In der heutigen Ellenbogengesellschaft treten Dispositionen wie Konkurrenzkampf, Individualität und Eigenverantwortung verstärkt in den Mittelpunkt. Aufgrund des Modelllernens nehmen auch Kinder diese typisch erwachsenen Eigenschaften an.
Der Lehrer in der modernen Schule übernimmt heutzutage neben der Vermittlung der fachlichen Kompetenz immer mehr eine erzieherische Rolle ein. Gerade aus dieser Rolle heraus entspringen zunehmend Schwierigkeiten, die es zu bewältigen gilt. Selbstverantwortung und Eigeninitiative sind im Grunde positive Eigenschaften, trotzdem kommt die derzeitige Gesellschaft nicht ohne „Teamwork“ und Kooperation aus. Eine Heranführung der Kinder in diesen Bereichen ist ein wichtiges Lernziel in der gegenwärtigen Schule. Insbesondere in der Grundschule steht das soziale Lernen sehr stark im Mittelpunkt. Neben dem allgemeinen Fachunterricht oder vorfachlichen Unterricht nehmen Schulfächer wie Musik, Kunst und Sport eine Sonderstellung ein.
Diese Betrachtung bezieht sich im Wesentlichen auf den Sport. Die allgemeine Diskussion um die Fragestellung, wie man Kinder zu sozial kompetenten, d.h. beziehungsstarken, kritischen, emphatischen und toleranten Menschen, im Rahmen der Sportspielerziehung erzieht, ist Thema dieser Hausarbeit. Warum gerade dieses Thema in der heutigen Gesellschaft so wichtig ist versuchen wir hier zu erläutern.
Die Arbeit ist in 5 Teile gegliedert. Als erstes soll eine allgemeine Definition des Begriffes ’soziales Lernen’ erfolgen. Auf der Basis dieser Definition wird die Frage, wie und warum gerade der Sportunterricht im Besonderen die Sportspiele einen immanenten Anteil übernehmen kann, behandelt. Probleme, die das soziale Lernen in den Sportspielen mit sich bringt, werden diskutiert und es wird mittels einer Durchleuchtung des Rahmenlehrplanes auf soziale Lernziele, ein Einblick in den Realitätsbezug dieses Themas gegeben. Im letzten Teil der Arbeit werden praxisnahe kooperative Spiele vorgestellt, da wir darin die Chance sehen, pro-soziale Aspekte neben dem Konkurrenzdenken zu vermitteln.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- ALLGEMEINE DEFINITION VON SOZIALEM LERNEN
- SOZIALES LERNEN IM SPORT(SPIEL)UNTERRICHT
- PROBLEMEMATIK DES SOZIALEN LERNENS
- Konkurrenz vs. Kooperation
- Unbewusster Umgang mit sozialem Lernen
- EXKURS RAHMENPLAN → REALITÄT
- LÖSUNGSANSÄTZE
- FAZIT UND AUSBLICK
- LITERATUR
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Bedeutung des sozialen Lernens im Kontext von Sportspielen und beleuchtet die Herausforderungen, die mit der Vermittlung pro-sozialer Werte in einer zunehmend individualistischen Gesellschaft verbunden sind. Der Fokus liegt dabei auf dem Sportunterricht, der im Rahmen der schulischen Ausbildung eine wichtige Rolle bei der Förderung sozialer Kompetenzen spielen kann.
- Definition und Relevanz des sozialen Lernens
- Herausforderungen und Chancen des sozialen Lernens im Sportunterricht
- Die Rolle von Konkurrenz und Kooperation im sozialen Lernprozess
- Praxisnahe Lösungsansätze zur Förderung des sozialen Lernens in Sportspielen
- Die Bedeutung des sozialen Lernens für die Entwicklung sozialer Kompetenzen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema des sozialen Lernens ein und beleuchtet die Relevanz dieser Thematik im Kontext der heutigen Gesellschaft. Im zweiten Kapitel wird der Begriff des sozialen Lernens definiert und seine vielfältigen Facetten erläutert. Das dritte Kapitel befasst sich mit dem sozialen Lernen im Sportunterricht und beleuchtet die Chancen und Herausforderungen, die mit der Vermittlung sozialer Kompetenzen im Sportunterricht verbunden sind. Die Problematik des sozialen Lernens, insbesondere die Abwägung zwischen Konkurrenz und Kooperation, wird im vierten Kapitel näher betrachtet.
Schlüsselwörter
Soziales Lernen, Sportunterricht, Sportspiele, Konkurrenz, Kooperation, Sozialisation, Pädagogik, Rahmenplan, pro-soziale Werte, sozialkompetente Menschen, Teamfähigkeit, Konfliktlösung, Kommunikationsfähigkeit, Empathie.
- Arbeit zitieren
- Katja Löscher (Autor:in), 2003, Soziales Lernen im Sport, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65431