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TV-Formatierung - Veränderungen in den Fernsehprogrammformen der Unterhaltung und Fiktion

Title: TV-Formatierung - Veränderungen in den Fernsehprogrammformen der Unterhaltung und Fiktion

Term Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Eva Heckelsberg (Author)

Communications - Movies and Television
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Das Fernsehen hielt als audio-visuelles Massenmedium erstmals in den 50er Jahren Einzug in private Haushalte und bestimmte von nun an den Alltag seiner Nutzer entscheidend mit. In zentraler Rolle prägte das Fernsehen als neues, zunehmend allgegenwärtiges Medium die Wahrnehmungs- und Handlungsschemata seiner Rezipienten. Mittlerweile hat das Fernsehen bereits den Status erreicht, zu den Grundbedürfnissen des Menschen zu zählen und ist nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Aufgrund dessen, dass das Medium Fernsehen sich zu einem Leitmedium in unserer Gesellschaft etablierte und die meisten Bürger und Bürgerinnen sich ihre Meinung, unter anderem basierend auf den im Fernsehen gesendeten Informationen bilden, ist es von Wichtigkeit sich stets einen kritischen Standpunkt gegenüber diesen zu bewahren. Im Vordergrund der vorliegenden Arbeit soll die Beschreibung und Erläuterung des Prozesses der TV- Formatierung stehen. Vom Konflikt der einzelnen Sendeanstalten, Programmgestalter und Produzenten zwischen der Herstellung von Produkten von künstlerisch-ästhetischem Wert und ökonomischer Verwertbarkeit des Produkts soll maßgeblich die Rede sein. Hierbei werde ich speziell auf das fernsehspezifische Genre des TV-Movies und das Format der Serien eingehen. Zwar steht die Fernsehentwicklung in maßgeblicher Abhängigkeit zu technischen Neuerungen und Innovationen, doch werde ich aufgrund des engen Rahmens auf diesen Aspekt in der vorliegenden Arbeit verzichten. Die Arbeit beginnt mit der Definition einiger wesentlicher Begriffe, die für die weiteren Ausführungen relevant sind. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen

2.1 Zum Genrebegriff

2.2 Zum Programmbegriff

2.3 Zum Formatbegriff

3 Der Prozess der Formatierung

4 Weiterentwicklung der Genres

4.1 TV- Movie

4.2 Serie

5 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der TV-Formatierung und analysiert dabei den Spannungsfeld zwischen künstlerischem Anspruch und ökonomischer Verwertbarkeit im Fernsehen. Im Fokus steht die Frage, wie sich Fernsehprogrammformen durch den Konkurrenzdruck privater Anbieter und veränderte Zuschauerbedürfnisse gewandelt haben.

  • Grundlagen von Genre-, Programm- und Formatbegriffen
  • Strukturelle Dynamiken der TV-Formatierung
  • Entwicklung des TV-Movies unter kommerziellen Aspekten
  • Serialisierung und die Rolle der Daily Soap
  • Einfluss der Einschaltquote auf die Programmgestaltung

Auszug aus dem Buch

2.3 Zum Formatbegriff

Das Konzept der Formatierung stammt ursprünglich aus dem Hörfunk. Der Vorgang der Programmformatierung liegt in der Vereinheitlichung der Sendungstypen, um eine Kontinuität des Programms, also den Programmfluss zu betonen. Man akzentuiert das Angebot auf ein bestimmtes Publikumssegment, richtet sich ganz nach den Bedürfnissen und Wünschen des Publikums. Zusätzlich erfolgt im Bereich des Hörfunks eine Ausdifferenzierung der Formatbestimmungen nach regionalen und Zuschauergruppen-bezogenen Besonderheiten. Diese Vorgänge werden heute als „Industrialisierung“ der Programmgestaltung bezeichnet. Der kommerzieller Erfolg ist die Maßgebung für diese Programmgestaltung.

