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Die Pflegevisite als qualitätssichernde Maßnahme in der Pflege und Betreuung

Title: Die Pflegevisite als qualitätssichernde Maßnahme in der Pflege und Betreuung

Research Paper (undergraduate) , 2006 , 30 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Alexander Nenne (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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In der deutschsprachigen Literatur ist der Begriff der Pflegevisite seit den 1980er Jahren zu finden, aber die ersten konzeptuellen Definitionen wurden erst Anfang der 1990er Jahre vorgestellt. Die Pflegevisite wird unterschiedlich definiert und hat mehrere Anwendungsbereiche. Sie reichen von der Pflegevisite als Führungsinstrument, der Pflegevisite als Qualitätsinstrument bis hin zur Pflegevisite als Instrument der Bewohnerpartizipation.

Unter einer Visite stellt man sich gewöhnlich den Besuch des Arztes am Krankenbett vor. Pflegevisiten sind aber die logische Fortsetzung der Pflegeplanung, weil Pflegeplanung nicht statisch, sondern dynamisch ist, d.h. der Pflegebedarf oder die Pflegeprobleme des Bewohners ändern sich, Pflegeziele werden erreicht usw. Ein wichtiger Aspekt ist auch das Selbstbestimmungsrecht unserer Bewohner, sie müssen Gelegenheit erhalten, seine Wünsche zu artikulieren und Informationen über die geplanten Ziele zu erhalten. Pflegevisite ist damit eine eigenständige Leistung der Pflege.

Der §4 Krankenpflegegesetz und der §3 Altenpflegegesetz fordern eine sach - und fachkundige, umfassende, geplante Pflege. Dies beinhaltet insbesondere, -sich für die Pflege am einzelnen Patienten sachkundig zu machen (Informationsbeschaffung); -die Informationen möglichst umfassend zu erheben (z.B. im Gespräch mit dem Patienten); -auf Grundlage der Informationen die Pflege zu planen und zu dokumentieren;
-im ambulanten Bereich mit dem ersten Hausbesuch eine Pflege einzurichten.

In der Ihnen vorliegenden Arbeit werde ich erörtern was eine Pflegevisite ist und wozu sie dient. Des weiteren werde ich mich mit den Vorteilen und Nachteilen der Pflegevisite auseinander setzen und werde Im Anschluss die Struktur der Pflegevisite erläutern. Zuguterletzt werde ich noch auf die verschiedenen Einsatzgebiete der Pflegevisite eingehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Die Pflegevisite

1.1 Was ist eine Pflegevisite und wozu dient sie

1.2 Die Pflegevisite als Steuerungs - und Kontrollinstrument

2. Definitionen von Pflegevisite

3 Vor - und Nachteile der Pflegevisite

3.1 Vorteile der Pflegevisite

3.1.1 Im Zusammenhang mit der Qualität der Pflege

3.1.2 Im Zusammenhang mit der Einbeziehung des Bewohners

3.2 Nachteile der Pflegevisite

3.2.1 Die Pflegevisite zur Erfüllung der fachlichen Aufsicht gegenüber Pflegekräften und Pflegehilfskräften

4. Ziele der Pflegevisite

4.1 Bezogen auf die Pflegequalität

4.2 Bezogen auf die Pflegefachkraft

4.3 Bezogen auf den Bewohner/Patienten

5 Strukturen der Pflegevisite

5.1 Der Zeitrahmen

5.2 Die Teilnehmer

5.3 Die Festlegung der Bewohner

6 Der Prozess der Pflegevisite

6.1 Praktische Anwendung der Pflegevisite

6.2 Vorbereitung

6.3 Durchführung

6.4 Nachbereitung

7 Einsatzmöglichkeiten der Pflegevisite

7.1 Die Pflegevisite zur Zielevaluation im Rahmen des Pflegeprozesses

7.2 Die Pflegevisite zur Erfüllung der fachlichen Aufsicht gegenüber Pflegekräften und Pflegehilfskräften

7.3 Die Pflegevisite als Instrument der internen Qualitätssicherung

8 Schlusswort

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Pflegevisite als zentrales Instrument zur Qualitätssicherung und Steuerung in der stationären und ambulanten Pflege. Ziel ist es, den Begriff theoretisch einzuordnen, strukturelle Abläufe zu definieren und die Bedeutung für die Bewohnerpartizipation sowie die fachliche Aufsicht kritisch zu beleuchten.

  • Grundlagen und Definitionen der Pflegevisite im Wandel der Zeit
  • Analyse der Vor- und Nachteile sowie der Abgrenzung zu reinen Kontrollgesprächen
  • Strukturierung der Pflegevisite in Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung
  • Bedeutung der Bewohnerzentrierung und Mitsprache bei pflegerischen Zielen
  • Einsatzmöglichkeiten zur Qualitätssicherung und Evaluation des Pflegeprozesses

Auszug aus dem Buch

6.3 Die Durchführung

Der Besuch bei dem Bewohner und das damit verbundene Gespräch sind das Kernstück der Pflegevisite. Im Gespräch sollte eine so genannte narrative Gesprächstechnik angewandt werden.

