Angewandte Ethik und nachhaltige Wertschöpfung - wertegebundene Unternehmensführung als Erfolgsfaktor in einer komplexen Umwelt


Diplomarbeit, 2006
115 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Einleitung – Problembeschreibung und Vorgehensweise

1 Beispiele zur Illustration
1.1 Bayerische Bauindustrie
1.2 United Fruit Company/ Chiquita International Brands

2 Ethik, Moral und Wettbewerb – Abgrenzung des Themas

3 Individualethik – Vertrauen und Eigenverantwortung
3.1 Unvollständige Verträge und Asymmetrische Information
3.2 Prinzipal-Agent-Theorie
3.3 Theorie der Verfügungsrechte (property rights)
3.4 Transaktionskostentheorie

4 Unternehmensethik – Soziale Verantwortung und Unternehmenskultur

5 Ordnungsethik – Rahmenordnung, Dilemmastruktur und Wettbewerb
5.1 Rahmenordnung und Dilemmastruktur
5.2 Dilemmastruktur und Wettbewerb
5.3 Aushebelung und Stabilisierung von Dilemmastrukturen

6 Governanceethik und Wertemanagement
6.1 Definition, Ziele und strategische Einordnung
6.2 Ethik der Governance
6.3 Transkulturelle Governance
6.4 Lokale und globale Governance, Relativismus und Universalismus
6.5 Komplexität, Individualisierung und gesellschaftliche Verantwortung als Treiber eines Ethikmanagements
6.6 Mechanismen der Governance
6.6.1 Implementierung eines Wertemanagementsystems
6.6.2 Wertekatalog und Prozessstufen
6.6.3 Instrumente
6.6.4 Praxisbericht über die Einführung eines Wertemanagementsystems beim Schiffsgetriebehersteller ZF Marine

Zusammenfassung und Ausblick

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

LITERATURVERZEICHNIS
a Monographien
b Sammelwerke und Beiträge
c Artikel in Zeitschriften
d Internetquellen

Eidesstattliche Versicherung

Einleitung – Problembeschreibung und Vorgehensweise

"An dem Tag, an dem die Manager vergessen, dass eine Unternehmung nicht weiter bestehen kann, wenn die Gesellschaft ihre Nützlichkeit nicht mehr empfindet oder ihr Gebaren als unmoralisch betrachtet, wird die Unternehmung zu sterben beginnen."

(Alfred Herrhausen, 1930-1989, Vorstandssprecher der Deutschen Bank)[1]

Unternehmensführer müssen immer öfter Entscheidungen treffen, bei denen sich ein Widerspruch zwischen ökonomischen und ethischen Forderungen ergibt, etwa: Bestechen, um den Auftrag zu bekommen oder Senken der Personalkosten durch Freisetzung von Mitarbeitern. Ist man der Ansicht, dass Ökonomie und Moral einander ausschließen, wird immer eine Bändigung der Ökonomie gefordert und der Moral Vorzug eingeräumt.[2] Dies entspricht jedoch nicht der praktischen Lebenswirklichkeit vieler Wirtschaftsakteure, deren moralisches Handeln öfter mal zu Wettbewerbsnachteilen führt oder bei denen unmoralisches Handeln sich sogar auszahlt – wie etwa bei der Externalisierung von Kosten durch Umwelt-verschmutzung. Um es gleich unmissverständlich zu sagen: Wenn Unternehmen trotz guter Ertragslage Personal entlassen, kann dies dennoch im Einklang mit einer ethischen Unternehmensführung geschehen.[3]

