Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Economics - International Economic Relations

Internationaler Handel: Vor- und Nachteile für Entwicklungsländer

Title: Internationaler Handel: Vor- und Nachteile für Entwicklungsländer

Seminar Paper , 2002 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Rouven Asmussen (Author)

Economics - International Economic Relations
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Einleitung

Die Frage wie ein Entwicklungsland seinen Status quo verlieren kann, wird schon seit langer Zeit in der Literatur diskutiert. Zum einen gibt es die Handelsoptimisten, die eine Öffnung des jeweiligen Landes für den internationalen Handel fordern. Diese Strategie wird als Exportförderung oder auch als Politik der Handelsliberalisierung bezeichnet und geht mit dem Abbau von Handelshemmnissen (Zölle, Kontingente) einher. Der Exportsektor soll bei dieser Sichtweise als „Entwicklungsmotor“ dienen.
Zum anderen gibt es noch die Handelspessimisten, die diese Sichtweise nicht teilen und stattdessen den Schutz der jeweiligen Wirtschaft durch Handelshemmnisse fordern. Sie sind der Auffassung, dass eine konkurrenzfähige Wirtschaft nur aufgebaut werden kann, wenn diese zumindest temporär geschützt wird. Außerdem behaupten sie, dass Entwicklungsländer überwiegend Nachteile durch den internationalen Handel erfahren. Sie setzten sich daher für eine am Binnenmarkt orientierte Entwicklung ein, die in der Literatur als Importsubstitutionspolitik bezeichnet wird (Vgl. Edwards 1993).
In dieser Arbeit sollen nun die wichtigsten Argumente für und wider einer Handelsliberalisierung aufgeführt und erläutert werden. Dabei bezieht sich die Argumentation auf den Gütermarkt. Die Wirkungen, die von den Kapitalmärkten ausgehen, können im Rahmen dieser Hausarbeit nicht berücksichtigt werden.
Als erstes erfolgt eine Einordnung des Begriffs „Entwicklungsland“, um von einer einheitlichen Grundlage ausgehen zu können. Danach werden verschiedene Vorteile des internationalen Handels für Entwicklungsländer angeführt. Schwerpunkt bildet dabei die Theorie der komparativen Kostenvorteile, die bereits aus der klassischen Handelstheorie bekannt ist. Darüber hinaus wird auf die Exportförderung und die wohlfahrttheoretischen Wirkungen von Handelshemmnissen eingegangen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 KLASSIFIZIERUNGSANSÄTZE DES BEGRIFFS „ENTWICKLUNGSLAND“

3 INTERNATIONALER HANDEL

3.1 VORTEILE FÜR ENTWICKLUNGSLÄNDER

3.1.1 NUTZUNG KOMPARATIVER KOSTENVORTEILE

3.1.2 EXPORTFÖRDERUNG ALS „ENGINE OF GROWTH“

3.1.3 HANDELSHEMMNISSE UND WOHLFAHRTSWIRKUNG

3.2 NACHTEILE FÜR ENTWICKLUNGSLÄNDER

3.2.1 INFANT INDUSTRY ARGUMENT

3.2.2 PREBISCH-SINGER-THESE

3.2.3 VERELENDUNGSWACHSTUM

3.2.4 UNGLEICHER TAUSCH

3.2.5 INSTABILITÄT DER EXPORTPREISE

3.2.6 UNGLEICHE MACHTVERTEILUNGEN

3.2.7 KONTEREFFEKTE

3.3 AUSWIRKUNGEN AUF DIE BESCHÄFTIGUNG

4 FALLSTUDIE SÜDKOREA

5 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die kontroversen Auswirkungen des internationalen Handels auf Entwicklungsländer, indem sie sowohl die ökonomischen Vorteile durch Spezialisierung als auch die theoretischen Nachteile und Herausforderungen analysiert, um daraus wirtschaftspolitische Empfehlungen abzuleiten.

  • Analyse der Theorie der komparativen Kostenvorteile und deren Nutzen für Entwicklungsländer.
  • Diskussion von Handelshemmnissen und deren wohlfahrtstheoretische Auswirkungen.
  • Untersuchung kritischer Argumente gegen den Welthandel, wie das Infant Industry Argument und die Preisch-Singer-These.
  • Beleuchtung der Beschäftigungseffekte von Handelsliberalisierung anhand internationaler Daten.
  • Fallstudie Südkorea als Beispiel für eine erfolgreiche Mischstrategie aus Importsubstitution und Exportförderung.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Nutzung komparativer Kostenvorteile

Wie bereits oben erwähnt, treten Länder miteinander in Handelsbeziehungen, weil sie unterschiedliche Güter und Fertigkeiten besitzen. Der Handel eröffnet es ihnen, durch Spezialisierung und Tausch absolute und relative Produktionsvorteile sowie eine optimale Allokation der Ressourcen zu erreichen (Vgl. Meyn 2001, S. 14f.).

