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Kann die Krankenversicherungsreform in den Niederlanden ein Vorbild für Deutschland sein?

Title: Kann die Krankenversicherungsreform in den Niederlanden ein Vorbild für Deutschland sein?

Research Paper (undergraduate) , 2006 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefani Neckel (Author), Johannes Nohr (Author)

Economy - Health Economics
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Die demographische Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland entspricht nicht mehr den Anforderungen zur Sicherung des Systems der Gesetzlichen Krankenversicherung; immer weniger Beitragszahler und die damit betroffene Einnahmeseite müssen immer mehr Leistungsempfänger auf der Ausgabenseite finanzieren, der demographische Baum gerät in Schieflage. Mit Beibehaltung des gegenwärtigen Systems wäre der demographische Baum nur noch durch Beitragserhöhungen bzw. Leistungskürzungen zu retten. Die Niederländer standen einer ähnlichen Problematik gegenüber, der sie seit dem 01.01.2006 mit einer Gesundheitsreform entgegen zu wirken versuchen. Diese Re-form versucht genau die Problemfelder zu beseitigen, indem sie auf der Einnahmen-und der Ausgabenseite eine Standardversicherung geschaffen hat, und zusätzlich mit der Privatisierung der gesetzlichen Krankenversicherung den Wettbewerb zu beleben versucht. Die Niederlande hatte bereits in der Vergangenheit mit dem so genannten „Polder-Modell“ auf dem Arbeitsmarkt ein sehr erfolgreiches Reformprojekt gestartet. Kann dieses Land ebenfalls mit der Gesundheitsreform die Finanzierungsproblematik lösen? Ist diese Reform auch auf Deutschland übertragbar? [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problem

1.2 Ziel dieser Arbeit

1.3 Vorgehensweise

2 Reformanstöße in den Niederlanden

3 Das Gesundheitswesen in den Niederlanden vor der Reform

3.1 Die ZFW

3.2 Private Zusatzversicherung

4 Krankenversicherungsreform zum 01.01.2006

4.1 Basisversicherung

4.2 Wettbewerb

4.2.1 Krankenversicherungen

4.2.2 Honorierung der Ärzte

4.3 Fazit Krankenversicherungsreform in den Niederlanden

5 Kann die Vorgehensweise in den Niederlanden auf Deutschland übertragen werden?

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, ob die zum 01.01.2006 in Kraft getretene Krankenversicherungsreform in den Niederlanden als Vorbild für eine Reform des deutschen Systems dienen kann, um der dortigen Finanzierungsproblematik durch demografischen Wandel zu begegnen.

  • Analyse des niederländischen Gesundheitssystems vor und nach der Reform
  • Untersuchung der Mechanismen von Wettbewerb und Basisversicherung
  • Vergleich der demografischen und ökonomischen Rahmenbedingungen beider Länder
  • Diskussion der Übertragbarkeit von Reformelementen auf Deutschland
  • Bewertung von Chancen und Risiken einer Privatisierung der GKV

Auszug aus dem Buch

3 Das Gesundheitswesen in den Niederlanden vor der Reform

Der niederländische Minister für Wohlfahrt, Gesundheit und Sport (Ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport = VWS) ist für das Gesundheitswesen in den Niederlanden verantwortlich. Während der Minister VWS für die Leistungsgewährung und Beitragssätze im Gesundheitssystem die entscheidenden Richtlinien bestimmt, entscheidet das Parlament über Haushaltsfragen, die deren Finanzierung ausmachen.3

Das Gesundheitssystem in den Niederlanden vor der Reform bestand aus 3 Pfeilern Der erste Pfeiler, das sog. AWBZ (allgemeines Gesetz über außergewöhnliche Krankheitskosten) hatte als Pflichtversicherung alle Niederländer versichert und ist mit der Pflegeversicherung in Deutschland vergleichbar. Der Leistungsumfang bestand in Pflege oder Behandlung ab dem 366. Tag sowie der Kostenübernahme von Präventionsmaßnahmen wie beispielsweise Brustkrebsfrüherkennung für Frauen ab dem 50. Lebensjahr. Die Leistungserbringung durch erfolgte hier nach dem Sachleistungsprinzip.

