Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Business Management, Corporate Governance

Wachstum durch internationale strategische Allianzen. Das Beispiel Renault-Nissan

Title: Wachstum durch internationale strategische Allianzen. Das Beispiel Renault-Nissan

Diploma Thesis , 2006 , 156 Pages , Grade: Sehr Gut

Autor:in: Magister Andreas Paul Putz (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Internationale Unternehmen sind unter den heute vorherrschenden
Wettbewerbsbedingungen in einer global vernetzten Wirtschaft zu Wachstum gezwungen. Zwar wird Wachstum in der Betriebswirtschaft normalerweise nicht als originäres Ziel unternehmerischer Aktivität betrachtet, jedoch ist es aus einer Reihe anderer Gründe für Unternehmen notwendig. Wachstum ist vor allem einer der Werttreiber, um den Unternehmenswert zu steigern.

Wird ein Unternehmen nach dem Shareholder Value-Ansatz geführt, so ist das Hauptziel der Unternehmensführung die Maximierung des Unternehmenswertes für die Aktionäre. Dadurch wird der Zugang zu relativ günstigem Eigenkapital sichergestellt und eine positive Bewertung durch den Kapitalmarkt, die sich in der Marktkapitalisierung widerspiegelt, sehr wahrscheinlich. Eine hohe Bewertung durch den Kapitalmarkt verringert wiederum das Risiko einer ungewollten feindlichen Übernahme. Weitere Wachstumsmotive sind zum Beispiel bessere Economies-of-Scale-Effekte, höhere Marktmacht, Sicherung von Arbeitsplätzen und nicht zuletzt die Attraktivität des Unternehmens für Toptalente.

Zur Realisierung von Wachstum haben Unternehmen grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Einerseits können sie intern wachsen, indem sie aufgrund einer steigenden Nachfrage ihre Kapazitäten erhöhen. Andererseits besteht die Option, extern zu wachsen, indem Akquisitionen getätigt oder (internationale) strategische Allianzen gebildet werden. Durch die zunehmende Sättigung der Märkte und stagnierendes Wirtschaftswachstum in vielen Ländern wird immer schwieriger und ist nur auf Kosten der Mitbewerber möglich. Allerdings sind die Kosten, um der Konkurrenz Marktanteile abzunehmen, nicht zu unterschätzen.

Vor diesem Hintergrund sind in den letzten Jahren die externen Wachstumswege immer bedeutsamer geworden. Verdeutlicht wird dies durch die Zahl der Ankündigungen von Akquisitionen und strategischen Allianzen in den letzten Jahren. Allein zwischen 1996 und 2001 haben amerikanische Unternehmen mehr als 74.000 Übernahmen getätigt und sind über 57.000 strategische Allianzen eingegangen. Der Wert dieser Transaktionen belief sich auf USD 12 Billionen. Zwischenzeitlich war die Anzahl der Ankündigungen rückläufig, seit 2003 sind diese allerdings wieder im Steigen begriffen. 2003 konnten demnach über 8.300 neue Akquisitionen und mehr als 5.700 Allianzankündigungen von US-Firmen festgestellt werden. Welcher der beiden externen Wachstumswege der Bessere ist, lässt sich pauschal nicht sagen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung, Zielsetzung

1.2 Aufbau, Vorgehensweise

2. Internationale Strategische Allianzen

2.1 Definition

2.2 Begriffsabgrenzung

2.3 Theoretische Erklärungsansätze

2.3.1 Spieltheorie

2.3.2 Transaktionskostentheorie

2.3.3 Resource-Based View (RBV)

2.4 Motive zur Bildung von strategischen Allianzen

2.4.1 Zugang zu Know-how

2.4.2 Erzielen von Kostenvorteilen

2.4.3 Erzielen von Zeitvorteilen

2.4.4 Zugang zu Märkten

2.4.5 Risikoteilung

2.4.6 Qualitätsvorteile

2.4.7 Reduzierung des Wettbewerbs

2.5 Kritische Erfolgsfaktoren von strategischen Allianzen

2.5.1 Phasenkonzept von Bronder/Pritzl

2.5.2 Erfolgsfaktoren von ISA nach einer Studie von Arthur D. Little

2.5.3 Partnerselektion und Partnerkompatibilität

2.5.4 Ausgestaltung und Management von strategischen Allianzen

2.5.4.1 Spannungsfelder des Allianzmanagements

2.5.4.2 Allianzverhandlungen und Allianzgovernance

2.5.4.3 Schnittstellen und operatives Management

2.5.4.4 Kommunikationsmanagement

2.5.4.5 Wissensmanagement

2.5.4.6 Allianzziele und opportunistisches Verhalten

3. Wachstumsstrategie

3.1 Definition und Relevanz

3.2 Wachstumsstrategien nach Ansoff

3.2.1 Marktdurchdringungsstrategie

3.2.2 Produktentwicklungsstrategie

3.2.3 Markterweiterungsstrategie

3.2.4 Diversifikationsstrategie

4. Die ISA zwischen Renault und Nissan zur Realisierung von Wachstum

4.1 Kurzdarstellung der Unternehmen

4.1.1 Renault

4.1.2 Nissan

4.2 Kurzanalyse des Automobilmarktes

4.3 Die ISA Renault-Nissan

4.3.1 Entstehungsgeschichte und Motive der ISA zwischen Renault und Nissan

4.3.2 Umsetzung der gemeinsamen Wachstumsstrategie mithilfe der ISA

4.3.2.1 Marktdurchdringung

4.3.2.2 Produktentwicklung

4.3.2.3 Markterweiterung

4.3.2.4 Diversifikation

4.3.3 Performance der Allianz

4.3.4. Kritische Erfolgsfaktoren

4.3.5 Zukunftsperspektiven

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung internationaler strategischer Allianzen (ISA) als Instrument zur Realisierung von Unternehmenswachstum, am Beispiel der Kooperation zwischen Renault und Nissan.

  • Grundlagen und Definition internationaler strategischer Allianzen
  • Theoretische Erklärungsmodelle (Spieltheorie, Transaktionskostentheorie, Resource-Based View)
  • Analyse von Wachstumsstrategien nach Ansoff
  • Kritische Erfolgsfaktoren für das Gelingen von strategischen Allianzen
  • Detaillierte Fallstudie zur Renault-Nissan-Allianz

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Zugang zu Know-how

Der Zugang zu Know-how ist für jedes Unternehmen einer der wichtigsten Punkte, um im Wettbewerb mit Konkurrenten langfristig bestehen zu können. Diese Aussage trifft insbesondere unter der Prämisse des sich ständig verändernden Wettbewerbsumfelds in den meisten Industrien zu. Folglich ist das Lernen über neue Prozesse, Technologien und Verfahren Voraussetzung, um irgendwann neues Know-how zu generieren und somit einen Grundstein für die Sicherung bzw. den Ausbau der Wettbewerbsposition in einem Markt zu legen. Unter dem Gesichtspunkt der Langfristigkeit von internen Lernprozessen, erscheint es klar, dass Allianzen eine Lösung anbieten, um schneller an neues Wissen zu gelangen. In so genannten Kompetenzkooperationen wird also Wissen zwischen den beiden Partnern transferiert. Ziel ist es hierbei nicht nur bestehendes Wissen zu vertiefen, sondern auch komplett neues Wissen zu generieren.

Nach Schneider gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten, um aus Wissen Wettbewerbsvorteile zu erzielen:

• durch Exklusivität, also durch legalen Schutz oder durch Einbettung von Wissen in bestimmte Praktiken, die schwer nachzuahmen sind

• durch Arbitrage, also durch rascheren Zugang zu Informationen bzw. durch Wissensvorsprünge, welche die „time-to-market“ von Produkten verkürzen

• durch „Wissenspoolung“, also das koordinierte Zusammenfassen von verteilten Wissensressourcen

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert die Problemstellung des Unternehmenswachstums und legt die deduktive Vorgehensweise sowie den strukturellen Aufbau der Arbeit dar.

