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Die Grundstruktur des synagogalen Gottesdienstes

Title: Die Grundstruktur des synagogalen Gottesdienstes

Term Paper , 2004 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefanie Müller (Author)

Theology - Comparative Religion Studies
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Summary Excerpt Details

Die folgende Arbeit versucht vorrangig die Grundstruktur des jüdischen Synagogalgottesdienstes darzulegen. Um diese besser herausstellen zu können, scheint es mir nötig auch einen kurzen geschichtlichen Anriss zum synagogalen Gottesdienst zu geben. Dieser soll wichtige historische Veränderungen im Judentum vor Augen führen, die sich unmittelbar mit der Anordnung der gewachsenen jüdischen Liturgie in Verbindung bringen lassen. Anschließend wird im Hauptteil der Arbeit vorerst ein allgemeiner Überblick über die wesentlichen Merkmale des Synagogalgottesdienstes gegeben. Diese Einordnung soll den Zugang zu der Betrachtung einzelner Gebete vereinfachen, die so in den Gesamtkontext eingebettet werden. Im nachfolgenden zweiten Teil wird dann ausschließlich auf das Schmah Israel, das Schmone Esre und das Kaddisch eingegangen. Somit werden die zwei Hauptgebete des Judentums sowie das am häufigsten rezitierte Gebet im jüdischen Synagogalgottesdienst erfasst, was eine genauere Betrachtung dieser ermöglicht. Eine erschöpfende Darstellung der drei Gebete scheint jedoch aufgrund des begrenzten Umfangs der Hausarbeit utopisch. In den abschließenden Bemerkungen sollen dann wichtige Erkenntnisse hervorgehoben und resümiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Bemerkungen

2. Der synagogale Gottesdienst

2.1. Geschichtlicher Anriss zum synagogalen Gottesdienstes

2.2. Grundstruktur und wesentliche Merkmale des synagogalen Gottesdienstes

2.3. Wesentliche Gebetstexte des synagogalen Gemeindegottesdienstes

2.3.1. Wesentliche Erläuterungen zum Schmah Israel

2.3.2. Wesentliche Erläuterungen zum Schmone Esre

2.3.3. Wesentliche Erläuterungen zum Kaddisch

3. Abschließende Bemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Grundstruktur des jüdischen Synagogalgottesdienstes darzulegen und in ihren historischen Kontext einzuordnen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich die Liturgie nach dem Verlust des Tempelkultes entwickelte und welche zentralen Gebetstexte bis heute das theologische Zentrum des Gottesdienstes bilden.

  • Historische Entwicklung des synagogalen Gottesdienstes nach der Tempelzerstörung
  • Strukturelle Merkmale und Riten des jüdischen Gebetslebens
  • Analyse der Bedeutung des Schmah Israel als Glaubensbekenntnis
  • Untersuchung des Schmone Esre als zentrales Opferersatzgebet
  • Betrachtung der Rolle und Herkunft des Kaddisch im Gottesdienstablauf

Auszug aus dem Buch

2.3. Wesentliche Gebetstexte des synagogalen Gemeindegottesdienstes

Das Schmah Israel, das aufgrund einer biblischen Vorschrift morgens und abends gebetet werden muss, wird in der Forschungsliteratur als das Glaubensbekenntnis des Judentums gesehen und kann in diesem Sinne nicht als ein reines Gebet verstanden werden. Es ist eher als eine Bezeugung der Einzigkeit Gottes und als eine Belehrung an sich selbst zu verstehen, was auch erklärt, dass es vorwiegend in der zweiten Person Singular verfasst ist.

Es ist ein längerer Komplex von Gebeten, in denen unter anderem an die Verpflichtung zum Studium der Heiligen Schrift erinnert und auf die Vorschriften zum Anlegen der Tefillin und zum Anbringen der Mesusa verwiesen wird (siehe Anhang). Schon deshalb kann es als belehrendes Gebet gesehen werden und muss deshalb den Normen entsprechend im Synagogalgottesdienst laut und klar gesprochen werden.

