Selbstreferentieller Stil am Beispiel der Fernsehserie 'Ally McBeal'


Hausarbeit, 2005
25 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Aufbau

2 Begriffsklärungen
2.1 Serie
2.2 Selbstreferentialität
2.3 Stil
2.3.1 Historische Entwicklung des Stils im Fernsehen

3 Überblick über die Serie „Ally McBeal“
3.1 Inhal
3.2 Figuren

4 Stilmerkmale
4.1 Wiederkehrende Motive
4.2 Cartoon Sequenzen
4.3 Unisex-Toilette
4.4 Wortspiele und Name-dropping
4.5 Musik und Soundtrack

5 Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis
Bücher
Zeitschriften
Internet

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Der Gesichts-BH – Eine Erfindung von Elaine Vassal

Abbildung 2: Das tanzende Baby

Abbildung 3: Vonda Shepard

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

„Nachdem Serien etwas von der Realität gelernt haben wird es für die Realität Zeit, etwas von den Serien zu lernen.“[1]

Ursprünglich wurde das Kino in England „Bioscope“[2] genannt, weil es die wirkliche Bewegung der Formen des Lebens visuell darstellt. Nach McLuhan trifft dies auf nichts, was Ende der 90er Jahre auf Fernsehen oder Leinwand zu sehen war, mehr zu, als auf die amerikanische Anwaltsserie Ally McBeal[3].[4] Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Selbstreferentialität der Fernsehserie Ally McBeal , die in Deutschland ab 1998 ausgestrahlt wird. Ihre stilistischen Besonderheiten werden in den folgenden Kapiteln eingehend analysiert.

1.1 Aufbau

Die Arbeit ist in 5 Kapitel strukturiert. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit allgemeinen Definitionen von „Stil“ und der Entwicklung des Stils im Fernsehen. Weitergehend gibt es Aufschluss über den Begriff der „Serie“. Das dritte Kapitel gibt einen Überblick über die Fernsehserie „Ally McBeal“ und leitet in das vierte Kapitel über, welches sich mit den stilistischen Merkmalen der Serie befasst. Das fünfte Kapitel gibt eine Schlussbetrachtung der vorangegangenen Kapitel.

2 Begriffsklärungen

Um eine sinnvolle Analyse des Stils der Serie „Ally McBeal“ zu erhalten, sind folgende Begriffsklärungen, sowie die weitergehenden Erläuterungen sinnvoll.

2.1 Serie

Unter dem Begriff der „Serie“ werden mehrteilige, meist fiktionale Produktionen verstanden, die auf der jahrhundertealten Tradition des Erzählens basieren.[5] Das Format beinhaltet eine regelmäßige Folge von täglichen oder wöchentlichen Fernsehsendungen, bei der innerhalb der einzelnen Episoden das Personal und die Grundsituation gleich sind, die Handlung jedoch variabel ist.[6] Durch ihr umfangreiches Erzählvolumen entsprechen Serien „nicht nur dem wachsenden Bedarf des Fernsehens an Sendungen, sondern auch dessen serieller Programmstruktur“[7]. Weitergehend werden einige Serien als „Kultserien“ betitelt. Für die folgende Analyse der Serie „Ally McBeal“ ist diese Definition nach Compart sinnvoll, da auch sie als „Kultserie“ bezeichnet wird:

„Von einer Kultserie kann man sprechen, wenn die Zuschauer über den reinen Konsum der Erstausstrahlung hinaus dazu angeregt werden, sich mit ihr zu beschäftigen.“[8]

Nach Bolz/Bossart verspricht das Kultische in einer bis zur Sinnlosigkeit aufgeklärten Welt einerseits Ordnung, andererseits natürlich auch Faszination.[9] Serien haben dann ein Kultpotential, wenn es ritualisierte Abläufe gibt. Dazu zählen bspw. Figuren, die spezifische Charaktereigenschaften besitzen oder „running gags“, auf die sich das Publikum beziehen kann. Kult basiert auf Ritualen und Ikonen, die aufgegriffen und reproduziert werden können.[10]

