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Die ´Kriminalgeschichten´ Pu Songlings - Ein Vergleich

Title: Die ´Kriminalgeschichten´ Pu Songlings - Ein Vergleich

Seminar Paper , 2003 , 22 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Sinologe, M.A. Markus Schilling (Author)

Orientalism / Sinology - Chinese / China
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Meine Arbeit „Die ´Kriminalgeschichten´ Pu Songlings - Ein Vergleich“ ist ein Versuch, die chinesischen Kriminalerzählungen von Pu Songling europäischen Kriminalromanen gegenüberzustellen. Ich werde auf die Entstehung von Kriminalgeschichten eingehen, den Inhalt einiger Erzählungen darstellen und Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausarbeiten, um am Ende einen Vergleich der Erzählungen dieses Genres anzustellen. Als erstes stellt sich mir jedoch die Frage, inwiefern man diese Erzählungen als Krimis im europäischen Sinne bezeichnen kann. Aus diesem Grunde habe ich in der Überschrift Kriminalgeschichten in Anführungszeichen gesetzt, haben wir doch unter diesem Begriff Vertreter europäischer Autoren und deren Werke vor Augen, die für uns ganz charakteristische und spezifische Merkmale besitzen. Diese Frage zu klären ist an dieser Stelle nicht möglich, aber vielleicht gelingt es einer Antwort im Laufe der Arbeit ein Stück näher zu kommen. Hierfür richte ich den Fokus auf den Begriff der Erzählungen Pu Songlings. Man kann Liaozhai mit den Begriffen fremd, seltsam oder verwunderlich übersetzen, die eigentliche Bedeutung kann man jedoch sehr unterschiedlich interpretieren. Zum einen könnte damit alles gemeint sein, was nicht normal ist, zum anderen ließe sich damit auch all jenes beschreiben, über das man sich wundert. Aber, was ist nicht normal und über was wundert man sich? Auch wenn eine Mehrheit beim Lesen der Erzählungen das gleiche Empfinden besitzt, hängt dieses vom jeweiligen Wissensstand der Leserschaft ab, das wiederum einen Erfahrungsschatz mit sich führt und somit Normales von Anormalem unterscheidet. Ließt man zum Beispiel häufig Geister- und Gruselgeschichten, gewöhnt man sich an derartige Inhalte und das Verwunderliche verliert an Wert. Ebenso versteht man philosophische oder medizinische Texte umso besser, je häufiger man sich mit solchen Texten befasst, da man mit der Zeit Zusammenhänge besser versteht und somit ein gewisser Teil als normal erscheint, der vorher noch als anormal erschien, nur weil man ihn nicht verstanden hat. Außer Frage steht, dass Pu Songlings Erzählungen den meisten Menschen, der Bevölkerung in China eingeschlossen, seltsam erscheinen, was bereits beim Titel beginnt. Zu einem besseren Verständnis könnte man aber auch gelangen, wenn man nicht nur den reinen Text betrachtet, sondern auch zwischen den Zeilen liest und versucht ihn als Allegorie zu verstehen und zu interpretieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Wundersame Geschichten

2. Europäische und Pu Songlings Kriminalgeschichten

2.1 Von den Anfängen bis zu Pu Songling´s Kriminalgeschichten

2.2 Pu Songlings Kriminalgeschichten

2.2.1 „Die Rache der Toten“ („Meinü")

2.2.2 „Der Fächer“ („Shiyan")

2.2.3 „Das ungerechte Urteil“ („Yuanyu")

2.2.4 „Die Steine“ („Taiyuan yu") und „Steuern“ ("Xinzheng song")

2.2.5 „Die treulose Witwe“ („Jin Shengse")

2.2.6 „Der geraubte Schuh“ („Yanzhi")

2.2.7 „Ein weiser Richter“ („Zheyu“)

2.2.8 „Der Provinzgouverneur Yü“ ("Yu zhongcheng")

2.3 Chinesische und europäische Kriminalerzählungen

2.3.1 Unterschiede zwischen Pu Songlings und europäischen Kriminalerzählungen

2.3.2 Gemeinsamkeiten zwischen Pu Songlings und europäischen Kriminaler-zählungen

3. Pu Songlings ´Krimis´ im Spiegel europäischer Detektivgeschichten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die chinesischen Kriminalerzählungen von Pu Songling den europäischen Kriminalromanen gegenüberzustellen, um durch den Vergleich von Entstehung, Inhalt und Erzählweise Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten und die Übertragbarkeit des Begriffs „Kriminalgeschichte“ kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Entwicklung der chinesischen Kriminalerzählung.
  • Analyse ausgewählter Erzählungen aus dem Liaozhai Zhiyi.
  • Vergleichende Gegenüberstellung mit europäischen Detektivgeschichten.
  • Bedeutung von kulturellen Kontexten und Wissenshorizonten für das Textverständnis.
  • Die Rolle von Traumsequenzen und versteckten Hinweisen in beiden Gattungen.

Auszug aus dem Buch

1. Wundersame Geschichten

Meine Arbeit „Die ´Kriminalgeschichten´ Pu Songlings – Ein Vergleich“ ist ein Versuch, die chinesischen Kriminalerzählungen von Pu Songling europäischen Kriminalromanen gegenüberzustellen. Ich werde auf die Entstehung von Kriminalgeschichten eingehen, den Inhalt einiger Erzählungen darstellen und Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausarbeiten, um am Ende einen Vergleich der Erzählungen dieses Genres anzustellen.