Wenn Menschen zusammen leben und arbeiten, also nicht Krieg führen, wirtschaften sie, d.h. sie handeln und verhandeln miteinander.[4] Dieses Wirtschaften ist eingebunden in die Normen der Gruppe oder Gesellschaft. Ökonomie hat somit stets ein ethisches Fundament. Auf den entfesselten Märkten im globalen Maßstab ist dies jedoch nicht mehr erkennbar, ökologische und gesellschaftliche Maßlosigkeiten scheinen unausweichlich. Das Primat der Ökonomie umfängt den modernen Menschen (aber nicht nur ihn), es dringt in seinen Alltag ein, niemand kann es ignorieren. Das ambivalente Interesse der Menschen an den Fragen von Wirtschaft und Moral, ausgewiesen durch die vielen Buch- und Zeitungsartikel zum Thema, bezeugen dies. Auf der einen Seite verdächtigen soziale Bewegungen die Ethik, sie diene den Unternehmen lediglich zur Akzeptanzbeschaffung, andererseits werden die vermeintlich ruinösen Folgen einer "'Remoralisierung' ausdifferenzierter sozialer Subsysteme (wie etwa der Ökonomie)" angeprangert.[5] Bei wirtschaftlichen Austauschprozessen, bei Transaktionen über die Internetplattform Ebay beispiels-weise, setzen die Akteure aber nach wie vor auf die Glaubwürdigkeit eines (virtuellen)[6] Gegenübers und vertrauen ihm – sie setzen auf Moral. Und dies funktioniert erstaunlich gut, wie der Erfolg des Auktionsunternehmens zeigt.[7] In der ökonomischen Theorie haben Termini wie Moral und Ethos tatsächlich ihren Platz, aber die Frage ist, wie Ethik in den Wirtschaftsprozess integriert werden kann, oder anders gefragt: Was muss getan werden, damit moralische Handlungen nicht im Widerspruch zur ökonomischen Vernunft stehen? Schließlich: Gibt es eine ethische Ökonomie oder ökonomische Ethik?

In dieser Arbeit soll aufgezeigt werden, dass es einem Wirtschaftsakteur nicht nur zum Vorteil gereichen kann, sondern auch vernünftig ist, wenn er sich moralisch verhält.[8] Dabei geht es nicht um ein Primat der Ethik, dies wird sogar bestritten, sondern um den Vorrang des Besseren vor dem Guten. Eine Vereinnahmung der Ethik durch die Ökonomie, etwa als Deckmantel für unlautere Handlungen oder zur Pflege der Reputation, wird allerdings abgelehnt.[9] Um die Berücksichtigung moralischer Regeln zu garantieren, darf nicht systematisch gegen die Interessen des Einzelnen verstoßen werden. Die Ökonomik, die Theorie vom Wirtschaften, wird als eine Weiterführung der Ethik, einer Theorie der Moral, gesehen, nicht als ihr Gegensatz.[10]

"Ökonomik ist Ethik mit anderen Mitteln, genauer: mit erweiterten, zusätzlichen Mitteln."[11] Moralisches Handeln in einer 'Ethischen Ökonomie' führt zu einer besseren gesellschaftlichen Koordination und damit wirtschaftlichen Effizienz.[12] Dass es eine solche Ökonomie überhaupt geben kann, bezweifelt der vielzitierte Rechtswissenschaftler Richard Posner. Moral ist für ihn eine Illusion, mit der man keine Konflikte lösen könne: "Entweder die Leute stimmen in ihren Ausgangsgedanken überein. Oder eben nicht. ... Die Lücke, die sich zwischen den verschiedenen Ansichten auftut, ist nicht zu schließen."[13] Auf die Ethik der Governance bezogen heißt das, nur Akteure, die ebenfalls eine moralische Dimension in wirtschaftlichen Transaktionen entdecken, arbeiten zusammen und nutzen Moral als Ressource.[14] Den anderen muss man es in die Sprache des Geldes übersetzen, nach Luhmann der einzigen, die es in der Wirtschaft gibt. In dieser Logik kann man mit guten Absichten nicht zahlen.[15]

