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Byzanz und das Reich unter Otto III. – Der byzantinische Gesandte Leon von Synada und byzantinischer Einfluß im Konflikt um den Gegenpapst Johannes Philagathos

Titel: Byzanz und das Reich unter Otto III. – Der byzantinische Gesandte Leon von Synada und byzantinischer Einfluß im Konflikt um den Gegenpapst Johannes Philagathos

Seminararbeit , 2002 , 17 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Dietmar Klumpp (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung

Im 10. Jahrhundert gab es zwei Großmächte, die das politische Bild in Europa nachhaltig prägten. Auf der einen Seite stand das Ottonische Reich, auf der anderen das Byzantinische. Nach diesen hatten sich die anderen politischen wie geistlichen Akteure zu richten. „Das gilt seit der Kaiserkrönung von 962 auch für das Papsttum, das sich dem Kaiser fügen musste, wenn es auch immer wieder dagegen aufzulehnen suchte und dadurch zum Werkzeug stadtrömischer und byzantinischer Tendenzen gemacht wurde.“1 Diese ‚stadtrömische und byzantinischen Tendenzen’ sollen den Zentralen zu untersuchenden Mittelpunkt dieser Hausarbeit darstellen und ganz konkret mit Hilfe der Briefe des byzantinischen Gesandten Leon Metropolit von Synada aufgezeigt werden. Der byzantinische Einfluß- dass es ihn gab stand nie zur Debatte- war vielleicht weitaus größer als er bisher vermutet wurde und gerade im ausgehenden 10. Jahrhundert stand das ganze Machtgefüge auf einem Scheideweg, was gerade in Rom mit dem Schisma von Philagathos deutlich wurde. Von Byzanz aus, versuchte man mit Hilfe einer „Politik des Hinterhalts“2 zu agieren.

Daher stehen die 12 Gesandtenbriefe mit der maßgeblichen, kritischen Quellenausgabe von Martha Pollard Vinson im Zentrum der Analyse. Auch die zum Teil überholte Quellenausgabe von Percy Ernst Schramm wird mit einbezogen werden. Durch den Vergleich der beiden Ausgaben fallen semantische Unterschiede auf, die nicht nur durch die verschiedenen Sprachen- Englisch und Deutsch- zu rechtfertigen sind. Dadurch sollte eine neue Bearbeitung der Quelle für die Historische Forschung in betracht gezogen werden. In gleichem Maße verhält es sich mit einem umfassenden Werk über die Gesandtschaft Leons, das bis zum heutigen Tag noch nicht geschaffen worden ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Situation in Rom

3. Die Gesandtschaft

4. Das Schisma und der byzantinische Einfluß

5. Die Schicksale von Crescentius und Philagathos

6. Zusammenfassung

7. Literaturliste

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den byzantinischen Einfluss auf die politischen Verhältnisse in Rom während des ausgehenden 10. Jahrhunderts, wobei der Fokus auf den diplomatischen Aktivitäten des Gesandten Leon von Synada im Kontext des Schismas um den Gegenpapst Johannes Philagathos liegt.

  • Analyse des diplomatischen Einflusses von Byzanz auf das Ottonische Reich.
  • Untersuchung der Rolle des Gesandten Leon von Synada anhand seiner Briefkorrespondenz.
  • Betrachtung der Machtkämpfe zwischen dem römischen Adel (Crescentier) und dem Kaiser.
  • Kritischer Vergleich der Quellenausgaben von Vinson und Schramm.
  • Erörterung der Hintergründe und Folgen des Schismas um Johannes Philagathos.

Auszug aus dem Buch

4. Das Schisma und der byzantinische Einfluß

Ende 996 kamen die beiden Legaten in Italien an. Philagathos reiste, dem schon wegen gesundheitlichen Gründen nach Deutschland aufgebrochen Kaiser nach, ob er direkt im Kontakt mit dem Kaiser stand ist ungewiss, doch stand er mit ihm in Verbindung und war um korrekte Berichterstattung bemüht. Seine Reise führte in nach Norditalien, entweder über Nonantola oder Piacenza und kehrte danach nach Rom zurück. Ganz anders verlief die Reise für Leon. Er suchte nicht den Kontakt mit dem Kaiser, sondern begab sich direkt nach Rom zu Crescentius. Dort fand Leon eine „verwaiste“ Stadt vor und schrieb im Frühjahr 997 an den Patriarchen Sisinnios II. von Konstantinopel- nach Basileus der wichtigste Mann in Byzanz- „Rome is under the hands and feet of our great and exalted emperor, [...] – I myself was the instrument while he guided the heart of her ruler Crescentius- and wishing to do this through me.“ . Anscheinend war Leon selbst zusammen mit Crescentius aktiv geworden, indem er gedachte Rom der Herrschaft der Sachsen wieder zu entreißen. „ [...], Wobei er unzweifelhaft die Direktiven, die ihm in Konstantinopel erteilt worden waren, weit überschritt.“ Denn Crescentius bedurfte jetzt eines mächtigen Partners. Diese Chance bot ihm wahrscheinlich Leon, der eigenmächtig seine intriganten Machenschaften weiter forcierte, und ein Bündnis zwischen dem von Crescentius griechisch geführten Rom und Byzanz zu vermitteln suchte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die machtpolitische Situation im 10. Jahrhundert dar und definiert die Zielsetzung, den byzantinischen Einfluss anhand der Briefe des Leon von Synada zu untersuchen.

