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Der Kult des Sol und Sol Invictus - Entwicklung und Funktion des Kultes bis Kaiser Aurelian

Title: Der Kult des Sol und Sol Invictus - Entwicklung und Funktion des Kultes bis Kaiser Aurelian

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bachelor Nicole Bischoff (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit dem Kult des Sonnengottes und seiner Entwicklung im Römischen Reich. Sonnengötter gab es in jeder Kultur wie zum Beispiel bei den Griechen und auch den Syrern, und oftmals kam es zu Vermischungen, wie auch hier in der Arbeit zu sehen sein wird. Mein Hauptaugenmerk liegt aber bei der Entwicklung des Kultes im römischen Gebiet. Dabei werde ich den Zeitraum sehr weit spannen und zunächst mit dem ursprünglichen Sol-Kult der Römer beginnen, der um das dritte Jahrhundert v.Chr. das erste Mal überliefert wird. Die Forschungskontroverse über die Herkunft des Kultes soll dabei nur noch einmal einen tieferen Einblick in den ursprünglichen Kult bieten, eine Antwort auf die Frage nach dem Ursprung lässt sich nicht ohne weiteres geben.
Im ersten und zweiten Jahrhundert n.Chr. sorgt eine steigende Popularität syrischer Kulte für eine langsame Übernahme des syrischen Sonnengottes, vor allem des „Sol Invictus Elagabal“ in der vierjährigen Regierungszeit Elagabals. Unter diesem Kaiser erlebte der syrische Sol eine Blütezeit, die allerdings mit dem Mord an Elagabal rasant endete. Bis zu Aurelian rund 50 Jahre später verschwand der Kult größtenteils aus dem öffentlichen Leben der Römer. Aurelian entwickelte den Kult vollkommen neu und nutzte ihn für politische Belange, welches auch nachfolgende Herrscher nachahmten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anfänge des Sol- Kultes

2.1 Der Sonnengott „Sol Indiges“

2.2 Forschungskontroverse: Ursprüngliche Herkunft des „Sol Indiges“

3. Bedeutungswachstum des „Sol“ – Kultes

3.1 Der Übergang zum „Sol Invictus“

3.2 Die Übernahme syrischer Kulte

4. Der Kult des Sonnengottes unter Elagabal

4.1 Seine Religionspolitik

4.2 Das Scheitern einer religiösen Revolution

5. Der Sonnengott unter Aurelian

5,1 Ein Ausblick: Reformierung des Kultes

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und funktionale Transformation des Sonnengott-Kultes im Römischen Reich von den Anfängen des Sol Indiges bis hin zur Etablierung des staatstragenden Deus Sol Invictus unter Kaiser Aurelian. Die zentrale Forschungsfrage adressiert dabei, wie sich die Anbetung des Sonnengottes von einer zunächst privaten, agrarisch geprägten Kultform zu einem gezielt eingesetzten, politisch-religiösen Instrument der kaiserlichen Herrschaftslegitimation entwickelte.

  • Genese und historische Wurzeln des Sol-Kultes im antiken Rom.
  • Die Auswirkungen syrischer Einflüsse auf die römische Religionslandschaft.
  • Die radikale, aber letztlich scheiternde Religionspolitik unter Kaiser Elagabal.
  • Die systematische Umstrukturierung des Kultes durch Aurelian zum politischen Machtinstrument.
  • Die Rolle der Historia Augusta bei der historischen Einordnung kaiserlicher Religionspolitik.

Auszug aus dem Buch

4.1 Seine Religionspolitik

Als grundlegendes Ziel seiner Religionspolitik kann man festhalten, dass es Elagabals höchstes und einziges Ziel war, seinen „Sol Invictus Elagabal“ zum obersten Staatsgott zu erheben und ihm die seiner Meinung nach verdiente Ehrerbietung durch die römischen Bürger zukommen zu lassen. Sein Bestreben war darauf ausgerichtet, den Kult des „Sol“ möglichst schnell und flächendeckend im Römischen Reich zu etablieren, unter der Leitung des höchsten Priesters, ihm selbst. Die politischen Belange übergab er seiner Großmutter, er war in erster Linie der Priester des Sonnengottes geblieben und hatte sich nicht zu einem Herrscher über das Römische Reich entwickelt, der beide Seiten harmonisch miteinander vereint. Auch ließ er sich in religiösen Angelegenheiten nicht mehr hereinreden und gestaltete alles nach seiner Vorstellung, die noch sehr den syrischen Traditionen und Riten entsprach. So kleidete er sich weiterhin syrisch, feierte syrische Feste und führten dort ansässige Rituale durch. Dadurch gliederte er sich nicht in das römische Leben ein und grenzte sein Volk aus. Die Römer mussten das Gefühl gehabt haben, dass es keinen Herrscher in ihrem Sinne gab, sondern dass dort ein Fremder auf dem Thron saß, der sich nicht für sie und ihre gesamte Kultur interessierte. Schon nach den ersten Entscheidungen bezüglich seiner Religion machte sich Unmut unter den Römern breit. So berichtet die „Historia Augusta“: „Doch gleich nach seinem Einzug in die Hauptstadt machte der Kaiser, ohne sich um die Vorgänge in den Provinzen zu kümmern, den Heliogabalus als Gott auf dem Palatin neben der Kaiserresidenz heimisch und errichtete ihm einen Tempel…“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zeitliche und thematische Eingrenzung der Arbeit ein und erläutert die methodische Herangehensweise sowie die Bedeutung der verwendeten Quellen.

