Familientherapie und Systemtheorie


Diplomarbeit, 2004

94 Seiten, Note: 1,4


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Aufbau und Fragestellung
II.I Aufbau der Arbeit
II.II Fragestellungen

III. Geschichte der Systemtheorie

IV. Die Entwicklung der Systemtheorie
IV.I Kybernetik
IV.II Homöostase
IV.III Synergetik
IV.IV Autopoiese

V. Soziale Systeme
V.I Wandel der Betrachtung familiärer Systeme
V.II Die Familie als soziales System
V.III Soziale Systeme und ihre Umwelt
V.IV Strukturmerkmale des sozialen Systems
V.V Grenzen
V.V.I Diffuse Grenzen
V.V.II Starre Grenzen
V.V.III Klare Grenzen
V.V.IV Zusammenfassung
V.VI Regeln
V.VII Kommunikation

VI. Fundament der Systemtheorie
VI.I Systemzugehörigkeit
VI.II Systemfunktionalität
VI.II.I Funktionsausfall
VI.II.II Fehlfunktion
VI.II.III Funktionskonflikt
VI.III Systembeziehungen
VI.III.I Negative Systembeziehungen
VI.III.I.I Mangelnde Systembeziehungen
VI.III.I.II Zweckfremde Systembeziehung
VI.III.I.III Systemkonflikt

VII Familienbeziehungen
VII.I Paar- und Elternbeziehung
VII.II Eltern-Kind Beziehung
VII.III Geschwisterbeziehungen

VIII. System therapeutische Grundannahmen und Haltungen
VIII.I Problementstehung
VIII.II Hypothesenbildung
VIII.III Allparteilichkeit und Neutralität
VIII.IV Verstörung und Anregung
VIII.IV Ressourcen- und Lösungsorientierung

IX. Systemische Vorgehensweisen, Techniken und Methoden
IX.I Informationen und Hypothesen
IX.II Genogramme
IX.II.I Systembeziehungen
IX.III Zuweisungskontext
IX.IV Systemisches Fragen
IX.IV.I Zirkuläres Fragen
IX.IV.II Fragen zur Verdeutlichung von Unterschieden
IX.IV.III Fragen zur Wirklichkeitskonstruktion
IX.IV.IV Fragen zur Möglichkeitskonstruktion
IX.V Familienbrett
IX.VI Familienskulptur
IX.VII Positive Konnotation und wertschätzende Konnotation
IX.VIII Umdeutung
IX.IX Schlussinterventionen
IX.X Reflektierendes Team

X. Beantwortung der Fragestellungen

XI. Schlussbemerkung

XII. Literatur
XII.I Bücher
XII.II Internet
XII.III Zeitschriften
XII.IV Gesichtete aber nicht zitierte oder wiedergegebene Literatur...

I. Einleitung

Während des Studium bin ich zum ersten mal mit dem Thema Systemtheorie in Kontakt gekommen. Zu nächst einmal konnte ich mit den Grundtheorien nichts anfangen. Sie erschienen mir absurd und unlogisch. In einer der ersten Veranstaltungen zum Thema Systemtheorie ist mir ein Satz ganz besonders in Erinnerung geblieben. „Ein Tisch ist nicht immer ein Tisch. Er könnte auch eine Katze sein.“ Ich glaube nach diesem Satz habe ich dann geistig abgeschaltet. Ich schmiss die Vorlesung und den Leistungsschein hin. Zwei Semester später belegte ich eine Vorlesung zum Thema Supervision. Die Dozentin arbeitete systemisch. Wir haben in der Veranstaltung viele praktische Übungen gemacht. So war es mir dann auch möglich den Sprung zu den theoretischen Aspekten der systemischen Arbeit zu bekommen. Erst der Einblick in die Praxis ließen mich die Theorie verstehen. Seit dieser Veranstaltung bin ich vom systemischen Arbeiten begeistert. Und heute kann ich sagen: „Ein Tisch muss nicht immer ein Tisch sein, er könnte auch eine Katze sein.“

II. Aufbau und Fragestellung

II.I Aufbau der Arbeit

Als Sozialpädagoge wird man mit dem unterschiedlichsten Klientel konfrontiert. Jedes Klientel hat seine eigenen Problematiken. Und doch haben alle eines gemeinsam.

Alle sind Mitglieder einer Familie. Nun hat jede Familie ihre eigenen Probleme. Die meisten Familien können ihre Probleme recht gut selber lösen und gehen gestärkt aus einer Krise hervor. Sie versuchen gemeinsam über das Problem zu reden. Vielleicht betrifft das Problem auch nur ein einzelnes Familienmitglied und sie versuchen dennoch gemeinsam eine Lösung zu finden.

