Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › American Studies - Culture and Applied Geography

John F. Kennedy und die Wahl zum amerikanischen Präsidenten von 1960

Title: John F. Kennedy und die Wahl zum amerikanischen Präsidenten von 1960

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 33 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tobias Kollmann (Author)

American Studies - Culture and Applied Geography
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Ziel der vorliegenden Arbeit soll eine Analyse des Wahlkampfes aus der Perspektive des demokratischen Kandidaten John F. Kennedy in der amerikanischen Präsidentschaftswahl von 1960 darstellen. Im Wesentlichen soll dabei den Fragestellungen nachgegangen werden, inwieweit John F. Kennedys Strategien im Wahlkampf aufgingen und auf welche Weise diese ausdifferenziert werden konnten. Inwieweit wurden solche Taktiken und Berechnungen genutzt und inwiefern waren sie für den knappen Wahlsieg entscheidend?
Insgesamt kann resümiert werden, dass eine Vielzahl ausgeklügelter Taktiken und Entscheidungen zum Wahlsieg führte. In Anlehnung an den amerikanischen Journalisten Thomas H. White muss zudem das traditionelle Wahlverhalten der meisten Amerikaner bedacht werden: es ist ein Abwägen von Vergangenheit/Tradition, zu der der soziale Status, die Vorurteile und das Wahlverhalten der Familie zählen, und Zukunftsvorstellungen/–wünschen. Hierbei spielen Sehnsüchte, Ängste und vor allem individuelle Interessen eine gewichtige Rolle. Innerhalb dieser Schranken pendelt der Wähler hin und her und versucht - damals wie heute - aus dieser Polarität heraus zu einer Entscheidung zu kommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Wichtige Lebensstationen seiner politischen Karriere

III. Der Weg zum Nominierungsprozess:

1. Der Organisationsapparat John F. Kennedys

2. Die Gegenkandidaten im demokratischen Lager

3. Die Entscheidung um die Primaries

4. Die National Convention in Los Angeles (Juli 1960)

IV. Im Wahlkampf gegen Richard M. Nixon:

1. Kurzer außenpolitischer Kontext der Wahlen - Eine Herausforderung für den neuen Präsidenten

2. Jugend, katholische Konfession und Persönlichkeit – Handicaps für John F. Kennedy?

3. New Frontier und der ‚Movement-Gedanke’ – Die Schwerpunktthemen im Wahlkampf

4. Einsatz der neuen Medien im Wahlkampf – Die TV-Duelle vor der Wahl

V. Der Ausgang der Wahl

VI. Schluss: Zusammenfassung der strategischen Überlegungen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert den Präsidentschaftswahlkampf von John F. Kennedy im Jahr 1960. Ziel ist es zu untersuchen, welche spezifischen Strategien und Taktiken das Kennedy-Team anwendete, um die Hürden der Nominierung und des Hauptwahlkampfs erfolgreich zu überwinden und den knappen Wahlsieg zu erringen.

  • Analyse des organisatorischen Wahlkampfmanagements und der Bedeutung des "Kennedy-Clans".
  • Untersuchung der strategischen Nutzung des Mediums Fernsehen und der TV-Duelle.
  • Evaluation des Umgangs mit dem "katholischen Handicap" durch gezielte politische Positionierung.
  • Bewertung der Rolle des "New Frontier" und des "Movement-Gedankens" als programmatische Abgrenzung zu Nixon.
  • Untersuchung der Bedeutung symbolischer Handlungen für die Mobilisierung spezifischer Wählergruppen.

Auszug aus dem Buch

3. Die Entscheidung um die Primaries

Insgesamt standen im Nominierungswahlkampf sechzehn ‚open primaries’ zur Auswahl, von denen beliebig viele besucht werden konnten. Dabei galt es wiederum strategische Entscheidungen zu treffen, um die Abgeordneten zu gewinnen, die in der National Convention die wichtigsten Rollen spielten. Nach sorgsamer Auslese entschied sich das Kennedy Wahlkampfteam, in zehn Primaries, die vorwiegend im Südosten und Mittleren Westen gelegen waren, anzutreten. Diese Strategie basiert auf der Tatsache, dass John F. Kennedy im Nordosten bereits großen Zuspruch genoss, und dass der Süden aufgrund der Vorherrschaften von Johnson und Symington zu riskant waren. Kennedy beauftragte zu Beginn einzelne Schlüsselmänner / -frauen, für ihn in allen Primaries zu werben und den Wahlkampf dort vorzubereiten, um seinen Bekanntheitsgrad zu steigern. Auf der Route begann man traditionell in New Hamsphire und tastete sich langsam gen Westen vor, ehe es dann zurück in den Südosten ging.

An dieser Stelle soll die Entscheidung im Staat West Virginia genauer betrachtet werden, denn dies war für Kennedy eine der heikelsten Abstimmungen. Dies hat zwei Gründe: Zum einen war es das ausschlaggebende Duell gegen den wichtigen Gegenkandidaten Hubert Humphrey, zum anderen konnte Kennedy hier letztendlich sein religiöses Handicap ablegen und den Menschen klarmachen, dass seine oft kritisierte katholische Konfession nicht direkt mit dem Amt des Präsidenten verlinkt ist.

Bevor man sich im April 1960 nach einigen gewonnenen Primaries auf den Weg nach West Virginia begab, versprach die Voranalyse dieses vermeintlich unwichtigen ‚Mountain States’ keine frohen Botschaften. Durch hohe Arbeitslosigkeit, niedriges Einkommen und eine wirtschaftlich desolate Situation musste man von vielen Problemen ausgehen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, nämlich eine strategische Analyse des Wahlkampfs von John F. Kennedy im Jahr 1960 unter besonderer Berücksichtigung der Forschungsfrage nach der Relevanz seiner Taktiken für den knappen Wahlsieg.

II. Wichtige Lebensstationen seiner politischen Karriere: Dieses Kapitel skizziert die biographischen Meilensteine Kennedys von seiner Ausbildung in Harvard bis zu seiner Tätigkeit als Senator, die als Fundament für seine spätere Präsidentschaftskandidatur dienten.

III. Der Weg zum Nominierungsprozess: Das Kapitel untersucht den Aufbau des Wahlkampfteams, den Vergleich mit innerparteilichen Gegenkandidaten, die gezielte Auswahl der Vorwahlen (Primaries) und den Verlauf der National Convention in Los Angeles.

IV. Im Wahlkampf gegen Richard M. Nixon: Hier werden die zentralen Strategien beleuchtet, darunter der außenpolitische Kontext, der Umgang mit persönlichen Vorurteilen, das politische Programm "New Frontier" sowie der innovative Einsatz des Fernsehens.

V. Der Ausgang der Wahl: Das Kapitel analysiert das extrem knappe Wahlergebnis und die Bedeutung der geographischen sowie demographischen Stimmverteilung für Kennedys Erfolg im Electoral College.

VI. Schluss: Zusammenfassung der strategischen Überlegungen: Die Schlussbetrachtung fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und resümiert, dass erst die Kombination aus verschiedenen strategischen Taktiken und der geschickten Nutzung der Medien Kennedys Wahlsieg ermöglichte.

Schlüsselwörter

John F. Kennedy, Präsidentschaftswahl 1960, Wahlkampfstrategie, New Frontier, Fernsehduelle, Nominierungsprozess, Richard M. Nixon, Electoral Strategy, Katholizismus, Primaries, Wahlkampfteam, politische Kommunikation, Demokratische Partei, Lyndon B. Johnson, Wählermobilisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die strategischen Wahlkampfmethoden von John F. Kennedy bei der Präsidentschaftswahl 1960 und wie diese maßgeblich zu seinem knappen Sieg beitrugen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die Organisationsstruktur des Wahlkampfteams, die Bedeutung von Medienpräsenz, die inhaltliche Positionierung mittels "New Frontier" sowie der Umgang mit persönlichen Handicaps des Kandidaten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, ob und wie Kennedy gezielte Strategien einsetzte, um die verschiedenen Hürden des Wahlkampfs zu überwinden und inwiefern diese für den Wahlausgang entscheidend waren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine systematische Analyse von Wahlkampfsituationen, dokumentierten Strategieentscheidungen und biographischen Einflüssen auf Basis einschlägiger Literatur und historischer Quellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Vorbereitungsphase, den Nominierungsprozess inklusive der Primaries und der National Convention sowie die Strategien des Hauptwahlkampfes gegen Richard M. Nixon.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Wahlkampfstrategie, New Frontier, Fernsehduelle, der "Kennedy-Clan", politische Kommunikation und die Bedeutung des Electoral College.

Warum war das West Virginia Primary so entscheidend für Kennedys Kampagne?

Das Primary in West Virginia war ein "Turning Point", da Kennedy dort nicht nur seinen stärksten innerparteilichen Konkurrenten Humphrey besiegte, sondern auch das religiöse Vorurteil gegenüber seinem Katholizismus entkräften konnte.

Welche Rolle spielten die TV-Duelle für den Wahlausgang?

Die TV-Duelle ermöglichten es Kennedy, seine rhetorische Überlegenheit und sein vorteilhaftes Auftreten gezielt in Szene zu setzen, was ihn als moderneren und charismatischeren Kandidaten gegenüber Nixon positionierte.

Excerpt out of 33 pages  - scroll top

Details

Title
John F. Kennedy und die Wahl zum amerikanischen Präsidenten von 1960
College
University of Kassel  (Fachbereich 05 - Geschichte)
Course
Die Wahl des amerikanischen Präsidenten in Geschichte und Gegenwart
Grade
1,0
Author
Tobias Kollmann (Author)
Publication Year
2004
Pages
33
Catalog Number
V64671
ISBN (eBook)
9783638574242
ISBN (Book)
9783638655750
Language
German
Tags
John Kennedy Wahl Präsidenten Wahl Präsidenten Geschichte Gegenwart
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Kollmann (Author), 2004, John F. Kennedy und die Wahl zum amerikanischen Präsidenten von 1960, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64671
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  33  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint