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Grundlagen und Techniken des Psychodramas mit Kindern

Title: Grundlagen und Techniken des Psychodramas mit Kindern

Seminar Paper , 2005 , 30 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Dipl.-Soz.päd. (BA) Sabrina Radtke (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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1. Einleitung

„Das Psychodrama baut auf der theoretischen Annahme auf, dass der Mensch ein schöpferisch handelndes Wesen ist, dass Handeln in Rollen stattfindet und jeweils interdependent auf andere Rollenträger bezogen ist und dass diese Rollen in einem Sozialisationsprozess erlernt und auch immer wieder modifiziert werden.“ (1)

Das Psychodrama stellt eine Methodik dar, in der versucht wird, viele Dimensionen emotionaler Konflikte, wie unerfüllte Wünsche, unausgesprochene Ängste und Gefühle, im Spiel darzustellen. Insbesondere bei Kindern kann dieses Verfahren, „Handeln statt Reden“(2), zu einer Lösung innerer Konflikte, sowie zu einer Stärkung des Selbstwertgefühls führen.

Aufgrund der wenig erschienenen Literatur zum Psychodrama mit Kindern erscheint es uns fraglich, ob es sich dabei um einen Bereich handelt, der in der Gesellschaft wenig bekannt ist, oder sogar die Anwendung dieser Methode bei Kindern in der Fachöffentlichkeit umstritten ist.
Um dieser Vermutung nachzugehen, haben wir den Focus auf das Psychodrama mit Kindern gelegt und werden sowohl die Unterschiede als auch die Gemeinsamkeiten zu der Therapie mit Erwachsenen erörtern.

Bevor wir auf die allgemeinen Grundlagen des Psychodramas eingehen, schildern wir zu Beginn dieser Arbeit die Biographie von Jacob Levi Moreno, der als Begründer des Psychodramas gilt, sowie die historische Entwicklung dieser Therapiemethode.
In Kapitel vier werden dann die Grundelemente des Psychodramas aufgezeigt, die Moreno als unverzichtbare Komponenten ansah. Anschließend werden die Struktur einer Psychodramasitzung, sowie die verschiedenen Techniken, die im Psychodrama Anwendung finden, erläutert.
Als Abschluss dieser Arbeit wird ein Fallbeispiel aus der Praxis aufgeführt, welches die Arbeit abrunden soll. Im Resümee erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema, sowie eine Erörterung der Möglichkeiten und Grenzen des Psychodramas.
________
(1)Stimmer 2000; S. 534.
(2)Anm. d. Verf.: das so genannte Handlungsaxiom nach Moreno

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographie Morenos und die historische Entwicklung des Psychodramas

3. Das Psychodrama mit Kindern

3.1 Definition und Ziele

3.2 Allgemeine Grundlagen

4. Die Grundelemente des Psychodramas

5. Die Struktur einer Psychodramasitzung

5.1 Die Initialphase

5.2 Die Spielphase

5.3 Die Abschlussphase

6. Die Techniken im Psychodrama

6.1 Die Arbeit mit Puppen

6.2 Doppeln und Doppelgänger

6.3 Das Spiegeln

6.4 Der Rollentausch

7. Psychodrama in der Schule

8. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit den Grundlagen und spezifischen Techniken des Psychodramas bei Kindern, um zu untersuchen, wie dieses Verfahren zur Lösung innerer Konflikte und zur Stärkung des Selbstwertgefühls beitragen kann. Die zentrale Forschungsfrage beschäftigt sich dabei mit der Anpassung der ursprünglichen, für Erwachsene konzipierten Therapiemethode auf die besonderen Bedürfnisse und Entwicklungsvoraussetzungen von Kindern.

  • Historische Entwicklung des Psychodramas durch Jacob Levi Moreno.
  • Struktur und Ablauf einer Psychodramasitzung mit Kindern.
  • Zentrale Techniken wie Puppenspiel, Doppeln, Spiegeln und Rollentausch.
  • Einsatzmöglichkeiten des Psychodramas im schulischen Kontext.
  • Reflexion der Möglichkeiten und Grenzen sowie der Notwendigkeit der Einzelfallprüfung.

Auszug aus dem Buch

3.2 Allgemeine Grundlagen

Das Psychodrama kann, wie bereits erwähnt, bei den meisten emotionalen Konflikten angewandt werden. Jedoch sollte diese Methode bei präpsychotischen, akut psychotischen Zuständen, bei psychosomatischen Erkrankungen im akuten Stadium, sowie bei einer Suizidgefährdung davon abgesehen werden.14

Prinzipiell kann das Psychodrama mit einem oder mehreren Kindern durchgeführt werden, wobei eine individuelle Therapie vor allem dann indiziert ist, wenn es einem weniger auf die therapeutische Wirkung der Gruppe ankommt, sondern verstärkt auf den Vorteil der dramatischen Ausdrucksform innerhalb einer der Einzelanalyse Erwachsener entsprechenden Therapie. Grundsätzlich bringt eine Sitzung mit mehreren Kindern die Vorteile, dass die so genannten therapeutischen Effekte `in´, `mit´ und `durch die Gruppe´ erfahren werden können, die Kinder in den entsprechenden Gruppenverhalten beobachtet werden können, sowie eine Erleichterung des Rollenspiels, da das Kind sich nicht ganz alleine vor lauter Erwachsenen dieser Aufgabe ausgesetzt fühlt.15 An einer Gruppe sollten allerdings maximal fünf Kinder teilnehmen, da sonst die Teilnahme jedes Einzelnen ungenügend und die Gruppe unbeweglich wird. Eine ideale Gruppengröße sind vier Kinder.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die theoretischen Annahmen des Psychodramas ein und beschreibt das Ziel, durch das Verfahren Konflikte bei Kindern spielerisch zu lösen.

2. Biographie Morenos und die historische Entwicklung des Psychodramas: Dieses Kapitel skizziert den Lebensweg von Jacob Levi Moreno und die Entstehung des Psychodramas aus dem Stehgreiftheater.

3. Das Psychodrama mit Kindern: Hier werden Definitionen und Ziele sowie allgemeine Voraussetzungen für die Arbeit mit Kindern in Gruppen dargelegt.

4. Die Grundelemente des Psychodramas: Das Kapitel erläutert die fünf zentralen Instrumente: Bühne, Protagonist, Regisseur, Hilfs-Ichs und Publikum.

5. Die Struktur einer Psychodramasitzung: Es wird der dreiphasige Aufbau in Initial-, Spiel- und Abschlussphase detailliert beschrieben.

6. Die Techniken im Psychodrama: Hier werden zentrale Methoden wie die Arbeit mit Puppen, Doppeln, Spiegeln und der Rollentausch explizit für die Anwendung bei Kindern erläutert.

7. Psychodrama in der Schule: Das Kapitel diskutiert den Einsatz des Verfahrens im Bildungsbereich sowie die damit verbundene Kritik und Chancen.

8. Resümee: Das Schlusswort zieht eine kritische Bilanz und betont die Notwendigkeit der therapeutischen Flexibilität bei der Arbeit mit Kindern.

Schlüsselwörter

Psychodrama, Kindertherapie, Jacob Levi Moreno, Rollenspiel, Gruppentherapie, Katharsis, Spontaneität, Kreativität, Hilfs-Ich, Rollentausch, Spiegeln, Psychotherapie, Pädagogik, emotionale Konflikte, Symbolspiel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung der psychodramatischen Methode speziell in der Arbeit mit Kindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die historische Herleitung, der therapeutische Prozess in Phasen, die spezifischen Techniken zur Konfliktbearbeitung sowie der Einsatz im schulischen Umfeld.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch spielerische Methoden emotionale Konflikte bei Kindern aufgearbeitet und ihre soziale Kompetenz sowie ihr Selbstwertgefühl gestärkt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die sich auf fachspezifische Literatur und die Prinzipien der humanistischen Psychologie nach J. L. Moreno stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Akteure (Bühne, Regisseur, etc.), den strukturellen Ablauf einer Sitzung und die detaillierte Beschreibung der spezifischen psychodramatischen Techniken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Psychodrama, Kindgerechtigkeit, Rollenspiel, Katharsis und kreative Selbstentfaltung.

Welche Bedeutung hat die Gruppenhomogenität bei Kindern?

Eine homogene Gruppe hinsichtlich Alter, Geschlecht und intellektuellem Niveau ist wichtig, um den Zusammenhalt und die Sicherheit im Spiel zu gewährleisten, wobei auch Familiensituationen als Kriterium dienen können.

Warum ist das "sharing" am Ende einer Sitzung wichtig?

Das "sharing" dient der Reflexion und dem sanften Ausstieg aus der Spielwelt, um die emotionalen Prozesse der Kinder zur Ruhe zu bringen und den Übergang zurück in den Alltag zu begleiten.

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Details

Title
Grundlagen und Techniken des Psychodramas mit Kindern
College
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)
Grade
1,6
Author
Dipl.-Soz.päd. (BA) Sabrina Radtke (Author)
Publication Year
2005
Pages
30
Catalog Number
V65066
ISBN (eBook)
9783638577236
ISBN (Book)
9783640827282
Language
German
Tags
Grundlagen Techniken Psychodramas Kindern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Soz.päd. (BA) Sabrina Radtke (Author), 2005, Grundlagen und Techniken des Psychodramas mit Kindern , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65066
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