Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

Zu: Montesquieu "Vom Geist der Gesetze" - Die Aufteilung in drei Staatsformen

Title: Zu: Montesquieu "Vom Geist der Gesetze" - Die Aufteilung in drei Staatsformen

Presentation (Elaboration) , 2006 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Linda Weidner (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Charles Louis de Sécondat Baron de la Bréde et de Montesquieu wurde am 18.01.1689 auf Schloß de la Bréde bei Bordeaux geboren. Er gilt in der Geschichte des politischen Denkens als der weitaus bedeutendste und reinste staatsphilosophische Vertreter der Aufklärung. Er hat die Theorie John Lockes weiterentwickelt; insbesondere die Freiheits- und Gewaltenteilungslehre. Obwohl man diese Lehre ja schon bei Locke vorfand, gilt Montesquieu als der Klassiker der Gewaltenteilungslehre.
Sein Werk nur darauf zu beschränken, wäre jedoch eine erhebliche Verkürzung seines Denkens.
In vielerlei Hinsicht gilt er als anregender Denker und war auch literarisch sehr erfolgreich. Vor allem muss seine umfassende Theorie der „gemäßigten Regierungsformen“ hervorgehoben werden. In seinem Werk „De l´Esprit des Lois“ (Vom Geist der Gesetze) ist sein Haupanliegen die Gegenüberstellung von Despotie und gemäßigter Regierungsweise. Montesquieu ist hierbei der Auffassung, dass es kein überall anzuwendendes „bestes System“ gibt, sonder, dass diejenigen politischen Systeme jeweils am besten sind, die „optimal den Dispositionen eines Volkes entsprechen, für das sie geschaffen wurden“.
Montesquieu war ein politischer Philosoph, der als erster die Trennung von Staat und Rechtssprechung forderte, sich für die Menschenrechte aussprach und die Welt und das menschliche Miteinander darin in drei Systeme eingeteilt hat. Dazu zählen Demokratie mit dem Prinzip Gemeinwohl, die Monarchie mit dem Prinzip Ehre und die Despotie mit dem Prinzip Angst.
Ohne Montesquieu gäbe es nicht nur keine amerikanische Unabhängigkeiterklärung und keine Erklärung der Menschenrechte, sondern auch kein Grundgesetz.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was sind Gesetze?

3. Die Natur der Regierungsformen und ihre Gesetze

3.1 Die Republik

3.1.1 Gesetze der demokratischen Republik

3.1.3 Gesetze der aristokratischen Republik

3.2 Die Gesetze der Monarchie

3.3 Die Gesetze der Despotie

4. Prinzipien der Regierungsformen

4.1 Tugend – Prinzip der Demokratie

4.2 Mäßigung – Prinzip der Aristokratie

4.3 Ehre – Prinzip der Monarchie

4.4 Furcht – Prinzip der Despotie

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit Montesquieus Hauptwerk „Vom Geist der Gesetze“ auseinander, um die von ihm identifizierten drei Staatsformen sowie deren zugrunde liegende Natur und Prinzipien detailliert zu analysieren und deren Bedeutung für das politische Denken einzuordnen.

  • Systematisierung der drei Regierungsformen: Demokratie, Aristokratie, Monarchie und Despotie.
  • Untersuchung der Bedeutung von Gesetzen und deren Anpassung an gesellschaftliche Bedingungen.
  • Herausarbeitung der spezifischen Antriebskräfte (Tugend, Mäßigung, Ehre, Furcht) pro Regierungsform.
  • Gegenüberstellung von Despotie und gemäßigten Regierungsweisen.
  • Bedeutung der Gewaltenteilung und deren Bezug zum institutionellen Schutz vor Totalitarismus.

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Gesetze der Despotie

Hier gibt es einen alleinigen Herrscher, der nach seinen Launen und seinem eigenen Willen regiert. Es herrscht die reine Willkür. Das Volk sind die Untertanen oder auch Sklaven. Montesquieu zieht die Despotie stets als Negativbild in Abgrenzung zu den gemäßigten Regierungsformen heran. „Die Despotie ist eine Herrschaft, die nur sich selbst und der selbst festgelegten Staatsräson verantwortlich ist. Sie ist daher eine schrecklich verabscheuungswürdige Herrschaft“ (Schwan 1991: 214).

Montesquieu beschreibt sie als eine orientalische Staatform, die zum Beispiel einen Sultan als höchsten Verwaltungsbeamten und Leiter der königlichen Politik hat. Ein solcher Herrscher, der davon überzeugt ist, er sei alles und alle anderen seien nichts, ist faul, unwissend, genusssüchtig und kümmert sich nicht um wichtige Staatsgeschäfte. Wenn er die Aufgabe jedoch mehreren übergeben würde, dann könnte es schnell zu Streitigkeiten und deswegen überträgt er sie einem Vezir, der dadurch die gleiche Macht erhält wie er selbst. Es ist ein Grundgesetz der Despotie, einen Vezir einzusetzen (vgl. Oberdörfer/Rosenzweig 2000: 286).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Person Montesquieu sowie dessen Bedeutung als Klassiker der Gewaltenteilungslehre und seine Theorie der gemäßigten Regierungsformen.

2. Was sind Gesetze?: Erläuterung des Gesetzesbegriffs als notwendige Beziehungen, die sich aus der Natur der Dinge ergeben, und die Unterscheidung zwischen physischen und vernunftbegabten Welten.

