Fernsehen im Kindesalter


Hausarbeit, 2006
25 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Medienpädagogik
2.1 Aufgaben und Ziele der Medienpädagogik
2.2 Teilgebiete der Medienpädagogik

3 Medienkompetenz

4 Mediennutzung im digitalem Zeitenalter

5 Mediennutzung von Kindern (6 bis 13 Jahre)
5.1 Mediennutzung
5.2 Medienausstattung in Familien
5.3 Medienbindung
5.4 Mediennutzungsdauer

6 Fernsehen im Kindesalter
6.1 Geschichte des Kinderfernsehens
6.2 Faszination am Fernsehen
6.3 Tägliche Nutzungsdauer des Fernsehens
6.4 Fernsehzeiten
6.5 Fernsehverständnis
6.6 Verarbeitung der Fernseherlebnisse
6.7 Lieblingssendungen
6.8 Medienhelden
6.9 Wirkung des Fernsehens
6.10 Ängste durch Fernsehen
6.11 Positive Filmeigenschaften
6.12 Gebote der Fernseherziehung
6.13 Tipps für Eltern

7 Schlussfolgerung

8 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Das Fernsehen gilt als Leitmedium der Kinder. Es wird häufig als Freizeitaktivität genutzt, welche Spaß und Unterhaltung gewährleisten soll. Deshalb ist das Fernsehen aus der Mediennutzung nicht mehr wegzudenken. Doch welche Rolle spielt das Fernsehen im Alltag der Kinder?

Genau diese Frage hat mein Interesse an dieser Thematik geweckt, da ich selbst eine Tochter habe und mich demzufolge mit dem Thema „Fernsehen im Kindesalter“ auseinandersetzen möchte. Es stellten sich mir zahlreiche Fragen, wie z. B.: Was fasziniert Kinder am Fernsehen? Wie verarbeiten Kinder Fernseherlebnisse und wie wirkt das Fernsehen auf die Kinder?

Somit soll diese Arbeit zu Beginn einen Einblick in die Medienpädagogik und die Mediennutzung gewähren. Im weiteren Verlauf liegt das Augenmerk auf dem Kinderfernsehen und dessen Geschichte sowie auf der Faszination, der Nutzung, der Verarbeitung und den Lieblingssendungen. Abschließend wird auf die Fernsehwirkung sowie die Filmeigenschaften eingegangen und es werden Tipps für die Fernseherziehung aufgegriffen.

2 Medienpädagogik

Medienpädagogik bedeutet in ihrer Begrifflichkeit die Erziehung und Bildung des Menschen und allgemeine Lernprozesse, welche ihre Gewichtung auf die Medien bzw. mediale Kommunikation legen. Von daher beschäftigt sich die Medienpädagogik mit den heranwachsenden Menschen und ihrer Fähigkeit selbstständig zu handeln sowie mit der Wirklichkeit, welche vielfältig durch Medien vermittelt und definiert wird. (Hoffmann 2003, S. 21).

2.1 Geschichte der Medienpädagogik

Medienpädagogik hat im Laufe ihrer Geschichte verschiedene Hauptrichtungen herausgebildet. Dabei etablierten sich folgende Zielkategorien: Eine präventiv-normative Medienpädagogik bzw. die Bewahrpädagogik im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, wobei das Buch und die Presse sich bei der Bevölkerung durchsetzten. Im Dritten Reich verzeichnete die Medienpädagogik einen Umbruch zur propagandistisch-indoktrinären Ausnutzung durch die Nationalsozialisten, d. h. Medien wurden vorwiegend als Propagandamittel zur Volksverhetzung eingesetzt. Hitler benutzte die Medien als Instrumente seiner Politik. Nach Ende des zweiten Weltkrieges fand ein Wandel zu der präventiv-normativen Medienpädagogik statt. Es entstand eine Bewahrpädagogik, welche auf dem vorangegangen Missbrauch der Medien beruhte, d. h. eine präventiv-normative Medienpädagogik von der Fremdbewahrung zur Selbstbewahrung. Ab Mitte der 60er Jahre entspringt die kritisch-rezeptive und emanzipatorisch-politische Medienpädagogik, d. h. eine Erziehung, die den sinnvollen Gebrauch der Medien ansteuerte. Parallel zu diesem Trend entstand die bildungstechnologisch-funktionale Medienpädagogik, welche sich mit den didaktischen Medien als Mittel unterrichtlicher Verständigungen auseinandersetzt. (Hüther/Podehl 2005, S. 116ff.). Jedoch kam der Begriff Medienpädagogik, wie er heute bekannt ist, etwa 1970 auf, wobei sich die Medienpädagogik als Disziplin selbst erst im Laufe der 70er Jahren durchsetzte. Anfangs hatte diese Pädagogik einen klaren Bezug zu den Massenmedien bzw. audiovisuellen Medien, wie Fernsehen sowie rein auditive Medien wie z. B. CD. (Hoffmann 2003, S. 22). Die heutige Medienpädagogik baut auf Handlungsorientierung und Teilnehmeraktivierung mit dem Ziel einer aktiven Mitgestaltung des öffentlichen Mediengeschehens. Dabei spielen Medien eine immer größere Rolle im Alltag und nehmen einen wachsenden Einfluss auf die Organisation und Ausübung von Bildung ein. (Hüther/Podehl 2005, S. 125ff.).

