Die EU möchte in der Zukunft der „wettbewerbsfähigste und dynamischste wissensbasierte Wirtschaftsraum der Welt“ werden. Dieser Wirtschaftsraum soll „fähig zu nachhaltigem wirtschaftlichem Wachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und größerem sozialen Zusammenhalt“ sein. Arbeitslosigkeit, demographische Entwicklung und die Anforderungen der Globalisierung einhergehend mit der Vergrößerung der Europäischen Union (EU) auf 25 Mitgliedsstaaten zwangen die europäischen Entscheidungsträger angemessene Ziele und Maßnahmen zu formulieren. Insbesondere die hohe Arbeitslosigkeit von ca. 9 % und die niedrige Beschäftigungsquote von etwa 63 % sind große und wichtige Betätigungsfelder der EU.
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Grundlagen
2.1 Entstehung der Europäischen Union
2.2 Ziele der Europäischen Union
2.3 Beschäftigungspolitik als Teil der EU-Sozialpolitik
2.3.1 Definition der EU-Sozialpolitik
2.3.2 Entwicklung der EU-Sozialpolitik
3 Europäische Beschäftigungsstrategie
3.1 Entstehung und Entwicklung der EBS
3.2 EBS als zentraler Bestandteil der Lissabonner Strategie
3.2.1 Ziele der Lissabonner Strategie
3.2.2 Taskforce „Beschäftigung“
3.2.3 Neustart der Lissabonner Strategie
3.2.3.1 Die Beschäftigungspolitischen Leitlinien (2005-2008)
3.2.3.2 Aktuelle Maßnahmen der Lissabonner Strategie
3.2.4 Methodik der Lissabon- Strategie
3.2.5 Instrumente der EBS
3.2.5.1 Umsetzung der OKM in der EBS
3.2.5.2 Monitoring und Benchmarking
4 Bewertung der EBS
5 Resümee
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Europäische Beschäftigungsstrategie (EBS) als zentrales Instrument der EU, um nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum, eine höhere Beschäftigungsquote und sozialen Zusammenhalt innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums zu erreichen.
- Historische Entwicklung der EU und der europäischen Sozialpolitik
- Struktur und Zielsetzungen der Lissabonner Strategie
- Methodik der Offenen Koordinierungsmethode (OKM)
- Bewertung der bisherigen Zielerreichung im Hinblick auf Arbeitsmarktindikatoren
Auszug aus dem Buch
3.2.5.2 Monitoring und Benchmarking
Mit Hilfe eines Monitoring können die beschäftigungspolitischen Ergebnisse der einzelnen EU-Länder sichtbar gemacht und miteinander verglichen werden. Nachdem die Kommission und der Rat die Ergebnisse bewertet haben, leiten sie ihre Empfehlungen an die Mitgliedstaaten ab. Die Benchmarking-Methode regt den Informationsaustausch und den Wettbewerb zwischen den Beschäftigungssystemen an und führt zu einer Art „Gruppenzwang“, denn kein Land möchte im Vergleich zu anderen schlecht dar stehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Herausforderungen durch Arbeitslosigkeit und demographischen Wandel dar und definiert das Ziel, die Europäische Beschäftigungsstrategie als Lösungsweg zu analysieren.
2 Grundlagen: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Entstehung der EU sowie die Entwicklung der europäischen Sozialpolitik von den Anfängen bis zur koordinierten Beschäftigungsstrategie.
3 Europäische Beschäftigungsstrategie: Hier wird die Entstehung der EBS detailliert beleuchtet, ihre Einbettung in die Lissabonner Strategie erläutert und die methodischen Instrumente wie die OKM beschrieben.
4 Bewertung der EBS: Dieses Kapitel analysiert anhand aktueller Daten die Zielerreichung der EBS in den Bereichen Vollbeschäftigung, Arbeitsqualität und sozialer Zusammenhalt.
5 Resümee: Die Arbeit schließt mit einem Fazit, das die Notwendigkeit von Reformen betont und die Bedeutung der EBS als Werkzeug für eine „Partnerschaft für Reformen“ hervorhebt.
Schlüsselwörter
Europäische Beschäftigungsstrategie, EBS, Lissabonner Strategie, Europäische Union, Sozialpolitik, Offene Koordinierungsmethode, OKM, Arbeitsmarkt, Beschäftigungsquote, Arbeitslosigkeit, Benchmarking, Wirtschaftswachstum, Strukturreformen, Vollbeschäftigung, Nationale Reformprogramme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Europäischen Beschäftigungsstrategie (EBS) und deren Rolle bei der Bewältigung arbeitsmarktpolitischer Herausforderungen innerhalb der EU.
Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?
Die Arbeit deckt die Entstehung der EU, die Grundlagen der Sozialpolitik, die Ausgestaltung der Lissabonner Strategie sowie die Bewertung der beschäftigungspolitischen Maßnahmen ab.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu klären, was die EBS ist, wie sie entstanden ist, welche Ziele sie konkret vorgibt und durch welche Instrumente ihre Umsetzung sichergestellt werden soll.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der europäischen Verträge, Strategiepapiere und Fortschrittsberichte der Europäischen Kommission sowie eine Auswertung aktueller statistischer Daten zur Zielerreichung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Entwicklung der EBS, der Neustart der Lissabonner Strategie, die methodischen Ansätze wie die Offene Koordinierungsmethode sowie die Bewertung der Beschäftigungslage detailliert erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Europäische Beschäftigungsstrategie (EBS), Lissabonner Strategie, Offene Koordinierungsmethode (OKM) und Beschäftigungsquote definieren.
Welche Rolle spielt die Offene Koordinierungsmethode (OKM) in der EBS?
Die OKM dient als zentrales Instrument, um durch gemeinsame Ziele, jährliche Berichterstattung und Benchmarking einen Lernprozess zwischen den Mitgliedstaaten zu initiieren, ohne die nationale Entscheidungskompetenz aufzuheben.
Warum wird die Lissabonner Strategie im Buch als teilweise nicht erfolgreich eingestuft?
Die Autorin/der Autor weist darauf hin, dass Zwischenziele für 2005 verfehlt wurden und die 2010er Ziele aufgrund der mangelnden Konsequenz und Ehrgeiz bei der Umsetzung der Reformen als kaum noch erreichbar gelten.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2006, Europäische Beschäftigungsstrategie , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65262