Als erstes stellt sich mir jedoch die Frage, inwiefern man diese Erzählungen als Krimis im europäischen Sinne bezeichnen kann. Aus diesem Grunde habe ich in der Überschrift Kriminalgeschichten in Anführungszeichen gesetzt, haben wir doch unter diesem Begriff Vertreter europäischer Autoren und deren Werke vor Augen, die für uns ganz charakteristische und spezifische Merkmale besitzen. Diese Frage zu klären ist an dieser Stelle nicht möglich, aber vielleicht gelingt es einer Antwort im Laufe der Arbeit ein Stück näher zu kommen. Hierfür richte ich den Fokus auf den Begriff der Erzählungen Pu Songlings. Man kann Liaozhai mit den Begriffen fremd, seltsam oder verwunderlich übersetzen, die eigentliche Bedeutung kann man jedoch sehr unterschiedlich interpretieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wundersame Geschichten: Das Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die Zielsetzung der Arbeit und reflektiert die Problematik der Kategorisierung chinesischer Erzählungen als europäische „Krimis“.

2. Europäische und Pu Songlings Kriminalgeschichten: Dieses Kapitel bietet zunächst einen historischen Abriss der Entwicklung chinesischer Kriminalerzählungen und stellt anschließend detailliert ausgewählte Kurzgeschichten von Pu Songling vor.

2.1 Von den Anfängen bis zu Pu Songling´s Kriminalgeschichten: Hier wird die literarische Evolution von Geistergeschichten und Han-Novellen hin zur schriftsprachlichen Novelle in der Qing-Zeit dargestellt.

2.2 Pu Songlings Kriminalgeschichten: Dieser Abschnitt dient der inhaltlichen Präsentation verschiedener kriminalistischer Erzählungen aus dem Liaozhai Zhiyi, die als Vergleichsgrundlage dienen.

2.3 Chinesische und europäische Kriminalerzählungen: In diesem Kapitel werden die Erzähltraditionen gegenübergestellt, wobei Unterschiede und Gemeinsamkeiten hinsichtlich Struktur, Detektivfigur und Erzählweise analysiert werden.

3. Pu Songlings ´Krimis´ im Spiegel europäischer Detektivgeschichten: Das Abschlusskapitel synthetisiert die Ergebnisse und diskutiert die Übertragbarkeit gattungsspezifischer Begrifflichkeiten sowie die Notwendigkeit von interkulturellem Wissen für das literarische Verständnis.

Schlüsselwörter

Pu Songling, Liaozhai Zhiyi, Kriminalerzählung, Detektivgeschichte, chinesische Literatur, Kulturvergleich, Gattungsanalyse, Richterfigur, Rechtsfallliteratur, Traumsequenz, Schriftzeichenrätsel, Gesellschaftskritik, Literaturgeschichte, Ermittlungsmethodik, literarisches Verstehen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die chinesischen Erzählungen von Pu Songling unter dem Aspekt kriminalistischer Strukturen und vergleicht diese mit dem Genre des europäischen Kriminalromans.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der chinesischen Novelle, die Analyse von Fallbeispielen aus Pu Songlings Werk sowie der interkulturelle Vergleich literarischer Gattungskonventionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob und inwieweit die Geschichten Pu Songlings als Kriminalgeschichten im europäischen Sinne bezeichnet werden können und welche kulturellen Faktoren das Verständnis dieser Texte beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine literaturwissenschaftliche, vergleichende Methode, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Struktur, Detektivrollen und erzählerischen Mitteln herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst den historischen Abriss der chinesischen Erzählliteratur, die Zusammenfassung und Interpretation spezifischer Kriminalerzählungen sowie die systematische Gegenüberstellung von europäischen und chinesischen Narrativen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kriminalerzählung, Pu Songling, interkultureller Literaturvergleich, Richtergestalt und Gattungsanalyse definieren.

Inwiefern spielen Traumsequenzen in Pu Songlings Geschichten eine Rolle?

In den untersuchten Geschichten dienen Träume nicht nur zur Unterhaltung, sondern fungieren oft als allegorische Hinweise, als Mittel zur Identitätsstiftung oder als „versteckte Hinweise“, die zur Falllösung beitragen.

Warum wird das Urteil Salomo als Vergleich hinzugezogen?

Das Urteil Salomo aus der Bibel dient als Beispiel für eine überregionale, „salomonische“ Vorgehensweise, die Parallelen in der Logik der Falllösung zu den chinesischen Richtern aufweist.

Welche Rolle spielt die Richterfigur in den chinesischen Texten?

Im Gegensatz zum modernen europäischen Detektiv ist der chinesische Richter oft eine multifunktionale Beamtenfigur, die neben der Kriminalistik auch Verwaltungsaufgaben wahrnimmt und bei der Wahrheitsfindung teilweise auf Folter oder übernatürliche Hilfe angewiesen ist.

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Details

Title
Die ´Kriminalgeschichten´ Pu Songlings - Ein Vergleich
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
2,3
Author
Sinologe, M.A. Markus Schilling (Author)
Publication Year
2003
Pages
22
Catalog Number
V65034
ISBN (eBook)
9783638576963
ISBN (Book)
9783656796077
Language
German
Tags
Songlings Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sinologe, M.A. Markus Schilling (Author), 2003, Die ´Kriminalgeschichten´ Pu Songlings - Ein Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65034
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