Das nach dem englischen Nationalökonom David Ricardo benannte Ricardo-Theorem besagt in seiner einfachsten Form, dass Außenhandel auch für ein in allen Produktionsbereichen überlegendes Land vorteilhaft sein kann. Das jeweilige Land muss sich nur auf die Produktion der Güter spezialisieren, bei denen es den relativ größten Kostenvorsprung vor dem Ausland hat. Der Umkehrschluss impliziert, dass es zusätzlich die Produktion der Güter, bei denen das Inland einen relativ geringen Kostenvorteil hat aufgeben oder zumindest einschränken muss. Der Inlandsbedarf dieser Güter wird folglich mit Importen gedeckt, die durch Exporte der relativ kostengünstigeren Güter finanziert werden (Vgl. Maennig et al 1998, S. 95). Ein einfaches 2-Länder/2-Güter Beispiel soll diese Zusammenhänge verdeutlichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung skizziert die Debatte zwischen Handelsoptimisten und Handelspessimisten und definiert die methodische Vorgehensweise sowie den Fokus auf den Gütermarkt.

2 KLASSIFIZIERUNGSANSÄTZE DES BEGRIFFS „ENTWICKLUNGSLAND“: Dieses Kapitel erläutert die Schwierigkeit der Begriffsdefinition und stellt objektive Indikatoren wie Lebensniveau, Produktivität und Bevölkerungswachstum vor.

3 INTERNATIONALER HANDEL: Der Hauptteil analysiert detailliert die Vor- und Nachteile des Welthandels, beginnend bei klassischen Theorien bis hin zu Kontereffekten und Beschäftigungsfolgen.

4 FALLSTUDIE SÜDKOREA: Die Fallstudie demonstriert den Wandel Südkoreas von der Importsubstitution hin zur Exportorientierung und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Aufschwung.

5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Das Fazit empfiehlt eine ausgewogene Mischung aus protektiven Maßnahmen für den Aufbau eigener Industrien und einer gezielten Exportstrategie.

Schlüsselwörter

Internationaler Handel, Entwicklungsländer, Handelsliberalisierung, Exportförderung, Importsubstitution, Komparative Kostenvorteile, Prebisch-Singer-These, Infant Industry Argument, Verelendungswachstum, Terms of Trade, Kontereffekte, Wirtschaftswachstum, Südkorea, Wohlfahrtseffekte, Beschäftigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Analyse der Auswirkungen von internationalem Handel auf die wirtschaftliche Entwicklung von Entwicklungsländern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Handelsliberalisierung, die klassische Theorie der Kostenvorteile, entwicklungstheoretische Kritikpunkte sowie die praktische Umsetzung von Handelsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die theoretischen Argumente für und gegen die Integration in den Welthandel abzuwägen und herauszufinden, ob eine Handelsöffnung für Entwicklungsländer vorteilhaft ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse ökonomischer Theorien sowie die deskriptive Auswertung statistischer Länderdaten und eine Fallstudie zu Südkorea.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Handelsgewinnen insbesondere kritische Konzepte wie das Infant Industry Argument, die Prebisch-Singer-These und das Verelendungswachstum diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Außenhandel, Entwicklungsländer, Importsubstitution, Exportdiversifizierung und Terms of Trade definiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Importsubstitution?

Der Autor sieht die Importsubstitution als temporär sinnvolles Instrument, um heimische Industrien zu schützen und Lernkurveneffekte zu ermöglichen, bevor man sich dem internationalen Wettbewerb stellt.

Warum dient Südkorea als zentrales Fallbeispiel?

Südkorea dient als Musterbeispiel, da das Land durch eine flexible Mischstrategie aus Importsubstitution und Exportförderung den Status eines Entwicklungslandes erfolgreich überwinden konnte.

Excerpt out of 27 pages  - scroll top

Details

Title
Internationaler Handel: Vor- und Nachteile für Entwicklungsländer
College
University of Hamburg  (Institut für Außenhandel und Wirtschaftsintegration)
Course
Seminar zur Außenwirtschaftstheorie
Grade
1,3
Author
Rouven Asmussen (Author)
Publication Year
2002
Pages
27
Catalog Number
V649
ISBN (eBook)
9783638104289
Language
German
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rouven Asmussen (Author), 2002, Internationaler Handel: Vor- und Nachteile für Entwicklungsländer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/649
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  27  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint