Im Rahmen dieser Arbeit wird versucht, die eventuellen Einsatzbereiche der Steganographie im Finanzwesen vorzuschlagen. Ziel der Arbeit ist, zuerst die Möglichkeiten der Anwendung der steganographischen Methoden zu finden und danach durch den Vergleich von ihren Vorteilen und Nachteilen abzuschätzen, wie hoch die Fähigkeit der Steganographie ist, die Probleme der Datensicherheit zu lösen.
Im zweiten Kapitel der Arbeit werden die allgemeinen theoretischen Elemente der Steganographie besprochen, wie die steganographischen Methoden, Systeme, Techniken und Programme. Am Anfang werden die Zusammenhänge mit der Kryptographie sowie Unterschiede gezeigt.
In dieser Arbeit wird auf die umständlichen technischen Fragen, wie die ausführliche Beschreibung der Algorithmen, verzichtet. Es wird aber mehr auf der Untersuchung der vorhandenen Methoden der Datensicherheit im Finanzwesen konzentriert, um die Stellen zu ermitteln, wo der Einsatz der Steganographie sinnvoll wäre.
So wird im dritten Kapitel das Problem der Datensicherheit im Finanzwesen im engeren Sinne betrachtet. D.h. werden nur die Finanzunternehmen in verschiedenen Bereichen ihrer Tätigkeit beschrieben. Am Ende des Kapitels werden mehrere Vorschläge zum Einsatz der Steganographie in Banken gegeben.
Im vierten Kapitel wird das Problem der Datensicherheit im Finanzwesen im weiteren Sinne erläutert. Hier wird der Zusammenhang der beliebigen Unternehmung mit dem Finanzsektor gezeigt, und dabei das Problem der möglichen Anwendung der Steganographie erwähnt. Am Ende des Kapitels werden die Mittel zur Lösung dieses Problems genannt.
Im fünften Kapitel wird über die Vorteile und Nachteile der Steganographie diskutiert und die Möglichkeiten des praktischen Einsatzes im Finanzwesen analysiert.
Für die Erleichterung der Wahrnehmung dieser Seminararbeit werden verschiedene Daten in Abbildungen und Tabellen zusammengefasst und in Anhängen beigefüg
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. ENTWICKLUNG VON STEGOVERFAHREN
2.1. STEGANOGRAPHIE ALS ZWEIG DER KUNST DER GEHEIMHALTUNG
2.2. KLASSISCHE STEGOVERFAHREN
2.3. MODERNE STEGOVERFAHREN
2.4. SYSTEME DER STEGANOGRAPHISCHEN VERFAHREN
2.5. TECHNIKEN DER STEGANOGRAPHIE
2.6. STEGO-SOFTWARE
3. EINSÄTZE DER STEGANOGRAPHIE IN FINANZINSTITUTEN
3.1. IT-SICHERHEIT IM FINANZBEREICH
3.2. VORHANDENE SYSTEME DER IT-DATENSICHERHEIT BEIM ZAHLUNGSVERKEHR
3.3. INTERNET-BANKING
3.4. STEGANOGRAPHIE BEIM INTERNET-BANKING UND –BROKERAGE
3.5. STEGANOGRAPHIE BEI DER VERTRAGSABWICKLUNG IM INTERNET
3.6. DIGITALE WASSERZEICHEN UND DIGITALE SIGNATUREN IM BEREICH DER DATENAUFBEWAHRUNG
4. STEGANOGAPHIE IN DER FINANZWIRTSCHAFT
4.1. THEORIE DES INSIDER-TRADING UND STEGANOGRAPHIE
4.2. MAßNAHMEN ZUR VERMEIDUNG DES INSIDER-TRADING
5. ANALYSE DER EINSATZMÖGLICHKEITEN FÜR STEGANOGRAPHIE IM FINANZSEKTOR
6. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten der Steganographie als ergänzende Technik zur Datensicherheit im Finanzwesen. Dabei wird analysiert, inwieweit steganographische Verfahren in Bereichen wie Internet-Banking, Vertragsabwicklung und zur Verhinderung von Insider-Trading sinnvoll eingesetzt werden können, um die Sicherheit sensibler Informationen zu erhöhen.
- Grundlagen der Steganographie und Abgrenzung zur Kryptographie
- Einsatzbereiche in Finanzinstituten (Internet-Banking, Archivierung)
- Methoden zur Sicherung digitaler Signaturen und Wasserzeichen
- Analyse des Risikopotenzials durch Insider-Trading
- Evaluation der Vor- und Nachteile gegenüber rein kryptographischen Systemen
Auszug aus dem Buch
2.1. Steganographie als Zweig der Kunst der Geheimhaltung
Das Wort „Steganographie“ ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet „verdecktes Schreiben“. Die Technik des Versteckens der Information ist schon aus dem Altertum bekannt, hat heute eine Computer-Unterstützung und wird weiterentwickelt. Das Prinzip der Steganographie besteht darin, dass die geheimen Nachrichten durch Einbettung in harmlose Daten versteckt werden, so dass ein Außenstehender das Vorhandensein der geheimen Botschaft nicht erkennen kann.
In der Kunst der Geheimhaltung spielt wichtige Rolle auch die Kryptographie, aus Griechischen: „verschlüsseltes Schreiben“. Hier benutzt man die Verschlüsselungsverfahren, um die Nachricht zu chiffrieren, so dass ein Außenstehender den Inhalt der Botschaft nicht erkennen kann. Die schematische Einordnung der Glieder als Untertype der Geheimhaltung ist auf der Abbildung 1 veranschaulicht.
Also sowohl Kryptographie als auch Steganographie verfolgen ein gemeinsames Ziel – die Informationssicherung bei Datenübergabe. Die durch Kryptographie verschlüsselten Botschaften sind jedoch auffällig und interessant für die Externen. Es liegt somit ein Anreiz vor, die kryptographische Verschlüsselung zu entschlüsseln. Der Bereich der Kunst der Geheimhaltung, der sich mit der Entschlüsselung der kryptographisch chiffrierten Botschaften beschäftigt, heißt Kryptoanalyse. Das bildet zusammen mit der Kryptographie ein gemeinsames wissenschaftliches Gebiet – Kryptologie.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Datensicherheit und Definition des Ziels, die Einsatzmöglichkeiten der Steganographie im Finanzsektor kritisch zu prüfen.
2. ENTWICKLUNG VON STEGOVERFAHREN: Darstellung theoretischer Grundlagen, klassischer und moderner Verfahren sowie der Einordnung steganographischer Software.
3. EINSÄTZE DER STEGANOGRAPHIE IN FINANZINSTITUTEN: Untersuchung praktischer Anwendungsszenarien in Banken, insbesondere im Internet-Banking und bei der digitalen Dokumentenarchivierung.
4. STEGANOGAPHIE IN DER FINANZWIRTSCHAFT: Analyse des Insider-Tradings als Problemstellung und Diskussion steganographischer Verfahren zur Datenverdeckung bzw. deren Entdeckung.
5. ANALYSE DER EINSATZMÖGLICHKEITEN FÜR STEGANOGRAPHIE IM FINANZSEKTOR: Synthese der Erkenntnisse zur Eignung und den Limitationen der Steganographie im Finanzumfeld.
6. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Empfehlung zur kombinierten Nutzung von Steganographie und Kryptographie für maximale Sicherheit.
Schlüsselwörter
Steganographie, Kryptographie, IT-Sicherheit, Finanzwesen, Internet-Banking, Insider-Trading, Digitale Signatur, Watermarking, Datensicherheit, Kryptoanalyse, Hash-Wert, Datenversteckung, Finanztransaktionen, Archivierung, Stego-Software
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Integration steganographischer Techniken in Finanzprozesse, um die Datensicherheit bei der elektronischen Kommunikation zu erhöhen.
Welche Themenfelder sind zentral?
Die zentralen Felder sind die IT-Sicherheit im Bankwesen, die Absicherung von Internet-Banking-Transaktionen sowie der Schutz vor unbefugter Informationsweitergabe (Insider-Trading).
Was ist das primäre Ziel?
Das Ziel ist die Evaluierung der Einsatzmöglichkeiten der Steganographie und ein Vergleich ihrer Effektivität gegenüber oder in Kombination mit der Kryptographie.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine theoretische Untersuchung der vorhandenen Methoden und ein Vergleich ihrer Vor- und Nachteile für spezifische Anwendungsgebiete im Finanzsektor vorgenommen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Beispiele in Banken (z.B. Internet-Banking, Signaturverfahren) und in der Finanzwirtschaft (Insider-Trading) detailliert analysiert.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Steganographie, Kryptographie, IT-Sicherheit im Finanzsektor und Datenschutz charakterisieren.
Kann Steganographie die Kryptographie im Banking ersetzen?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Steganographie die Kryptographie nicht ersetzen kann, sondern in Kombination mit ihr den Sicherheitsgrad maßgeblich erhöhen kann.
Warum ist Steganographie besonders für Insider-Trader relevant?
Da Insider versuchen, die Tatsache der Übermittlung geheimer Informationen selbst zu verbergen, ist Steganographie hier oft nützlicher als die auffällige Verschlüsselung.
- Quote paper
- Diplom-Kaufmann Sergiy Ragulin (Author), 2004, Steganographie im Bankensektor und Finanzwesen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65529