In der heutigen Gesellschaft sind vor allem die neuen Medien, wie Computer, Fernsehen etc., gefragt und beliebt. Das Lesen steht nicht mehr alleine im Vordergrund, sondern wird neben anderen Mediumsarten genutzt. Lange wurde aus diesem Grund die Meinung vertreten, dass die neuen Medien das Lesen ganz verdrängen. Diese Auffassung ist aber von der Forschung widerlegt worden. Ich kann mich dieser Meinung nur anschließen. Für mich stellen die neuen Medien eine Ergänzung zur Informationsbeschaffung und Freizeitgestaltung dar.
In diesem Zusammenhang beschäftigt sich die Wissenschaft jetzt mit der Frage, ob sich die Güte des Lesens im Zusammenspiel mit den neuen Medien gewandelt hat. Diese Untersuchung lässt sich unter dem Begriff der Lesekompetenz zusammenfassen.
Unter Lesen versteht man allgemein eine Informationsaufnahme. Es gibt gravierende Unterschiede in der Art und Weise wie ein Individuum liest. Es gibt schlechte und gute Leser und unterschiedliche Lesegeschwindigkeiten. Lesen ist in unserer Gesellschaft ein wesentlicher Bestandteil, um an der Kommunikation teilnehmen zu können.
Unter Kompetenz versteht man eine Fähigkeit des Individuums. Diese kann in verschiedenen Situationen (z.B. Organisation in Krisenzeiten) auftreten. Kompetenzen sind vom Individuum abhängig.
Meine Hausarbeit beschränkt sich nur auf die Kompetenzen, die für den Leseprozess entscheidend sind.
Im Folgenden werde ich die Einflussfaktoren darstellen, die für die Lesekompetenz grundlegend sind. Anschließend folgen praktische Beispiele, um die Lesefähigkeiten zu fördern. Diese Beispiele sind aus aktuellen Schulzeitschriften entnommen und enthalten auch Tipps für die Eltern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Einflussfaktoren
2.1 Personale Faktoren
2.2 Soziale Faktoren
2.3 Text- und medienseitige Faktoren
3. Praktische Beispiele zur Förderung der Lesekompetenz
3.1 Förderung in der Schule
3.2 Förderung im Elternhaus
4. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die wesentlichen Einflussfaktoren auf die individuelle Lesekompetenz und erörtert praktische Ansätze zur deren Förderung durch Schule und Elternhaus. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Lesekompetenz im Kontext moderner Mediennutzung gezielt gestärkt und motiviert werden kann.
- Analyse personaler, sozialer und textbezogener Einflussfaktoren auf die Leseleistung.
- Untersuchung des Zusammenspiels von Lesekompetenz und neuen Medien.
- Darstellung handlungs- und produktionsorientierter Methoden zur Leseförderung in der Schule.
- Herausarbeitung der Bedeutung des elterlichen Umfelds und der Vorbildfunktion.
- Kritische Reflexion der Vermittlungsarbeit durch Lehrkräfte und Eltern.
Auszug aus dem Buch
2.2 Soziale Faktoren
„Nach übereinstimmender Forschungsauffassung ist die Familie die wichtigste Vermittlerin von Lesekompetenz.“ Die Familie ist der erste Berührungspunkt des Kindes mit seiner Umwelt. Sie sind jeden Tag für das Individuum dar und beeinflussen weitläufig und zum Teil planlos die Entwicklung ihres Kindes. Bevor das Kind lesen lernt, findet schon vorher eine Eingliederung zum Thema Lesen durch das Sprechen über und von Literatur seitens der Eltern (z.B. Vorlesen) statt. „Die Häufigkeit und Art solchen Umgangs mit dekontextualisierter Sprache, später die Häufigkeit von Gesprächen mit den Eltern über Gelesenes in Anschlusskommunikation, die Breite gemeinsamer Leseinteresse, die Häufigkeit gemeinsamer Lesesituationen, der Besuch von Buchhandlungen und Bibliotheken zusammen mit den Eltern fördern nachweislich Lesefreude, -dauer und -häufigkeit der Kinder.“
Entscheidend für das Leseverhalten des Kindes ist zusätzlich das Beispiel der Eltern. Die Mutter ist dabei wichtiger, da sie in der Regel den ganzen Tag im Umfeld des Kindes ist. Für die Vorbildfunktion der Eltern spielen folgende Fragen eine Rolle: Wie oft lesen die Eltern selber ein Buch? Erfolgt das Lesen mit Freude? Im positiven wie im negativen Sinn wird das Kind von dem elterlichen Vorbild angesteckt und übernimmt dieses Verhalten. Es ist erwiesen, dass die Vorbildfunktion effektivere Wirkungen erzielt im Gegensatz zu Anordnungen und Belehrungen bezüglich des Leseverhaltens. Wenn die Eltern keine motivierenden Leser sind und trotzdem versuchen ihr Kind dazu zu zwingen, scheitern diese Versuche oft.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Lesens in der heutigen, von neuen Medien geprägten Gesellschaft und definiert den Begriff der Lesekompetenz als zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe.
