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Kooperierende Besteuerungspolitik

Titel: Kooperierende Besteuerungspolitik

Hausarbeit , 2005 , 31 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Diplom-Kaufmann Sergiy Ragulin (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Basierend auf der Theorie der Besteuerung wird gezeigt, zu welchen Wirkungen die Zusatzlast der Vermögens- sowie der Lohnsteuer im Modell von Kehoe führen kann. Die mathematische Herleitung der optimalen Steuersätze wird sowohl für autonomen als auch interagierenden Wirtschaften durchgeführt. Unter den Annahmen der separierbaren Produktionsfunktion und des Ersetzens der Vermögenssteuer mit der Zinssteuer wird eine neue optimale Politik sowie neue Rahmenbedingungen definiert und hergeleitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 GRUNDGEDANKEN VON KEHOE

2.1 Das zugrunde liegende Modell

2.2 Lösungen des Optimierungsproblems nach Kehoe

3 THEORETISCHER HINTERGRUND

3.1 Zusatzlast der Besteuerung

3.2 Wirkungen der Modell-Steuern auf die Modell-Welt

3.2.1 Wirkungen der Lohnsteuer

3.2.2 Wirkungen der Vermögenssteuer

3.2.3 Gemeinsame Wirkungen beider Steuern

3.3 Erhebung optimaler Steuersätze

3.4 Interagierung zweier Länder

4 ANALYSE EINIGER MODELLANNAHMEN

4.1 Separierbare Produktionsfunktion

4.2 Die Vermögenssteuer

5 SCHLUSSFOLGERUNGEN

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht auf Basis des Modells von Patrick J. Kehoe (1989), unter welchen Bedingungen die internationale Kooperation in der Besteuerungspolitik vorteilhaft ist bzw. warum eine unabhängige Festlegung der Steuersätze durch nationale Regierungen effizientere Ergebnisse liefern kann. Ziel ist es, die theoretischen Hintergründe dieser Erkenntnis zu beleuchten und durch eine kritische Analyse der Modellannahmen deren Realitätsrelevanz zu hinterfragen.

  • Theoretische Grundlagen der optimalen Besteuerung und der Zusatzlast (Excess Burden).
  • Analyse der Wirkungsweise von Lohn- und Vermögenssteuern im intertemporalen Kontext.
  • Untersuchung des Steuerwettbewerbs und der Kapitalmobilität zwischen Ländern.
  • Kritische Diskussion restriktiver Modellannahmen wie der separierbaren Produktionsfunktion.
  • Bewertung der Zeitinkonsistenz in der Besteuerungspolitik.

Auszug aus dem Buch

3.1 Zusatzlast der Besteuerung

„Ein Steuersystem ist effizient, wenn allokative Verzerrungen privater Entscheidungen vermieden werden und somit die so genannte Zusatzlast der Besteuerung entfällt.“ Dabei wird unter der Zusatzlast einer Steuer die Differenz zwischen dem gesamten Wohlfahrtsverlust nach der Steuereinführung und dem unvermeidbaren Wohlfahrtsverlust verstanden. Diese Zusatzlast ist größer als Null, wenn die Steuererhebung nicht einfach Nutzenreduzierung, sondern auch die Umverteilung der Ressourcen (Konsumgüter) aufruft, d.h. der Quotient der Einsätze von zwei betrachteten Ressourcen wird verändert. Man sagt, dass die Ressourcenallokation verzerrt wird. Deshalb heißen solche Steuern verzerrende Steuern. Im Gegensatz werden die Steuern unverzerrende Steuern genannt, wenn keine Änderung in der Ressourcenallokation vorhanden ist.

Mit anderen Worten, der Steuerpflichtige verfügt im Falle der verzerrenden Steuern über den Spielraum, wo er seine Steuerauszahlungen verringern kann. Bei Einführung der Lohnsteuer könnte er z.B. weniger arbeiten und bei Einführung der Vermögenssteuer – weniger sparen. Eben diese Entscheidungsänderungen heißen Verzerrungen der Ressourcenallokation. Bei der nichtverzerrenden Besteuerung hat der Steuerpflichtige keine Möglichkeiten, durch sein Verhalten die Höhe der Steuerauszahlungen zu reduzieren. Als Beispiel solcher unverzerrenden Steuer wäre so genannte Pauschalsteuer (in Form der Kopfsteuer), wobei alle Subjekte gleiche Steuern zahlen. Das einzige Kriterium ist dabei, dass dieses Subjekt existiert, so dass er keinen Einfluss auf die Höhe der Steuerschulden aufweisen kann. In der Regel ist in der Praxis der Fall, dass keine unverzerrenden Steuern zur Verfügung stehen. Dann wird das verzerrende Steuersystem so gestaltet, dass die gesamte Zusatzlast minimal sein soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in das Thema der internationalen Kooperation bei der Besteuerung und Darstellung der Forschungsfrage auf Basis des Modells von Patrick J. Kehoe.