2.2 Aufgaben und Ziel der Medienpädagogik

Die Aufgaben- und Zielvorstellungen der Medienpädagogik sind gekoppelt mit bestimmten Handlungsweisen bzw. Tätigkeitsmerkmalen. Folglich wird das Ziel „kommunikative Kompetenz mit Medien“ durch das Bewahren, das Aufklären, das Wahrnehmen sowie das Handeln verfolgt.

- Bewahren
Eine bewahrpädagogische Grundhaltung geht davon aus, dass kommunikative Problemlagen durch den Zugang zu kommunikationsgefährlichen Orten und Aussagen eingegrenzt sowie verringert werden.
- Aufklären
Aufklärung soll Wissen vermitteln und ein Bewusstsein schaffen, angemessenes Handeln im Umgang mit den Medien zu entwickeln.
- Wahrnehmen
Die Sensibilisierung und Wahrnehmungsfähigkeit soll verbessert werden, d. h. die Art und Weise wie die Wahrnehmungsangebote in den Alltag bzw. die Lebenswelt integriert werden.
- Handeln
Eine handlungsorientierte Medienpädagogik soll Gestaltungsfähigkeit vermitteln, Kreativität freisetzen und Partizipation ermöglichen.

(Hoffmann 2003, S. 28ff.).

2.3 Teilgebiete der Medienpädagogik

Mediendidaktik, Medienerziehung, Medienkunde sowie Medienforschung verstehen sich als Teilgebiete der Medienpädagogik.

- Mediendidaktik
Die Mediendidaktik beschäftigt sich mit der Benutzung von Medien als Erziehungsmittel vor allem in Unterricht und Ausbildung. Folglich liegt ihr Schwerpunkt auf der Auswahl, der Gestaltung sowie des Einsatzes der Medien zur Erreichung der pädagogischen Ziele. (Hoffmann 2003, S. 24ff.).
- Medienerziehung
Medienerziehung bezeichnet pädagogisches Handeln, welches zur kritisch-reflexiven Nutzung der Medien anleiten soll. Ebenso soll eine Erziehung durch die Medien selbst stattfinden, d. h. die beabsichtigte Erziehung und Bildung durch Medien wie z. B. Unterrichtsmedien. (Schorb 2005, S. 240 ff.).
- Medienkunde
Medienkunde versteht die Vermittlung des Wissens über Medien. (Schorb 2005, S. 263f.).
- Medienforschung
Der Kern der Medienforschung ist die Frage nach dem Nutzen und der Akzeptanz der Medien und der damit verbundenen Botschaften. Durch den ständigen Zuwachs der Mediennutzung muss sich auch die Medienforschung diesem Anstieg anpassen. (Schorb 2005, 251ff.).

3 Medienkompetenz

Anton Brehm (2005, S. 60f.) bezieht sich bei der Definition des Begriffes Medienkompetenz auf die Aussagen von Roland Kohm. Dementsprechend gelten die Förderung der Entfaltungsmöglichkeiten des Individuums sowie der selbstbewusste und sozial verantwortliche Umgang mit Medien als solche. Ebenso setzt Medienkompetenz Orientierungswissen voraus, welches das Individuum befähigt, Medien bzw. die Mediennutzung kritisch zu reflektieren, wobei eine entsprechende Fähigkeit in der Wahrnehmung, Nutzung und Gestaltung als Voraussetzung gilt. Im Weiteren beinhaltet Medienkompetenz vier Dimensionen.

- Medienkritik
Die Mediennutzer sollen im Umgang mit Medien nicht nur den Anwendungsmöglichkeiten kritisch gegenüberstehen, sondern auch den Inhalten von Programmen wie z. B. beim Fernsehen. Auch beabsichtigt die Medienkritik die Fähigkeit, die Medienverhältnisse der Gesellschaft zu erfassen und auf sich selbst zu übertragen sowie deren Bedeutung für sich zu verstehen und zu bewerten.
- Medienkunde
Einerseits setzt Medienkunde Kenntnisse über die verschiedenen aktuellen Medien und deren Aufbau, Zielsetzungen sowie Funktionen voraus, andererseits beinhaltet sie Kenntnisse über die Fertigkeiten, die Medien anzuwenden.
- Mediengestaltung
Die Mediengestaltung umfasst innovative Aspekte zur inhaltlichen und technischen Veränderung und Weiterentwicklung sowie kreative Aspekte, wie die ästhetische Beurteilung eigener und fremder Medienaussagen.
- Mediennutzung
Mediennutzung bedeutet Medienangebote rezeptiv anzuwenden sowie diese zur eigenen Persönlichkeitsgestaltung effektiv zu nutzen.

(Brehm 2005, S. 60f.).

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Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Fernsehen im Kindesalter
Hochschule
Universität Erfurt  (FH-Erfurt)
Veranstaltung
Medienpädagogik
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
25
Katalognummer
V64714
ISBN (eBook)
9783638574587
ISBN (Buch)
9783638684415
Dateigröße
519 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fernsehen, Kindesalter, Medienpädagogik
Arbeit zitieren
Michael Puy (Autor), 2006, Fernsehen im Kindesalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64714

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