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Infografiken. Einsatz, Gestaltungsqualität und Informationsvermittlung

Title: Infografiken. Einsatz, Gestaltungsqualität und Informationsvermittlung

Diploma Thesis , 2006 , 210 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Catherine Bouchon (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Seit über 200 Jahren sind Darstellungen, die heute als Infografiken bezeichnet werden, ein Stilmittel visueller Kommunikation, um komplexe Sachverhalte leicht verständlich darzustellen. Stellenwert und Bekanntheitsgrad von Infografiken sind aber besonders in den letzten Jahren in den Printmedien stark gewachsen. Mit dem verstärkten Einsatz von Computern für die Erstellung von Grafiken wuchs die Anzahl der Infografiken in den deutschen Medien. Als 1986 weder beim Challanger-Unglück noch bei der Reaktor-Katastrophe in Tschernobyl geeignetes Fotomaterial vorlag, offenbarte sich die Bedeutung von Infografiken. Seit Markteinführung des „Focus“ 1993 finden sich in immer mehr Zeitschriften und Zeitungen zahlreiche Infografiken. Besonders für technische und naturwissenschaftliche Berichte spielen Infografiken eine wichtige Rolle als Gestaltungs- und Erläuterungselemente. Auch im Wirtschaftsteil der Printmedien wird heute selten auf Infografiken verzichtet.
Dennoch gibt es über Infografiken wenig Literatur, auch von der deutschen Forschung blieben Infografiken bisher fast unbeachtet. Eine umfangreiche Literaturrecherche ergab zunächst mehrere wissenschaftlich- oder praxisorientierte Texte und Bücher in englischer Sprache. In Deutschland wurden bislang drei praxisnahe Werke zu Infografiken veröffentlicht (JANSEN/SCHARFE, LIEBIG, SPRISSLER). Sie stammen aus dem Jahr 1999. Jüngere Veröffentlichungen wurden für den deutschen Raum nicht gefunden. Die Recherche ergab eine umfassende wissenschaftliche Forschungsarbeit zu Infografiken. Diese verfasste Knieper im Jahr 1995. Inhalt ist eine Befragung von Zeitungsredaktionen und -lesern aus dem Münchner Raum zum Einsatz von Infografiken. Bei einer tiefer gehenden Recherche wurden noch zwei studentische Abschluss-Arbeiten über Infografiken aus den Jahren 2001 und 2004 gefunden.
Deshalb soll diese Diplomarbeit einen Beitrag leisten, diese Forschungslücke mit aktuellen Erkenntnissen zu schließen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung des Untersuchungsgegenstandes

2.1 Der Begriff Infografik – Definition und Eingrenzung

2.2 Systematik der Vielfalt – Kategorien der Infografik

2.2.1 Statistische Infografiken

2.2.2 Kartografische Infografiken

2.2.3 Funktionsinfografiken

3. Die Infografik als journalistische Darstellungsform in der Praxis

3.1 Informationsvermittlung durch Infografiken

3.2 Ansprüche an Umsetzung und Gestaltung von Infografiken

3.2.1 Leitsätze der Wahrnehmungs- und Gestaltpsychologie

3.2.2 Journalistische Kriterien

3.2.3 Statistische Ansprüche

3.2.4 Kartografische Konventionen

4. Einordnung in den Forschungskontext

5. Untersuchung von Einsatz und Gestaltungsqualität

5.1 Vorstellung der untersuchten Medien

5.2 Forschungsfragen und Operationalisierung

5.3 Darstellung der Ergebnisse und Interpretation

5.3.1 Einsatz von Infografiken

5.3.2 Gestaltungsqualität von Infografiken

6. Rezipienten-Studie zu Informationsvermittlung, Einsatz und Gestaltung von Infografiken

6.1 Begründung der Forschungsmethode

6.2 Forschungsfragen und Operationalisierung

6.3 Darstellung der Ergebnisse und Interpretation

6.3.1 Informationsvermittlung

6.3.2 Bewertung des Einsatzes

6.3.3 Bewertung der Gestaltung

7. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht den Einsatz, die Gestaltungsqualität und die Informationsvermittlung von Infografiken in den deutschen General-Interest-Magazinen "Focus", "Stern" und "Spiegel". Das primäre Ziel ist es, die Qualität und den Nutzen dieser visuellen Darstellungsform empirisch zu evaluieren, um Forschungslücken in diesem Bereich zu schließen und Kriterien für eine effektivere Gestaltung abzuleiten.

  • Analyse der Häufigkeit und des Einsatzspektrums von Infografiken in den drei Magazinen
  • Erarbeitung eines Kriterienkatalogs für eine hohe Gestaltungsqualität
  • Empirische Überprüfung der Informationsvermittlung durch Funktionsinfografiken mittels einer Online-Rezipientenbefragung
  • Untersuchung der Rezipienten-Akzeptanz und der Wirkung von Infografiken auf das Interesse an journalistischen Themen
  • Vergleichende Analyse zwischen den Magazinen bezüglich der Einhaltung von Qualitätsstandards

Auszug aus dem Buch

3.1 Informationsvermittlung durch Infografiken

Ziel dieses Kapitels ist es, Kriterien für die Gestaltung von Infografiken zu erarbeiten. Diese sollen eine Grundlage für die späteren Forschungsfragen bilden. Dafür ist es zunächst wichtig, den Vorgang der Informationsvermittlung durch Infografiken zu erörtern. Vorweg ist anzumerken, dass noch keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Vorgänge im Gehirn während der Informationserfassung aus Infografiken vorliegen. Dies liegt zum einen daran, dass es keine allgemein gültige Definition für Infografiken gibt. Zum anderen sind Infografiken so vielfältig in ihrer thematischen und gestalterischen Umsetzung, dass einzelne Forschungsergebnisse nicht automatisch auf das gesamte Feld der Infografik übertragen werden können. Denn der Prozess der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung etwa beim Betrachten eines Balkendiagramms ist ein anderer als der einer umfangreichen Funktionsinfografik. Aus diesen Gründen werden in der Literatur die Abläufe im Gehirn während der Verarbeitung von Informationen aus Infografiken abgeleitet von Erkenntnissen der Bild- und Textkommunikation. Kroeber-Riel verzichtet gänzlich auf eine sprachliche Unterscheidung zwischen Grafik und Bild und spricht allgemein von Bildinformationen.

Die Ergebnisse verschiedener Studien zeigen, dass bildliche Informationen von Lesern eher beachtet und schneller erfasst werden als Informationen textlicher Art. Teichert spricht daher vom modernen Menschen als „Augenmensch“. Und laut Glotz leben wir im „visuellen Jahrhundert“. Die Bevorzugung von Bildinformationen lässt sich durch die unterschiedliche Art der Informationsverarbeitung erklären.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsrelevanz und der Zielsetzung der Arbeit zur Schließung der Forschungslücke bei Infografiken in deutschen Printmedien.

2. Einführung des Untersuchungsgegenstandes: Definition und Systematisierung des Begriffs Infografik sowie Abgrenzung zu anderen journalistischen Darstellungsmitteln.

3. Die Infografik als journalistische Darstellungsform in der Praxis: Erarbeitung von Gestaltungsanforderungen auf Basis psychologischer Erkenntnisse und journalistischer Standards.

4. Einordnung in den Forschungskontext: Zusammenfassung des aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstandes und Verortung der eigenen Untersuchung innerhalb der Kommunikationswissenschaft.

5. Untersuchung von Einsatz und Gestaltungsqualität: Deskriptive Analyse des Infografik-Einsatzes und der Einhaltung von Qualitätskriterien in den drei Magazinen mittels Inhaltsanalyse.

6. Rezipienten-Studie zu Informationsvermittlung, Einsatz und Gestaltung von Infografiken: Auswertung einer Online-Befragung zur Nutzerakzeptanz und Wirksamkeit von Infografiken.

7. Schlussbetrachtungen: Fazit der Ergebnisse, Beantwortung der Forschungsfragen und Empfehlungen für die redaktionelle Praxis sowie künftige Forschung.

Schlüsselwörter

Infografik, Journalismus, Printmedien, Informationsvermittlung, Gestaltungsqualität, Inhaltsanalyse, Wahrnehmungspsychologie, Statistik, Karten, Funktionsgrafik, Rezipientenforschung, Online-Befragung, Focus, Spiegel, Stern.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie deutsche General-Interest-Magazine wie Focus, Spiegel und Stern Infografiken einsetzen und gestalten, und analysiert deren Effektivität bei der Informationsvermittlung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Definition und Systematik von Infografiken, die wahrnehmungspsychologischen Grundlagen ihrer Wirkung sowie die journalistische Praxis ihrer Gestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Status quo der Infografik-Nutzung zu erfassen, Qualitätsmängel zu identifizieren und einen Kriterienkatalog für eine optimierte journalistische Infografik-Gestaltung zu entwickeln.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet eine Kombination aus einer umfangreichen quantitativen Inhaltsanalyse der Magazine sowie einer empirischen Rezipientenstudie (Online-Fragebogen).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Kriterienentwicklung für die Gestaltung, eine detaillierte Inhaltsanalyse des Infografik-Einsatzes in den drei Magazinen und die Auswertung einer Nutzerbefragung zur Informationsaufnahme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Infografik, Gestaltungsqualität, Informationsvermittlung, Medienanalyse und Rezipientenforschung charakterisieren.

Welche Rolle spielt die Wahrnehmungspsychologie bei der Erstellung der Arbeit?

Die Arbeit greift auf Gestaltgesetze zurück, um zu erklären, wie grafische Elemente im Gehirn verarbeitet werden, und leitet daraus konkrete Regeln für die Vermeidung von Wahrnehmungstäuschungen ab.

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse der Inhaltsanalyse bezüglich der Qualität?

Die Untersuchung zeigt, dass der Qualitätsstandard in den untersuchten Magazinen zwar hoch ist, aber oft an einfachen Kriterien wie der Quellenangabe oder der korrekten Achsenskalierung mangelt.

Wie beurteilen die Leser den Einsatz von Infografiken in den Zeitschriften?

Die Online-Studie belegt, dass Leser Infografiken grundsätzlich begrüßen und als Bereicherung empfinden, allerdings bei komplizierten grafischen Lösungen (z.B. zu viele Pfeile) Probleme bei der Übersichtlichkeit haben.

Welche Empfehlung gibt die Autorin für die Redaktionen?

Die Autorin empfiehlt eine engere Absprache zwischen Redakteuren und Grafikern sowie eine stärkere Fokussierung auf die Vermittelbarkeit der Inhalte bei der Gestaltung, um den Nutzen für den Leser zu maximieren.

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Details

Title
Infografiken. Einsatz, Gestaltungsqualität und Informationsvermittlung
College
University of Applied Sciences North Hesse; Bonn
Grade
1,0
Author
Catherine Bouchon (Author)
Publication Year
2006
Pages
210
Catalog Number
V65128
ISBN (eBook)
9783638577700
ISBN (Book)
9783656787112
Language
German
Tags
Einsatz Gestaltungsqualität Informationsvermittlung Infografiken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Catherine Bouchon (Author), 2006, Infografiken. Einsatz, Gestaltungsqualität und Informationsvermittlung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65128
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