2 GRUNDGEDANKEN VON KEHOE: Vorstellung des symmetrischen Zwei-Perioden-Modells der Besteuerung und der Herleitung der Bedingungen für Nicht-Kooperation und Kooperation.

3 THEORETISCHER HINTERGRUND: Erläuterung der normativen Besteuerungskriterien, insbesondere der Zusatzlast (Excess Burden), sowie detaillierte Analyse der Wirkungen von Lohn- und Vermögenssteuern.

4 ANALYSE EINIGER MODELLANNAHMEN: Kritische Untersuchung der Modellannahmen, insbesondere der separierbaren Produktionsfunktion und der Verwendung einer Vermögenssteuer, hinsichtlich ihrer Realitätsnähe.

5 SCHLUSSFOLGERUNGEN: Zusammenfassende Bewertung der Modellergebnisse und Fazit zur Relevanz von Kooperationsstrategien in der realen Wirtschaft.

Schlüsselwörter

Kooperierende Besteuerungspolitik, Fiskalischer Föderalismus, Zusatzlast der Besteuerung, Zeitinkonsistenz, Lohnsteuer, Vermögenssteuer, Kapitalmobilität, Steuerwettbewerb, Optimale Besteuerung, Ramsey-Regel, Separierbare Produktionsfunktion, Wohlfahrtsmaximierung, Nicht-Kooperation, Quellenlandprinzip, Wohnsitzlandprinzip.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das Modell von Patrick J. Kehoe zur internationalen Besteuerungskooperation und untersucht, ob eine eigenständige Besteuerungspolitik einzelner Länder vorteilhafter sein kann als eine internationale Abstimmung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Theorie der optimalen Besteuerung, die Analyse von Steuereffekten auf Arbeits- und Kapitalangebot sowie die ökonomischen Konsequenzen von Steuerwettbewerb zwischen souveränen Staaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die theoretische Validierung der Ergebnisse von Kehoe sowie eine fundierte Erklärung, warum diese Ergebnisse unter realitätsnäheren Modellannahmen variieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine modelltheoretische Analyse im Rahmen der Finanzwissenschaft angewandt, die auf der mikroökonomischen Nutzenmaximierung von Haushalten und der Wohlfahrtsmaximierung durch Regierungen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des theoretischen Hintergrunds inklusive der Effizienz von Steuersystemen, die spezifische Analyse von Modell-Steuern und eine kritische Auseinandersetzung mit den zugrunde liegenden Modellannahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Fiskalischer Föderalismus, Zusatzlast der Besteuerung, Zeitinkonsistenz, Steuerwettbewerb und das Modell von Kehoe.

Inwiefern ist die Vermögenssteuer im Modell problematisch?

Das Modell nutzt die Vermögenssteuer aus didaktischen Gründen zur Veranschaulichung der Zusatzlast, führt jedoch theoretisch zu einer konfiskatorischen Wirkung, die in der realen Wirtschaftspraxis (z.B. Deutschland) kaum anzutreffen oder rechtlich untersagt ist.

Warum wird die separierbare Produktionsfunktion kritisiert?

Die separierbare Produktionsfunktion wird als zu restriktiv angesehen, da sie die Interdependenz zwischen Kapital- und Arbeitsproduktivität ausblendet, die in der Realität eine entscheidende Rolle für die Besteuerungsentscheidungen spielt.

Was bedeutet Zeitinkonsistenz in diesem Kontext?

Zeitinkonsistenz beschreibt eine Situation, in der eine in der ersten Periode getroffene Steuerankündigung der Regierung in der zweiten Periode bei geänderten Rahmenbedingungen (festgelegte Investitionen) nicht mehr optimal ist und durch eine neue Politik ersetzt wird.

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Details

Titel
Kooperierende Besteuerungspolitik
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)  (Lehrstuhl für Finanzwissenschaft)
Veranstaltung
Fiskalischer Föderalismus
Note
1,3
Autor
Diplom-Kaufmann Sergiy Ragulin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
31
Katalognummer
V65510
ISBN (eBook)
9783638580564
ISBN (Buch)
9783638670692
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kooperierende Besteuerungspolitik Fiskalischer Föderalismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom-Kaufmann Sergiy Ragulin (Autor:in), 2005, Kooperierende Besteuerungspolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65510
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Leseprobe aus  31  Seiten
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