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Olsons Theorie des kollektiven Handelns - Eine kritische Analyse

Title: Olsons Theorie des kollektiven Handelns - Eine kritische Analyse

Term Paper , 2006 , 13 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: B.A. Sassan Gholiagha (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics
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Summary Excerpt Details

In der hier vorgelegten Arbeit soll die Theorie des kollektiven Handelns vom Wirtschaftswissenschaftler
Mancur Olson (1932 – 1998) dargestellt und kritisch hinterfragt werden.
Die Fragestellung dieser Arbeit lautet zum einen:
„ Sind die Kernaussagen von Olsons Theorie richtig, und wenn nicht, wo liegen die Fehler
seiner Theorie?“ Zum anderen wird die Frage gestellt, „welche Möglichkeiten der Neuinterpretation
von Olsons Theorie gibt es und welche Perspektive bieten diese Neuinterpretationen?“
Begonnen wird mit einer Definition des kollektiven Handelns um dann im Anschluss Olsons
Theorie erst einmal darzustellen. Begonnen wird mit einigen Grundannahmen, um dann Olsons
Klassifizierung von Gruppen darzustellen. Weiterhin wird auf den Einfluss von Zwang
und sozialem Anreiz eingegangen und diese beiden Faktoren in einen Zusammenhang mit
rationalem Verhalten gebracht. Dann folgt ein Exkurs in die Spieltheorie deren Instrumente es
ermöglichen Olsons Theorie in mathematische Modelle umzuformen. Diskutiert werden hier
Modelle für kollektive Güter, die Freerider-Problematik und Sanktionsmodelle. Diesem Exkurs
folgt dann die Kritik an Olsons Theorie, welche die Grenzen dieser polit-ökonomischen
Theorie aufzeigt. Hier wird zum einen der Schwerpunkt auf die Anwendbarkeit von Olsons
Theorie gelegt. Zum anderen geht es in der Kritik um eine Relativierung von Olsons Schlussfolgerung
in Bezug auf die Schädigung der Gesellschaft und der Gesamtwirtschaft durch
Sonderinteressensgruppen. Im Anschluss an die Kritik sollen Möglichkeiten der Modifikation
und Neuinterpretation von Olsons Theorie dargestellt und analysiert werden. Im Fazit wird
dann die Fragestellung noch einmal aufgegriffen und abschließend beantwortet. Bevor die
Fragestellung im Fazit noch einmal abschließend und zusammenfassend beantwortet werden
soll, wird in Teil fünf auf die Möglichkeiten von Olsons Theorie eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.0 EINLEITUNG

2.0 KOLLEKTIVES HANDELN – EINE DEFINITION

3.0 DARSTELLUNG DER THEORIE VON OLSON

3.1 GRUNDANNAHMEN

3.2 TYPEN VON GRUPPEN

3.3 SOZIALER ANREIZ UND RATIONALES VERHALTEN

4.0 EXKURS: SPIELTHEORETISCHE MODELLE UND KOLLEKTIVEN HANDELN:

4.1 KOLLEKTIVE GÜTER UND DIE FREERIDER-PROBLEMATIK

4.3 KOSTEN UND NUTZEN VON SANKTIONEN

5.0 KRITISCHE ANALYSE VON OLSONS THEORIE

5.1 ZUR ANWENDBARKEIT OLSONS THEORIE (HOMANN UND SUCHANEK)

5.2 KOLLEKTIVES HANDELN UND POLITISCHE LOGIK (CZADA)

5.3 INTERESSENSSTRUKTUR UND WIRTSCHAFTSPOLITIK (LEHNER)

6.0 PERSPEKTIVE: WO LIEGEN DIE STÄRKEN UND MÖGLICHKEITEN VON OLSONS THEORIE?

7.0 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Theorie des kollektiven Handelns von Mancur Olson kritisch auf ihre theoretische Stichhaltigkeit und Anwendbarkeit. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Kernaussagen der Theorie korrekt sind, welche Schwachstellen sich identifizieren lassen und in welcher Weise eine Neuinterpretation oder Modifikation der Theorie neue wissenschaftliche Perspektiven eröffnen kann.

  • Grundlagen des kollektiven Handelns und Olson’sche Kernthesen
  • Spieltheoretische Modellierung kollektiver Güter und der Freerider-Problematik
  • Kritische Reflexion der Anwendbarkeit und Schwachstellen der Theorie
  • Diskussion über Interessenstrukturen und wirtschaftspolitische Folgen
  • Potenziale zur Weiterentwicklung polit-ökonomischer Theorien

Auszug aus dem Buch

3.3 Sozialer Anreiz und rationales Verhalten

Der Aspekt der „sozialen“ Faktoren in kollektivem Verhalten ist aus sozioökonomischer bzw. sozialwissenschaftlicher Perspektive besonderes interessant.

Olson stellt fest, dass neben den wirtschaftlichen Anreizen auch soziale Anreize existieren, einen Beitrag zur Erlangung eines kollektiven Gutes zu leisten. Dies trifft jedoch laut Olson nur für kleinere Gruppen zu, da bei Ihnen die Möglichkeit besteht, dass sie sich untereinander kennen oder sogar befreundet sind. Sozialer Druck lässt sich hier gut ausüben. Jedoch muss eine Einschränkung vorgenommen werden, was den Wirkungsgrad von sozialen Anreizen betrifft. Diese können kollektives Verhalten fördern, nicht jedoch alleine hervorrufen, denn: „[...] gesellschaftliche Stellung und Geltung sind individuelle, keine kollektiven Güter.“ (Olson 1992: 59)

Wie schon erläutert, wendet Olson den Einfluss von sozialem Anreiz und sozialem Druck nur auf kleinere Gruppe an. Für das nicht einbeziehen größerer Gruppen nennt Olson zwei Gründe.

