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Das Münchener Motivationstraining

Title: Das Münchener Motivationstraining

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Peter Hauptman (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Wenn man sich einen Überblick über die Literatur zur Förderung der Lernmotivation verschafft, bekommt man den Eindruck, dass es eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Intervention gibt. Die Menge der erprobten und untersuchten Singulärmaßnahmen zu diesem Thema ist zahlreich.
Das Problem besteht allerdings darin, dass diese singulären Motivationsfördermaßnahmen nur selten durch so wichtige Evaluationskriterien wie Placebo- und Kontrollgruppen untermauert sind. Ein weiteres Problem in Hinblick auf ihre Wirksamkeit stellt die limitierte Reichweite dar. Mit limitierter Reichweite ist die willkürliche Kombination der einzelnen Maßnahmen, die mangelnde Berücksichtigung der Person- Situation- Interaktion und das Versäumnis motivationshemmende Faktoren begleitend auszuschalten gemeint.
Daher ist eine Gesamtkonzeption zur Motivationsförderung im Lernprozess gefragt, die nicht nur einseitig wirkt, sondern alle Details der schulischen Motivation anspricht. Als solch „... eine integrative Gesamtkonzeption zur Verbesserung der Motivation zum selbstregulierten Lernen von Schülern und Schülerinnen versteht“ sich das Münchener Motivationstraining (MMT).

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

3. Die Förderziele des MMT

4. Die Trainingsinhalte des MMT

4.1. Explizite Trainingsinhalte

4.2. Implizite Trainingsinhalte

5. Der Trainingsablauf

6. Schlussbetrachtung

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Münchner Motivationstraining (MMT) auseinander, um dessen theoretische Fundierung, didaktische Struktur und Wirksamkeit im schulischen Kontext zu beleuchten. Das primäre Ziel besteht darin, das MMT als integrative Gesamtkonzeption zur Förderung selbstregulierten Lernens vorzustellen und die zentrale Forschungsfrage zu beantworten, wie motivationale Faktoren durch eine Kombination psychologischer Theorien gezielt im Unterrichtsalltag unterstützt werden können.

  • Integration verschiedener motivationspsychologischer Theorien (Handlungsphasenmodell, Motivations-Prozess-Modell, Self-Determination Theory).
  • Differenzierung zwischen expliziten und impliziten Trainingsinhalten im MMT.
  • Analyse des Trainingsablaufs anhand von Evaluationsstudien im Mathematikunterricht.
  • Bedeutung der sozialen Einbettung und Tutorenbegleitung für den Lernprozess.
  • Transfermöglichkeiten des Trainings auf den allgemeinen Schulalltag.

Auszug aus dem Buch

3. Die Förderziele des MMT

Das MMT basiert auf der Voraussetzung, dass einzelne Fördermaßnahmen, die jeweils immer nur ein motivationsrelevantes Merkmal ansprechen, auch nur einfach wirken. Grund für diese Annahme ist die Gesamtheit aller Merkmale und die Vernetztheit psychischer Prozesse. Ein Beispiel: Es ist nicht sehr sinnvoll Schülern die im MMT vorgesehenen, selbstregulierten Lernprozesse in Form bestimmter Zielsetzungen zu vermitteln, ohne sie vorher zu befähigen zielführende Handlungsprozesse zu initiieren, zu planen und durchzuführen. Des Weiteren müssen diese Zielsetzungen an die Bedürfnisstruktur der Schüler angepasst werden. Da es noch keine motivationspsychologische Theorie gibt, die alle diese Forderungen berücksichtigt, wählten SCHOBER u. ZIEGLER (2001) ein eklektizistisches Vorgehen. Das heißt es gibt keine neue Theorie, sondern man nutzt bestehende Theorien und kombiniert diese. Im Fall des Münchener Motivationstrainings wurden drei bestehende Theorien kombiniert, die die Handlungsebene, Zielorientierung und Bedürfnisebene der Schüler berücksichtigen.