Bedeutende Unternehmenslenker haben stets verstanden, dass erfolgreiches Wirtschaften einer soliden ethischen Basis bedarf und eine Übernahme sozialer Verantwortung impliziert; sei es aus religiöser, politischer oder einfach rationaler Überzeugung.[16] Mit ihren Entscheidungen und durch ihr Handeln bieten sie den Mitarbeitern Orientierung. Ihr Vorbild prägt die Kultur im Unternehmen.[17] Aber ihr Beispiel allein reicht nicht aus. Zudem sehen längst nicht alle wichtigen Vertreter der Wirtschaft die Bedeutung einer sozialen Verantwortung von Unternehmen. Einige glauben, diese Verantwortung bestehe allein darin, Gewinne zu machen; alles andere sei eine Anbiederung an den Zeitgeist. Wenn sich ein Unternehmen 'Soziale Verantwortung' auf die Fahne schreibt, absorbiere dies Ressourcen, die dann zur Lösung ökonomischer Probleme fehlten. Zudem seien die meisten Anspruchsgruppen gar nicht so sehr am Thema interessiert, wie es scheint oder suggeriert wird.[18] Soziale Verantwortung wird von der Europäischen Kommission folgendermaßen definiert: Unternehmen integrieren auf freiwilliger Basis soziale Aspekte und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Interaktion mit den Interessengruppen.[19] Die Übernahme sozialer Verantwortung bedeutet, dass über den gesetzlichen Rahmen hinaus in das Humankapital der Unternehmung, die Umwelt und die Beziehungen zu den Stakeholdern investiert wird. Die Kommission ist der Auffassung, dass dies dem langfristigen Interesse der Unternehmen dient.[20] Die Unternehmen ihrerseits, insbesondere in den Vereinigten Staaten, haben auf die an sie gerichteten Forderungen reagiert, indem sie sich über Verhaltenskodizes (Code of Conduct, Code of Ethics) selbstverpflichteten, auf höchster Ebene Ethikverantwortliche einsetzten (Business Ethics Officer) und soziale Verantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) übernahmen. Auch Verbindungen von Unternehmen mit öffentlichen Einrichtungen (Public Private Partnership) sind in diesem Licht zu sehen, obgleich sie auch mit der Übernahme zuvor kommunaler Aufgaben durch die Wirtschaft in Verbindung stehen.[21] Nicht selten sind diese Instrumente Reaktionen auf gesetzgeberische Maßnahmen oder deren Antizipation. Trotz derartiger Ansätze gibt es immer wieder Beispiele für unmoralisches oder gar kriminelles Verhalten, d.h. diese Instrumente sollen lediglich den Schein wahren und unterminieren hierdurch das ohnehin geringe Vertrauen in Wirtschaftsunternehmen. So wird etwa in der Wasserwirtschaft bei Partnerschaften mit kommunalen Wasserwerken ein öffentlichkeitswirksames 'Grünwaschen' vermutet, statt eines echten ressourcenschonenden, ökologisch-nachhaltigen Wirtschaftens. Unternehmen sehen diese Kooperationen im Rahmen der CSR als Möglichkeit zur politischen Einflussnahme.[22] Wasser ist ein sensibles Wirtschaftsgut, an dem viele Akteure ein Interesse haben, daher ist diese Strategie nur allzu verständlich.[23]

Viele deutsche Unternehmen sind noch weit davon entfernt, CSR wirklich ernst zu nehmen. In einer Untersuchung der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) wurden branchenübergreifend zwanzig international tätige Unternehmen mit Sitz in Deutschland befragt. Trotz des Bekenntnisses, dass Nachhaltigkeit ein wichtiger unternehmerischer Erfolgsfaktor sei, ist es nicht in die strategische Planung eingebettet, die Anbindung an das Kerngeschäft fehlt völlig.[24] Kritiker bezweifeln, dass verantwortungsbewusstes Handeln den Ertrag steigert, denn selten lassen sich die Aufwendungen durch höhere Preise an den Markt weitergeben. CSR sei nur eine Strategie unter vielen, denn auch verantwortungslos operierende Firmen sind ökonomisch erfolgreich. Beide Kalküle haben somit eine Daseinsberechtigung. Man muss eben nur wissen, worauf man sich einlässt und welches Menschenbild mit der Firmenpolitik transportiert wird. Weiter heißt es, eine ganze CSR-Industrie (Berater, Nichtregierungsorganisationen, Auditierungsunternehmen) hätte sich entwickelt, die von der Vision eines guten Unternehmens lebt.[25] Andere Firmen sind trotz eines veröffentlichten Verhaltenskodexes nicht aufrichtig und fordern ihre Mitarbeiter auf, zu lügen, beschäftigen illegale Einwanderer oder berechnen Strafen bei Entdeckung ein. Mitarbeiter, die auf jene Bekenntnisse zur sozialen Verantwortung verweisen, werden als Störenfriede oder gar Nestbeschmutzer gebrandmarkt und mit Sanktionen bedroht.[26] Diesen Mitarbeitern mag ihre Arbeit und der Betrieb nicht gleichgültig sein, daher greifen sie zum letzten Mittel und werden zum Whistleblower, d.h. sie leiten, als letzten Ausweg, prekäre oder strafrechtlich relevante Informationen an übergeordnete Instanzen oder gar an die Öffentlichkeit weiter, wenn sie im Unternehmen nicht gehört werden.[27]

