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Mädchenliteratur - Eine Untersuchung zum Thema Pferdeliteratur

Title: Mädchenliteratur - Eine Untersuchung zum Thema Pferdeliteratur

Term Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: 2

Autor:in: Vanessa Lichtsinn (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit soll primär eine Untersuchung zum geschlechtsspezifischen Leseverhalten aufzeigen. Ich beziehe mich dabei auf eine von mir erhobenen Studie zum Thema Pferderomane und Pferdezeitschriften.
Ich wollte in Erfahrung bringen, ob und gegebenenfalls warum Pferdeliteratur eher von Mädchen als von Jungen rezipiert wird und warum das Pferd überhaupt auf junge Mädchen eine große Faszination ausübt. Um darüber Informationen zu erhalten, habe ich mich zu einer Befragung hinsichtlich dieses Themas entschlossen. Das von mir ausgewählte Verfahren war die schriftliche Befragung mit standardisiertem Fragebogen, das anhand des Themas exemplarisch darüber Aufschluss geben sollte, wie sich das differenzierte Leseverhalten von Jungen und Mädchen gestaltet. Ich führte diese Fragebogenerhebung bei Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis achtzehn Jahren durch.
Neben dem empirischen Charakter verfügt die vorliegende Arbeit über Grundlagen des geschichtlichen Hintergrundes der Mädchenliteratur, die aufzeigen sollen, wie geschlechtsspezifisches Leseverhalten überhaupt entsteht. Für eine Interpretation werden zudem theoretische Erklärungsansätze zum Leseverhalten der Geschlechter aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mädchenliteratur und Mädchenlektüre

2.1 Definitionen

2.2 Geschichte

2.2.1 Mädchenliteratur im 18. Jahrhundert

2.2.2 Ende des 19. Jahrhunderts – die Backfischliteratur

3. Theoretische Erklärungsansätze zum geschlechtsspezifischen Leseverhalten

3.1 Historische Erklärungsansätze

3.2 Rollen- und sozialisationstheoretische Erklärungsansätze

3.3 Psychoanalytische Erklärungsansätze

4. Zur Untersuchung: Pferdeliteratur und ihre Rezipienten

4.1 Ausgangspunkt

4.2 Untersuchungsmethode und Fragestellungen

4.3 Auswertung

4.4 Erklärungsansätze

4.4.1 Familie als Sozialisationsinstanz

4.4.2 Einfluss von Freunden

5. Resümee

6. Anhang

6.1 Fragebogen

6.2 Graphische Darstellungen

6.3 Begründungen zu Frage 8 des Fragebogens

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das geschlechtsspezifische Leseverhalten am Beispiel von Pferdeliteratur. Ziel ist es, durch eine empirische Befragung von Kindern und Jugendlichen zu ergründen, warum Pferderomane und -zeitschriften primär von Mädchen rezipiert werden und welche Rolle dabei gesellschaftliche Sozialisationsfaktoren spielen.

  • Historische Entwicklung der Mädchenliteratur
  • Sozialisationstheoretische und psychoanalytische Erklärungsmodelle
  • Empirische Analyse des Leseverhaltens zu Pferdeliteratur
  • Einfluss von Familie und Freundeskreis auf die Lektürewahl
  • Geschlechtsspezifische Motivationen und Bindung zum Pferd

Auszug aus dem Buch

4.4.1 Familie als Sozialisationsinstanz

Durch die Familie wird geschlechtsspezifisches Verhalten schon in der frühkindlichen Sozialisation erworben: während die männliche Sozialisation sachorientiert ist und auf Leistungsfähigkeit abzielt ist die weibliche familien- und beziehungsorientiert. Dieser Sachverhalt spiegelt sich auch im Leseverhalten wider: Jungen lesen lieber Sachliteratur und Abenteuerbücher, dagegen Mädchen lieber Romane und typische Mädchenbücher. Pferdeliteratur gehört zu dem typischen Mädchenbuch, da hier Alltagssituationen und Problemstellungen thematisiert werden. Überdies wird in der Pferdeliteratur das Motiv der Mädchenfreundschaft aufgegriffen. Gerade dieses Thema ist für das familien- und beziehungsorientierte weibliche Geschlecht sehr ansprechend.

Für die Sozialisation von großer Bedeutung sind ebenfalls die gesellschaftlichen Faktoren Rollenzwang und Anpassung. So „darf“ beispielsweise ein Junge keine Pferdeliteratur lesen weil seine Familie diese für „Mädchenkram“ hält. Das Gegenteil ist bei Mädchen der Fall: welches junge Mädchen bekommt nicht irgendwann mal zum Geburtstag oder zu Weihnachten (von der Großmutter, oder Mutter) ein Pferdebuch geschenkt? – auch, wenn das Mädchen (bis dato) nicht pferdevernarrt ist (/war).