2. Einflussfaktoren: Dieses Kapitel systematisiert verschiedene theoretische Rahmenbedingungen, die die Lesekompetenz beeinflussen, und unterteilt diese in personale, soziale sowie text- und medienseitige Faktoren.
3. Praktische Beispiele zur Förderung der Lesekompetenz: Hier werden konkrete pädagogische Strategien für die Schule sowie unterstützende Maßnahmen im familiären Umfeld vorgestellt, um die Lesefreude und -kompetenz bei Kindern gezielt zu steigern.
4. Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont, dass die Leseförderung eine gemeinschaftliche Aufgabe von Schule und Elternhaus darstellt, die einen motivierenden und individuellen Zugang zum Medium Buch erfordert.
Schlüsselwörter
Lesekompetenz, Leseförderung, Lesemotivation, Medienkompetenz, Elternhaus, Lesesozialisation, Textverständnis, Lesepsychologie, Didaktik, Leseprozess, Schullektüre, Wissensvermittlung, Instruktionstexte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Hausarbeit befasst sich mit den verschiedenen Einflussfaktoren, die die Entwicklung der Lesekompetenz bei Kindern bestimmen, und diskutiert Möglichkeiten, wie diese Kompetenz effektiv gefördert werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Rolle persönlicher Wesensmerkmale, den Einfluss des sozialen Umfelds, insbesondere der Familie, sowie die Bedeutung der Textsorte und neuer Medien im Leseprozess.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Förderung in der Schule und im Elternhaus das Interesse am Lesen geweckt und die Lesefähigkeit nachhaltig gesteigert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse aktueller Forschungsergebnisse aus der Leserpsychologie und der pädagogischen Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Darstellung der Einflussfaktoren auf die Lesekompetenz sowie einen praktischen Teil, der konkrete Methoden zur Förderung in der Schule und zu Hause präsentiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lesekompetenz, Leseförderung, Lesemotivation, Lesesozialisation und das Zusammenspiel von Schule und Elternhaus charakterisiert.
Warum ist das elterliche Vorbild für die Leseförderung so bedeutend?
Das elterliche Vorbild ist entscheidend, da Kinder das Leseverhalten der Eltern imitieren; eine positive Einstellung der Eltern zum Lesen fördert die intrinsische Lesemotivation der Kinder effektiver als bloße Anordnungen.
Inwiefern beeinflussen moderne Medien die Lesekompetenz laut der Autorin?
Die Autorin betrachtet neue Medien wie den Computer nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zum Buch, die bei richtiger Anleitung sogar zur Förderung der Lesekompetenz beitragen können.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Textsorten?
Die Arbeit unterscheidet basierend auf Christmann und Groeben zwischen Didaktischen Texten (Lehrtexten), Persuasionstexten (beeinflussenden Texten) und Instruktionstexten (Anleitungstexten), die jeweils unterschiedliche kognitive Anforderungen an den Leser stellen.
- Quote paper
- Larissa Drewa (Author), 2005, Welche Faktoren beeinflussen die Lesekompetenz und wie kann sie gefördert werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65647