Als Format definiert das „Handbuch für Radiomanagement“ 1991 „die gezielte, auf die Bedürfnisse des spezifischen Marktes abgestimmte Wahl von Struktur, Inhalt und Präsentation“. Eine bestimmte emotionale Ausrichtung und die damit verbundenen Eigenschaften eines Senders sollen erkannt werden. Durch ein bestimmtes Format wollen sich die einzelnen Sender voneinander differenzieren und konkurrenzfähig bleiben.

Das Verständnis vom Format geht vom Marktbegriff aus, sucht zunächst das vorgefundene Spektrum der Elemente eines Genres auszudifferenzieren, die auf diese Weise erweiterten Bausätze auf ihre „Marktfähigkeit“ zu testen und aus den „erfolgreichen“ – das heißt diejenigen, die auf eine große Publikumsresonanz stoßen – Elementen eine Sendung bzw. ein Programm synthetisch zusammenzufügen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Fernsehens als Leitmedium ein und beschreibt den Fokus auf den Prozess der Formatierung im Spannungsfeld zwischen Ästhetik und Ökonomie.

2 Definitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe Genre, Programm und Format definiert und voneinander abgegrenzt.

3 Der Prozess der Formatierung: Hier wird der historische Wandel durch den Aufstieg privater Sender beleuchtet und der Einfluss des Konkurrenzdrucks sowie der Einschaltquoten auf die Programmplanung erläutert.

4 Weiterentwicklung der Genres: Dieses Kapitel analysiert die spezifische Entwicklung von TV-Movies und Serien unter dem Einfluss industrieller Produktionsweisen.

5 Resümee: Das Fazit stellt die Verdrängung künstlerischer Ambitionen durch quotenorientierte Formatierung fest und fasst die Anforderungen an heutige Programmgestalter zusammen.

Schlüsselwörter

TV-Formatierung, Fernsehprogramm, Genre, Fiktion, Unterhaltung, Industrialisierung, Einschaltquote, TV-Movie, Serie, Daily Soap, Kommerzialisierung, Programmfluss, Medienentwicklung, Infotainment, Fernsehautorenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Veränderungen der Fernsehprogrammformen in den Bereichen Unterhaltung und Fiktion unter dem Aspekt der Formatierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Strukturwandel des Fernsehens, der Einfluss des Privatfernsehens, die Definition von Formaten und die spezifische Entwicklung von Fernsehserien und TV-Movies.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Prozess der „Formatierung“ als Reaktion auf ökonomische Zwänge und Zuschauererwartungen zu beschreiben und zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit medienwissenschaftlicher Literatur, insbesondere den Theorien von Knut Hickethier.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Beschreibung des Formatierungsprozesses im Fernsehen sowie eine detaillierte Analyse der Genres TV-Movie und Serie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Formatierung, Kommerzialisierung, Einschaltquote, Serialisierung und der Wandel vom künstlerischen Anspruch zum „Flow“ des Programms.

Wie unterscheidet sich die Serie vom klassischen Fernsehspiel?

Die Serie zeichnet sich durch Serialität, Offenheit für Fortsetzungen und die Bindung des Zuschauers an das Programm aus, während das Fernsehspiel traditionell als abgeschlossenes Kunstwerk konzipiert war.

Welchen Einfluss haben Einschaltquoten auf die Programmgestaltung?

Quoten fungieren als empirisches Mittel zur Messung des Erfolgs; sie zwingen Sender dazu, Programme ökonomisch zu optimieren, oft auf Kosten ästhetischer Originalität.

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Details

Title
TV-Formatierung - Veränderungen in den Fernsehprogrammformen der Unterhaltung und Fiktion
College
University of Cologne
Grade
2,0
Author
Eva Heckelsberg (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V65047
ISBN (eBook)
9783638577076
ISBN (Book)
9783656778769
Language
German
Tags
TV-Formatierung Veränderungen Fernsehprogrammformen Unterhaltung Fiktion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Heckelsberg (Author), 2005, TV-Formatierung - Veränderungen in den Fernsehprogrammformen der Unterhaltung und Fiktion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65047
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