3. Die Natur der Regierungsformen und ihre Gesetze: Einordnung der verschiedenen Regierungsformen in die Kategorien Republik, Monarchie und Despotie sowie deren spezifische gesetzliche Ausgestaltung.

3.1 Die Republik: Definition der Republik als Herrschaft des Volkes oder eines Teils davon.

3.1.1 Gesetze der demokratischen Republik: Analyse der Demokratie, in der das Volk die höchste Gewalt innehat, einschließlich der Wahl von Ministern und der Bedeutung der Einteilung in Klassen.

3.1.3 Gesetze der aristokratischen Republik: Kurze Betrachtung der Aristokratie, bei der die Gewalt in den Händen weniger liegt und die Gefahr des Machtmissbrauchs besteht.

3.2 Die Gesetze der Monarchie: Beschreibung der Monarchie als durch fest bestimmte Gesetze gelenkte Herrschaft, die durch intermediäre Gewalten wie den Adel vermittelt wird.

3.3 Die Gesetze der Despotie: Darstellung der Despotie als von Willkür geprägtes Negativmodell, in dem ein einzelner Herrscher ohne Gesetze agiert.

4. Prinzipien der Regierungsformen: Einführung in die Prinzipien als notwendige Triebkräfte, die das Handeln innerhalb der Regierungsformen motivieren.

4.1 Tugend – Prinzip der Demokratie: Tugend als Liebe zur Republik und Ausdruck aktiver politischer Beteiligung der Bürger.

4.2 Mäßigung – Prinzip der Aristokratie: Mäßigung als notwendige Selbstbeschränkung der Adligen, um die soziale Ordnung aufrechtzuerhalten.

4.3 Ehre – Prinzip der Monarchie: Ehre als Streben nach Prestige und Auszeichnung, das das Handeln auf das Gemeinwohl ausrichtet.

4.4 Furcht – Prinzip der Despotie: Furcht als einzige Triebkraft, die jeglichen Widerstand und Ehrgeiz unterdrückt.

5. Fazit: Zusammenfassende Würdigung von Montesquieu als Philosoph, der durch sein Modell der Gewaltentrennung grundlegend zum modernen Verfassungsstaat beitrug.

Schlüsselwörter

Montesquieu, Vom Geist der Gesetze, Regierungsformen, Demokratie, Aristokratie, Monarchie, Despotie, Gewaltenteilung, Tugend, Ehre, Furcht, Staatsphilosophie, Aufklärung, Natur der Dinge, Verfassungsrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht Montesquieus Werk „Vom Geist der Gesetze“ und analysiert seine Systematisierung der verschiedenen Regierungsformen sowie deren grundlegende Strukturen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Die Themenfelder umfassen die Definition und Bedeutung von Gesetzen, die Natur der Regierungsformen (Republik, Monarchie, Despotie) und die diesen jeweils zugrunde liegenden Prinzipien wie Tugend oder Furcht.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, wie Montesquieu die Regierungsformen definiert, welche Rolle Gesetze in diesen Systemen spielen und durch welche Antriebskräfte das politische Handeln in den verschiedenen Staatsformen bestimmt wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche und ideengeschichtliche Literaturanalyse des Hauptwerkes von Montesquieu unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur.

Was steht im Hauptteil der Untersuchung im Mittelpunkt?

Im Hauptteil werden detailliert die drei Regierungsformen in ihrer „Natur“ und ihren „Prinzipien“ untersucht, um die Unterschiede zwischen demokratischen, aristokratischen, monarchischen und despotischen Strukturen aufzuzeigen.

Was sind die prägenden Schlüsselbegriffe dieser Analyse?

Zentrale Begriffe sind neben der Gewaltenteilung insbesondere die „Natur der Dinge“, die drei Staatsformen, die Tugend als republikanisches Prinzip, die Ehre in der Monarchie und die Furcht in der Despotie.

Warum betont Montesquieu die Bedeutung der Gesetze in der Despotie?

In der Despotie wird gerade die Abwesenheit von geltenden Gesetzen hervorgehoben, da der Herrscher nach Willkür handelt; das einzige „Grundgesetz“ ist hier die Einsetzung eines Vezirs zur Machtausübung.

Welche Rolle spielt die „Tugend“ in Montesquieus Demokratiemodell?

Die Tugend wird als Liebe zur Republik definiert; sie ist die aktive, politische Haltung der Bürger, die zur Wahrung der Volkssouveränität und der Verfassung zwingend erforderlich ist.

Welches Fazit zieht die Arbeit über die Bedeutung Montesquieus heute?

Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Montesquieus Modell der Gewaltentrennung trotz historischer Veränderungen weiterhin eine essenzielle Grundlage moderner Institutionen und ein notwendiger Schutz gegen Totalitarismus ist.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Zu: Montesquieu "Vom Geist der Gesetze" - Die Aufteilung in drei Staatsformen
College
University of Koblenz-Landau
Grade
2,0
Author
Linda Weidner (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V64814
ISBN (eBook)
9783638575348
ISBN (Book)
9783638938877
Language
German
Tags
Montesquieu Geist Gesetze Aufteilung Staatsformen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Linda Weidner (Author), 2006, Zu: Montesquieu "Vom Geist der Gesetze" - Die Aufteilung in drei Staatsformen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64814
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint