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Prospektive und retrospektive Zeitschätzung unter hoher und niedriger kognitiver Beanspruchung

Titre: Prospektive und retrospektive Zeitschätzung unter hoher und niedriger kognitiver Beanspruchung

Mémoire de Maîtrise , 2002 , 112 Pages , Note: Sehr Gut

Autor:in: Stanislava Banjac (Auteur)

Psychologie - Travail, Entreprise, Organisation
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Mein Anliegen ist es, im Rahmen dieser Diplomarbeit folgende Fragestellung zu untersuchen: Die Fähigkeit, den erforderlichen Zeitbedarf zur Planung und Ausführung von Aufgaben richtig zu schätzen. Dies deshalb, da Zeitschätzung nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Alltag einen sehr wichtigen Aspekt darstellt. Durch die laufenden Veränderungen in der Arbeitswelt und die ständig wachsenden Anforderungen an Arbeitnehmer wie z.B. hin zu Flexibilität, dem Verschmelzen von Arbeitszeit und Freizeit und der zunehmendem Synchronisierung mehrerer Arbeitsprozesse rückt der Umgang mit Zeit in den Vordergrund. Diese Umstände führen dazu, daß sich Menschen einerseits unter (Zeit-)Streß gesetzt fühlen und/oder andererseits, vorgegebene Zeitrahmen nicht einhalten können.
Aus diesen Überlegungen heraus stellt sich für mich die Frage, wie Menschen den erforderlichen Zeitbedarf zur Ausführung an sie gestellter Aufgaben einschätzen. Hierdurch ergibt sich auch das Interesse sowohl an der retrospektiven als auch an der prospektiven Zeitschätzung, da sich das Vorhandensein oder Fehlen dieser Fähigkeit, sowohl wirtschaftliche Einbußen als auch Abstriche in der Lebensqualität zur Folge haben kann. All diese Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem Thema stellen, nehmen meiner Meinung nach einen beträchtlichen Anteil einerseits an der Qualität und andererseits an der Ökonomie von Arbeitsprozessen ein und haben somit einen hohen Stellenwert in der Arbeitspraxis.
Im theoretischen Teil der Arbeit, welcher in vier Teile gegliedert ist, wird als erstes ein Überblick über den Zugang zum Thema Zeit in der Psychologie gegeben. Da der Mensch und seine Fähigkeit die Zeit zu schätzen im Mittelpunkt der Betrachtung steht wird hier im speziellen auf die experimentelle Erforschung der subjektiven Zeit eingegangen werden. Dabei werden zum ersten Methoden und zum zweiten jene Variablen vorgestellt, welche maßgebenden Einfluß auf die Wahrnehmung von Dauer zu haben scheinen. Das Kapitel "Theoretische Modelle der Zeitschätzung" geht vertiefend auf das breite Spektrum heute vorherrschender Erklärungen zur menschlichen Zeitwahrnehmung und Schätzung dieser ein. Den Abschluß des Theorieteils bildet ein Exkurs über wirtschaftspsychologische Bemühungen die Zeit als wichtigen Faktor bei der Optimierung von Leistung, im wirtschaftlichen Sinn und Zufriedenheit auf individueller Ebene, hervor zu heben.
[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

THEORETISCHER TEIL

1. Einleitung

2. Zeit in der Psychologie

2.1 Psychologische Zeitbegriffe

2.2 Die Physiologie der Zeit

2.3 Subjektive vs. objektive Zeit

2.4 Zeit als Variable in der experimentellen Psychologie

2.4.1 Die wahrgenommene Dauer

2.4.2 Die Wahrnehmung gefüllter Zeit

2.4.3 Die Wirkung von Einstellungen auf die wahrgenommene Dauer

2.5 Zusammenfassung

3. Die Schätzung der Zeit

3.1 Empirische Methoden der Zeitschätzung

3.2 Prospektive vs. retrospektive Schätzung, bzw. Beurteilung von Zeitintervallen

3.3 Der Einfluß der Aufgabenart

3.4 Zusammenfassung

4. Theoretische Modelle der Zeitschätzung

4.1 Modelltypen

4.2 Modell der Veränderungsmenge

4.2.1 Segmentierung des Wahrnehmungsstroms

4.2.2 Kontextveränderungen

4.3 Modell des Speicherbedarfs

4.3.1 Erinnerungsleistung und Zeitschätzung

4.3.2 Kodierung und Rekodierung

4.3.4 Amnestische Syndrome

4.4 Verarbeitungsaufwand - Modell

4.4.1 Kognitive Verarbeitung vs. sensorische Stimulation

4.4.2 Instruktionsgelenkte Aufmerksamkeit

4.4.3 Konkurrenz um kognitive Ressourcen

4.4.4 Vergleich der Modelle und Kritik

4.5 Studie zur Zeitschätzung

4.6 Zusammenfassung

5. Zeit als wirtschaftlicher Faktor

5.1 Interindividuelle Unterschiede betreffend Zeiterleben und Zeitbewußtsein

5.1.1 Fehlurteile und das Unwissen über das eigene Wissen

5.2 Entscheidungen

5.2.1 Entscheidungen im Team

5.2.2 Problemlösen

5.3 Zeitmanagement

5.3.1 Zeitmanagement als Teilaspekt des üblichen Management

5.3.2 Zeitmanagement auf persönlicher Ebene

5.4 Zusammenfassung

EMPIRISCHER TEIL

6. Fragestellungen und Hypothesen

6.1. Fragestellungen

6.2 Hypothesen

7. Methode

7.1 Material

7.2 Durchführung

7.3 Stichprobe

8. Ergebnisse

8.1 Zeitschätzung prospektiv - retrospektiv mit Aufgaben

8.2 Zeitschätzung prospektiv - retrospektiv ohne Aufgaben

8.3 Explorativer Teil

8.3.1 Zusammenhang zwischen Schätzung im Konfidenzintervall und tatsächlicher Zeit

9. Diskussion

10. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die menschliche Fähigkeit, den Zeitbedarf für Aufgaben planvoll einzuschätzen (prospektiv) oder im Rückblick zu bewerten (retrospektiv), unter Berücksichtigung verschiedener kognitiver Beanspruchungsgrade und wirtschaftspsychologischer Rahmenbedingungen.

  • Experimentelle Untersuchung prospektiver vs. retrospektiver Zeitschätzungen.
  • Analyse des Einflusses kognitiven Aufwands auf das subjektive Zeiterleben.
  • Überprüfung theoretischer Modelle der Zeitschätzung (Veränderungsmenge, Speicherbedarf, Verarbeitungsaufwand).
  • Bedeutung der Zeit im wirtschaftlichen Kontext und beim Zeitmanagement.
  • Erforschung individueller Zeitpersönlichkeiten und deren Einfluss auf Zeiturteile.

Auszug aus dem Buch

Subjektive vs. objektive Zeit

Zeit ist unter verschiedenen Aspekten Gegenstand der Physik, der Biologie, Philosophie, Soziologie und neben vielen anderen Disziplinen auch der Psychologie. Die Annahme, daß Menschen die Ereignisfolgen, die wir als Zeitsequenzen erleben, seit jeher in der heute vorherrschenden Weise erlebt hätten, und zwar als einen gleichmäßigen, einförmigen und kontinuierlichen Fluß, steht im Widerspruch zu einigen Tatsachenbeobachtungen aus Vergangenheit und Gegenwart.

Beispielsweise ist Einsteins Korrektur des Newtonschen Zeitbegriffs ein moderner Beweis dafür , daß sich der Begriff der Zeit ändern kann. Einstein machte dabei deutlich, daß die Newtonsche Auffassung der Zeit als eines einheitlichen und einförmigen Kontinuums über das gesamte physikalische Universum nicht haltbar ist. Bei einem Rückblick in die Geschichte auf frühere Stufen der Entwicklung menschlicher Gesellschaften findet man ebenso Belege für entsprechende Wandlungen in der Erfahrung und begrifflichen Erfassung dessen, was wir heute „Zeit“ nennen. In unserem Gebrauch befindet sich der Zeitbegriff auf einem hohen Verallgemeinerungs- und Syntheseniveau und setzt damit ein hohes Wissensniveau über die Methoden des Messens von Zeitsequenzen und über deren Regelmäßigkeiten voraus. Auf einer früheren Stufe, konnten Menschen dieses Wissen nicht haben, was Zeitmaßstäbe wie Bewegungen der Sonne, des Mondes und der Sterne belegen (Elias, 1994).

Für die Psychologie ist die Unterscheidung zwischen objektiver und subjektiver Zeit wichtig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die psychologische Fähigkeit, Zeitaufwand für Aufgaben korrekt einzuschätzen, und deren Relevanz in Arbeitswelt und Alltag.

2. Zeit in der Psychologie: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene psychologische Zeitbegriffe, physiologische Grundlagen und die Unterscheidung zwischen subjektiver und objektiver Zeit.

3. Die Schätzung der Zeit: Es werden empirische Methoden der Zeitschätzung erläutert sowie die Unterscheidung zwischen prospektiver und retrospektiver Perspektive vorgenommen.

