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Oligopole als wettbewerbspolitisches Problem

Title: Oligopole als wettbewerbspolitisches Problem

Seminar Paper , 2006 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Stephan Schmidt (Author)

Economy - Theory of Competition, Competition Policy
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Das Oligopol ist in der heutigen Wirtschaft sehr präsent, denn es stellt die am häufigsten beobachtbare Marktform dar. Aufgrund seiner Besonderheiten ergeben sich jedoch Probleme, die teilweise zu erhöhten Preisen für die Verbraucher und damit zu Wohlfahrtsverlusten führen. Die vorliegende Arbeit vermittelt einen Eindruck der unterschiedlichen Problemfelder des Oligopols und veranschaulicht diese anhand einiger Beispiele aus der Praxis. Insbesondere zeigt diese Arbeit die Schwierigkeiten, die sich für die Wettbewerbspolitik und -behörden bei der Beseitigung der Oliopol-Problematik ergeben. Der Ablauf der Arbeit ist wie folgt: Im zweiten Kapitel erfolgen zunächst eine Marktabgrenzung und eine Definition des Oligopols. Das dritte Kapitel behandelt die theoretischen Modelle der Preisbildung im Oligopol und veranschaulicht diesbezüglich mehrere Ansätze. Im vierten Teil werden die Begriffe Markmacht und Konzentration näher beleuchtet und eine Einschätzung der Auswirkungen auf den Markt dargestellt. Möglichkeiten der Messung von Konzentration und Missbrauch der Marktmacht werden ebenfalls erläutert. Das fünfte Kapitel gibt einen Überblick über Kooperationsformen im Oligopol, erlaubte und unerlaubte Absprachen, und geht noch einmal explizit auf die Preisführerschaft ein. Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse dieser Arbeit diskutiert, zudem wird ein Blick auf die Zukunft der Wirtschaftpolitik für das Oligopol geworfen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff des Oligopols

3. Theorien zur Preisbildung im Oligopol

3.1. Homogener Markt

3.1.1. Mengenwettbewerb

3.1.2. Preiswettbewerb

3.2. Heterogener Markt

4. Marktmacht und Konzentration

4.1. Begriff und Messung der Konzentration

4.2. Fusionen und Auswirkungen der Konzentration

4.3. Marktmacht und Marktmachtmissbrauch

5. Kooperationen im Oligopol

5.1. Arten der Absprachen und Auswirkungen

5.2. Preisführerschaft

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomische Problematik von Oligopolen, da diese Marktform häufig zu erhöhten Preisen und damit zu Wohlfahrtsverlusten für Verbraucher führt. Ziel ist es, die Schwierigkeiten aufzuzeigen, denen sich die Wettbewerbspolitik und -behörden bei der Identifizierung und Beseitigung wettbewerbswidrigen Verhaltens in oligopolistischen Märkten gegenübersehen.

  • Theoretische Modelle der Preisbildung im Oligopol
  • Methoden zur Messung von Marktkonzentration und Marktmacht
  • Auswirkungen von Unternehmensfusionen auf den Wettbewerb
  • Formen der Kooperation sowie implizite und explizite Absprachen
  • Herausforderungen für die wettbewerbspolitische Regulierung

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Mengenwettbewerb

Das Cournot-Modell gilt als eines der ersten Oligopolmodelle. Es ist Basis für viele Weiterentwicklungen und Abwandlungen. Es unterliegt neoklassischen Annahmen. So wird von linearer Kostenstruktur und Nachfrage ausgegangen, einem vollkommenen Markt, nur zwei Anbietern (Duopol), und alle Anbieter sind Mengenfixierer. Zusätzlich wird erwartet, dass nach der ersten Mengensetzung eines Anbieters keine Reaktion des Konkurrenten stattfindet. Vielmehr lässt sich ein 2-stufiger Prozess beachten. Nachdem die Anbieter autonom ihre Mengen gesetzt haben, findet anschließend die Preisfestlegung auf dem Markt statt.

Der Oligopolist kann sein Gewinnmaximum nur erreichen, wenn er die Reaktionen seines Konkurrenten antizipiert. Folglich produziert er eine entsprechende Menge seines homogenen Gutes. Cournot stellt eine eigene Reaktionsfunktion der beiden Anbieter auf, die die produzierte Menge der Duopolisten bei einer veränderten Strategie zeigt. Im Schnittpunkt beider Reaktionsfunktionen ist das Optimum für beide Anbieter erreicht.