Wenn eine solches Denken die Führung eines Unternehmens bestimmt und ein von außen angetragener Kodex nur als lästig empfunden wird, verwundert es nicht, dass eine empirische Untersuchung über den Zusammenhang Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) und Unternehmenserfolg zu folgendem Schluss kommt: Der DCGK wirkt zwar als Regulierungsinstrument, er hat jedoch keine durchschlagende Wirkung auf den Unternehmenserfolg. Die nach der Prinzipal-Agent-Theorie (siehe Kapitel 3.2) begründeten fallenden Agenturkosten wegen guter Corporate Governance wurden nur schwach evident. Immerhin: der Signalling-Effekt, durch eine Entsprechungserklärung verpflichten sich die Unternehmen und sichern Eigenschaften zu, wirkt offenkundig positiv.[28]

Das Individuum als gesellschaftlicher Akteur führt moralische Handlungen aus. Seine Überzeugungen sind jedoch nicht die einzige Säule, auf der ethisches Wirtschaften basiert. Vielmehr müssen Werte und Normen in der Organisation selbst festgeschrieben werden, um dem Einzelnen in seinen Entscheidungen Orientierung zu bieten.[29] Durch die Empörung der Öffentlichkeit über unternehmerisches Gebaren (Versenkung der Shell-Ölplattform Brent Spar[30], Bilanzmanipulationen bei Enron und Parmalat, Arbeitsplatzabbau bei gleichzeitig oder gerade deshalb steigenden Gewinnen, als unverhältnismäßig hoch empfundene Bezüge von Unternehmens-vorständen, usw.) sind viele Unternehmen in eine Position der Rechtfertigung geraten.[31] Obgleich die Vereinigten Staaten bei der Institutionalisierung ethischer Richtlinien am weitesten fortgeschritten sind, wie die steigende Zahl an Ethik-Vorständen in den Unternehmen verdeutlicht, hat sich das Bewusstsein der Entscheidungsträger anscheinend bislang kaum gewandelt.[32] Auch mit der Durchsetzung sozialer Standards – die Zertifizierung der Lieferanten und die Kontrolle der Arbeitsbedingungen sind Bestandteile eines Ethikmanagements – nehmen es US-Unternehmen nicht so genau.[33] Immerhin, die US-Regierung verabschiedete das Sarbanes-Oxley-Gesetz (SOX), die einschneidendste – und kostenintensivste[34] – Reform zur Kontrolle von Unternehmen seit der Welt-wirtschaftskrise in den 1930er Jahren. Es zwingt die Firmen, ihre internen Kontrollmechanismen offen zu legen und dies von unabhängigen Prüfern bestätigen zu lassen. Führungskräfte müssen beispielsweise wissen, welche Prozesse anfällig für Korruption sind.[35] Kritische Stimmen glauben dennoch nicht, dass eine umfangreiche Auditierung unethisches Verhalten wirklich verhindern kann.[36] Tatsächlich kommt eine nordamerikanische Studie zu dem Schluss, dass ethische Richtlinien illegale Handlungen nicht unterbinden können. Als Gründe für die mangelhafte Umsetzung in den befragten 108 Unternehmen gaben sie fehlende Unterstützung durch die Unternehmenskultur und besonders der Unternehmensleitung an, sowie des Führungsverhaltens und der Führungsphilosophie des Managements.[37]