4. Theoretische Modelle der Zeitschätzung: Die zentralen Modelle (Veränderungsmenge, Speicherbedarf, Verarbeitungsaufwand) werden detailliert vorgestellt und kritisch verglichen.

5. Zeit als wirtschaftlicher Faktor: Dieser Abschnitt beleuchtet Zeitmanagement, Entscheidungsfindung und individuelle Unterschiede im Zeitbewusstsein im organisationstheoretischen Kontext.

6. Fragestellungen und Hypothesen: Hier werden die Forschungsfragen und die daraus abgeleiteten Hypothesen für das Laborexperiment präzisiert.

7. Methode: Dieser Teil beschreibt das Design des computergestützten Laborexperiments, das Material und die Stichprobenzusammensetzung.

8. Ergebnisse: Die statistische Auswertung der gesammelten Daten hinsichtlich prospektiver und retrospektiver Zeitschätzung mit und ohne Aufgaben wird präsentiert.

9. Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, kritisch gewürdigt und in den theoretischen Rahmen eingeordnet.

10. Zusammenfassung: Eine abschließende Synthese der gesamten Arbeit bietet einen Überblick über die wesentlichen Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Zeitschätzung, Prospektive Zeitschätzung, Retrospektive Zeitschätzung, Kognitive Beanspruchung, Zeitwahrnehmung, Gedächtnis, Zeitmanagement, Wirtschaftspsychologie, Zeitpersönlichkeit, Informationsverarbeitung, Modell des Speicherbedarfs, Experimentelle Psychologie, Subjektive Zeit, Arbeitszeit, Kognitiver Verarbeitungsaufwand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die menschliche Fähigkeit, den Zeitbedarf für geplante oder abgeschlossene Aufgaben einzuschätzen. Dabei steht im Fokus, wie verschiedene Faktoren wie kognitive Belastung und die zeitliche Perspektive die Genauigkeit der Schätzung beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft kognitionspsychologische Grundlagen der Zeitwahrnehmung und Zeitschätzung mit wirtschaftspsychologischen Aspekten wie Zeitmanagement und Entscheidungsfindung in Organisationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu prüfen, ob Menschen Aufgaben eher über- oder unterschätzen und ob es systematische Unterschiede zwischen prospektiver (vorausblickender) und retrospektiver (rückblickender) Zeitschätzung gibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin führt ein computergestütztes Laborexperiment durch, bei dem Probanden verschiedene Aufgaben (Rechnen, Textkorrektur) bearbeiten und dazu Zeitprognosen abgeben bzw. Zeitdauer rückblickend schätzen müssen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Modelle der Zeitschätzung (z.B. Modell der Veränderungsmenge) detailliert analysiert, gefolgt von einer Untersuchung, wie sich Zeit als wirtschaftlicher Faktor und die individuelle "Zeitpersönlichkeit" auf das Verhalten auswirken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Zeitschätzung, kognitive Beanspruchung, prospektive/retrospektive Zeitwahrnehmung, Zeitmanagement und die psychologische Modellbildung zur Dauererinnerung.

Welche Rolle spielt das Gedächtnis bei der Zeitschätzung laut der Autorin?

Das Gedächtnis fungiert als zentrale Instanz für die Rekonstruktion von Zeitdauer. Besonders bei retrospektiven Schätzungen stützt sich das Urteil auf die im Gedächtnis abgelegte Informationsmenge und die Komplexität der verarbeiteten Ereignisse.

Führen komplexe Aufgaben zu einer Überschätzung oder Unterschätzung der Zeit?

Die Studie bestätigt, dass es bei Aufgaben mit kognitivem Aufwand tendenziell zu einer Überschätzung der Zeit kommt, was die Probanden dazu veranlasst, mehr Zeit zu veranschlagen, als tatsächlich für die Bearbeitung benötigt wird.

Fin de l'extrait de 112 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Prospektive und retrospektive Zeitschätzung unter hoher und niedriger kognitiver Beanspruchung
Université
University of Vienna  (Arbeitsgruppe für Wirtschaftspsychologie an der Universität Wien)
Note
Sehr Gut
Auteur
Stanislava Banjac (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
112
N° de catalogue
V6540
ISBN (ebook)
9783638140836
Langue
allemand
mots-clé
Prospektive Zeitschätzung Beanspruchung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stanislava Banjac (Auteur), 2002, Prospektive und retrospektive Zeitschätzung unter hoher und niedriger kognitiver Beanspruchung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6540
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