Das Kernstück des Schmah Israel ist der Vers Deuteronomium 6,4, in dem es heißt: „Höre Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR ist Einer.“ („Schma Israel adonai elohenu adonai echad.“). Nach diesen Anfangsworten hat das Gebet seinen Namen. Der Satz kann vielfältig übersetzt werden, was zu unterschiedlichen Interpretationen in der Vergangenheit führte. Nach Böckler sei es in der Bibel eine Bekundung dessen gewesen, dass Israel allein nur seinen Gott verehren sollte. In hellenistischer Zeit hingegen, galt es als Ausspruch gegen andere religiöse Traditionen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Bemerkungen: Die Einleitung erläutert das Vorhaben, die Grundstruktur des Synagogalgottesdienstes anhand der gängigen Forschungsliteratur darzulegen.

2. Der synagogale Gottesdienst: Dieses Kapitel behandelt die geschichtlichen Ursprünge und die strukturelle Entwicklung der jüdischen Gebetspraxis.

2.1. Geschichtlicher Anriss zum synagogalen Gottesdienstes: Hier wird der Übergang vom Opferkult zum Gebetsgottesdienst nach der Zerstörung des Zweiten Tempels analysiert.

2.2. Grundstruktur und wesentliche Merkmale des synagogalen Gottesdienstes: Dieser Abschnitt beschreibt die täglichen Gebetszeiten, liturgischen Gesten und die Rolle der Segenssprüche.

2.3. Wesentliche Gebetstexte des synagogalen Gemeindegottesdienstes: Einführung in die drei zentralen Gebetstexte, die das Rückgrat der jüdischen Liturgie bilden.

2.3.1. Wesentliche Erläuterungen zum Schmah Israel: Untersuchung des Schmah Israel als Glaubensbekenntnis und belehrendes Gebet.

2.3.2. Wesentliche Erläuterungen zum Schmone Esre: Detaillierte Betrachtung des Schmone Esre als Opferersatzgebet und dessen innerer Struktur.

2.3.3. Wesentliche Erläuterungen zum Kaddisch: Erläuterung der Bedeutung, Herkunft und verschiedenen Versionen des Kaddisch.

3. Abschließende Bemerkungen: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse über die Bedeutung der untersuchten Gebete für die Struktur des Gottesdienstes.

Schlüsselwörter

Synagogalgottesdienst, Judentum, Schmah Israel, Schmone Esre, Kaddisch, Liturgie, Gebet, Tempelzerstörung, Berachot, Tefillin, Mesusa, Amidah, Gebetsgesten, Tradition, Gottesdienststruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Grundstruktur des jüdischen Synagogalgottesdienstes und legt den Fokus auf die historische Entstehung sowie die theologischen Hintergründe der wichtigsten Gebetstexte.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Wandel der jüdischen Gottesdienstform nach der Tempelzerstörung, der rituellen Praxis sowie der detaillierten Erläuterung von Schmah Israel, Schmone Esre und Kaddisch.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Synagogenliturgie nachzuzeichnen und den zentralen Stellenwert der Hauptgebete innerhalb der jüdischen Tradition verständlich zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin oder der Autor stützt sich auf eine fundierte Auswertung und Analyse der gängigen religionswissenschaftlichen Forschungsliteratur, um die liturgischen Strukturen zu interpretieren.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Anriss, eine Darstellung allgemeiner Merkmale des Synagogalgottesdienstes und eine tiefgehende Analyse der drei maßgeblichen Gebete.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Wesentliche Begriffe sind Synagogalgottesdienst, Liturgie, Schmah Israel, Schmone Esre und Kaddisch, die den inhaltlichen Kern der Arbeit widerspiegeln.

Warum wird das Schmone Esre als „Opferersatzgebet“ bezeichnet?

Es wird so bezeichnet, da es nach der Zerstörung des Zweiten Tempels und dem Wegfall der rituellen Opfer den zentralen Zugang zu Gott und die gottesdienstliche Ordnung maßgeblich mitstrukturierte.

Welche Rolle spielt das Kaddisch in der Trauerkultur?

Das Kaddisch fungiert in einer abgewandelten Form (Kaddisch Jatom) als zentrales Trauergebet, das von Hinterbliebenen gesprochen wird, um den Verstorbenen zu ehren und die göttliche Heiligung zu proklamieren.

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Details

Title
Die Grundstruktur des synagogalen Gottesdienstes
College
University of Potsdam  (Institut für Religionswissenschaft)
Grade
1,0
Author
Stefanie Müller (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V65618
ISBN (eBook)
9783638581387
ISBN (Book)
9783638670753
Language
German
Tags
Grundstruktur Gottesdienstes Judentum Gottesdienst Synagoge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Müller (Author), 2004, Die Grundstruktur des synagogalen Gottesdienstes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65618
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