Aber was geschieht mit den Problematiken, die sich nicht lösen lassen?

Für gewöhnlich treten dann ähnliche Symptome auf.

Die Probleme wirken sich auf zwischenmenschliche Beziehungen aus. Einzelne Familienmitglieder reagieren mit psychischen Erkrankungen, andere wiederum reagieren mit physischen Erkrankungen. Irgendwann spitzt sich die Familiensituation dermaßen zu, dass in solchen Fällen die Familie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollte bzw. muss.

Diese Hilfe kann sich die Familie an unterschiedlichen Stellen holen. Hier nun eine kurze Aufzählung familienberaterischer- bzw. familientherapeutischer Hilfestellen.

- Amt für Jugend und Familie, Erziehungsberatung
- PRO FAMILIA und andere private Beratungszentren
- Sozialpädagogische Familienhilfe nach § 31 SGB VIII und § 36 KJHG
- Kinder- und Jugendpsychotische Tages- oder Wochenkliniken
- Niedergelassene Psychologen und Therapeuten

Eine Arbeitsmethode wird in der Familienberatung und der Familientherapie seit geraumer Zeit immer häufiger angewendet. Man nennt diese Arbeitsmethode systemische Familienberatung und systemische Familientherapie.

Sozialpädagogen und Psychologen, die nach diesem Ansatz arbeiten, versuchen Probleme einer Familie in Abhängigkeit von dem in der Familie bestehenden Beziehungssystem zu sehen. Ihre Hilfestellung bezieht sich nicht auf den einzelnen Symptomträger. Es wird vielmehr Wert auf eine Intervention auf das betreffende System gelegt.(vgl. Burnham, Systemische Familienberatung 1995, S. 19)

Der Systemische Ansatz gilt in den Bereichen der Sozialenarbeit, der Familienberatung und der Familientherapie als interessante und erfolgreiche Arbeitsmethode. Aus diesem Grund wird der Gegenstand dieser Arbeit der systemische Ansatz in der Familienberatung und der Familientherapie sein.

Es ist sinnvoll im ersten Teil dieser Arbeit die grundlegenden Theorien systemischen Denkens darzustellen. Denn dieses Grundwissen ist enorm wichtig, um die Hintergründe der systemisch orientierten Herangehensweise an Familienproblematiken zu erklären und nachzuvollziehen. Familie wird nach systemischen Gesichtspunkten als ein soziales System definiert. Um die systemischen Arbeitsansätze erfassen zu können, werden die Strukturmerkmale des Systems Familie erläutert. Laut der Systemtheorie definiert sich das soziale System Familie über die Beziehungen der einzelnen Systemmitglieder untereinander. Aus diesem Grunde wird zum Ende des ersten Teiles dieser Diplomarbeit eine genau Darstellung von sich verändernden innerfamiliären Beziehungen Gegenstand sein.

Der zweite Teil dieser Diplomarbeit befasst sich mit den Grundkonzepten der systemischen Familienberatung und der systemischen Familientherapie. Einleitend wird der geschichtliche Entwicklungshintergrund der Familientherapie erläutert. Einige ausgewählte Familientherapiekonzepte werden kurz dargestellt. Dies soll eine offensichtliche Abgrenzung des systemischen Denkansatzes zu anderen Familienberatungs- und Familientherapiekonzepten erleichtern.

Der Focus des zweiten Teiles liegt dann wieder auf den systemischen Grundannahmen und Haltungen beratender und therapeutischer Arbeit. Des weitern werden systemische Arbeitstechniken ausführlich dargestellt.

Der dritte und damit letzte Abschnitt dieser Diplomarbeit widmet sich zwei Fragestellungen.

II.II Fragestellungen

Zwei Fragen sollen in dieser Diplomarbeit behandelt

werden. Zum einen:

Was ist an dem systemischen Ansatz so anders? Was macht

den systemischen Ansatz so neu und interessant? Welche

Grundannahmen und Sichtweisen sind so revolutionär?

Kurz um- Was macht den systemischen Ansatz zu einem

eigenständigen Arbeitsansatz?

Zum anderen:

Was kann der systemische Ansatz leisten? Welche

Problematiken sprechen gut auf eine systemische Beratung

bzw. Therapie an?

III. Geschichte der Systemtheorie

In der gesamten Literatur findet man keine Hinweise auf eine einheitliche Systemtheorie. Es gibt eine Menge Autoren, die Arbeitskonzepte nach systemischen Ansätzen erarbeitet haben. Jedoch interpretiert jeder Systemtheorie auf seine eigene Art und Weise.(vgl. Böse und Schiepke, Systemische Theorie und Therapie 2000, S.218)

Es findet sich jedoch immer eine Grundannahme wieder. Jeder Autor bedient sich der folgenden systemischen Grundhaltung.

