Das Ziel der vorliegenden Arbeit soll eine Analyse des Wahlkampfes aus der Perspektive des demokratischen Kandidaten John F. Kennedy in der amerikanischen Präsidentschaftswahl von 1960 darstellen. Im Wesentlichen soll dabei den Fragestellungen nachgegangen werden, inwieweit John F. Kennedys Strategien im Wahlkampf aufgingen und auf welche Weise diese ausdifferenziert werden konnten. Inwieweit wurden solche Taktiken und Berechnungen genutzt und inwiefern waren sie für den knappen Wahlsieg entscheidend?
Insgesamt kann resümiert werden, dass eine Vielzahl ausgeklügelter Taktiken und Entscheidungen zum Wahlsieg führte. In Anlehnung an den amerikanischen Journalisten Thomas H. White muss zudem das traditionelle Wahlverhalten der meisten Amerikaner bedacht werden: es ist ein Abwägen von Vergangenheit/Tradition, zu der der soziale Status, die Vorurteile und das Wahlverhalten der Familie zählen, und Zukunftsvorstellungen/–wünschen. Hierbei spielen Sehnsüchte, Ängste und vor allem individuelle Interessen eine gewichtige Rolle. Innerhalb dieser Schranken pendelt der Wähler hin und her und versucht - damals wie heute - aus dieser Polarität heraus zu einer Entscheidung zu kommen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Wichtige Lebensstationen seiner politischen Karriere
- Der Weg zum Nominierungsprozess:
- Der Organisationsapparat John F. Kennedys
- Die Gegenkandidaten im demokratischen Lager
- Die Entscheidung um die Primaries
- Die National Convention in Los Angeles (Juli 1960)
- Im Wahlkampf gegen Richard M. Nixon:
- Kurzer außenpolitischer Kontext der Wahlen – Eine Herausforderung für den neuen Präsidenten
- Jugend, katholische Konfession und Persönlichkeit – Handicaps für John F. Kennedy?
- New Frontier und der ,Movement-Gedanke‘ – Die Schwerpunktthemen im Wahlkampf
- Einsatz der neuen Medien im Wahlkampf – Die TV-Duelle vor der Wahl
- Der Ausgang der Wahl
- Schluss: Zusammenfassung der strategischen Überlegungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Analyse des Wahlkampfs aus der Perspektive des demokratischen Kandidaten John F. Kennedy in der amerikanischen Präsidentschaftswahl von 1960. Die Untersuchung erstreckt sich vom Nominierungsprozess bis hin zu den Fernsehduellen kurz vor dem Wahltag und beleuchtet die einzelnen Stationen der vierjährigen Vorbereitungszeit.
- Strategien John F. Kennedys im Wahlkampf
- Einfluß des Organisationsapparats
- Bedeutung der Fernsehduelle
- Relevanz des ,Movement-Gedanke‘
- Einfluss von Jugend, Religion und Persönlichkeit
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit vor: Welche Strategien hat John F. Kennedy im Wahlkampf eingesetzt und wie haben diese zum knappen Wahlsieg beigetragen?
Kapitel II beleuchtet wichtige Lebensstationen der politischen Karriere John F. Kennedys, um seine späteren Taktiken und Entwicklungen im Wahlkampf besser zu verstehen.
Kapitel III konzentriert sich auf den Nominierungsprozess und die strategischen Überlegungen, die John F. Kennedy in dieser Phase verfolgte.
Kapitel IV analysiert den Hauptwahlkampf gegen Richard M. Nixon und beleuchtet die unterschiedlichen Schwerpunktthemen und die strategische Nutzung der neuen Medien.
Schlüsselwörter
John F. Kennedy, amerikanische Präsidentschaftswahl, Wahlkampf, Nominierungsprozess, strategische Überlegungen, Fernsehduelle, ,Movement-Gedanke‘, New Frontier, politische Karriere, Theodore Sorensen, Lyndon B. Johnson, ,Electoral Strategy‘.
Häufig gestellte Fragen
Welche Strategie verfolgte John F. Kennedy im Wahlkampf 1960?
Kennedy setzte auf einen hochprofessionellen Organisationsapparat, die Nutzung neuer Medien (TV) und das Thema „New Frontier“, um Aufbruchstimmung zu erzeugen.
Welche Rolle spielten die TV-Duelle gegen Nixon?
Sie waren entscheidend, da Kennedy durch sein souveränes und gesundes Auftreten vor der Kamera Millionen Zuschauer überzeugte, während Nixon kränklich wirkte.
War Kennedys katholischer Glaube ein Hindernis?
Ja, es gab Vorurteile, er könne unter dem Einfluss des Papstes stehen. Er entgegnete dem durch ein klares Bekenntnis zur Trennung von Kirche und Staat.
Was bedeutet der Begriff „New Frontier“?
Es war Kennedys Leitmotiv, das die Amerikaner aufforderte, neue Grenzen in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik zu überwinden.
Wer war Kennedys wichtigster Berater im Wahlkampf?
Theodore Sorensen gilt als einer der engsten Strategen und Redenschreiber, der maßgeblich an Kennedys politischem Profil mitwirkte.
- Quote paper
- Tobias Kollmann (Author), 2004, John F. Kennedy und die Wahl zum amerikanischen Präsidenten von 1960, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64671