Probleme der Leistungsermittlung am Beispiel des Geschichtsunterrichts in einer 9. Klasse der Mittelschulen Sachsens


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2005

11 Seiten


Leseprobe

In diesem Aufsatz möchte ich an Hand von theoretischen Grundlagen sowie Vorgaben des Lehrplanes das Thema:“ Probleme der Leistungsermittlung am Beispiel des Geschichtsunterrichts in einer 9. Klasse der Mittelschulen Sachsens“ erläutern. Hierbei versuche ich über die Schule als Methodik der Erziehung, über Lehr- und Lernziele sowie über die Motivation und dem Unterrichtsaufbau einen Einstieg zu gewähren. Der Unterrichtsaufbau bildet dabei mit der Analyse des Geschichtslehrplanes der 9. Klasse in den sächsischen Mittelschulen den Hauptteil.

An Hand des Geschichtsunterrichts sollen die Bewertungsmöglichkeiten näher erläutert und ausgewertet werden. Der Unterricht kann noch so schön sein, wenn hingegen der Lehrer aber nicht die richtigen Bewertungsmaßstäbe ansetzt oder es vielleicht zu einer einseitigen Bewertungsform kommt. So kann beispielsweise eine Kurzarbeit, welche immer aller 2 Wochen erfolgt vom Schüler vorhergesehen werden und seine Lernbemühungen werden dadurch immer auf ein bis zwei Tage vorher erfolgen. Doch der daraus entstehende Lernzuwachs ist nicht besonders ergiebig. Die Arbeiten sollten immer in verschiedenen Intervallen geschrieben werden, somit muss der Schüler permanent lernen und sein Wissenszuwachs nimmt stärker zu. Dies stellt aber auch den Lehrer vor die Aufgabe, immer flexibel zu arbeiten und eine gute Unterrichtsvorbereitung vorzunehmen. Selbst auf die Gefahr hin, dass der Lehrer durch diese Maßnahme nicht besonders beliebt sein sollte, ist diese Art von Leistungsüberprüfung von Vorteil. Leider wird diese Leistungsüberprüfung mit wechselnden Intervallen aber nur selten vom Lehrer angewandt, da dieser oftmals auf den Weg des geringsten Widerstandes gehen will.

Aber auch die Ausgestaltung des Unterrichts und die darauf folgenden Möglichkeiten der Leistungsüberprüfung sollen hier kurz behandelt werden. Als abschließende Betrachtung wird die Funktion der Leistungsbewertung in der Schule theoretisch abgehandelt und einige Methoden zur Feststellung der Schulleistungen vorgestellt.

Die Schule als Methodik der Erziehung

Die Methodik der Erziehung muss in zwei Gruppen unterteilt werden, um diese besser verstehen zu können. Die erste Gruppe stellt das bewusste methodische Handeln dar und die zweite das unbewusste methodische Handeln. Bei dem bewussten methodischen Handeln werden bestimmte Vorschriften und Regeln als Grundlage angesehen. Diese sollten sich in der Institution „Schule“ widerspiegeln. Denn gerade in der Schule sind erzieherische Erfahrungen von Nöten, um bewusstes methodisches Handeln zu gewährleisten. Auch wenn bewusstes methodisches Handeln in der Familie praktiziert wird, darf nicht vorausgesetzt werden, dass die Eltern eines Kindes diese Fähigkeit beherrschen. Bei den Eltern kann man oft von unbewussten methodischem Handeln sprechen. Aufgrund der pädagogischen Ausbildung sollten nur Erzieher und Lehrer die theoretischen und praktischen Grundlagen der Methodik vermitteln. Der Schüler soll in der Schule die theoretischen Grundlagen erlernen, um sie im späteren Leben mit der Praxis verbinden zu können. Falls ein Schüler es nicht erfahren hat zu lernen, wird es ihm im späteren Leben nicht gelingen komplexe Aufgaben zu erschließen, zu bearbeiten und zu lösen. Um diese Aufgabe zu bewerkstelligen, müssen Ansprüche an die Schule gestellt werden, damit der Schüler zur Lebensbewältigung im späteren Erwachsenenalter befähigt wird. In der Schule werden die meisten theoretischen Grundlagen vermittelt, welche als Grundwissen benötigt werden. Des Weiteren wird die Teamfähigkeit erlernt (z.B. mit Gruppenarbeit) und auch die sozialen Kontakte werden dabei geknüpft und gepflegt. Es fallen in diesem Bereich noch andere Faktoren hinein, welche aber an dieser Stelle nicht weiter erläutert werden.

Lernziele und Lehrziele

Lehr- und Lernziele werden im Unterricht als ein zielbezogener Prozeß gesehen, welcher auf den Lernenden abgestimmt ist und vom Lehrenden aus dem Lehrplan ausgewählt wird. Das Lehrziel soll als Steuerungsfaktor des jeweiligen Unterrichts betrachtet werden. Die Lernziele, welche auch Unterrichtsziele genannt werden, sollte der Lehrer immer versuchen zu erreichen. Leider ist dies meist nicht gegeben, da der ausgewählte Lernstoff nicht auf jeden Lernenden zugeschnitten sein kann. Augrund dessen wird heute oft versucht, ein zielgruppenbasiertes Lehrzielkonzept zu erarbeiten, um möglichst viele der Schüler damit anzusprechen. Durch das „transparent machen“ erhofft man sich eine genauere Beurteilung der Schüler sowie eine gezielte Planung des Unterrichts. Der Schüler soll eine bessere Eigenbeurteilung seiner Unterrichtsleistung erhalten und damit zu einer größeren Selbstkontrolle führen. Gerade die Fehleinschätzung oder auch Überschätzung vieler Schüler und Schülerinnen führt zu einem Verschlechtern der Schulleistungen und wirkt sich wiederum negativ auf den Schüler aus. Dabei kann es sogar bis zum vermeintlichen Versagen des Schülers führen

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Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Probleme der Leistungsermittlung am Beispiel des Geschichtsunterrichts in einer 9. Klasse der Mittelschulen Sachsens
Hochschule
Universität Leipzig  (Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
Hauptseminar
Autor
Jahr
2005
Seiten
11
Katalognummer
V65699
ISBN (eBook)
9783638582070
ISBN (Buch)
9783638844321
Dateigröße
456 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Probleme, Leistungsermittlung, Beispiel, Geschichtsunterrichts, Klasse, Mittelschulen, Sachsens, Hauptseminar
Arbeit zitieren
Jan Griesbach (Autor), 2005, Probleme der Leistungsermittlung am Beispiel des Geschichtsunterrichts in einer 9. Klasse der Mittelschulen Sachsens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65699

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