Systemisches Denken bedeutet, die Wirklichkeit aus einer bestimmten Perspektive zu betrachten. Mit dem Hintergrund, dass sich ein System aus der Anzahl von Wechselwirkungen einzelner Elemente zusammen setzt.(vgl. Lüssi, Systemische Sozialarbeit 2001, S. 57)

Ein Sozialpädagoge, der nach systemischen Ansätzen arbeitet, versucht sich auf die strukturelle und prozessuale Organisierung eines Systems zu konzentrieren. Des weiteren achtet er auf die Auseinandersetzung des Systems mit seiner Umwelt. Alles in allem lässt sich sagen, dass es sich bei dem systemischen Ansatzes um ein Konzept des Erkennens und Begreifens handelt.(vgl. Lüssi, Systemische Sozialarbeit 2001, S. 56)

„Ausgangspunkt der Entwicklung von systemtheoretischer

Überlegungen ist die Erkenntnis, dass nicht-triviale Maschinen oder Systeme, bedingt durch ihre Komplexität, nicht durch einen einfachen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang beschreibbar sind. Denn Systeme funktionieren auf eine bestimmte, ihnen eigene Art und Weise und es ist nur möglich in der Beschreibung ihrer Wirklichkeit nahe zu kommen, wenn man versucht Rückkopplungen und zirkuläre Vernetzungen zu beschreiben.“(Barthelness, Systemische Beratung 2001, S. 13)

Die uns bekannte Systemtheorie hat ihren Ursprung im Jahre 1928. Sie stammt von einem österreichischem Biologen namens Ludwig von Bertalanffy. Er wird in der Literatur oft als „Gründungsvater“ der Systemtheorie erwähnt. Bertalanffy war der erste, der erste Ideen zum systemischen Denkens entwickelte. Er arbeitete Jahre lang an seinen Ideen. Mitte der 40er Jahre war Bertalanffy soweit mit seiner Arbeit fortgeschritten, dass er eine sogenannte „Allgemeine Systemtheorie“ entwickelt hatte.

Die Kernaussage von Bertalanffys Systemtheorie lautet, dass alle Systeme, egal ob aus der lebenden oder der unlebenden Natur, ähnliche Struktur- und Prozessmerkmale aufweisen.(vgl. Böse und Schiepke, Systemische Theorie und Therapie 2000, S. 218)

Eine Aussage von Bertanffys macht seine Annahme verständlicher.

„Wir können uns...die Frage vorlegen, ob es nicht Prinzipien gibt, die für Systeme schlecht hin gelten, gleichgültig, ob diese physikalischer, biologischer oder sozialer Natur sind. Wenn wir uns diese Fragen vorlegen und den Begriff des Systems entsprechend definieren, so finden wir, dass es Modelle, Prinzipien und Gesetze gibt, die für verallgemeinerte Systeme zutreffen, unabhängig von welcher Natur dieser Systeme...“

(Bertanffys zitiert aus Böse und Schiepke, Systemische Theorie und Therapie 2000, S. 218)

Nach der Definition von Bertanffy soll seine Theorie der Allgemeinen Systemtheorie, als eine Art Rahmentheorie verstanden werden. Er versuchte in seiner Allgemeinen Systemtheorie viele verschiedene Wissensgebiete einfließen zu lassen.

Die Autoren Böse und Schiepke weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Systemtheorie bis heute weit davon entfernt ist, eine klar abgrenzende Wissenschaft zu sein. Der Systemtheorie ist es nicht gelungen sich entsprechend weiter zu entwickeln. Dieser Missstand liegt daran, dass sich die Systemtheorie aus einer großen Vielzahl von Wissenschaften zusammen setzt. Sie hat Elemente aus der Biologie, Physik, Chemie, Ökologie, Planungswissenschaft, Soziologie und der Philosophie in sich integriert und sich aus diesen heraus entwickelt.

(vgl. Böse und Schiepke, Systemische Theorie und Therapie 2000, S. 218)

Bertanffys Allgemeine Systemtheorie ist im Fachgebiet der Sozialarbeit angesiedelt. Aber wie eben erwähnt entstammt die Systemtheorie aus vielen verschiedenen Wissenschaften heraus. Dies hatte zur Folge, dass es noch weitere Fachgebiete gab, in denen eine Systemtheorie angesiedelt war. Um einige Beispiele zu nennen:

- Kybernetik
- Steuerungslehre technischer Systeme
- Operation Research
- Systemanalyse
- Moderne Mathematik

(vgl. Böse und Schiepke, Systemische Theorie und Therapie 2000, S. 218)

IV. Die Entwicklung der Systemtheorie

Auf den nachfolgenden Seiten werden die für die Entwicklung des systemischen Denkens relevanten systemtheoretischen Konzepte erörtert. Zu den relevanten Konzepten zählt man die Kybernetik, die Homöostase, die Sysnergetik und die Autopoieses.

