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Studien zur Entwicklung von Hollingstedt - Grabungen Lahmenstraat 1995 und 1996

Title: Studien zur Entwicklung von Hollingstedt - Grabungen Lahmenstraat 1995 und 1996

Diploma Thesis , 2005 , 140 Pages , Grade: 2,8

Autor:in: Diplom- Prähistoriker Jörg Nowotny (Author)

Archaeology
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Summary Excerpt Details

Herbert Jankuhn leitete in seinem 1938 erschienenen Werk „Haithabu. Eine germanische Stadt der Frühzeit“ (2. Aufl.) die Ausführungen über Hollingstedt mit folgender Feststellung ein: „Das, was Haithabu für den Landweg über die Halbinsel im Osten bedeutete, war Hollingstedt im Westen. Damit machte er deutlich, daß er weder an Funktion noch an der Bedeutung Hollingstedts im Kontext mit Haithabu zweifelte (JANKUHN 1938a, 74). Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, einen Beitrag für die Erforschung des wikingerzeitlichen und mittelalterlichen Hollingstedt zu leisten. Die Basis dafür sind die keramischen Funde der beiden Grabungen in der Lahmenstraat von Hollingstedt, die in den Jahren 1995 und 1996 vom Archäologischen Landesmuseum Schleswig durchgeführt wurden (BRANDT 2002). Dazu soll - soweit es das vorhandene Material zuläßt - die genaue Funktion und damit verbunden die Bedeutung Hollingstedts im Kontext des Fernhandels zwischen Westeuropa und dem Ostseeraum herausgearbeitet werden. Der am östlichen Ufer der Treene gelegene Ort Hollingstedt spielte im hohen Mittelalter eine nicht unbedeutende Rolle im Warenverkehr für Schleswig (LÜDTKE 1987, 74). Daß Hollingstedt diese Rolle bereits für Haithabu gespielt hat, ist mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen. Hollingstedt liegt in der Mitte Schleswig- Holsteins am östlichen Ufer der Treene und ist untrennbar verbunden mit Haithabu und dem späteren Schleswig. Es diente beiden Siedlungen als Warenumschlagplatz im Handel zwischen Nord- und Ostseeraum. Hier wurden die Waren aus Westeuropa per Schiff angelandet und auf dem kurzen Landweg nach Haithabu bzw. Schleswig weitertransportiert. Das gleiche geschah umgekehrt mit Erzeugnissen aus dem Ostseeraum. Trotzdem stand die bisherige Erforschung Hollingstedts leider immer im Schatten der Haithabu- Forschungen. Dies ist um so bedauerlicher, da Haithabu, Schleswig, das Danewerk und schließlich Hollingstedt selbst offensichtlich einen zusammenhängenden Komplex bilden, dessen einzelne Komponenten nur in einer Gesamtschau richtig zu bewerten sind. So soll die vorliegende Untersuchung auch dazu dienen, die bislang vorhandenen Erkenntnisse – soweit die Funde und Befunde es gestatten - zu erweitern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsgeschichte

3. Topographie

4. Hydrologische Untersuchungen zur Treene

5. Chronologie

6. Quellen

6.1 Schriftquellen

6.2 Archäologische Quellen

6.3 Quellenkritik

7. Naturwissenschaftliche Datierungen

8. Archäobotanische Untersuchungen

9. Die Ausgrabungen Hollingstedt- Lahmenstraat

9.1 Einführung

9.2 Hollingstedt Lahmenstraat 1995/ 1-2

9.2.1 Befunde

9.2.2 Hs La 95/ 1- 2. Ergebnisse der Befundaufnahme

9.3 Hollingstedt Lahmenstraat 1996

9.3.1 Befunde

9.3.2 Hs La 96 Ergebnisse der Befundaufnahme

10. Die keramischen Funde von Hollingstedt, Grabungen Lahmenstraat 1995 und 1996

10.1 Vorbemerkungen

10.2 Erfassung

10.3 Charakteristika der Keramik

10.4 Beschreibung des keramischen Fundmaterials von Hollingstedt

10.4.1 Importkeramik

10.4.1.1 Badorfer Ware

10.4.1.2 Pingsdorfer Ware

10.4.1.3 Paffrather Ware

10.4.1.4 Andenne- Ware

10.4.1.5 Muschelgrusware

10.4.2.5 Slawische Keramik (Taf. 2, 20; 4, 18)

10.4.1.6 Faststeinzeug und Steinzeug

10.4.2 Einheimische Waren

10.4.2.1 Weiche Grauware

10.4.2.2 Harte Grauware

10.4.2.3 Rote Irdenware

10.4.2.4 Glasierte Rote Irdenware

11. Auswertung des keramischen Fundmaterials

11.1 Hollingstedt Lahmenstraat 95/ 2

11.1.1 Harte Grauware (Taf. 1, 5- 18)

11.1.2 Rote Irdenware

11.1.3 Glasierte Rote Irdenware (Taf. 1, 1- 4)

11.1.4 Pingsdorfer Ware (Taf. 2, 14- 20)

11.1.5 Paffrather Ware (Taf. 2, 7- 13)

11.1.6 Andenne Ware (Taf. 2, 1- 5)

Genau eingemessene Funde

11.2 Hollingstedt Lahmenstraat 96

11.2.1 Weiche Grauware (Taf. 3, 14- 19)

11.2.2 Harte Grauware (Taf. 3, 4- 13)

11.2.3 Rote Irdenware

11.2.4 Glasierte Rote Irdenware (Taf. 3, 1- 3)

11.2.5 Badorfer Ware (Taf. 4, 15- 16)

11.2.6 Pingsdorfer Ware (Taf. 4, 5- 10)

11.2.7 Paffrather Ware (Taf. 4, 1- 3)

11.2.8 Andenne Ware (Taf. 4, 4)

11.2.9 Muschelgrusware

11.2.10 Englische Muschelgrusware

11.2.10 sonstige Waren

Genau eingemessene Funde

12. Mindestindividuenzahl (MIZ)

12.1 Hs La 95/ 2: Mindestindividuenzahl

12.2 Hs La 96: Mindestindividuenzahl

13. Funktionstypen

14. Herkunft der in Hollingstedt gefundenen Keramik

15. Exkurs zur lokalen Produktion von Keramik: Der Töpferofen von Schleswig- Friedrichsberg

16. Vergleich von Hollingstedt mit anderen Fundplätzen des 9. bis 14. Jh. im Untersuchungsgebiet

16.1 Ländliche Siedlungen

16.1.1 Elisenhof

16.1.2 Hassenbüttel

16.2 Städtische Siedlungen

16.2.1 Schleswig

16.2.2 Haithabu

17. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, einen Beitrag zur Erforschung des wikingerzeitlichen und mittelalterlichen Hollingstedts zu leisten. Basierend auf den keramischen Funden der Grabungen in der Lahmenstraat von 1995 und 1996 soll die genaue Funktion und Bedeutung Hollingstedts als Warenumschlagplatz im Kontext des Fernhandels zwischen Westeuropa und dem Ostseeraum herausgearbeitet werden.

  • Archäologische Untersuchung der Grabungsflächen Lahmenstraat
  • Analyse und Typisierung des keramischen Fundmaterials
  • Klassifikation von Importwaren und einheimischen Waren
  • Datierung der Nutzungsphasen mittels naturwissenschaftlicher Methoden
  • Vergleich von Hollingstedt mit anderen zeitgenössischen Siedlungen

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Herbert Jankuhn leitete in seinem 1938 erschienenen Werk „Haithabu. Eine germanische Stadt der Frühzeit“ (2. Aufl.) die Ausführungen über Hollingstedt mit folgender Feststellung ein: „Das, was Haithabu für den Landweg über die Halbinsel im Osten bedeutete, war Hollingstedt im Westen. Damit machte er deutlich, daß er weder an Funktion noch an der Bedeutung Hollingstedts im Kontext mit Haithabu zweifelte (JANKUHN 1938a, 74). Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, einen Beitrag für die Erforschung des wikingerzeitlichen und mittelalterlichen Hollingstedt zu leisten. Die Basis dafür sind die keramischen Funde der beiden Grabungen in der Lahmenstraat von Hollingstedt, die in den Jahren 1995 und 1996 vom Archäologischen Landesmuseum Schleswig durchgeführt wurden (BRANDT 2002).

Dazu soll - soweit es das vorhandene Material zuläßt - die genaue Funktion und damit verbunden die Bedeutung Hollingstedts im Kontext des Fernhandels zwischen Westeuropa und dem Ostseeraum herausgearbeitet werden. Der am östlichen Ufer der Treene gelegene Ort Hollingstedt spielte im hohen Mittelalter eine nicht unbedeutende Rolle im Warenverkehr für Schleswig (LÜDTKE 1987, 74). Daß Hollingstedt diese Rolle bereits für Haithabu gespielt hat, ist mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen. Hollingstedt liegt in der Mitte Schleswig- Holsteins am östlichen Ufer der Treene und ist untrennbar verbunden mit Haithabu und dem späteren Schleswig. Es diente beiden Siedlungen als Warenumschlagplatz im Handel zwischen Nord- und Ostseeraum. Hier wurden die Waren aus Westeuropa per Schiff angelandet und auf dem kurzen Landweg nach Haithabu bzw. Schleswig weitertransportiert. Das gleiche geschah umgekehrt mit Erzeugnissen aus dem Ostseeraum.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik und die Forschungsgeschichte von Hollingstedt als historischer Warenumschlagplatz.