Die Finanzierung der AWBZ erfolgte von Arbeitnehmerseite her: zuletzt wurden 10,25% des Bruttoarbeitslohnes mit der Einkommensteuer vom Arbeitgeber einbehalten und an die AFBZ, die Verteilungsverwaltung für einbehaltene AWBZ-Beiträge, abgeführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der demografischen Problematik im deutschen Gesundheitssystem und Definition des Ziels, die Übertragbarkeit der niederländischen Reform zu prüfen.

2 Reformanstöße in den Niederlanden: Historischer Rückblick auf die Entwicklung von Reformgedanken in den Niederlanden seit den 70er Jahren und die Rückkehr zum dualen System.

3 Das Gesundheitswesen in den Niederlanden vor der Reform: Beschreibung des dreipfeiligen Systems, bestehend aus AWBZ, ZFW und privaten Zusatzversicherungen.

4 Krankenversicherungsreform zum 01.01.2006: Darstellung der Einführung einer Standardversicherung, der Privatisierung der gesetzlichen Krankenversicherung und der Implementierung von Wettbewerbselementen.

5 Kann die Vorgehensweise in den Niederlanden auf Deutschland übertragen werden?: Kritische Gegenüberstellung beider Systeme unter Berücksichtigung von Beschäftigungsgrad, Kostenentwicklung und strukturellen Hindernissen.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass eine 1:1-Umsetzung nicht möglich ist, aber Wettbewerb und Eigenvorsorge zentrale Lösungsansätze darstellen.

Schlüsselwörter

Krankenversicherungsreform, Niederlande, Deutschland, Gesundheitsökonomie, Basisversicherung, Wettbewerb, Finanzierungsproblematik, demografischer Wandel, Polder-Modell, Risikostrukturausgleich, Eigenvorsorge, GKV, PKV, AWBZ, ZFW

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die niederländische Gesundheitsreform von 2006 und prüft deren Eignung als Modell für eine Reform des deutschen Gesundheitssystems.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Finanzierung des Gesundheitssystems, die Rolle des Wettbewerbs zwischen Krankenkassen, das Leistungspaket sowie die Herausforderungen durch den demografischen Wandel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ermitteln, ob die in den Niederlanden eingeführten Reformschritte, insbesondere die Privatisierung und die Kombination aus Bürgerversicherung und Gesundheitsprämie, auf das deutsche System übertragbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der das niederländische System vor und nach der Reform dem deutschen System gegenübergestellt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Struktur des niederländischen Gesundheitswesens, den Details der Reform von 2006 (Basisversicherung, Wettbewerb) und einer detaillierten Abwägung von Pro- und Contra-Argumenten für eine Übertragung auf Deutschland.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Krankenversicherungsreform, Wettbewerb, Basisversicherung, Eigenvorsorge und Risikostrukturausgleich geprägt.

Warum wird eine 1:1-Übertragung der Reform als nicht machbar eingestuft?

Aufgrund gravierender Unterschiede in der demografischen Entwicklung, der kulturellen Einstellung zur Eigenvorsorge und komplexer ökonomischer Hürden, wie den Altersrückstellungen der deutschen PKV, ist ein identischer Transfer nicht möglich.

Welche zwei zentralen Punkte identifiziert der Autor als entscheidend für den Erhalt des Gesundheitssystems?

Der Autor nennt mehr Wettbewerb unter den Krankenkassen sowie den Leistungserbringern und eine stärkere Eigenvorsorge der Versicherten als notwendige Maßnahmen für die Zukunftsfähigkeit.

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Details

Title
Kann die Krankenversicherungsreform in den Niederlanden ein Vorbild für Deutschland sein?
College
University of Hamburg  (Departement Wirtschaft und Politik Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
Course
Gesundheitsökonomie
Grade
1,0
Authors
Stefani Neckel (Author), Johannes Nohr (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V64683
ISBN (eBook)
9783638574358
ISBN (Book)
9783656300427
Language
German
Tags
Kann Krankenversicherungsreform Niederlanden Vorbild Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefani Neckel (Author), Johannes Nohr (Author), 2006, Kann die Krankenversicherungsreform in den Niederlanden ein Vorbild für Deutschland sein?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64683
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