IV.I Kybernetik

1948 prägte der Mathematiker Norbert Wiener eine neuartige Theorie. Wiener bezog sich in seiner Theorie auf den gesamten Kontroll- und Kommunikationsbereich. Er machte dabei keine Unterschiede zwischen Menschen oder Maschine. Wiener gab dem ganzen den Namen Kybernetik.

(vgl. Simon, Die Sprache der Familientherapie 1999, S. 192)

Der Kybernetik liegen die gleichen Grundannahmen zu Grunde, wie bei der Allgemeinen Systemtheorie von Bertanffys. Bei beiden Theorien geht man davon aus, das Maschinen, Organismen und soziale Gebilde den gleichen Regeln und Prinzipien folgen.(vgl. Böse und Schiepke, Systemische Theorie und Therapie 2000, S. 99)

Ein zentrales Thema der Kybernetik ist der sogenannte Regelkreis. Der Regelkreis verleit einem kybernetischen System die Fähigkeit externe Störungen zu erkennen und auszugleichen. Dies liegt daran, dass kybernetische Systeme mit ihrer Umwelt rückgekoppelt werden.

„Der Regelkreis besteht im Grunde aus nur zwei Elementen, der regelnden Größe(Regelgröße) und dem Regler, der diese misst und verändern kann. Ist die Regelgröße durch einen inneren oder äußeren Störfaktor verändert, gibt der Regler eine entsprechende Anweisung an ein Stellenglied weiter, welches die Störung durch Zu- und Abfuhr entsprechender Austauschgrößen ausgleicht.“(Böse und Schiepke, Systemische Theorie und Therapie 2000, S. 99)

Zwei weitere Begriffe müssen im Zusammenhang mit der Kybernetik erörtert werden. Die Morphogenese und die Morphosthase. Diese Begriffe haben zwar ihren Ursprung aus der Kybernetik, doch jedes System verfügt über diese Funktionen. Die Morphogenese ist notwendig, damit sich ein System in seiner Struktur an eine sich verändernde Umwelt anpassen kann. Die Morphosthase ist notwendig, damit sich ein System in seiner Struktur, gegenüber einer sich verändernden Umwelt stabilisieren kann. Beide Fähigkeiten sind für lebende Systeme überlebens wichtig.(vgl. Hoffmann, Grundlagen der Familientherapie 1995, S. 64)

In den Jahren zwischen 1950 und 1980 fand die Kybernetik ihren Einzug in die Familienberatung und Familientherapie.

Man ging davon aus, dass die Familie ein System ist, das sich aus Grenzen, Regeln Subsystemen und Koalitionen zusammensetzt. Weiter geht man davon aus, dass dieses System von außen beeinflussbar ist. Mit Hilfe der Kybernetik konnte man Aussagen darüber treffen, wie sie das System Familie kontrolliert und wie es gesteuert und beeinflusst werden kann. So entsandt eine kybernetische Theorie über beobachtete Systeme. Heute wird diese Theorie Kybernetik 1. Ordnung genannt.(vgl. von Schlippe und Schweizer, Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung 2000, S. 53)

Ende der 1980er Jahre kam man zu dem Entschluss, dass eine rein objektive Beobachtung eines Systems durch einen Therapeuten nach Kybernetik 1.Ordnung nicht möglich ist. Bis dato glaubte man ein System von außen unabhängig vom Beobachter beschreiben zu können.

Als Antwort auf diese neue Problematik entwickelte man die Theorie nach Kybernetik 2.Ordnung. Bei der Kybernetik 2.Ordung liegt der Focus auf der Interaktion zwischen dem Beobachter und dem beobachteten System. Es sollen die Unterschiede in den Beziehungen, die der Beobachter beobachtet hat, diskutiert werden.

(vgl. Simon, Die Sprache der Familientherapie 1999, S. 193)

IV.II Homöostase

W.B. Cannon prägte den Begriff Homöostase. Der Begriff ist im Fachgebiet der Physiologie angesiedelt. Homöostase ist die Fähigkeit bestimmte physiologische Größen konstant halten zu können. Eine mögliche physiologische Größe ist Körpertemperatur. Gelingt es einem physischen System seine Körpertemperatur auf einem Level zu halten, obwohl die Umgebungstemperatur abnimmt, spricht man von Homöostase.

Spricht man nun im Zusammenhang in der Systemtheorie von Homöostase, so ist ein System gemeint, das in der Lage ist einen bestimmten Stellenwert in einer bestimmten Brandweite zu halten, obwohl sich die Umwelt verändert.

