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Kaufsucht. Ursachen des Kaufszwanges und Präventionsmöglichkeiten

Title: Kaufsucht. Ursachen des Kaufszwanges und Präventionsmöglichkeiten

Seminar Paper , 2006 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Monika Schattenkirchner (Author)

Social Work
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Die Kaufsucht ist unter den psychischen Störungen ein noch sehr neues und relativ unerforschtes Phänomen. Deutlich wird dies bereits an seiner Begrifflichkeit.

Die Kaufsucht erscheint als klassifizierte Sucht in keinem der beiden bedeutendsten Nachschlagewerke für psychische Störungen - weder in der aktuellen Ausgabe von ICD (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) noch in DSM (Diagnostisches und Statistisches Manual psychischer Störungen).

Der Begriff „Kaufsucht“ ist kein wissenschaftlich fundierter Begriff. Neben ihm bestehen Bezeichnungen, wie krankhafter Kauftrieb oder Oniomanie1; Kaufzwang, Kaufwut, krankhafte Kauflust, krankhafte Kaufsucht, triebhafte Kaufsucht, anfallsweises Einkaufen oder sogar Kaufrausch2.

Mit letzterem verbinden wohl die wenigsten von uns eine ernst zu nehmende Krankheit, wie auch der Artikel aus „Der Spiegel“ vom 28. Juni 2006 mit seinem Slogan „Die Deutschen sind im Kaufrausch“3 erkennen lässt.

Was hier lapidar klingen mag, wird im Folgenden näher erklärt.

Nachfolgende Seiten handeln von der „Krankheit“ „Kaufsucht“ an sich, von deren Verbreitung in unserer Gesellschaft und ihren Komorbiditäten, sowie von den präventiven Methoden, die die Sozialarbeit bereits im Kindes- und Jugendalter einsetzen kann, um diesem Problem zu begegnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Der „Begriff“ der Kaufsucht

B. Die Kaufsucht als ein relativ neues Phänomen

I. Inhaltliche Darstellung der Kaufsucht

1. Definition und Phänomenologie

2. Ursachen des Kaufens

3. Epidemiologie in den alten und neuen Bundesländern

4. Funktion des Kaufens

II. Unterschied zu Sucht und Zwang

1. Merkmale einer Sucht (Abhängigkeitssyndrom)

2. Merkmale einer Zwangsstörung

III. Komorbidität. Substanzstörung – Angst – Depression

1. Substanzstörung

2. Angst

3. Depression

IV. Praxisumsetzung im Bereich Sozialpädagogik –Methoden des Sozialarbeiters-

1. Soziale Einzelfallhilfe

2. Soziale Gruppenarbeit

V. Präventionsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche

1. Jugendämter

2. Werbung und Erziehung

C. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Studienarbeit untersucht das Phänomen der Kaufsucht als psychisches Störungsbild und beleuchtet dessen Verbreitung, Ursachen sowie die notwendigen sozialpädagogischen Interventions- und Präventionsstrategien.

  • Begriffsbestimmung und Einordnung der Kaufsucht im Kontext von Sucht- und Zwangserkrankungen.
  • Analyse der Ursachen, Funktionen und epidemiologischen Daten des Kaufverhaltens.
  • Untersuchung komorbider Störungen wie Substanzmissbrauch, Angst und Depression.
  • Darstellung sozialpädagogischer Methoden wie Schuldnerberatung und Selbsthilfegruppen.
  • Diskussion präventiver Ansätze für Kinder und Jugendliche unter Berücksichtigung von Werbung und Erziehung.

Auszug aus dem Buch

1. Definition und Phänomenologie

Das Störungsbild „Kaufsucht“ wird von Grüsser und Thalemann definiert als „…wiederholt auftretendes, impulsives und exzessives Kaufen von Dingen, die nicht unbedingt gebraucht werden“5, mit dem Ziel seinen Kaufdrang zu befriedigen.

Weitere Merkmale der Kaufsucht sind:

o innerer Druck, der erst beim Kauf der Ware endet

o vergebliche Versuche, dem Kaufimpuls zu widerstehen

o kurzzeitiges Gefühl der Entlastung oder Glücksgefühl6

Bei Kaufsüchtigen besitzt jedoch nicht, wie vielleicht anzunehmen, die gekaufte Ware, sondern stets der Kaufakt an sich Suchtpotential. Gekauft werden nicht (nur) Gegenstände, die tatsächlich gebraucht werden.

