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Die sexuelle Aufklärung von Menschen mit geistiger Behinderung

Título: Die sexuelle Aufklärung von Menschen mit geistiger Behinderung

Trabajo Escrito , 2006 , 14 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Julia Zenkert (Autor)

Pedagogía - Pedagogía curativa y especial
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Schon im Artikel 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland steht geschrieben: (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Besonders in Absatz 3 wird deutlich, dass jeder, auch ein Mensch mit Behinderung, das gleiche Recht hat wie ein „normaler“ Mensch und auch so behandelt werden soll. Egal auf welche Bereiche man es im Leben bezieht.
Nur stellt sich das, auch in unserer heutigen Zeit, leider immer noch als schwierig heraus wenn man z.B. den Punkt der Sexualaufklärung betrachtet.
Immer wieder trifft man auf Eltern/ Angehörige/ Erzieher von Menschen mit geistiger Behinderung, die diesen „wesentlichen Teil der Erziehung“ (vgl. Bosch, 2004, S. 97) bei den Behinderten „unter den Tisch fallen“ lassen wollen oder einfach nicht sicher sind, wie sie damit umgehen können.
Doch „zu jedem Menschen gehört seine Sexualität, auch zu Menschen mit einer geistigen Behinderung“, wie Achilles (2003, S.39) schon treffend formuliert hat.
Aus diesem Grund möchte ich mich im Anschluss an diverse Definitionen zum besseren Verständnis mit einigen konkreten Zielen der sexuellen Aufklärung bei Menschen mit geistiger Behinderung widmen und im weiteren Verlauf noch mehr Klarheit über das „Wann?“ und „Womit?“ der Sexualaufklärung liefern.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Definitionen

2.1 Geistige Behinderung

2.2 Sexuelle Aufklärung

3 Konkrete Ziele der sexuellen Aufklärung

3.1 Information

3.2 Stärkung des Selbstbewusstseins

3.3 Verbesserung eines positiven Selbstbildes

3.4 Beziehungen knüpfen und gestalten

3.5 Umgang mit Normen und Werten

3.6 Pfleglicher mit dem eigenen und dem Körper anderer umgehen

3.7 Prävention

3.8 Sexueller Missbrauch vorbeugen

3.9 Raum für Vielfalt

3.10 Ängste und Tabus abbauen

4 Zeitpunkt der sexuellen Aufklärung

5 Zentrale Aspekte der sexuellen Aufklärung

6 Materialien zur sexuellen Aufklärung

7 Fazit / Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung der sexuellen Aufklärung bei Menschen mit geistiger Behinderung. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie durch eine gezielte Aufklärung die Emanzipation, der Selbstschutz und die Entwicklung einer positiven Identität bei behinderten Menschen gefördert werden können.

  • Rechtliche und gesellschaftliche Grundlagen der Sexualität bei Menschen mit geistiger Behinderung
  • Formulierung konkreter pädagogischer Ziele zur Stärkung der Persönlichkeit und Prävention
  • Bedeutung von Visualisierung und Konkretisierung in der Vermittlung
  • Vorstellung von Materialien und methodischen Ansätzen zur Sexualerziehung
  • Rolle der Aufklärung als Instrument zur Persönlichkeitsentwicklung und Missbrauchsprävention

Auszug aus dem Buch

5 Zentrale Aspekte der sexuellen Aufklärung

Egal ob als Erzieher oder Elternteil, Angehöriger oder Verwandter, es gibt immer zwei überaus wichtige Dinge, die man allgemein bei Menschen mit geistiger Behinderung beachten sollte: Die Visualisierung und die Konkretisierung!

Doch was heißt das genau?

Egal was und in welchem Stadium man einem Menschen mit geistiger Behinderung erklären möchte, es ist von großer Bedeutung, die Dinge die man ansprechen möchte sichtbar, als Bild vorstellbar zu machen. Der Sache ein Gesicht zu geben, damit sich der geistig Behinderte, trotz seiner Einschränkung, eine klare Vorstellung machen kann.

Zum anderen sollte man versuchen, alles in eine konkrete Form zu bringen, damit es für diese Menschen als Form vorstellbar wird bzw. sie es mit einer Form oder einem Gegenstand in Verbindung bringen können und wissen, dass es wirklich vorhanden ist.

Gerade auch in der Sexualaufklärung gilt laut Bosch und Suykerbuyk: „Aufklärung kann für sie (geistig behinderte Menschen; Anm.d. V.) absolut nicht konkret genug sein (2006, S.66). Als Grund dafür möchte ich Erik Bosch zitieren, der es klar auf den Punkt bringt: „Konkretisieren ist auch deshalb so wichtig, weil Worte mehrdeutig sein können!“ (2004, S.121), so z.B. bei den Begriffen „sich lieben“ oder „zusammen ins Bett gehen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung gemäß Grundgesetz und identifiziert die oft schwierige Rolle der Sexualaufklärung im Erziehungskontext.

2 Definitionen: Hier werden die Fachbegriffe „Geistige Behinderung“ sowie „Sexuelle Aufklärung“ anhand gängiger Definitionen theoretisch eingegrenzt.

3 Konkrete Ziele der sexuellen Aufklärung: Dieses Kapitel erläutert die vielfältigen pädagogischen Ziele wie Wissensvermittlung, Selbststärkung, Beziehungsfähigkeit sowie den Schutz vor sexuellem Missbrauch.

4 Zeitpunkt der sexuellen Aufklärung: Der Autor verdeutlicht, dass es keinen starren Zeitpunkt gibt, sondern dass Sexualerziehung als fortlaufender Prozess von Geburt an verstanden werden sollte.

5 Zentrale Aspekte der sexuellen Aufklärung: Dieses Kapitel betont die Notwendigkeit von Visualisierung und Konkretisierung, um eine behindertengerechte und verständliche Informationsvermittlung zu gewährleisten.

6 Materialien zur sexuellen Aufklärung: Es werden praxisorientierte Hilfsmittel wie Anschauungsobjekte (z.B. Handpuppen), Literatur, Filme und Spiele vorgestellt.

7 Fazit / Schluss: Die Zusammenfassung unterstreicht die Wichtigkeit der Emanzipationsförderung und ruft dazu auf, Ängste abzubauen, um Menschen mit geistiger Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Sexuelle Aufklärung, Geistige Behinderung, Sexualpädagogik, Selbstbewusstsein, Selbstbild, Prävention, Missbrauchsprävention, Visualisierung, Konkretisierung, Emanzipation, Sexualerziehung, Körperbewusstsein, Inklusion, Grenzen setzen, Lebenslanges Lernen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und den Möglichkeiten der sexuellen Aufklärung bei Menschen mit geistiger Behinderung, um deren persönliche Entwicklung und Emanzipation zu unterstützen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die Definition der Behinderung, die Ableitung konkreter pädagogischer Ziele, die Bedeutung der richtigen Ansprache sowie geeignete Materialien zur Vermittlung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Aufklärer – wie Eltern oder Erzieher – Menschen mit geistiger Behinderung dabei helfen können, ihre eigene Sexualität besser zu verstehen und dadurch mehr Mündigkeit zu erlangen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse aktueller Fachliteratur und pädagogischer Standardwerke zur Sexualerziehung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung konkreter Aufklärungsziele, Fragen zum Zeitpunkt der Aufklärung, methodische Aspekte wie Visualisierung sowie den konkreten Einsatz von Anschauungsmaterialien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt?

Die zentralen Schlagworte umfassen Sexuelle Aufklärung, Geistige Behinderung, Prävention, Selbstbewusstsein und Sexualpädagogik.

Warum ist das "Konkretisieren" laut der Arbeit so wichtig?

Da abstrakte Begriffe für Menschen mit geistiger Behinderung schwer zu greifen sind, ist Konkretisierung essenziell, um Missverständnisse bei Wörtern wie "sich lieben" zu vermeiden.

Wie sollte man mit jugendlichen Zeitschriften wie der BRAVO umgehen?

Die Autorin rät dazu, solche Zeitschriften nicht zu verbieten, sondern sie als Anlass zu nutzen, um mit den Betroffenen ins Gespräch zu kommen und die Inhalte gemeinsam zu reflektieren.

Welche Rolle spielen "Kontaktspiele" in der Aufklärung?

Kontaktspiele helfen Menschen mit geistiger Behinderung dabei, ein Gefühl für den eigenen Körper zu entwickeln und zu erkennen, welche Berührungen sie als angenehm oder unangenehm empfinden.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Die sexuelle Aufklärung von Menschen mit geistiger Behinderung
Universidad
University of Bamberg
Calificación
2,0
Autor
Julia Zenkert (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
14
No. de catálogo
V64988
ISBN (Ebook)
9783638576598
ISBN (Libro)
9783656771630
Idioma
Alemán
Etiqueta
Aufklärung Menschen Behinderung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julia Zenkert (Autor), 2006, Die sexuelle Aufklärung von Menschen mit geistiger Behinderung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64988
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