(vgl. Simon, Die Sprache der Familientherapie 1999, S. 193)

Natürlich setzt diese Theorie einen Sollzustand für ein System voraus. Das wiederum bedeutet, dass ein System über einen Istzustand verfügt, der im besten Falle identisch mit dem Sollzustand ist. Für gewöhnlich liegt der Istzustand jedoch etwas unterhalb des Sollzustandes. Stellt das System nun eine gravierende Inkongruenz zwischem dem Sollzustand und dem Istzustand fest, so tritt sich eine regulierende Handlung in kraft, um den Ursprungszustand wieder herzustellen.(vgl. von Schlippe und Schweizer, Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung 2000, S. 61)

Arist von Schlippe und Jochen Schweitzer haben einige kritische Anmerkungen zur Homöostase gemacht. Sie beanstanden, dass der Istzustand häufig zu negativ beurteilt wird. Dies hat zur folge, das Systeme meist als korrekturbedürftig angesehen werden.

Des weiteren finden sie es kritikwürdig, dass Systemen ihre Möglichkeit zur Anpassung an ihre sich verändernde Umwelt abgesprochen wird. Aus diesem Grunde stehen die Theorien der Homöostase oft im Konflikt mit der Morphogenese.(vgl. von Schlippe und Schweizer, Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung 2000, S. 62)

Der Familientherapeut Don D. Jackson nahm das Konzept der Homöostase in die Familienberatung und Familientherapie auf. Diagnostizierte er bei einem Familiensystem eine ungenügende Entwicklungsfähigkeit und wenig Flexibilität, so benutzte er den Begriff Homöostase.(vgl. Simon, Die Sprache der Familientherapie 1999, S. 135)

Dieses Denkmodel ist jedoch überholt. Heute gehen Sozialpädagogen und Familientherapeuten davon aus, dass auch problematische Familiensysteme in der Lage sind sich, im Sinne einer Morphogenese, zu verändern.(vgl. Simon, Die Sprache der Familientherapie 1999, S. 221)

IV.III Synergetik

Die Synergetik wurde vom deutschen Physiker Haken entwickelt. Ihre Kernfrage beschäftigte sich damit zu erklären, wie Ordnung entsteht. (vgl. von Schlippe und Schweizer, Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung 2000, S. 64)

Die spontane Entstehung geordneter Strukturen in offenen Systemen ist kein Einzelfall, sondern in der Natur und in der Technik weit verbreitet. Diese Erkenntnis führte Hanken dazu, ein interdisziplinäres Forschungsgebiet zu ergründen, das er Synergetik nannte. Synergetik sollte sich in erster Line mit der systemischen Behandlung derartiger Übergänge vom mikroskopischen Chaos zu makroskopischer Ordnung widmen. Wie seine Theorie zeigte, wird die Ordnung in den verschiedenen Systemen durch ganz bestimmte veränderliche, die sogenannten Ordner, bestimmt. Haken verdeutlicht seine Theorie an Hand des Beispieles eines Laserstrahls.

Im Beispiel des Laserlichts ist die Lichtwelle ein solcher Ordner. Diese kann die Bewegung der Elektronen in den Atomen in seinen Bann zwingen, die Atome sozusagen versklaven. Umgekehrt kommt das Licht erst durch die Lichtstrahlung der

Atome zustande, so dass eine zirkuläre Kausalität vorliegt.(vgl. von Schlippe und Schweizer, Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung 2000, S. 65)

Für die Familienberatung und Familientherapie hat die Erkenntnis der Synergetik ein Umdenken bewirkt, das sich wie folgt auswirkt.

Wenn zum Beispiel ein Gespräch(Umweltbedingung) mit einer Familie(System) geführt wird, ob es Streit oder Frieden geben wird, ist durch die Gesprächsführung(Randbedingung) jedoch nicht bestimmbar. Die Zusammenhänge zwischen der Veränderung der Umweltbedingungen und der des Systems müssen hier nicht-linear betrachtet werden. Auch kleine Veränderungen können große Folgen haben und umgekehrt. Wie ein System reagiert ist von der bisherigen Entwicklung und Geschichte des Systems, also von seinem Zustand abhängig.(vgl. von Schlippe und Schweizer, Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung 2000, S. 65)

„Für die Therapie bedeutet das, die chaotischen Prozesse nutzen zu lernen, um dem System zu helfen, von einem als unbefriedigend erlebten Ordnungszustand in einen anderen überzugehen.“(von Schlippe und Schweizer, Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung 2000, S. 65)

IV.IV Autopoiese

Der Begriff Autopoiese geht auf die chilenischen Biologen Humberto Mantura und Francisco Varela zurück. Sie haben zusammen an Konzepten für die Eigentümlichkeiten lebender biologischer Systeme gearbeitet, die diese von physikalisch-chemischen Systemen in der unlebenden Natur unterscheiden. Diese Ideen sind dann auch auf psychische und soziale Systeme angewandt worden. Diese Übertragung der Autopoiese- Theorie in den sozialen Kontext wurde stark kritisiert. Unter den Kritikern waren sogar Mantura und Varela vertreten.(vgl. von Schlippe und Schweizer, Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung 2000, S. 67)

Es folgt eine kurze Auflistung kritischer Beiträge:

- Menschliches Erkennen ist ein biologisches Phänomen und nicht durch die Objekte der Außenwelt, sondern durch die Struktur des Organismus determiniert.
- Menschen haben ein operational und funktional geschlossenes Nervensystem, das nicht zwischen internen und externen Auslösern differenziert, daher sind Wahrnehmung und Illusion, innerer und äußerer Reis im Prinzip ununterscheidbar.
- Menschliche Erkenntnis resultiert aus privaten Erfahrungen, ist als Leistung des Organismus grundsätzlich subjektgebunden und damit unübertragbar.
- Der Gehalt kommunizierter Erkenntnisse richten sich nach der biologischen Struktur des Adressaten.

(von Schlippe und Schweizer, Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung 2000, S. 67)

Während Mantura und Francisco vehement ihrer Meinung Nachdruck verliehen, dass das Autopoiese- Konzept in erster Linie für Zellen und biologische Organismen zutrifft, hat Niklas Luhmann eine eigene Theorie sozialer Systeme auf der Grundlage der Autopoiese entwickelt. Er hat allerdings die Kommunikation als autopoietisches Element definiert und nicht die Individuen im System.(vgl. Böse und Schiepke, Systemische Theorie und Therapie 2000, S. 25)

Ein Zitat wird diese neue therapeutische Grundannahme verdeutlichen.

„Es ist nicht die Aufgabe des Therapeuten, Menschen zu ändern, sondern Kommunikationsmuster. Da er nicht instruktiv interagieren kann, muss er seine Interaktionen lediglich als Pertubationen für ein Familienmitglied oder für die ganze Familie konzeptualisieren. Die Beziehung zwischen einem Therapeuten und einzelnen Patienten oder einer Familie ist eine Form der strukturellen Kopplung. Der therapeutische Prozess ist ein Konversationsprozess zwischen operational geschlossenen Systemen.“(Simon, Die Sprache der Familientherapie 1999, S. 40)

Diese Annahmen bedeuten, dass ein Therapeut eine Veränderung nur hervorrufen kann, wenn er versuch durch Intervention zu „verstören“.

V. Soziale Systeme

V.I Wandel der Betrachtung familiärer Systeme

Im Laufe der Zeit führten die verschiedenen systemischen Überlegungen zu einem Umdenken in der Familienberatung und Familientherapie. Diese neuen systemischen Ansätze hatten großen Einfluss darauf, wie Familiensysteme gesehen wurden.

Nach Simon waren zwei systemische Theorien für die systemische Familienberatung und Familientherapie besonders bedeutsam.

Die Anfangszeit systemischer Familienberatung und Familientherapie wurde durch das Homöostasekonzept geprägt. Später wurde die systemische Familienarbeit durch neuere systemische Ansätze wie dem Autopoiesekonzept geprägt.(vgl. Simon, Die Sprache der Familientherapie 1999, S. 320)

Zu Beginn der Anwendung systemischer Konzepte wurde die Familie als eine zusammengesetzte Einheit betrachtet. Dabei wurde das Individuum als Teil des ihm übergeordneten Systems Familie gesehen, was dazu führte, dass sich die Erklärungsmodelle individuellen Verhaltens veränderten. Individuelles Verhalten war nun nicht mehr als unabhängig von den Bedingungen der Umwelt auf Grund intrapsychischer Abläufe und Motiven zu sehen, sondern wurde als abhängig von den Wechselbeziehungen mit den Interaktionspartnern erkannt. Das Individuum und die Familie wurde als ein System betrachtet, dass in einer hierarchischen Beziehung zueinander steht.(vgl. Simon, Die Sprache der Familientherapie 1999, S. 321)

In den 1960er und 1970er Jahren prägte der strategische Ansatz von Jay Haley und der strukturelle Ansatz von Salvador Minuchin die systemische Familienarbeit. Sie entwickelten sehr genaue Vorstellungen davon, wie eine hierarchisch strukturiertes Familiensystem auszusehen hat. Ihre therapeutischen Techniken und Werkzeuge sahen einen starken gravierenden Eingriff in das System vor. Sie waren der Meinung, man könne nur so ein dysfunktionales Familiensystem wieder zu einem funktionalem verhelfen.