Jedoch ist mit zunehmender Abhängigkeit ein Kaufmuster nicht selten, um die Störung unter anderem vor den Familienmitgliedern, Freunden etc. zu verschleiern; ähnlich wie bei den bekannteren Verhaltenssüchten z. B. der Essstörung. Die Möglichkeiten solch einer Verschleierung reichen von Gründen, wie dem Gefühl Geld gespart zu haben bis hin zu dem Gedanken, somit seine Unabhängigkeit zu beweisen, da das Geld beispielsweise selbst verdient und somit auch der Verwendungszweck frei wählbar ist.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Der „Begriff“ der Kaufsucht: Einführung in das Phänomen Kaufsucht als wenig erforschte psychische Störung und Diskussion der begrifflichen Problematik.

B. Die Kaufsucht als ein relativ neues Phänomen: Abgrenzung und begriffliche Einordnung des Störungsbildes in der wissenschaftlichen Literatur.

I. Inhaltliche Darstellung der Kaufsucht: Detaillierte Definition, Ursachenanalyse sowie eine epidemiologische Bestandsaufnahme.

II. Unterschied zu Sucht und Zwang: Klassifikation der Kaufsucht als Verhaltenssucht durch Vergleich mit gängigen Suchtkriterien und Zwangssymptomatiken.

III. Komorbidität. Substanzstörung – Angst – Depression: Betrachtung häufig auftretender Begleiterkrankungen und deren Wechselwirkung mit dem Kaufzwang.

IV. Praxisumsetzung im Bereich Sozialpädagogik –Methoden des Sozialarbeiters-: Vorstellung praktischer Hilfsangebote wie Schuldnerberatung und Gruppenarbeit zur Unterstützung Betroffener.

V. Präventionsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche: Erörterung der Rolle von Jugendämtern, Werbung und Erziehung bei der frühzeitigen Vorbeugung von Kaufsucht.

C. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der aktuellen Forschungslage und Forderung nach stärkerer Öffnung sozialer Einrichtungen für neue Verhaltenssüchte.

Schlüsselwörter

Kaufsucht, Oniomanie, Verhaltenssucht, Impulskontrollstörung, Kaufrausch, Komorbidität, Schuldnerberatung, Prävention, Sozialpädagogik, Selbstwertgefühl, Kaufverhalten, Suchtberatung, Konsum, Jugendliche, psychische Störungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Kaufsucht als einem psychischen Störungsbild und untersucht dessen Verbreitung sowie die Möglichkeiten der sozialpädagogischen Intervention.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Schwerpunkten gehören die Definition, die psychologischen Ursachen, die Abgrenzung zu anderen Suchtformen sowie Präventionsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Ziel ist es, das Krankheitsbild der Kaufsucht zu beleuchten und Wege aufzuzeigen, wie Betroffene durch soziale Arbeit unterstützt werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung klinischer Studien zu Verhaltenssüchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Darstellung, die Abgrenzung von Sucht und Zwang, die Untersuchung von Komorbiditäten sowie praktische Methoden für Sozialarbeiter.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind Kaufsucht, Impulskontrollstörung, Verhaltenssucht, Sozialpädagogik und Prävention.

Warum fällt es Betroffenen oft schwer, Hilfe zu suchen?

Die Scham sowie die Möglichkeiten der Verschleierung des Kaufverhaltens, etwa gegenüber der Familie, verzögern den Entschluss, sich in professionelle Beratung zu begeben.

Welche Rolle spielt das Selbstwertgefühl bei der Entstehung von Kaufsucht?

Ein mangelndes Selbstwertgefühl, oft begründet in Erfahrungen aus der Kindheit, führt dazu, dass der Kaufakt als Kompensation für innere Leere und zur Stimmungsaufhellung dient.

Warum ist die Prävention im Jugendalter so bedeutend?

Jugendliche sind aufgrund ihres Kaufverhaltens und der Konfrontation mit Konsumdruck besonders gefährdet, weshalb eine werteorientierte Erziehung und Aufklärung entscheidend sind.

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Details

Title
Kaufsucht. Ursachen des Kaufszwanges und Präventionsmöglichkeiten
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Course
Abhängigkeit-Depression-Angst
Grade
2,0
Author
Monika Schattenkirchner (Author)
Publication Year
2006
Pages
26
Catalog Number
V64757
ISBN (eBook)
9783638574914
ISBN (Book)
9783640527717
Language
German
Tags
Kaufsucht Abhängigkeit-Depression-Angst Kaufzwang Sucht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monika Schattenkirchner (Author), 2006, Kaufsucht. Ursachen des Kaufszwanges und Präventionsmöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64757
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