Man kann also zusammenfassend sagen, dass durch Erziehung eine Geschlechtsrollendifferenzierung begünstigt werden kann; diese „bezeichnet die gesellschaftlich determinierten, intra- und interkulturell verschiedenen Zuweisungen von Positionen, Verhaltenserwartungen (Geschlechtsrollen), Funktionen und Eigenschaften für Mann und Frau. „Geschlecht“ fungiert hier als soziale Kategorie („gender“, zugeschriebenes Geschlecht) nicht als biologische Kategorie („sex“ als biologisches Geschlecht).“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Ziel der Arbeit, geschlechtsspezifische Unterschiede im Leseverhalten anhand einer eigenen empirischen Studie zu Pferdeliteratur zu untersuchen.

2. Mädchenliteratur und Mädchenlektüre: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Mädchenliteratur und Mädchenlektüre und beleuchtet die historische Entwicklung vom 18. Jahrhundert bis zur Backfischliteratur des späten 19. Jahrhunderts.

3. Theoretische Erklärungsansätze zum geschlechtsspezifischen Leseverhalten: Es werden verschiedene wissenschaftliche Perspektiven, darunter historische, rollen- und sozialisationstheoretische sowie psychoanalytische Ansätze, zur Erklärung unterschiedlicher Lesepräferenzen von Jungen und Mädchen diskutiert.

4. Zur Untersuchung: Pferdeliteratur und ihre Rezipienten: Das Hauptkapitel präsentiert die methodische Durchführung der Befragung, wertet die erhobenen Daten aus und analysiert die Hintergründe der Lektürewahl durch Sozialisationsinstanzen wie Familie und Freunde.

5. Resümee: Das Fazit reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung, räumt methodische Grenzen ein und bestätigt die Hypothese, dass Pferdeliteratur ein genuin mädchenspezifisches Genre darstellt.

6. Anhang: Der Anhang enthält den verwendeten Fragebogen, graphische Auswertungen der Daten sowie beispielhafte Begründungen der befragten Kinder und Jugendlichen.

7. Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche für die Arbeit herangezogenen Quellen und Sekundärliteratur aufgelistet.

Schlüsselwörter

Mädchenliteratur, Pferdeliteratur, Leseverhalten, geschlechtsspezifische Sozialisation, Backfischliteratur, empirische Untersuchung, Pferderomane, Pferdezeitschriften, Rollentheorie, Psychoanalyse, Geschlechterrollen, Lektürepräferenzen, Jugendforschung, Sozialisation, Identitätsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das geschlechtsspezifische Leseverhalten bei Kindern und Jugendlichen, wobei der Fokus gezielt auf dem Genre der Pferdeliteratur (Romane und Zeitschriften) liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Einordnung der Mädchenliteratur, theoretischen Erklärungsmodellen zur geschlechtsspezifischen Sozialisation sowie der Analyse des Leseverhaltens im Kontext von Pferden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, warum Pferdeliteratur fast ausschließlich von Mädchen gelesen wird und wie stark gesellschaftliche Faktoren sowie das Geschlecht das Leseverhalten beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin wählte ein empirisches Verfahren und führte eine schriftliche Befragung mit einem standardisierten Fragebogen bei 56 Kindern und Jugendlichen durch.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil setzt sich aus der theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und der anschließenden Auswertung der empirischen Daten zusammen, wobei insbesondere die Rolle von Familie und Freunden als Sozialisationsinstanzen beleuchtet wird.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Mädchenliteratur, Sozialisation, Geschlechterrollen, Rezipientenverhalten und Pferdeliteratur.

Warum wird die Mutter im Kontext der Lesesozialisation besonders hervorgehoben?

Die Arbeit identifiziert die Mutter als wichtigste Begleiterin im Alltag und zentrales Lesevorbild, dessen Lesehäufigkeit die Lesefreude und Lesefrequenz der Kinder maßgeblich beeinflusst.

Welchen Einfluss hat das Geschlecht auf die Bedeutung des Pferdes laut der Untersuchung?

Während Mädchen das Pferd oft als "Übergangsobjekt" mit Bindungsmotivation und hohem emotionalen Wert sehen, wird es von Jungen tendenziell eher als Sportgerät betrachtet.

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Details

Title
Mädchenliteratur - Eine Untersuchung zum Thema Pferdeliteratur
College
University of Münster  (Germanistisches Institut)
Course
Mädchenliteratur
Grade
2
Author
Vanessa Lichtsinn (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V64973
ISBN (eBook)
9783638576482
ISBN (Book)
9783656807971
Language
German
Tags
Mädchenliteratur Eine Untersuchung Thema Pferdeliteratur Mädchenliteratur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vanessa Lichtsinn (Author), 2006, Mädchenliteratur - Eine Untersuchung zum Thema Pferdeliteratur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64973
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