Das narrative Interview lebt vor allem davon, dass der Befrager bei den Befragten eine persönliche Betroffenheit zu dem jeweiligen Themenkreis auslösen kann. Ziel ist, dass der Befragte ein "Bedürfnis“ entwickelt, zu den angeschnittenen Fragen Stellung zu nehmen. Ein wesentliches Merkmal des narrativen Interviews ist es, möglichst wenige Fragen zu stellen, vielmehr sollen die Befragten dazu gebracht werden, von sich aus zu erzählen. Der Interviewer hat hier vor allem die Funktion eines Stichwortbringers bzw. durch eingestreute Fragen dafür zu sorgen, dass der Erzählfluss nicht abreißt und die Befragten nicht allzu sehr vom Thema abweichen.

Diese Gesprächstechnik geht davon aus, dass ein Mensch, wenn man ihn zum Erzählen auffordert, mit dem beginnen wird, was ihn am meisten beschäftigt. Auf diese Weise ergibt sich das Gesprächsthema und es zeigt sich, welche Fragen und Probleme, aber auch, welche Erwartungen der Bewohner an uns hat.

Die üblichen Übergabeinformationen sollten dann in die Pflegevisite integriert werden. Auf diese Weise wird zum einen für den Bewohner das pflegerische Handeln transparenter, zum anderen ergibt sich für die Pflegekraft der große Vorteil, dass sie die pflegerelevanten Informationen nicht nur hören sondern auch sehen z.B. wie ist der Bewohner gestellt, wie ist seine Stimmung usw..

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die historische Entwicklung der Pflegevisite und den gesetzlichen Auftrag zur sach- und fachkundigen Pflegeplanung.

1 Die Pflegevisite: Erläuterung der Pflegevisite als Instrument der Qualitätssicherung, das über eine bloße Arztvisite hinausgeht und den Bewohner in den Mittelpunkt stellt.

2. Definitionen von Pflegevisite: Darstellung der verschiedenen fachspezifischen Definitionen und der daraus resultierenden konzeptionellen Vielfalt.

3 Vor - und Nachteile der Pflegevisite: Analyse der qualitätssteigernden Vorteile gegenüber Risiken einer Fehlinterpretation als reines Kontrollinstrument.

4. Ziele der Pflegevisite: Differenzierung der Ziele bezogen auf die Pflegequalität, das Pflegepersonal und den Bewohner.

5 Strukturen der Pflegevisite: Anforderungen an den Zeitrahmen, die Teilnehmer und die Auswahl der besuchten Bewohner.

6 Der Prozess der Pflegevisite: Detaillierte Beschreibung der drei Phasen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung inklusive der angewandten Gesprächstechniken.

7 Einsatzmöglichkeiten der Pflegevisite: Erörterung der verschiedenen Einsatzfelder wie Zielevaluation, fachliche Aufsicht und interne Qualitätssicherung.

8 Schlusswort: Zusammenfassung der Bedeutung der Pflegevisite für eine moderne, bewohnerorientierte Pflege unter Berücksichtigung der Verantwortung der Pflegedienstleitung.

Schlüsselwörter

Pflegevisite, Qualitätssicherung, Pflegeprozess, Bewohnerorientierung, Pflegedokumentation, Fachaufsicht, Pflegeplanung, Narrative Gesprächstechnik, Altenpflege, Bewohnerpartizipation, Evaluation, Pflegedienstleitung, Selbstbestimmungsrecht, Pflegequalität, Pflegestandards

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Pflegevisite als einem strukturierten Instrument zur Qualitätssicherung, das dazu dient, den Pflegeprozess zu evaluieren und die Bedürfnisse der Bewohner in den Mittelpunkt zu rücken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Abgrenzung der Pflegevisite, deren Vorteile für die Pflegequalität, die notwendigen strukturellen Rahmenbedingungen und die Rolle der Gesprächsführung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für eine bewohnerzentrierte Pflegevisite zu schaffen, die sowohl als Planungsinstrument dient als auch die fachliche Aufsicht unterstützt, ohne dabei schikanös auf das Personal zu wirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der kritischen Analyse fachspezifischer Konzepte sowie der Übertragung auf die praktische Anwendung in Pflegeeinrichtungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Ziele, die notwendigen Strukturen (Zeitrahmen, Teilnehmer), der dreiphasige Prozess (Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung) und die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der Pflegevisite erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Pflegevisite, Qualitätssicherung, Pflegeprozess, Bewohnerorientierung und Partizipation.

Warum ist laut Autor die narrative Gesprächstechnik so wichtig?

Sie ist entscheidend, weil sie den Bewohner dazu anregt, von sich aus über seine tatsächlichen Anliegen und Bedürfnisse zu sprechen, anstatt nur auf vorgegebene Fragen zu antworten.

Was unterscheidet eine gute von einer schlechten Pflegevisite?

Eine gute Pflegevisite zeichnet sich durch einen konstruktiven Dialog und gegenseitige Wertschätzung aus, während eine schlechte Variante lediglich als Instrument der Kontrolle, Kritik und Einschüchterung missbraucht wird.

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Details

Title
Die Pflegevisite als qualitätssichernde Maßnahme in der Pflege und Betreuung
College
BAK Die Bildungsakademie, Frankfurt
Grade
2,0
Author
Alexander Nenne (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V64901
ISBN (eBook)
9783638575973
ISBN (Book)
9783656796466
Language
German
Tags
Pflegevisite Maßnahme Pflege Betreuung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Nenne (Author), 2006, Die Pflegevisite als qualitätssichernde Maßnahme in der Pflege und Betreuung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64901
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