2. Die Situation in Rom: Dieses Kapitel erläutert die Etablierung des Adelsgeschlechts der Crescentiner und deren Spannungsverhältnis zu den ottonischen Kaisern.

3. Die Gesandtschaft: Hier wird der Hintergrund von Johannes Philagathos beleuchtet und der diplomatische Auftrag beschrieben, eine byzantinische Prinzessin für Otto III. zu gewinnen.

4. Das Schisma und der byzantinische Einfluß: Das Kapitel analysiert die Aktivitäten des Legaten Leon in Rom und seine Versuche, den Crescentiern zu mehr Macht zu verhelfen.

5. Die Schicksale von Crescentius und Philagathos: Die Untersuchung befasst sich mit den Strafmaßnahmen gegen den Gegenpapst Philagathos sowie mit dem Ende des Crescentius und deren politischer Einordnung.

6. Zusammenfassung: Abschließend wird das Scheitern der diplomatischen Pläne reflektiert und die Rolle Roms als Spielball zwischen den Großmächten sowie der zunehmende Einfluss des Stadtadels hervorgehoben.

7. Literaturliste: Die Literaturliste bietet einen Überblick über die verwendeten Quellenausgaben und die wissenschaftliche Fachliteratur zum Thema.

Schlüsselwörter

Otto III., Rom, Byzanz, Leon von Synada, Johannes Philagathos, Crescentier, Schisma, Diplomatie, Ottonen, Basileios II., Mittelalter, Gegenpapst, Machtpolitik, Kirchengeschichte, Gesandtschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle Byzanz' und der Aktivitäten des Gesandten Leon von Synada im Konflikt um den Gegenpapst Johannes Philagathos während der Regierungszeit Ottos III.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Zentrale Themen sind die ottonische Italienpolitik, das Schisma in Rom, der byzantinische Einfluss auf den römischen Adel und die Analyse der Gesandtenbriefe des Leon von Synada.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie groß der byzantinische Einfluss im Konflikt um den Gegenpapst Johannes Philagathos tatsächlich war und inwieweit die Briefe des Gesandten Leon von Synada neue Erkenntnisse hierüber liefern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit stützt sich primär auf die kritische Analyse und den Vergleich von Quellenausgaben (Vinson und Schramm) sowie die Auswertung historischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die politische Situation in Rom, den diplomatischen Ablauf der Gesandtschaft, das Schisma sowie die Schicksale der Akteure Philagathos und Crescentius nach der Rückkehr Ottos III.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Byzanz, Otto III., Schisma, Diplomatie und den byzantinischen Einfluss auf das mittelalterliche Machtgefüge in Rom definiert.

Welche Rolle spielt Abt Nilus in dem Konflikt?

Abt Nilus greift als Unterstützer seines Landsmannes Philagathos aktiv ein, indem er versucht, Kaiser und Papst zur Milde zu bewegen, scheitert jedoch mit seinem Bittgesuch.

Warum lehnte Byzanz ein klares Bündnis mit Crescentius ab?

Basileios II. war durch Feldzüge gegen Bulgaren und Bedrohungen durch Sarazenen gebunden und verfolgte eine Hinhaltetaktik, um sich alle diplomatischen Optionen offen zu halten.

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Details

Titel
Byzanz und das Reich unter Otto III. – Der byzantinische Gesandte Leon von Synada und byzantinischer Einfluß im Konflikt um den Gegenpapst Johannes Philagathos
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
2,7
Autor
Dietmar Klumpp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
17
Katalognummer
V64736
ISBN (eBook)
9783638574785
ISBN (Buch)
9783638770958
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Byzanz Reich Otto Gesandte Leon Synada Einfluß Konflikt Gegenpapst Johannes Philagathos
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dietmar Klumpp (Autor:in), 2002, Byzanz und das Reich unter Otto III. – Der byzantinische Gesandte Leon von Synada und byzantinischer Einfluß im Konflikt um den Gegenpapst Johannes Philagathos, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64736
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Leseprobe aus  17  Seiten
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