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Hinduismus im Westen - Die Bhagwan-Bewegung

Title: Hinduismus im Westen - Die Bhagwan-Bewegung

Term Paper , 1996 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Carolyn Scheerschmidt (Author)

Theology - Comparative Religion Studies
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Der Hinduismus gehört zu den großen Religionen der Erde. Seine Bezeichnung stammt jedoch nicht von seinen Anhängern selbst. Der Begriff des „Hindu“ ist eine Ableitung der am Fluss Sindu lebenden Urbewohner. Heute stellt er eine Sammelbezeichnung für alle seine religiösen Ausprägungen dar. Der Buddhismus und der Jainismus werden jedoch nicht dazugezählt. Sie sind als eigenständige Religionsformen zu betrachten. Dennoch stehen sie in enger Verflechtung mit dem Hinduismus. Es gibt keine einheitliche Organisation, keine zentrale Führung, kein Glaubensbekenntnis, keine geschlossene dogmatische Lehre und auch keinen Religionsstifter, wie etwa einen Buddha oder einen Jesus. Trotzdem ist der Hinduismus eine der ältesten Religionen. Ausgrabungen führten seine Wurzeln bis ins fünfte Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zurück. Übereinstimmung finden die verschiedenen hinduistischen Religionsformen hinsichtlich der Lehre von Leben, Tod und Erlösung. Jeder Mensch ist für seine Taten verantwortlich. Er schafft damit ein Karma, das sein zukünftiges Leben bestimmt. Samsara bezeichnet dabei die Lehre vom Kreislauf der Wiedergeburten. Ziel eines jeden Hindu ist es dabei aus diesem Leiden des „ewigen“ Wiedergeborenwerdens auszubrechen. Ein erster Schritt, das zu erreichen, ist ein Leben entsprechend dem Dharma zu führen, dem Gesetz, das für seine Kaste moralische und sittliche Werte beschreibt. Religion ist im Hinduismus das Leben. Wie er in die westliche Welt gelangte und sich heute gerade in der modernen Gesellschaft großer Popularität erfreut, ist die Aufgabe, die ich mir für diese Hausarbeit stelle. Grundlage hierfür bildet das Referat, welches ich im vergangenen Semester zur gleichnamigen Thematik gehalten habe. Ich beginne mit einleitenden Worten zu den Ursachen der Ansiedlung der hinduistischen Religion in den westlichen Ländern. Daraufhin versuche ich eine Einteilung hinduistischer Glaubensgemeinschaften am Kriterium des Guru-Typus. Eine Bewegung ableitend der spezifischen Art des Gurus, die Bhagwan- Bewegung, ist anschließend das zu bearbeitende Thema. Die Klärung einzelner Probleme während der Bearbeitung dieses Themenbereiches wird den Schluss meiner Hausarbeit einnehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Wie die hinduistische Religion in die westliche Welt kam

2. Ein Versuch der Unterteilung neuer religiöser Bewegungen

3. Die Bhagwan- Bewegung als Beispiel für eine hinduistische Religionsform in der westlichen Hemisphäre

3.1 Biographische Angaben zu Person und Bewegung

3.2 Lehre der Neo- Sannyasin- Bewegung

4. Probleme bei der Quellenerschließung und eigenes Schlusswort

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Verbreitung hinduistischer Glaubensformen im Westen, wobei der Fokus insbesondere auf der Bhagwan-Bewegung (Osho-Bewegung) liegt. Ziel ist es, die Ursachen der Ansiedlung hinduistischer Traditionen zu analysieren, eine methodische Einteilung neohinduistischer Gemeinschaften anhand des Guru-Typus vorzunehmen und die Lehre sowie historische Entwicklung der Bewegung um Bhagwan Shree Rajneesh kritisch zu beleuchten.

  • Migration und Geschichte des Hinduismus im Westen
  • Methodologische Typologie neuer religiöser Bewegungen
  • Biografie und Wirken von Bhagwan Shree Rajneesh (Osho)
  • Strukturen und Lehren der Neo-Sannyasin-Bewegung
  • Kritische Reflexion der Quellenlage zur Osho-Bewegung

Auszug aus dem Buch

3.1 Biographische Angaben zu Person und Bewegung

Der Junge Rajneesh Chandra Mohan wurde am 11. Dezember des Jahres 1931 im kleinen Dorf Kuchwanda (Zentralindien) als Sohn eines Tuchhändlers geboren. Den Großteil seiner Kindheit verbrachte er bei seinen Großeltern, wodurch er die Tradition des Jainismus kennenlernte, woran sich das familiäre Leben stark orientierte. Rajneesh bewies schon in früher Kindheit seinen rebellischen Charakter und stellte viele Fragen nach dem Sinn des Lebens. Im Alter von 20 Jahren studiert Rajneesh Philosophie in Saugar und graduiert zum Master of Arts mit Auszeichnung. Mit dem Gewinn der indischen Meisterschaft im Debattieren stellte er sein rednerisches Können unter Beweis.

In einem Garten von Jabalpur am 21.März des gleichen Jahres in einer Vollmondnacht fand der Student die Erleuchtung. Daraufhin änderte er erstmalig seinen Namen. Acharya Shree Rajneesh wurde nach seinem Abschluss in Saugar Dozent am Sanskrit- College in Rajpur. Zu dieser Zeit entwickelte er spezifische Selbstverwirklichungs- und Meditationstechniken, wie das New Tantra. Dabei war er vom Tantrismus, Buddhismus und westlichen Therapieformen beeinflusst. Später wurde er Professor am Mahakoshal Arts College der Universität Jabalpur.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Grundlagen des Hinduismus ein, erläutert die Problematik seiner westlichen Adaption und umreißt die Zielsetzung der Arbeit sowie die methodische Herangehensweise.

1. Wie die hinduistische Religion in die westliche Welt kam: Dieses Kapitel beschreibt die historischen Migrationsbewegungen indischer Bevölkerungsgruppen und den Einfluss bedeutender spiritueller Lehrer wie Swami Vivekananda auf die Etablierung hinduistischer Traditionen im Westen.

2. Ein Versuch der Unterteilung neuer religiöser Bewegungen: Es wird eine Typologie neohinduistischer Bewegungen entworfen, die anhand des jeweiligen Guru-Typus (monistisch, evolutionär, ordensähnlich, Heilsmittler, tantrisch) strukturiert ist.

3. Die Bhagwan- Bewegung als Beispiel für eine hinduistische Religionsform in der westlichen Hemisphäre: Der Hauptteil widmet sich der Biografie Rajneeshs, dem Aufbau der Kommune in Oregon sowie einer detaillierten Analyse der Lehre, die westliche Psychologie mit östlicher Spiritualität verbindet.

4. Probleme bei der Quellenerschließung und eigenes Schlusswort: Das Kapitel reflektiert kritisch die Schwierigkeiten bei der Erarbeitung objektiver Fakten angesichts widersprüchlicher Berichte von Anhängern, Kritikern und Medien.

Schlüsselwörter

Hinduismus, Bhagwan, Osho, Neo-Sannyasin, Guru, Meditation, Indien, Migration, Religionswissenschaft, Rajneeshpuram, Selbstverwirklichung, Karma, Dharma, Tantrismus, Religion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Verbreitung hinduistischer Glaubensformen in westlichen Ländern und wählt als Fallbeispiel die Bhagwan- (Osho-) Bewegung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Migrationsgeschichte, die Typologie guru-geführter Gemeinschaften sowie die Biografie und Lehre von Bhagwan Shree Rajneesh.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist eine religionswissenschaftliche Untersuchung der Etablierung des Hinduismus im Westen und eine kritische Auseinandersetzung mit der Bhagwan-Bewegung als spezifische Form dieser Expansion.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturgestützte Analyse und vergleicht verschiedene Quellen – von Lexika bis zu Erfahrungsberichten – um eine objektive Perspektive auf die kontrovers diskutierte Bewegung zu gewinnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Biografie Rajneeshs, den soziologischen Hintergründen der Kommune-Bildung und der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Lehre, die Körpertherapie und spirituelle Selbstverwirklichung kombiniert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Hinduismus, Bhagwan, Osho, Guru, Meditation, Neo-Sannyasin und Religionswissenschaft.

Was war der Grund für die Übersiedlung der Bewegung in die USA?

Neben dem Ziel der Institutionalisierung unter amerikanischem Recht suchte Rajneesh in den USA medizinische Behandlung für seine Diabetes- und Rückenprobleme.

Warum wird Bhagwan in der Presse oft als „Sex-Guru“ bezeichnet?

Die Bezeichnung resultiert aus einer Kombination seiner kontroversen Lehre zur Sexualität und der sehr engen, fast symbiotischen Beziehung, die er zu seinen Schülern pflegte.

Welche Rolle spielt der Begriff „Guru-Typus“ in der Analyse?

Der Guru-Typus dient als Klassifizierungskriterium, um die heterogene Vielfalt neohinduistischer Bewegungen methodisch vergleichbar und übersichtlich darzustellen.

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Details

Title
Hinduismus im Westen - Die Bhagwan-Bewegung
College
http://www.uni-jena.de/
Course
Einführung in die Religionsgeschichte
Grade
2,0
Author
Carolyn Scheerschmidt (Author)
Publication Year
1996
Pages
14
Catalog Number
V65166
ISBN (eBook)
9783638578028
ISBN (Book)
9783656810711
Language
German
Tags
Hinduismus Westen Bhagwan-Bewegung Einführung Religionsgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carolyn Scheerschmidt (Author), 1996, Hinduismus im Westen - Die Bhagwan-Bewegung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65166
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