Aufgrund großer Diskussionen in den letzten Jahren, ist man von diesem systemischen Ansatz abgerückt. Man stellte sich die Frage, wie ein funktionales System auszusehen habe und wer es sich anmaßen ließe, dies zu definieren bzw. Normen aufzustellen.(vgl. von Schlippe und Schweizer, Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung 2000, S. 50ff)

Die neuere Systemtheorie, deren bekanntester Vertreter im Bereich sozialer Systeme wohl Niklas Luhmann ist, sieht in dem Organismus des einzelnen Familienmitglieds,

in seiner Psyche und in seinen innerfamiliären Kommunikationsmustern autonome Systeme, die voneinander abgegrenzt sind und füreinander Umwelten darstellen. Das Verhalten jedes dieser Systeme ist durch seine internen Struktur und Prozesse bestimmt, wobei der Freiraum für das innergesteuerte Verhalten eben nur durch die umgebenden Umwelten begrenzt wird. Individuelles Verhalten wurde nun nicht mehr als durch die Wechselbeziehung mit den Interaktionspartnern bedingt

gesehen, sondern man gelangte zu einem Modell, nach dem sich psychische Prozesse immer nur durch psychische Prozesse und Strukturen, biologische Prozesse immer nur durch biologische Prozesse und soziale Prozesse immer nur durch soziale Prozesse erklären lassen.(vgl. Simon, Die Sprache der Familientherapie 1999, S. 321)

Luhmanns bedeutender Beitrag zur neueren Systemtheorie führte zu einem Umdenken bei Sozialpädagogen und Psychologen, die nach systemischen Ansätzen arbeiteten.

Durch Luhmanns Sichtweise löste man sich von der Vorstellung, dass Systeme planbar und steuerbar sind.

Die neue Sichtweise eines Systems war, dass es selbstreferentiell und in sich abgeschlossen ist. Des weiteren hält es sich, wie bei dem Autopoiesekonzept, durch seine Aktionen selber aufrecht.(vgl. von Schlippe und Schweizer, Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung 2000, S. 71)

Aufgrund dieser ganz neuen Impulse für die systemische Familienberatung und Familientherapie, begann man die Vorteile einer System ó Umwelt Unterscheidung zu erkennen. Diese Sichtweise hatte den großen Vorteil, dass die Komplexität eines Systems in Grenzen gehalten werden konnte. Dies war bei einer ganzheitlich orientierten Systemtheorie unmöglich, so dass der Therapeut eher dazu neigte den Überblick zu verlieren.

Betrachtet ein Therapeut die Psyche eines Familienmitgliedes als Teil der Familie, so ist die Komplexität der einzelnen Systemelemente recht groß.

Betrachtet der Therapeut eine Familie nun nach dem

System ó Umwelt Konzept, so ist es möglich die Kommunikation einer Familie recht einfach zu erfassen. Dies ist auch möglich, wenn die einzelnen Systemmitglieder nach komplexen Strukturen funktionieren.(vgl. Simon, Die Sprache der Familientherapie 1999, S. 321ff)

V.II Die Familie als soziales System

Die meisten Menschen wachsen in einer Familie heran. In dem System Familie übernehmen die Eltern bzw. nur ein Elternteil oder eine andere Person die Führsorgefunktion für ein neugeborenes Kind bis hin zum Erwachsenenalter. Dies ist nötig, da ein Mensch nach der Geburt nicht in der Lage ist sich selbst zu versorgen. Ein Kind hat physische und psychische Bedürfnisse, die befriedigt werden müssen.

Physische Bedürfnisse können sein

- Unterkunft
- Nahrung
- Medizinische Versorgung
- Kleidung

Psychische Bedürfnisse können sein
- Körperliche Zuneigung
- Gespräche
- Intellektuelle Förderung

(vgl. Simon, Die Sprache der Familientherapie 1999, S. 96)

Dies bedeutet, dass das Aufwachsen in einer Familie ein wesentlicher Bestandteil des Aufwachsens eines Menschen ist. Nur dort können die psychischen und physischen Bedürfnisse des Kindes befriedigt werden, nur in diesem sozialen Kontext, in dem System Familie können sich Denken, Fühlen und Handeln entwickeln. Die Beziehungen, die während der Aufzucht eines Menschen gebildet werden, bleiben auch nach dem Ende der Aufzucht bestehen. Diese Beziehungen verändern sich jedoch mit der Zeit. Sie obliegen also einem Wandel.(vgl. Albrecht, Familien“krankheit“ 1997, S. 57)

Kinder wachsen, wie bereits erwähnt, überwiegend in einem Familiensystem auf. Hier bei unterscheidet man in traditionelle Familienstrukturen und nicht- traditionelle Familienstrukturen. In den Industrienationen gewinnen die nicht- traditionellen Familienstrukturen immer mehr an Bedeutung für die Aufzucht von jungen Menschen.