Schon ist von einer Vertrauenskrise die Rede, begünstigt durch eine einseitige Orientierung großer Aktiengesellschaften auf materielle Wertsteigerung. Immaterielle Werte würden beim Ansatz des Aktionärsnutzens zu wenig berücksichtigt.[38] Der Philosoph und Sozialwissenschaftler Bernhard von Mutius konstatiert, dass in einer wertebalancierten Unternehmensführung eine materielle Wertschöpfung, wie etwa die Steigerung des Sachkapitals, ohne immaterielle Wertschätzung – wie sie Vertrauenskapital symbolisiert, das in den Beziehungen zu Mitarbeitern, Lieferanten und der interessierten und beobachtenden Öffentlichkeit gebildet wird – nicht denkbar sei.[39] An Wertschätzung mangelt es besonders international tätigen Unternehmen, genauer: das Misstrauen der Öffentlichkeit gegen sie gehört zu den größten Herausforderungen, der sie sich stellen müssen.[40]

Diese Arbeit geht der Frage nach, wie ethische Standards von Unternehmen eingehalten werden können und weshalb dies ökonomisch geboten oder überhaupt sinnvoll ist. Insbesondere wird die Implementierung ethischer Normen in die Organisationsstruktur einer Unternehmung dargestellt. Dieser Gedanke wird sukzessive entwickelt, und zwar vom Besonderen, beginnend mit Praxisbeispielen, hin zum Allgemeinen. Danach geht es um das Verhältnis von Ethik und Ökonomie. Anschließend wird die Wirtschaftsethik – Adressat ist das Gesamt aller ökono-mischen, meist jedoch staatlicher Akteure[41] – wegen ihrer Komplexität zweckmäßig in drei interdependente Bereiche unterteilt. Die Vorgehensweise ist wiederum induktiv. Von der Ebene des Individuums (Mikroebene) und der des Unternehmens (Mesoebene) geht es schließlich zu den Rahmenbedingungen der Wirtschaft selbst (Makroebene).[42] Endlich folgt mit der Ethik der Governance, von Josef Wieland an der Fachhochschule Konstanz entwickelt, eine Reflexion über eines bereits in der Praxis bewährten Ethikmanagements. Die Governanceethik bildet den Grundstock für ein Wertemanagementsystem. Nach der theoretischen Exposition erfolgt in einem Zirkelschluss abschließend ein Praxisbeispiel über die Umsetzung eines solchen Systems zur Internalisierung moralischer Normen im Geschäftsalltag.

[...]


[1] Zitiert in: Rose, Ingo: 50 Klassiker Unternehmen, S. 9

[2] Vgl. Homann, Karl/ Lütge, Christoph: Einführung in die Wirtschaftsethik, S. 21

[3] Josef Wieland: "Ethik ist nicht mit Versorgungsmentalität gleichzusetzen. Ethisch handeln bedeutet auch, Zusammenhänge zu erkennen und Prioritäten zu setzen...", in: Prochnow, Erik: Solidarität mit Profit, in: impulse, 24. Jg. (2005) Nr. 8, S. 59

[4] Der verbindende oder gar friedenstiftende Aspekt des Wirtschaftens wird meines Erachtens nur selten hervorgehoben. Luhmann: "Alles wirtschaftliche Handeln ist soziales Handeln, daher ist alle Wirtschaft immer auch Vollzug von Gesellschaft.", Luhmann, Niklas: Die Wirtschaft der Gesellschaft, S. 8

[5] Ott, Konrad: Moralbegründungen zur Einführung, S. 9

[6] Robert D. Putnam: "Ich werde dies jetzt für Dich tun, ohne irgendetwas sofort zurück zu erwarten und vielleicht ohne Dich zu kennen, mit der Sicherheit, dass am Ende der Straße jemand diesen Gefallen erwidern wird." in: Bowling Alone, S. 134 (eigene Übersetzung)

[7] Verkäufer, die überwiegend positiv bewertet wurden, erzielten durchschnittlich deutlich höhere Erträge. Vgl. Informationsdienst Wissenschaft: Ebay-Studie: Ein guter Ruf zahlt sich aus! URL: http://www.idw-online.de/pages/de/news170089, [01.08.2006]

[8] Vgl. Hegselmann, Rainer: Ist es rational, moralisch zu sein?, in:

Lenk, Hans/ Maring, Matthias (Hg.): Wirtschaft und Ethik, S. 171

[9] Vgl. Wieland, Josef: Die Ethik der Governance, S. 9

[10] Homann, Karl/ Lütge, Christoph: Einführung in die Wirtschaftsethik, S. 22: "...Fortsetzung der Ethik...mit anderen, besseren Mitteln."

[11] Homann, Karl: Ethik und Ökonomik. Zur Theoriestrategie der Wirtschaftsethik, in: Homann, Karl (Hg.): Wirtschaftsethische Perspektiven I, S. 13

[12] Vgl. Kleinfeld, Annette: Persona Oeconomica, S. 40

[13] Grötker, Ralf: Amoralisch und für alle gut, in: brand eins, 8. Jg. (2006) Nr. 8, S. 41

[14] Vgl. Kapitel 6: Governanceethik und Wertemanagement

[15] Vgl. Wehowsky, Stephan: Gespräche über Ethik, S. 93

[16] Der Gesellschaft verpflichtet sehen sich heute zunehmend schwerreiche Unternehmer und Stiftungsgründer. Vartan Gregorian, Vorsitzender der Carnegie-Foundation: “Spenden ist das, was inzwischen von einem erwartet wird”, in: Hornung, Frank: Milde Gabe, Der Spiegel, 59. Jg. (2006) Nr. 27, S. 93

[17] Alan Greenspan: "Die Art der Unternehmensführung reflektiert zu einem sehr großen Teil den Charakter des Vorstandsvorsitzenden", in: Pink, Daniel H.: Just like the rest of us,

Fast Company, 6. Jg. (2002) Nr. 63, S. 41 (eigene Übersetzung)

[18] Vgl. Crook, Clive: The good company, in: The Economist vom 20.01.2005 (162. Jg.) URL: http://www.economist.com/printedition/displaystory.cfm?story_id=3555212, [02.08.2006] und

Salzmann, Oliver/ Steger, Ulrich: Die soziale Verantwortung von Unternehmen, in: Harvard Business Manager, 25. Jg. (2006) Nr. 7, S. 6-9

[19] Vgl. Europäische Kommission (Hg.): Europäische Rahmenbedingungen für die soziale Verantwortung der Unternehmen, S. 5

[20] Vgl. Europäische Kommission (Hg.): Mitteilung der Kommission betreffend die soziale Verantwortung der Unternehmen: Ein Unternehmensbeitrag zur nachhaltigen Entwicklung, S. 3-6

[21] Die Wohnungs- und Wasserwirtschaft, der Strafvollzug (etwa das privat betriebene Gefängnis Glen Mills in den USA) oder der Bildungsbereich zählen u.a. dazu.

[22] Vgl. Partzsch, Lena: Partnerschaften – Lösung der globalen Wasserkrise?, in:

Aus Politik und Zeitgeschichte, 52. Jg. (2006) Nr. 25, S. 23

[23] Vgl. Rose, Ingo: 50 Klassiker Unternehmen, S. 98-101

[24] Vgl. Bergius, Susanne: CSR stärkt das Kerngeschäft, in: Handelsblatt vom 13.06.2006, (62. Jg.) URL: http://www.handelsblatt.com/news/Default.aspx?_p=200729&_t=ft&_b=1092496, [02.08.2006]

[25] Vgl. Heuer, Steffan: Ein bisschen bio und gar nicht böse, in: brand eins, 8. Jg. (2006) Nr. 1, S. 25

[26] Vgl. Pomeroy, Ann: The ethics squeeze, in:

HR Magazine, 51. Jg. (2006) Nr. 3, S. 48-55 (eigene Übersetzung)

[27] In den USA sind 'Whistleblower-Hotlines' üblich, die von der EU kritisiert werden. Die Deutsche Bahn hat daher Rechtsanwälte als Ombudsleute bestimmt, die der Schweigepflicht unterliegen. Vgl. Köhler, Ina: Einsatz gegen Korruption, in: Personalwirtschaft, 33. Jg. (2006) Nr. 5, S. 53-54

[28] Vgl. Bassen, Alexander/ Kleinschmidt, Maik/ Prigge, Stefan/ Zöllner, Christine: Deutscher Corporate Governance Kodex und Unternehmenserfolg, in: Die Betriebswirtschaft, 66. Jahrgang (2006) Nr. 4, S. 375-397

[29] "Ohne die Stützung durch Organisation gerät die individuelle Moral sehr schnell an Grenzen der Überforderung und Nicht-Realisierbarkeit." Wieland, Josef: Wozu Wertemanagement? Ein Leitfaden für die Praxis, in: Wieland, Josef (Hg.): Handbuch Wertemanagement, S. 14

[30] Im nachhinein stellte sich heraus, dass der Boykott nicht gerechtfertigt war. Das ist aber unerheblich – es geht um die Haltung.

