Der Ausgangstext für das Thema "Lebensverlauf und Altern" ist Teil der Berliner Altersstudie, die 1996 entstand. Mit dieser Studie sollten Lebenslagen und soziale Ungleichheit im Alter analysiert werden. Ich habe mich auf die vorgegebene Untersuchung von Maas und Staudinger "Lebensverlauf und Altern: Kontinuität und Diskontinuität der gesellschaftlichen Beteiligung, des Lebensinvestments und ökonomischer Ressourcen" beschränkt, um den historischen und hauptsächlich den theoretischen Kontext in die Arbeit zu integrieren. Der Abriss des historischen Hintergrundes ist dazu gedacht, einführend an die Problematik des Alter(n)s heran zu führen und die Entwicklung der Altersforschung in den Sozialwissenschaften kurz zu beschreiben.
Im dritten Abschnitt versuche ich, die Institutionalisierungsthese Martin Kohlis noch einmal kurz wiederzugeben, um dann auf die Theorieansätze zur Altersforschung von Kohli, Mayer und Backes und Clemens einzugehen. Der Teil der Berliner Altersstudie dient vor allem dazu, empirische Befunde in die Arbeit einzubauen und damit auch Zusammenhänge verdeutlichen zu können.
Der fünfte Abschnitt zeichnet verschiedene Ansätze zur Ungleichheit im Alter nach, wobei ich versuche, auch auf die sozialpolitische und wirtschaftliche Problematik des Alter(n)s einzugehen und mich damit nicht mehr unmittelbar mit dem Thema "Lebensverlauf und Altern" befasse. Jedoch erschien es mir wichtig, auf diese aktuelle Diskussion Bezug zu nehmen, nicht zuletzt, weil diese Debatte jeden mittelbar oder unmittelbar betrifft oder betreffen wird.
Im Fazit folgen schließlich zwei weiterführende Diskussionspunkte aus politisch - wirtschaftlicher und aus sozialwissenschaftlicher Sicht.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Einführung in den historischen Kontext
3. Institutionalisierung, Lebenslauf und Alter. Verschiedene Konzepte im Überblick.
4. I. Maas und U. Staudinger: Lebensverlauf und Altern: Kontinuität und Diskontinuität der gesellschaftlichen Beteiligung, des Lebensinvestments und ökonomischer Ressourcen. Ein Auszug aus der Berliner Altersstudie
5. Lebenslauf und soziale Ungleichheit im Alter
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen Lebensverlauf und Altern im modernen Wohlfahrtsstaat, wobei der Fokus auf den Theorien zur Altersforschung und den empirischen Befunden der Berliner Altersstudie liegt. Ziel ist es, die Problematik des Alter(n)s sowie die soziale Ungleichheit im Alter unter Berücksichtigung historischer und sozialstruktureller Veränderungen kritisch zu beleuchten.
- Historische Entwicklung der Altersforschung und Sozialpolitik
- Theoretische Konzepte zur Institutionalisierung des Lebenslaufs
- Analyse von Kontinuität und Diskontinuität gesellschaftlicher Beteiligung
- Soziale Ungleichheitsstrukturen und deren Einfluss auf Lebenschancen im Alter
- Diskussion über zukünftige Modelle in Politik, Wirtschaft und Sozialwissenschaften
Auszug aus dem Buch
4. I. Maas und U. Staudinger: Lebensverlauf und Altern: Kontinuität und Diskontinuität der gesellschaftlichen Beteiligung, des Lebensinvestments und ökonomischer Ressourcen. Ein Auszug aus der Berliner Altersstudie.
Maas und Staudinger beschäftigten sich im Rahmen der Berliner Altersstudie mit der Fragestellung, inwiefern der Lebensverlauf einer Person durch deskriptive und erklärende Kontinuität, bzw. Diskontinuität geprägt wird. Und inwieweit damit Phänomene des Alter(n)s durch den vorangegangenen Lebensverlauf erklärt und vorausgesagt werden können.
Maas und Staudinger verstehen unter deskriptiver Kontinuität Verhaltensweisen, bzw. Eigenschaften von Personen, die über den Lebensverlauf hinweg konstant vorhanden sind, die sich also nicht verändern. Erklärende Kontinuität bedeutet, dass die Erklärungszusammenhänge für diese Verhaltensweisen die gleichen bleiben.