Die traditionelle Familienstruktur zeichnet sich dadurch aus, dass Ehemann, Ehefrau und Kind gemeinsam in einem Haushalt leben.

Zu den nicht- traditionellen Familienstrukturen gehören die sogenannten Wohngemeinschaftsfamilien, die sich aus mehreren Ehepaaren mit ihren Kindern, unverheiratete, alleinerziehende Elternteile und ihre Kinder, unverheiratete Paare mit einem oder mehreren und gleichgeschlechtliche Familienformen zusammen setzt.(vgl. Simon, Die Sprache der Familientherapie 1999, S. 97)

Eine Familie muss als besonderes soziales System gesehen werden. Dabei kommt es nicht darauf an, welche Familienform vorliegt. Eine Familie besteht aus unfreiwilligen und unlösbaren Komponenten. Die Eltern habe sich ihren Lebenspartner meist frei wählen können. Kinder können sich ihre Eltern nicht aussuchen. Sie werden ungefragt in die Familie hinein geboren. Auch die Elternteile stehen in einem unfreiwilligen Familienbeziehungsverhältnis. Sie besitzen eine Herkunftsfamilie, mit der sie eine gemeinsame Geschichte und eine tiefe Verbundenheit verbindet.(vgl. Mücke, Probleme sind Lösungen 2001, S. 203)

V.III Soziale Systeme und ihre Umwelt

„Im Sinne der Systemtheorie lässt sich die Familie als ein soziales System definieren, dass eine besondere Gruppe von Personen, zwischen denen Beziehungen bestehen, darstellt. Diese Beziehungen werden durch Mitglieder etabliert, aufrechterhalten und erkennbar gemacht, indem sie miteinander kommunizieren“ (Schneewind, Familienpsychologie 1999, S. 89)

Menschliche Interaktion ist das, was ein soziales System auszeichnet. Es stellt sich als Funktionskomplex dar. Es gibt große und kleine Systeme. Sehr große Systeme beherbergen in sich kleinere Systeme. Das große ganze System nennt man Suprasystem. Das Suprasystem liegt auf einer höheren Systemebene als die kleinen Systeme. Die kleinen Systeme nennt man Subsysteme. Die Subsysteme liegen auf einer niedrigeren Systemebene. (vgl. Lüssi, Systemische Sozialarbeit 2001, S. 66)

Überträgt man nun diese systemische Grundtheorie auf eine Familie, so stellt sich der Sachverholt wie folgt dar:

Die Familienmitglieder sind über die Kommunikation verbunden.

Suprasysteme sind zum Beispiel die erweiterte Familie, Nachbarn oder die Gemeinde.

Subsysteme sind dann zum Beispiel das Ehepaar, Vater und Sohn/Tochter, Mutter und Sohn/Tochter oder die Geschwister.(vgl. Schneewind, Familienpsychologie 1999, S. 90)

Man unterscheidet zwar die Systemebenen nach höheren und niedrigeren Systemebenen, jedoch sagt die Zugehörigkeit zu einer Systemebene nichts über deren Machteinfluss aus. Ein Subsystem auf einer niedrigeren Systemebene kann trotzdem mehr Einfluss, als das dazu gehörige Suprasystem haben. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn eine einzelne Familie(Subsystem) das Verhalten eines ganzen Verwandtschaftssystems(Suprasystem) bestimmt.

(vgl. Lüssi, Systemische Sozialarbeit 2001, S. 67)

V.IV Strukturmerkmale des sozialen Systems

Die Familie als System betrachtet, bildet im Laufe der Zeit spezifische Strukturen. Diese Strukturen bilden sich auf Grund von Interaktion und Beziehungen.

Systemisch betrachtet, befinden sich Probleme in einer Familie und deren Familienstrukturen in einer wechselseitigen Beziehung.(vgl. Barthelmess, Systemische Beratung 2001, S. 47)

Diese Strukturmerkmale lassen sich in einer Familie beobachten. Diese werden im Folgenden dargestellt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 94 Seiten

Details

Titel
Familientherapie und Systemtheorie
Hochschule
Hochschule Bremen
Note
1,4
Autor
Jahr
2004
Seiten
94
Katalognummer
V65459
ISBN (eBook)
9783638580205
ISBN (Buch)
9783638740326
Dateigröße
803 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Familientherapie, Systemtheorie
Arbeit zitieren
Kevin Blohm (Autor), 2004, Familientherapie und Systemtheorie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65459

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