2. Forschungsgeschichte: Überblick über die archäologische Erforschung von Hollingstedt seit dem 19. Jahrhundert.

3. Topographie: Beschreibung der geographischen Gegebenheiten und Grabungsorte in Hollingstedt.

4. Hydrologische Untersuchungen zur Treene: Analyse des Einflusses der Treene auf die Erreichbarkeit des Ortes durch Schiffe.

5. Chronologie: Einordnung der Funde und Strukturen in ihren zeitlichen Kontext mittels Datierungsmethoden.

6. Quellen: Zusammenstellung schriftlicher und archäologischer Quellen sowie kritische Einordnung.

7. Naturwissenschaftliche Datierungen: Vorstellung der 14C-Datierungen der untersuchten Holzplattformen und Uferbefestigungen.

8. Archäobotanische Untersuchungen: Analyse von organischen Resten an Keramikscherben mittels Pollenanalyse.

9. Die Ausgrabungen Hollingstedt- Lahmenstraat: Detaillierte Darstellung der Befunde der Grabungen 1995 und 1996.

10. Die keramischen Funde von Hollingstedt, Grabungen Lahmenstraat 1995 und 1996: Systematische Vorstellung der Keramikarten und Analysemethoden.

11. Auswertung des keramischen Fundmaterials: Quantitative und qualitative Analyse der Fundmengen nach Warenarten.

12. Mindestindividuenzahl (MIZ): Berechnung der Mindestgefäßanzahl pro Fundplatz.

13. Funktionstypen: Bestimmung funktionaler Aspekte der Keramik, wie z.B. Topf oder Schüssel.

14. Herkunft der in Hollingstedt gefundenen Keramik: Diskussion der Handelsbeziehungen basierend auf der Keramikherkunft.

15. Exkurs zur lokalen Produktion von Keramik: Der Töpferofen von Schleswig- Friedrichsberg: Vorstellung eines Vergleichsfundes zur lokalen Produktion.

16. Vergleich von Hollingstedt mit anderen Fundplätzen des 9. bis 14. Jh. im Untersuchungsgebiet: Vergleichende Betrachtung mit ländlichen und städtischen Siedlungen.

17. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur Bedeutung Hollingstedts im mittelalterlichen Fernhandel.

Schlüsselwörter

Hollingstedt, Haithabu, Schleswig, Archäologie, Keramik, Warenumschlagplatz, Fernhandel, Mittelalter, Treene, Grabung, Lahmenstraat, Importkeramik, Harte Grauware, Pingsdorfer Ware, Schiffslandeplatz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit?

Die Arbeit untersucht die historische Bedeutung von Hollingstedt als Warenumschlagplatz zwischen Nord- und Ostsee durch die Auswertung archäologischer Keramikfunde.

Welche zentralen Themen werden behandelt?

Im Zentrum stehen die archäologischen Ausgrabungen der Jahre 1995/96, die Analyse der Fundkeramik sowie die Klärung der Handelsbeziehungen Hollingstedts zu Haithabu und Schleswig.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Überprüfung der These, ob Hollingstedt als Westhafen für Haithabu und später für Schleswig fungierte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Untersuchung nutzt stratigraphische Analysen, die Bestimmung der Mindestindividuenzahl (MIZ), 14C-Datierungen sowie den Vergleich der Keramikspektren mit bekannten Fundplätzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Grabungsbefunde (Strukturen, Plattformen) und eine tiefgehende Klassifizierung des keramischen Materials (Import und einheimische Ware).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Hollingstedt, Fernhandel, Keramik, Warenumschlagplatz, Archäologie und Haithabu.

Welche Bedeutung haben die gefundenen Münzen?

Die Münzfunde unterstreichen die Verbindung Hollingstedts zum Fernhandel über mehrere Jahrhunderte und helfen bei der zeitlichen Einordnung der Siedlungsaktivitäten.

Was ergaben die Untersuchungen der Holzplattformen?

Die Plattformen dienten als Anlagen für den Warenumschlag am Ufer der Treene und wurden mittels 14C-Datierung schwerpunktmäßig in das 12. Jahrhundert datiert.

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Details

Title
Studien zur Entwicklung von Hollingstedt - Grabungen Lahmenstraat 1995 und 1996
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Ur- und Frühgeschichte)
Grade
2,8
Author
Diplom- Prähistoriker Jörg Nowotny (Author)
Publication Year
2005
Pages
140
Catalog Number
V65652
ISBN (eBook)
9783638581691
Language
German
Tags
Studien Entwicklung Hollingstedt Grabungen Lahmenstraat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom- Prähistoriker Jörg Nowotny (Author), 2005, Studien zur Entwicklung von Hollingstedt - Grabungen Lahmenstraat 1995 und 1996, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65652
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