Ausgehend von dem zentralen Anliegen grenzten Maas und Staudinger drei Fragestellungen ein: inwiefern können individuelle Unterschiede im Alter mit internen und externen Bedingungen selbst erklärt werden? Dafür wurde nach der gesellschaftlichen Beteiligung von Personen in verschiedenen Lebensabschnitten gefragt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert das Ziel der Arbeit, den theoretischen Kontext des Alterns anhand der Berliner Altersstudie und anderer Ansätze zu analysieren.
2. Einführung in den historischen Kontext: Dieses Kapitel beschreibt den historischen Wandel von der Altersabsicherung bis zur Definition des Alters als eigenständige Lebensphase durch staatliche Sozialpolitik.
3. Institutionalisierung, Lebenslauf und Alter. Verschiedene Konzepte im Überblick.: Es werden verschiedene sozialwissenschaftliche Theorieansätze zur Institutionalisierung des Lebenslaufs, insbesondere das Modell von Kohli, kritisch vorgestellt.
4. I. Maas und U. Staudinger: Lebensverlauf und Altern: Kontinuität und Diskontinuität der gesellschaftlichen Beteiligung, des Lebensinvestments und ökonomischer Ressourcen. Ein Auszug aus der Berliner Altersstudie: Hier werden die Ergebnisse der Berliner Altersstudie hinsichtlich Kontinuität und Diskontinuität bei gesellschaftlicher Beteiligung und Lebensinvestment dargestellt.
5. Lebenslauf und soziale Ungleichheit im Alter: Dieses Kapitel beleuchtet, wie soziale Ungleichheit und unterschiedliche Ressourcenlagen die Lebensbedingungen im Alter beeinflussen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert notwendige Perspektiven für Politik, Wirtschaft und Sozialwissenschaften in einer alternden Gesellschaft.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen.
Schlüsselwörter
Lebensverlauf, Altern, Wohlfahrtsstaat, Berliner Altersstudie, soziale Ungleichheit, Kontinuität, Institutionalisierung, Lebensinvestment, Rentenversicherung, Altersforschung, Erwerbsbiographie, Geschlechterrollen, Sozialstruktur, demographischer Wandel, Alterskohorten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Wechselbeziehung zwischen dem Lebensverlauf eines Individuums und dem Prozess des Alterns im Kontext des modernen Wohlfahrtsstaates.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der Altersforschung, die Institutionalisierung des Lebenslaufs, gesellschaftliche Partizipation im Alter und die Fortführung sozialer Ungleichheitsstrukturen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lebensbedingungen im Alter durch den vorangegangenen Lebensverlauf geprägt werden und warum bisherige Modelle der Altersabsicherung kritisch hinterfragt werden müssen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die empirische Befunde aus der Berliner Altersstudie einbezieht und bestehende sozialwissenschaftliche Theorieansätze zur Diskussion stellt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Drei-Phasen-Modell der Lebenslauf-Institutionalisierung sowie spezifische empirische Ergebnisse zur Kontinuität und Diskontinuität in gesellschaftlichen Aktivitäten und ökonomischen Ressourcen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Lebensverlauf, Altern, soziale Ungleichheit, Kontinuität, Institutionalisierung und Berliner Altersstudie.
Warum ist laut der Autorin das Drei-Phasen-Modell heute als starr zu bewerten?
Aufgrund der zunehmenden Pluralisierung und Individualisierung der Lebensstile in modernen Gesellschaften greift die starre chronologische Aufteilung in Bildung, Erwerbsarbeit und Ruhestand nicht mehr ausreichend.
Welche Rolle spielen interne Ressourcen im Alter?
Interne Ressourcen wie physische und psychische Gesundheit sowie individuelle Bewältigungsstrategien beeinflussen die Teilhabemöglichkeiten und die Lebensqualität im Alter stärker als rein externe ökonomische Faktoren.
- Quote paper
- Dörte Göhler (Author), 2001, Lebensverlauf und Altern. Zum Lebensverlauf im modernen Wohlfahrtsstaat., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6518