Die erste Theorie, die für das MMT genutzt wurde, war das Handlungsphasenmodell von HECKHAUSEN (1989) und seinen Mitarbeitern. Das Handlungsphasenmodell beschreibt den gesamten Handlungsprozess von der Abwägphase über die Handlungsplanung und Handlungsdurchführung bis zur Auswertung der Handlung. Das Modell gibt damit für die Handlungsebene konkrete Förderziele vor:

(1) Handlungsanreiz

(2) Erfolgserwartung

(3) Handlungsplanung

(4) Handlungsdurchführung

(5) Handlungsevaluation.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit einer integrativen Gesamtkonzeption zur Motivationsförderung, da isolierte Maßnahmen oft in ihrer Wirksamkeit limitiert sind.

2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden drei wesentliche Trends der Motivationsforschung der 90er-Jahre aufgezeigt, die die Grundlage für die Entwicklung des MMT bilden.

3. Die Förderziele des MMT: Das Kapitel beschreibt den eklektizistischen Ansatz des MMT, der drei psychologische Theorien vereint, um zehn spezifische Förderziele abzuleiten.

4. Die Trainingsinhalte des MMT: Es erfolgt eine Unterscheidung zwischen expliziten Inhalten, die aktiv erarbeitet werden, und impliziten Maßnahmen, die durch das Trainingssetting selbst wirken.

5. Der Trainingsablauf: Anhand einer Evaluationsstudie wird die praktische Umsetzung des Trainings in zehn Doppelsitzungen detailliert dargestellt.

6. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die belegte Wirksamkeit des Trainings zusammen und diskutiert die Anpassbarkeit des MMT an individuelle schulische Bedingungen.

7. Literatur: Auflistung der verwendeten Fachquellen.

Schlüsselwörter

Münchner Motivationstraining, MMT, Lernmotivation, selbstreguliertes Lernen, Motivationsförderung, Handlungsphasenmodell, Motivations-Prozess-Modell, Self-Determination Theory, Schüler, Mathematikunterricht, Trainingsinhalte, Interventionskonzept, Evaluation, Handlungsebene, Bedürfnisorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Münchner Motivationstraining (MMT) als einem wissenschaftlich fundierten, integrativen Konzept zur Förderung von Lern- und Leistungsmotivation bei Schülern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretische Herleitung der Förderziele, die didaktische Unterscheidung von expliziten und impliziten Trainingsinhalten sowie die praktische Durchführung des Trainings im Fach Mathematik.

Welches Ziel verfolgt das MMT?

Das primäre Ziel ist die Unterstützung selbstregulierter Lernprozesse, indem kognitive Maßnahmen in eine soziale Lernumgebung eingebettet werden.

Welche wissenschaftliche Methode liegt dem Training zugrunde?

Das MMT nutzt ein eklektizistisches Vorgehen, das zentrale Erkenntnisse aus dem Handlungsphasenmodell, dem Motivations-Prozess-Modell und der Self-Determination Theory kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Fundierung, die detaillierte Aufschlüsselung der Trainingsinhalte in explizite und implizite Komponenten sowie die Beschreibung des konkreten Ablaufs der Sitzungen.

Was charakterisiert das MMT maßgeblich?

Das Training zeichnet sich durch die Berücksichtigung von Handlungsebene, Zielebene und Bedürfnisebene sowie die enge Tutorenbegleitung und Rückmeldung an die Schüler aus.

Wie wirkt sich die Unterscheidung zwischen expliziten und impliziten Inhalten aus?

Während explizite Inhalte durch direkte Erarbeitung (z.B. Lernstrategien) bewusstes Wissen schaffen, werden implizite Inhalte durch das Setting selbst (z.B. soziale Eingebundenheit) prozessbegleitend gefördert.

Ist das MMT auf andere Fächer übertragbar?

Der Autor betont, dass die Übertragbarkeit möglich ist, solange der Lehrer das Konzept an seinen Lehrstil und die spezifischen Charakteristika seiner Schüler anpasst.

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Details

Title
Das Münchener Motivationstraining
College
Humboldt-University of Berlin
Course
Lern- und Leistungsmotivation in der Schule
Grade
1,0
Author
Peter Hauptman (Author)
Publication Year
2004
Pages
13
Catalog Number
V64792
ISBN (eBook)
9783638575171
ISBN (Book)
9783656786948
Language
German
Tags
Münchener Motivationstraining Lern- Leistungsmotivation Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Hauptman (Author), 2004, Das Münchener Motivationstraining, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64792
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