[31] Vgl. Brost, Marc et al.: Manager ohne Moral?, in: Die Zeit, 59. Jg. (2005) Nr. 49, S. 25-28

[32] Die Verteidigung im Enron-Fall beklagte, "die Regierung kriminalisiere normale Geschäftspraktiken.", New York Times vom 26.05.2006 (155. Jg.) URL:

http://www.nytimes.com/2006/05/26/business/businessspecial3/26enron.html?pagewanted=2, [26.5.2006] (eigene Übersetzung)

[33] Vgl. Amman, René: Was tun, wenn Kinder Spielzeug produzieren? in: brand eins, 5. Jg. (2003) Nr. 5, S. 32

[34] Insbesondere Auditierungskosten und Zeitaufwand der Führungskräfte. Konservative Stimmen im US-Kongress kritisieren, dass durch das Gesetz Auslandsinvestitionen zurück gingen. Vgl. Grant, Jeremy: Sarbanes-Oxley means 'huge leak' for US capital markets, in: Financial Times Europe vom 31.07.2006, (27. Jg.) S. 13 (eigene Übersetzung)

[35] Vgl. Engeser, Manfred/ Heise, Stefanie/ Welp, Cornelius: Hemmschwelle erhöhen, in:

Wirtschaftswoche, 79. Jg (2005) Nr. 30, S. 61

[36] Vgl. Ley Toffler, Barbara: Five ways to jump-start your company's ethics, in: Fast Company, 7. Jg. (2003) Nr. 75, S. 36 (eigene Übersetzung)

[37] Vgl. McKendall, Marie/ De Marr, Beverly/ Jones-Rikkers, Catherine: Ethical compliance programs and corporate illegality: Testing the assumptions of the corporate sentencing guidelines, in: Journal of business ethics, 24. Jg. (2002) Nr. 37, S. 367-383 (eigene Übersetzung)

[38] Vgl. Mutius, Bernhard von: "Wir müssen uns darauf besinnen, dass immaterielle Werte wie Transparenz, Integrität und Verlässlichkeit, Qualität, soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit ein immer größeres Gewicht bekommen." in: Heuser, Uwe Jean: Moral in die Kostenrechnung, Die Zeit, 56. Jg. (2002) Nr. 40, URL: http://www.zeit.de/archiv/2002/40/200240_interview-vertra.xml?page=all [7.5.2006]

[39] Vgl. Mutius, Bernhard von: Die Verwandlung der Welt, S. 290

[40] Vgl. Maitland, Alison: Four questions for tomorrow's leviathans, in: Financial Times Europe vom 25.07.2006 (27. Jg.) S. 9 (eigene Übersetzung)

[41] Vgl. Homann, Karl/ Blome-Drees, Franz: Wirtschafts- und Unternehmensethik, S. 14

[42] Vgl. Noll, Bernd: Wirtschafts- und Unternehmensethik in der Marktwirtschaft, S. 35

Ende der Leseprobe aus 115 Seiten

Details

Titel
Angewandte Ethik und nachhaltige Wertschöpfung - wertegebundene Unternehmensführung als Erfolgsfaktor in einer komplexen Umwelt
Hochschule
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Note
1,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
115
Katalognummer
V65583
ISBN (eBook)
9783638581103
ISBN (Buch)
9783656062714
Dateigröße
973 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Angewandte, Ethik, Wertschöpfung, Unternehmensführung, Erfolgsfaktor
Arbeit zitieren
Ingo Rose (Autor), 2006, Angewandte Ethik und nachhaltige Wertschöpfung - wertegebundene Unternehmensführung als Erfolgsfaktor in einer komplexen Umwelt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65583

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