2. Internationale Strategische Allianzen: Bietet eine theoretische Fundierung durch Begriffsdefinitionen, theoretische Modelle und eine ausführliche Analyse der Motive und Erfolgsfaktoren.

3. Wachstumsstrategie: Erläutert das Konzept des Wachstums und detailliert die Wachstumsstrategien nach Ansoff als theoretische Grundlage für die nachfolgende Fallstudie.

4. Die ISA zwischen Renault und Nissan zur Realisierung von Wachstum: Analysiert die konkrete Allianz zwischen Renault und Nissan, ihre Entstehungsgeschichte, ihre Performance und die Anwendung der theoretischen Erfolgsfaktoren.

5. Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse der Untersuchung zusammen und zieht Schlussfolgerungen über die Wirksamkeit der Allianz für beide Partner.

Schlüsselwörter

Internationale Strategische Allianz, ISA, Wachstumsstrategie, Renault-Nissan, Ansoff-Matrix, Kostenvorteile, Know-how, Wissensmanagement, Partnerselektion, Wettbewerbsvorteil, Synergieeffekte, Joint Venture, Performance, Unternehmenskultur, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie internationale strategische Allianzen (ISA) als Mittel zum externen Unternehmenswachstum eingesetzt werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen strategischer Allianzen, die Konzepte für Wachstumsstrategien (insbesondere nach Ansoff) sowie deren Anwendung in der Automobilindustrie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Renault-Nissan-Allianz als Fallbeispiel zu untersuchen, um aufzuzeigen, wie durch diese Allianz Wachstum realisiert wurde und welche Faktoren für den bisherigen Erfolg entscheidend waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wendet eine deduktive Vorgehensweise an, indem er bestehende theoretische Annahmen mit der realen Situation bei Renault-Nissan vergleicht, ergänzt durch Experteninterviews mit Top-Managern vor Ort.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung von Allianzen und Wachstumsstrategien sowie eine detaillierte Fallstudie zur Renault-Nissan-Allianz, inklusive Performance-Analysen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Internationale Strategische Allianz (ISA), Wachstumsstrategien nach Ansoff, Wissensmanagement und Unternehmenskultur.

Warum spielt die Historie der Renault-Volvo Allianz eine Rolle für diese Arbeit?

Die gescheiterte Volvo-Allianz dient als Vergleichsbeispiel, aus dem das Renault-Management wertvolle Lektionen für die Kooperation mit Nissan gezogen hat.

Warum wird Cross-Badging als riskant für das Markenimage angesehen?

Cross-Badging birgt die Gefahr einer Verwässerung des Markenprofils und kann zu Verwirrung bei Konsumenten führen, weshalb diese Strategie bei Renault-Nissan nur sehr begrenzt eingesetzt wurde.

Welche Rolle spielt die Allianzabteilung für den Erfolg?

Eine dedizierte Allianzabteilung verbessert das Wissensmanagement, fördert die interne Koordination und erhöht die externe Transparenz, was empirisch mit höheren Erfolgsraten korreliert.

Excerpt out of 156 pages  - scroll top

Details

Title
Wachstum durch internationale strategische Allianzen. Das Beispiel Renault-Nissan
College
Vienna University of Economics and Business  (Institut für BWL des Außenhandels)
Grade
Sehr Gut
Author
Magister Andreas Paul Putz (Author)
Publication Year
2006
Pages
156
Catalog Number
V64888
ISBN (eBook)
9783638575843
ISBN (Book)
9783656564164
Language
German
Tags
Wachstum Internationale Strategische Allianzen Beispiel Renault-Nissan
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Andreas Paul Putz (Author), 2006, Wachstum durch internationale strategische Allianzen. Das Beispiel Renault-Nissan, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64888
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  156  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint