Erhalt des eingezahlten Kapitals garantieren als auch überdurchschnittliche Renditen für bestimmte Marktentwicklung versprechen. Auf diese Wünsche haben zahlreiche Emittenten mit einer Vielzahl von neuen Finanzprodukten reagiert, die eine Kapitalerhaltung garantieren. Diese Eigenschaften haben nur eine Investmentproduktgruppe – die so genannte Garantieprodukte und die haben sich bei den Anlegern in der letzten Zeit mehr und mehr durchgesetzt.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Funktionsweise und der Struktur der Garantieprodukte.
Das Ziel der Arbeit besteht darin, die Funktionsweise und die Struktur von Garantieprodukten zu analysieren, deren Bestandteile zu untersuchen und zu zeigen, welche Vorteile und Nachteile dabei für Anleger entstehen. Die zwei strukturierten Garantieprodukte von zwei Emittenten werden ausgewählt, die die Garantieanleihen und die Garantiezertifikate repräsentieren. Da die strukturierten Garantieprodukte aus einer Garantiekomponente und einer Performance-Komponente bestehen, werden deren Funktionen gesondert untersucht. Dabei steht die Funktionsweise der Garantiekomponenten eines Garantieproduktes im Mittelpunkt der Arbeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Hier wird der Hintergrund der zunehmenden Bedeutung von Garantieprodukten aufgrund der Marktvolatilität nach der Jahrtausendwende erläutert und das Ziel der Arbeit definiert.
2. Definition, Struktur und Entstehungsgründe von Garantieprodukten: In diesem Kapitel werden die begrifflichen Grundlagen, die Klassifizierung sowie die Motivation hinter der Entstehung strukturierter Garantieprodukte behandelt.
3. Struktur und Funktionsweise der „10% Wiener Walzer Anleihe 2002/2008“(WKN 644369): Das Kapitel liefert eine detaillierte Analyse der Ausstattungsmerkmale, der Funktionsweise der Zinskupons sowie der spezifischen Risiken dieser Anleihe.
4. Rolling Lock-in-Zertifikat (WKN: GS973A) mit Kapitalgarantie von Goldman, Sachs: Hier wird das Konzept des Rolling Lock-in-Zertifikates sowie die monatliche Performance-Berechnung und die thesaurierende Funktion der Gewinnstufen anhand von Berechnungsbeispielen untersucht.
5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse ab und betont die Notwendigkeit einer individuellen Analyse von Kosten und Renditechancen bei derartigen Anlageprodukten.
Schlüsselwörter
Garantieprodukte, Kapitalgarantie, Strukturierte Finanzprodukte, Performance-Komponente, Sicherheitskomponente, Wiener Walzer Anleihe, Rolling Lock-in-Zertifikat, Derivate, Privatanleger, Rendite, Marktentwicklung, Basiswerte, Optionsprämie, Barrier Options, Anlagestrategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Struktur und die funktionale Arbeitsweise von Garantieprodukten, die darauf abzielen, Kapitalerhalt mit der Chance auf Rendite zu verknüpfen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Analyse der Sicherheits- und Performance-Komponenten sowie die Untersuchung von konkreten Garantieanleihen und Garantiezertifikaten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Funktionsweise dieser Produkte transparent zu machen und aufzuzeigen, unter welchen Marktbedingungen sie für Privatanleger vorteilhaft sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse sowie eine Untersuchung anhand von Prospektunterlagen, Internetquellen und konkreten Fallbeispielen beider untersuchter Produktgruppen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung sowie die detaillierte Analyse der „10% Wiener Walzer Anleihe“ und des „Rolling Lock-in-Zertifikates“ von Goldman, Sachs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Kapitalgarantie, strukturierte Produkte, Derivate, Anlegerpräferenzen und Performance-Messung.
Wie genau funktioniert die „10% Wiener Walzer Anleihe“?
Die Anleihe garantiert das eingesetzte Kapital und zahlt einen variablen Zinskupon, sofern die Performance eines Aktienkorbes bestimmte Schwellenwerte nicht unterschreitet.
Was ist das Besondere an dem „Rolling Lock-in-Zertifikat“?
Es sichert bereits erzielte Kursgewinne durch ein monatliches Lock-in-Verfahren ab, bei dem Erträge nach Erreichen definierter Gewinnstufen in die Sicherheitskomponente thesauriert werden.
- Quote paper
- Yury Evteev (Author), 2006, Struktur und Funktionsweise von Garantieprodukten, dargestellt an ausgewählten Beispielen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64660