Erstens ist in einer größeren Gruppe das handeln eines einzelnen weniger ausschlaggebend, fällt also unter Umständen gar nicht erst auf, und so kann diese Person natürlich auch kein soziales Ansehen, kein Prestige dafür erhalten.

Zweitens kennen sich in einer größeren Gruppe nicht alle Mitglieder, so kann auch keine soziale Ächtung vom Rest der Gruppe stattfinden, denn dazu müssten sich alle Mitglieder der Gruppe untereinander kennen.

Olson selbst schränkt seinen Ansatz ein, und sagt, dass trotz des Fehlens vom sozialen Druck Menschen uneigennützig handeln. Doch er lehnt diese Kritik mit dem Argument ab, solange das Verhalten der einzelnen Person im engeren Sinne „rational“ ist, sei es ohne Bedeutung ob dieses Verhalten eigen- oder uneigennützig sei. Diese von Olson geforderte Rationalität wird jedoch von ihm nicht weiter ausgeführt. (Olson 1992: 59-64)

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Theorie des kollektiven Handelns nach Mancur Olson und Formulierung der zentralen Forschungsfragen.

2.0 KOLLEKTIVES HANDELN – EINE DEFINITION: Definition des Begriffs kollektives Handeln im Kontext der polit-ökonomischen Theorie und erste Einordnung rationalen Verhaltens.

3.0 DARSTELLUNG DER THEORIE VON OLSON: Detaillierte Darlegung der Grundannahmen, der Gruppentypen sowie der Rolle von Anreizstrukturen nach Olson.

4.0 EXKURS: SPIELTHEORETISCHE MODELLE UND KOLLEKTIVEN HANDELN: Untersuchung der Freerider-Problematik und der Kosten-Nutzen-Analyse von Sanktionen mithilfe spieltheoretischer Ansätze.

5.0 KRITISCHE ANALYSE VON OLSONS THEORIE: Kritische Auseinandersetzung mit der Anwendbarkeit, den Interessenstrukturen und den Schwachstellen der Olson’schen Theorie durch verschiedene theoretische Perspektiven.

6.0 PERSPEKTIVE: WO LIEGEN DIE STÄRKEN UND MÖGLICHKEITEN VON OLSONS THEORIE?: Diskussion über die theoretische Systematik und Potenziale zur Weiterentwicklung durch gezielte Modifikationen.

7.0 FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und abschließende Bewertung der Theorie des kollektiven Handelns.

Schlüsselwörter

Mancur Olson, Kollektives Handeln, Kollektive Güter, Rational-Choice, Freerider-Problematik, Spieltheorie, Interessenvertretung, Sonderinteressensgruppen, Politische Ökonomie, Sozioökonomie, Gruppenverhalten, Institutionen, Anreizstruktur, Sanktionen, Wohlfahrt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert kritisch die „Theorie des kollektiven Handelns“ des Wirtschaftswissenschaftlers Mancur Olson, um deren Grundlagen, Fehler und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Logik hinter kollektivem Handeln, die Bereitstellung öffentlicher Güter, das Phänomen der Trittbrettfahrer (Freerider) sowie die Rolle von Anreizen und Sanktionen innerhalb von Interessengruppen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Kernaussagen von Olsons Theorie auf ihre Korrektheit zu prüfen, Defizite in der Modellbildung aufzudecken und Wege zur Neuinterpretation und Modifikation der Theorie zu eruieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird ein theoretisch-analytischer Ansatz gewählt, der durch spieltheoretische Modelle ergänzt wird, um die abstrakten Annahmen Olsons auf ihre praktische Anwendbarkeit und logische Konsistenz zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung von Olsons Grundannahmen, einen spieltheoretischen Exkurs zu kollektiven Gütern und eine detaillierte kritische Auseinandersetzung mit Beiträgen von Wissenschaftlern wie Homann, Suchanek, Czada und Lehner.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär mit Begriffen wie Kollektives Handeln, Rational-Choice, Freerider-Problematik, Politische Ökonomie und Sonderinteressensgruppen beschreiben.

Warum sind soziale Anreize laut Olson nur bei kleinen Gruppen effektiv?

Laut Olson liegt dies daran, dass in kleinen Gruppen die Mitglieder untereinander bekannt sind, wodurch sozialer Druck und soziale Kontrolle ausgeübt werden können, was in großen, anonymen Gruppen so nicht möglich ist.

Was ist die Hauptkritik an Olsons Theorie bezüglich ihrer Anwendung?

Die Kritik besagt, dass Olsons Modell zu stark verallgemeinert und für „Nicht-Standard-Situationen“, in denen die Anreiz- und Kostenstruktur nicht klar definiert ist, nur begrenzt anwendbar ist.

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Details

Title
Olsons Theorie des kollektiven Handelns - Eine kritische Analyse
College
University of Osnabrück  (Fachbereich Sozialwissenschaften)
Course
Politische Ökonomie
Grade
2,3
Author
B.A. Sassan Gholiagha (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V65261
ISBN (eBook)
9783638578745
ISBN (Book)
9783638806985
Language
German
Tags
Olsons Theorie Handelns Eine Analyse Politische
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Sassan Gholiagha (Author), 2006, Olsons Theorie des kollektiven Handelns - Eine kritische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65261
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