Im Cournot-Gleichgewicht sind die Erwartungen und Vorstellungen der Anbieter miteinander kompatibel, es herrscht eine stabile Situation, die sich nicht mehr verändert. Jeder Anbieter stellt ein Drittel der Sättigungsmenge her, weswegen diese Lösung auch als Cournotsche Zweidrittel-Lösung bekannt wurde. Der Gewinn der Duopolisten erreicht nicht das Gewinnniveau eines Monopolisten, jedoch ist der Gewinn höher als im Polypol. Es entsteht also ein höhere Produzentenrente, gleichzeitig aber auch ein Wohlfahrtsverlust durch zu hohe Preise.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Allgegenwart von Oligopolen in der Wirtschaft dar und benennt die resultierenden Probleme für Verbraucher sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Der Begriff des Oligopols: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Abgrenzung und Definition des Oligopolbegriffs sowie die Kriterien zur Unterscheidung von anderen Marktformen.

3. Theorien zur Preisbildung im Oligopol: Das Kapitel erläutert verschiedene theoretische Modelle zur Preisbildung bei homogenen und heterogenen Märkten, darunter das Cournot-Modell und den Bertrand-Wettbewerb.

4. Marktmacht und Konzentration: Hier werden Methoden zur Messung von Marktkonzentration wie die Konzentrationsrate oder der Herfindahl-Index sowie die Auswirkungen von Fusionen und Marktmachtmissbrauch behandelt.

5. Kooperationen im Oligopol: Das Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene Kooperationsformen, von Kartellen bis hin zu stillschweigenden Absprachen und Preisführerschaft.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Schwierigkeiten der Wettbewerbspolitik bei der Regulierung oligopolistischer Märkte.

Schlüsselwörter

Oligopol, Marktmacht, Wettbewerbspolitik, Preisbildung, Marktkonzentration, Kartell, Kollusion, Preisführerschaft, Cournot-Modell, Bertrand-Paradoxon, Wohlfahrtsverlust, Fusionen, Herfindahl-Index, Wettbewerbsbeschränkung, Markttransparenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Oligopol als wettbewerbspolitisches Problem, wobei der Fokus auf den negativen Auswirkungen für Verbraucher und der schwierigen staatlichen Regulierung liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die theoretischen Modelle der Preisbildung, die Messbarkeit von Marktmacht, die Auswirkungen von Unternehmensfusionen sowie verschiedene Arten von Kooperationen zwischen Anbietern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen Einblick in die Problemfelder des Oligopols zu geben und aufzuzeigen, warum eine effektive Wettbewerbspolitik in diesen Märkten mit großen praktischen Schwierigkeiten verbunden ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Modelle und vergleicht diese mit praxisorientierten Beispielen aus der Wettbewerbspolitik und Rechtsprechung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Preisbildung, die Messung von Konzentration, die Auswirkungen von Zusammenschlüssen auf den Wettbewerb sowie die verschiedenen Formen expliziter und impliziter Kooperationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Oligopol, Marktmacht, Wettbewerbspolitik, Konzentrationsmessung und Kooperationsformen wie Kartelle und Preisführerschaft charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die dominante von der barometrischen Preisführerschaft?

Bei der dominanten Preisführerschaft setzt der Anbieter mit der größten Marktmacht den Preis, während bei der barometrischen Form jedes Unternehmen die Führung übernehmen kann und die Rolle mit der Zeit rotieren kann.

Warum ist der Nachweis von Absprachen für Kartellbehörden so schwierig?

Absprachen können implizit oder stillschweigend erfolgen, ohne vertragliche Fixierung, und Parallelverhalten lässt sich oft auch durch marktwirtschaftliche Faktoren wie gestiegene Kosten erklären.

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Details

Title
Oligopole als wettbewerbspolitisches Problem
College
University of Duisburg-Essen
Course
Seminar Markt und Allokation
Grade
2,0
Author
Stephan Schmidt (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V64854
ISBN (eBook)
9783638575584
ISBN (Book)
9783656796275
Language
German
Tags
Oligopole Problem Seminar Markt Allokation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephan Schmidt (Author), 2006, Oligopole als wettbewerbspolitisches Problem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64854
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