2. Anfänge des Sol- Kultes: Das Kapitel beleuchtet den historischen Ursprung des Sol Indiges als private Gottheit der bäuerlichen Bevölkerung und analysiert die wissenschaftliche Debatte über seine Herkunft.

3. Bedeutungswachstum des „Sol“ – Kultes: Hier wird die zunehmende Popularisierung orientalischer Sonnenkulte und der Übergang zum Sol Invictus bis zur Regierungszeit der Severer beschrieben.

4. Der Kult des Sonnengottes unter Elagabal: Der Fokus liegt auf der radikalen, syrisch geprägten Religionspolitik Elagabals und den Gründen für den Widerstand und den finalen Sturz des Kaisers.

5. Der Sonnengott unter Aurelian: Dieses Kapitel analysiert, wie Aurelian den Kult rationalisierte, römische Elemente integrierte und ihn als politisches Instrument zur Reichseinigung nutzte.

6. Fazit: Die abschließende Synthese reflektiert die Transformation vom lokalen, privaten Kult hin zur staatlichen Ideologie und deutet zukünftige Entwicklungen zum Christentum an.

Schlüsselwörter

Sol Indiges, Sol Invictus, Römische Religion, Elagabal, Kaiser Aurelian, Religionspolitik, Historia Augusta, Synkretismus, Staatsgott, Sonnenkult, Antike, Kaiserbiographien, Emesa, Integrationspolitik, Herrschaftslegitimation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung des Sonnengott-Kultes im Römischen Reich und wie er sich vom privaten bäuerlichen Kult zur offiziellen Staatsreligion wandelte.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die religionsgeschichtlichen Anfänge in Rom, der Einfluss orientalischer Strömungen sowie die gezielte Instrumentalisierung der Religion durch die Kaiser Elagabal und Aurelian.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, warum und wie die Rolle des Sonnengottes innerhalb des römischen Staatswesens durch verschiedene Herrscher strategisch modifiziert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine chronologische Vorgehensweise, um die Entwicklung des Kultes zu dokumentieren, gestützt durch eine Analyse antiker Biographien (Historia Augusta) und fachwissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Anfänge, den Übergang zum Sol Invictus unter orientalischem Einfluss, das gescheiterte Religionsmodell Elagabals und die erfolgreiche Reform durch Aurelian.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sol Invictus, Synkretismus, staatliche Religionspolitik, kaiserliche Machtinstrumente und den historischen Wandel antiker Kultpraktiken.

Warum scheiterte die Religionspolitik von Kaiser Elagabal aus Sicht der Autorin?

Das Scheitern wird auf Elagabals fanatischen Eifer, seine mangelnde Bereitschaft zur kulturellen Integration in römische Sitten und das Ignorieren politischer Notwendigkeiten zurückgeführt.

Wie unterscheidet sich die Reformierung des Kultes unter Aurelian von der unter Elagabal?

Während Elagabal den Kult als Priester radikal und exklusiv syrisch gestaltete, agierte Aurelian als „religiöser Politiker“, der den Kult durch die Integration römischer Traditionen für das Volk akzeptabel und politisch nutzbar machte.

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Details

Title
Der Kult des Sol und Sol Invictus - Entwicklung und Funktion des Kultes bis Kaiser Aurelian
College
Ruhr-University of Bochum  (Fakultät für Geschichtswissenschaft)
Course
Hauptseminar: Religion und Kaisertum von den Severern bis zu Konstantin dem Großen
Grade
1,0
Author
Bachelor Nicole Bischoff (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V64679
ISBN (eBook)
9783638574310
ISBN (Book)
9783638664387
Language
German
Tags
Kult Invictus Entwicklung Funktion Kultes Kaiser Aurelian Hauptseminar Religion Kaisertum Severern Konstantin Großen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor Nicole Bischoff (Author), 2006, Der Kult des Sol und Sol Invictus - Entwicklung und Funktion des Kultes bis Kaiser Aurelian, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64679
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