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Zu: Kafkas "Die Verwandlung" - Versuch einer psychoanalytischen Deutung

Title: Zu: Kafkas "Die Verwandlung" - Versuch einer psychoanalytischen Deutung

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jessica Hurtak (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Die Verwandlung des Gregor Samsa in einen Käfer gehört zu den bekanntesten Handlungen der Literatur. In der Mythologie und auch in Märchen werden Menschen in Tiergestalten verwandelt. Gregor Samsa wacht eines Tages auf und ist in einen Käfer verwandelt. Welche Auswirkungen hat die Verwandlung? Wie geht Gregor damit um? Wie reagiert seine Familie darauf? Verändert sich das Familienleben bzw. das Verhältnis der einzelnen Familienmitglieder zu Gregor?

Um in die Thematik von Kafkas Werk „Die Verwandlung“ einzuführen, möchte ich im ersten Schritt der Hausarbeit die wichtigsten Aspekte des Inhaltes wiedergeben. Dabei werden schon einige Themen angesprochen, auf die im weiteren Verlauf der Hausarbeit näher eingegangen werden soll.

Im nächsten Kapitel möchte ich auf die vier Hauptpersonen in Kafkas Werk eingehen: Gregor, seine Schwester Grete, Gregors Mutter und sein Vater. Hierbei soll neben einem Gesamtbild der Familie auf das jeweilige Verhältnis zwischen Gregor und seinen Familienangehörigen eingegangen werden.

Im dritten Schritt möchte ich mich mit einigen Motiven und Hauptthemen auseinandersetzten, die für Kafkas Werk „Die Verwandlung“ von großer Bedeutung sind. Zunächst soll das Motiv der Verwandlung in einen Käfer näher betrachtet und dann im nächsten Schritt auf das Bild der Dame im Pelz eingegangen werden. Weiterhin wird Kafkas Werk unter dem entwicklungspsychologischen Aspekt der Adoleszenzphase betrachtet, um dann im letzten Schritt näher auf das Verhältnis zwischen Gregor und seinem Vater einzugehen. In diesem letzten Schritt sollen die Phasenlehre Siegmund Freuds und der von ihm geprägte Begriff des Ödipuskonfliktes mit einfließen, und ich werde versuchen aufzuzeigen, inwieweit diese Elemente bei der Deutung des Werkes „Die Verwandlung“ von Bedeutung sein können. Hierbei handelt es sich also um den Versuch einer psychoanalytischen Deutung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Franz Kafka – Die Verwandlung

2.1 Was passiert in „Die Verwandlung“?

3. Die Personen der Erzählung

3.1 Gregor

3.2 Grete

3.3 Die Mutter

3.4 Der Vater

4. Themen und Motive

4.1 Verwandlungs- und Käfermotiv

4.2 Die Dame im Pelz

4.3 Kindliche Abhängigkeit versus Adoleszenzkrisen

4.4 Vater-Sohn-Konflikt

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ durch eine psychoanalytische Deutung zu erschließen. Dabei wird untersucht, wie die Verwandlung des Protagonisten Gregor Samsa die familiäre Dynamik verändert und inwiefern sich psychologische Konzepte, insbesondere die Phasenlehre Siegmund Freuds und der Ödipuskomplex, auf die Deutung der Personenkonstellationen und Motive anwenden lassen.

  • Psychoanalytische Interpretation der familiären Rollenverteilung
  • Analyse des Wandels der Abhängigkeitsverhältnisse innerhalb der Familie Samsa
  • Untersuchung der Motive der Verwandlung und der „Dame im Pelz“
  • Anwendung entwicklungspsychologischer Aspekte wie der Adoleszenzphase auf Gregor
  • Deutung des Vater-Sohn-Konflikts unter Einbeziehung des Ödipuskomplexes

Auszug aus dem Buch

3.1 Gregor

Gregor Samsa wird als verantwortungsbewusster Sohn beschrieben, der die Rolle des Ernährers und Familienoberhauptes einnimmt, nachdem sein Vater einen wirtschaftlichen Verlust erlitten hat. Gregor arbeitet als „Reisender“, so dass er „den Aufwand der ganzen Familie zu tragen imstande war und auch trug“. Sein verdientes Geld spart er nicht für sich selbst, sondern nimmt es zur Existenzsicherung seiner Familie und für den Traum, seine Schwester Grete auf ein Konservatorium schicken zu können.

Dieses Bild von Gregor bekommt der Leser aus der subjektiven Sicht Gregors erzählt. Aus der Sicht der Mutter wird das Bild etwas abgewandelt. In der Beschreibung der Mutter erscheint Gregor als „infantil, auf dem Entwicklungsstadium eines Kindes stehen geblieben, zugleich introvertiert und fügsam“. Anstatt abends mit jemandem auszugehen, bleibt Gregor zu Hause am Tisch seiner Eltern und liest still in der Zeitung. Durch den Blick der Mutter bekommt der Leser von Gregor das Bild eines gehorsamen Sohnes, der zugunsten der Eltern auf sein Privatleben verzichtet, um „in kindlicher Abhängigkeit zu verharren“.

Betrachtet man Gregor in Hinblick auf seinen Beruf als Handlungsreisender bzw. in Bezug zu seinem Chef, dem Prokuristen, so lässt sich eine ambivalente Einstellung Gregors herausarbeiten: Auf der einen Seite arbeitet Gregor gerne als Reisender; er „könnte ohne das Reisen nicht leben“. Als der Prokurist bei Familie Samsa auftaucht, weil Gregor nicht zur Arbeit erschienen ist, denkt Gregor nicht weiter über seine Verwandlung nach, sondern macht sich Gedanken darüber, wie er möglichst schnell seinen noch ungewohnten und nicht leicht zu bewegenden Körper aus dem Bett bekommen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema vor, benennt die zentralen Fragen zur Wirkung der Verwandlung auf Gregor und seine Familie und skizziert das methodische Vorgehen der psychoanalytischen Deutung.

2. Franz Kafka – Die Verwandlung: Dieses Kapitel gibt eine Inhaltsübersicht der Erzählung, wobei insbesondere der plötzliche Beginn der Verwandlung und die daraus resultierenden Veränderungen in der Familienstruktur im Fokus stehen.

3. Die Personen der Erzählung: Die vier Hauptfiguren (Gregor, Grete, Mutter, Vater) werden einzeln analysiert, um ihr jeweiliges Verhältnis zu Gregor und das Gesamtbild der Familie darzustellen.

4. Themen und Motive: Es werden zentrale Motive wie die Verwandlung selbst, das Bild der Dame im Pelz sowie die Adoleszenzphase und der Vater-Sohn-Konflikt unter psychoanalytischen Gesichtspunkten beleuchtet.

5. Zusammenfassung: Die Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengefasst, wobei der Rollentausch, die psychoanalytischen Motive und der symbolische Charakter der familiären Konflikte im Vergleich zu mythologischen Vorbildern resümiert werden.

Schlüsselwörter

Franz Kafka, Die Verwandlung, Psychoanalyse, Gregor Samsa, Ödipuskomplex, Vater-Sohn-Konflikt, Adoleszenzkrise, Käfermotiv, Familiendynamik, Rollenverteilung, phallische Phase, Urszene, Triebpsychologie, Literaturdeutung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Hausarbeit liefert eine psychoanalytische Deutung von Franz Kafkas „Die Verwandlung“, wobei der Fokus auf den Veränderungen innerhalb der Familie Samsa und der psychologischen Verfassung des Protagonisten Gregor liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Transformation Gregors, die Entwicklung der Familienmitglieder, die Rolle des Vater-Sohn-Konflikts sowie die Darstellung kindlicher Abhängigkeit und Adoleszenz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, inwieweit psychoanalytische Konzepte – wie die Phasenlehre nach Freud – zur Interpretation des Verhaltens der Figuren und zur Deutung des Werkes beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse mit einem explizit psychoanalytischen Ansatz verfolgt, der durch entwicklungspsychologische Perspektiven ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Personencharakterisierung sowie eine Untersuchung von Motiven und Themen, wobei explizit das Käfermotiv, die „Dame im Pelz“ und ödipale Strukturen analysiert werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Psychoanalyse, Ödipuskomplex, Familiendynamik, Adoleszenzkrise und Kafkas „Die Verwandlung“ beschreiben.

Warum wird Gregors Verhalten oft als „kindlich“ bezeichnet?

Die Arbeit verweist auf Textstellen, an denen Gregor Unterstützung beim Aufstehen benötigt oder sich beim Öffnen von Türen wie ein Kleinkind verhält, was psychoanalytisch als Regression gedeutet wird.

Wie interpretiert der Autor das Bild der „Dame im Pelz“?

Das Bild wird als erotisches Element gedeutet, das einen Kontrast zu Gregors infantilen Zügen bildet und die „animalische“ Reduzierung des Menschen auf Instinkte unterstreicht.

Welche Rolle spielt der Vater im „Ödipus-Kontext“ der Erzählung?

Kafka dreht laut Analyse den klassischen Ödipuskomplex um: Nicht der Sohn, sondern der Vater hegt feindselige Gefühle und übt Gewalt (Kastrationssymbolik) gegen den Sohn aus.

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Details

Title
Zu: Kafkas "Die Verwandlung" - Versuch einer psychoanalytischen Deutung
College
RWTH Aachen University
Course
Ansätze einer psychoanalytischen Theorie der Literatur
Grade
1,7
Author
Jessica Hurtak (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V65112
ISBN (eBook)
9783638577564
ISBN (Book)
9783638710671
Language
German
Tags
Kafkas Verwandlung Versuch Deutung Ansätze Theorie Literatur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Hurtak (Author), 2006, Zu: Kafkas "Die Verwandlung" - Versuch einer psychoanalytischen Deutung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65112
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