Im Zusammenhang mit Serien spielen die Besonderheiten des Fernsehens gegenüber dem Kino eine große Rolle. Während Filme zwei oder drei Stunden dauern und wir während dieser Zeitspanne in dieser Welt leben, geschieht das Fernsehen in unserem Raum und unserer Zeit. Fernsehen vermittelt somit nicht nur zwischen Zuschauer und Realität, sondern auch zwischen Realität und Fiktion.[11] „Wir blicken alle nicht mehr durch.“[12]

2.2 Selbstreferentialität

Unter Selbstreferentialität wird der Prozess der Selbstbeobachtung und Selbstbeschreibung bzw. der Selbstbezugnahme verstanden.[13] Selbstreferentialität, aber auch Zitat und Intertextualität sind, besonders seit den 90er Jahren, zu Stilmitteln für Film und Fernsehen geworden.[14]

Um die Bedeutung der Selbstreferentialität als Stilmittel zu verstehen, wird im Folgenden eine Definition des Begriffes „Stil“ gegeben, sowie die Entwicklung des Stils im Fernsehen aufgezeigt.

[...]


[1] BUNZ, Mercedes: Ally McBeal: Fernsehen für eine bessere Welt , http://www.heise.de/tp/r4/artikel/2/2943/1.html, Heise online, 14.06.1999, Recherche am 25.03.2005 – 18:45

[2] Vgl. MONACO, James: Film und neue Medien – Lexikon der Fachbegriffe , Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, 2. Auflage, Reinbek bei Hamburg, September 2003, S. 25.

[3] Produzent: David E. Kelley + 20th Century Fox Television; Koproduzent: Jeffrey Kramer; Hauptdarsteller: Calista Flockhart, Peter MacNicol, Greg Germann u.a.;1. Ausstrahlungstermin: USA 08.09.1997/ D 08.04.1998

[4] Vgl. BUNZ, Mercedes: Ally McBeal: Fernsehen für eine bessere Welt , http://www.heise.de/tp/r4/artikel/2/2943/1.html, Heise online, 14.06.1999, Recherche am 25.03.2005 – 18:45.

[5] Vgl. KOEBNER, Thomas (Hrsg.): Reclams Sachlexikon des Films, Reclam, Stuttgart, 2002, S. 550.

[6] Vgl. MONACO, James: Film und neue Medien – Lexikon der Fachbegriffe , Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, 2. Auflage, Reinbek bei Hamburg, September 2003, S. 148.

[7] KOEBNER, Thomas (Hrsg.): Reclams Sachlexikon des Films, Reclam, Stuttgart, 2002, S. 550

[8] COMPART, Martin: Von Alf bis U.N.C.L.E: Anglo-Amerikanisches Kult-TV , Klartext-Verlag, Essen, 1999, S. 9.

[9] Vgl. BOLZ, Norbert/ BOSSHART, David: Kult-Marketing. Die neuen Götter des Marktes, Düsseldorf, 1995, S. 11.

[10] Vgl. FENDEL, Heike-Melba: Das Wort Kult hat seine Unschuld komplett verloren , in: agenda, Heft 26/ 1996, S. 33.

[11] Vgl. MONACO, James: Film verstehen, Rowohlt Taschenbuch Verlag, 5.Auflage, Reinbek bei Hamburg, Mai 2004, S. 510.

[12] Ebenda, S. 510

[13] Vgl. REIMANN, Horst: Basale Soziologie. Theoretische Modelle , Westdt. Verlag, 4. Auflage, Opladen, 1991, S. 290.

[14] Vgl. STIGLEGGER, Marcus: Splitter im Gewebe , In: http://www.ikonenmagazin.de/artikel/Autorentheorie.htm, Recherche am 26.03.2005 – 14:40.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Selbstreferentieller Stil am Beispiel der Fernsehserie 'Ally McBeal'
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Medienwissenschaft)
Veranstaltung
Medienästhetik und Mediengeschichte
Note
1,7
Autor
Jahr
2005
Seiten
25
Katalognummer
V65089
ISBN (eBook)
9783638577410
ISBN (Buch)
9783638670388
Dateigröße
546 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Selbstreferentieller, Stil, Beispiel, Fernsehserie, Ally, McBeal, Medienästhetik, Mediengeschichte
Arbeit zitieren
Britta Schiwy (Autor), 2005, Selbstreferentieller Stil am Beispiel der Fernsehserie 'Ally McBeal', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65089

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